Lüge, List und Leidenschaft
„Verlogenheit, die sich ästhetisch ausdrückt, nennt man Kitsch. Es ist Kitsch, wenn mit Treicheln Alphörnern und Geissböcken vorgegaukelt wird, die Schweiz sei ein Bauernstaat und könne sich von der Welt abschotten“.
Zitate aus dem neuen Buch von Bundesrat Moritz Leuenberger, Lüge, List und Leidenschaft, Ein Plädoyer für die Politik
„Seit Jahrzehnten wird in der Schweiz vergeblich um wirkliche Transparenz bei den Geldern, die in die Parteien oder Verbände fliessen, gerungen. Parteispenden werden selten zum Skandal. Der Staat finanziert die Fraktionen und die Mitglieder der Bundesversammlung, jedoch nicht die politischen Parteien. Deshalb gibt es ausser der Verpflichtung, die Interessenbindungen offenzulegen, auch kaum staatliche Vorschriften über Transparenz. Solange wir aber keine Klarheit darüber haben, wer welche Partei bezüglich welcher Geschäfte und für welche Aktionen mit welchen Mitteln unterstützt, kann von Chancengleichheit der umwelt- und sozialpolitischen gegenüber den wirtschaftlichen Interessen nicht die Rede sein.“
Ich kann dem nur beipflichten!
Wahlaufruf!
Blocher und seine Höflinge haben es fertig gebracht, innert vier Jahren das Bild der Schweiz im Ausland nachhaltig zu beschädigen. Wer mithilft, den Alleskleinhacker weiterhin im Bundesrat wüten zu lassen, ist selber Schuld! Am nächsten Wochenende sind Parlamentswahlen.
Die Karikatur ist in den grössten Zeitungen Russlands, Amerikas und Frankreichs erschienen. Morgen wird der Spiegel und Le Monde über die fremdenfeindlichen Aktivitäten der grössten (un)schweizerischen Regierungspartei berichten….
So wählen Sie richtig: Zgraggeschagg
Sonntagmorgen-Ständchen
Nachdem die XV de France im Viertelfinal der Rugby-Weltmeisterschaft erneut gegen England ausgeschieden sind, tröste ich mich mit einem melancholischen Sonntagmorgen-Saxofon-Ständchen (ich gebe zu, Bill Clinton spielt besser, aber er hat wohl auch mehr Zeit zum Üben als ich…). „Wenn die Blümlein draussen zittern…“
Gesang der Truten
Chansons des dindes, turkey songs, aufgenommen heute im Gers, SW-Frankreich, douce France….
Dégueulasse!
Es sei dégueulasse (ekelhaft, schweinisch) was die bürgerliche französische Parlamentsmehrheit vorhabe, sagte die Ministerin Fadela Amara: nämlich die Verankerung von genetischen Tests im Immigrationsgesetz. Mittels DNA-Analysen (französisch ADN-) soll verhindert werden, dass beim Familiennachzug geschummelt werde.
Die geplanten ADN-Analysen führen in Frankreich zu heftigen Protesten der Zivilgesellschaft. Man werde an die Eugenik und die Rassengesetze der Nazi-Herrschaft erinnert wird moniert.
Es scheint und ist zu hoffen, dass durch den berechtigten Aufschrei der Öffentlichkeit die Politik gezwungen wird, auf diesen höchst diskriminierenden und fragwürdigen Eingriff des Staates in die Persönlichkeitsrechte der BürgerInnen zu verzichten!
Menschen dürfen nicht wie Schafherden behandelt werden, nicht in Frankreich, nicht in der Schweiz, nirgends!
Terre amoureuse
Nach 15 mm Niederschlag sind die Böden auf unserem Hof sehr „anhänglich“, des terres amoureuses wie man hier sagt. Wir haben harte, schwere, ton- und kalkreiche (argilleux-calcaire) Böden, die oft schwierig zu bearbeiten sind. Die Böden haben ein gutes Wasserrückhaltevermögen und eignen sich gut für den Getreideanbau. Körnermais und Soja sind nur mit künstlicher Bewässerung möglich. Viele Flächen sind steinreich und die zahlreichen Farbnuancen lassen auch auf einen unterschiedlichen Humusgehalt schliessen. Die Sommertrockenheit erzeugt breite Spalten im Boden und hilft mit, allfällige Bodenverdichtungen zu beheben. Im Winter gefriert es nur selten, so dass das Gefrieren und Auftauen wesentlich weniger Auswirkungen auf die Bodenstruktur haben als in der Schweiz.
Um die Erosion in Hanglagen zu minimieren, betreiben wir pfluglosen Ackerbau (sans labour), das heisst, die Böden werden nur sehr oberflächlich bearbeitet (nur ca. 15 cm tief) und die Pflanzenrückstände (Stroh, Sonnenblumen usw.) bleiben ausnahmslos auf dem Feld.
Pestizidrückstände
Frankreich ist weltweit der drittgrösste Pestizidanwender, nirgends in Europa werden mehr Pflanzenschutzmittel versprüht als hier. Grund genug, endlich klar Gegensteuer zu geben und beispielsweise den Biolandbau zu fördern!
Kaum mehr gut zu machen ist die katastrophale Situation auf den französischen Antilleninseln Guadeloupe und Martinique. In den Jahren 1981 bis 1993 wurde hier beispielsweise das inzwischen viel zu spät verbotene Pestizid Chlordecone gegen Parasiten um die Bananenbäume gestreut und vergiftet seither Boden, Grundwasser und Wurzelfrüchte. Chlordecone gehört zu den Pestiziden der DDT-Familie und gilt als krebsfördernd. Wegen den hohen Krebsraten haben nun verschiedene Ärzte Alarm geschlagen, so dass grosse Agrarflächen nicht mehr zu Nahrungsmittelproduktion verwendet werden dürfen, weil sich das Pestizid in Wurzelfrüchten, zum Beispiel Süsskartoffeln stark anreichert. In einzelnen Grundwasserfassungen sind die Pestizidgrenzwerte um das 100-fache (!) überschritten.
Nun zu meinen, das sei hier oder in der Schweiz alles sehr viel besser kontrolliert, wäre fatal. Unsere jahrhundertalte, ergiebige Trinkwasserquelle im Berner Seeland ist trotz allen schönen Beteuerungen über integrierte Produktion usw. seit drei Jahren nitratverseucht.
Die fast totale Chemisierung der landwirtschaftlichen Produktion wird schöngeredet mit dem Hinweis, die heutigen Pestizide seien umweltschonend und ungiftig. Leider dauert es in der Nahrungskette manchmal Jahre oder Jahrzehnte bis das Gegenteil bewiesen ist. Vorbeugen, sprich Biolandbau, wäre besser als heilen!
Va-t-on développer l’agriculture biologique en France ?
Ce que demande l’Alliance pour la planète : 30 % d’agriculture biologique en 2020.
Actuellement, l 19;agriculture biologique représente seulement 2 % de la surface agricole en France.
L’objectif de l’Alliance pour la planète est ambitieux mais réalisable : passer de 2 % en 2007 à 6 % en 2010, 15 % en 2013 et 30 % en 2020. Cela implique de mobiliser les aides publiques notamment de la PAC et de s’appuyer sur la restauration collective.
Le vrai conflit : les aides publiques.
Aucun des collèges se dit opposé à l’agriculture biologique. Mais la FNSEA considère que le développement de l’agriculture biologique doit se faire uniquement par la demande du marché et de la grande distribution.
L’Alliance pour la planète tout comme la Fédération nationale de l’agriculture biologique (Fnab), s’oppose à cette idée car il y a, aujourd’hui, distorsion de concurrence. Les produits issus de l’agriculture défendue par la FNSEA sont moins chers car subventionnés à deux niveaux : par des aides directes de la PAC et par les coûts indirects que l’État, donc le contribuable paient (pollution chimique des sols, de l’eau, de l’air et des aliments, impact sur la santé, appauvrissement des sols et de la ressource en eau…).
« L’agriculture biologique finance elle même ses coûts environnementaux et sociaux contrairement à une agriculture intensive ou raisonnée qui les facturent aux contribuables. Nous demandons donc que l’agriculture biologique soit aidé à hauteur des services environnementaux rendus comme c’est le cas en Autriche par exemple », explique Guy Kastler, des Amis de la Terre.
De plus, le commerce de proximité et la restauration collective sont aussi, voire même plus performant que la grande distribution, pour développer l’agriculture biologique.
Ce qu’en pensent les Français ?
Selon un dernier sondage Ifop publié dans le Journal du dimanche, le 9 septembre 2007, à la question « quelles sont selon vous les mesures qui doivent être adoptées en priorité à l’issue du Grenelle de l’environnement ? », 61 % des personnes interrogées répondent : « une réorientation des subventions agricoles au profit des pratiques respectueuses de l’environnement » et 54 % souhaitent « le développement des cultures bio pour qu’elles occupent 10 % des terres agricoles d’ici cinq ans ».
Ailleurs en Europe…
L’Autriche est le pays européen qui développe le plus l’agriculture biologique. Chaque fois qu’un agriculteur renonce à une pratique dangereuse (produit chimique de synthèse, excès de nitrates…) ou adopte une pratique favorable à l’environnement (rotations culturales, couverture du sol, chargement animal modéré…), il perçoit une rémunération forfaitaire. Ces agriculteurs perçoivent aussi une rémunération pour le maintien de l’agriculture biologique et pas uniquement pour la reconversion.
Nordrhein-Westfalen geht als erstes deutsches Bundesland voran und stellt Pestizidsünder an den Pranger: namentlich und deutsch und deutlich!
Maschinenunterhalt
Der Materialverschleiss bei den Bodenbearbeitungsgeräten ist wegen den harten Böden beträchtlich. Ich habe 24 Messer der Kreiselegge (Herse rotative) ausgewechselt. Sorgfältger Maschinenunterhalt ist eine Schweizer Tugend. Dafür funktionieren sie dann (meistens) wenn man sie braucht.
What a shame!
So wird die Schweiz inzwischen in Amerika wahrgenommen…. in Frankreich ist es nicht besser!






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