AUSWANDERERBLOG

Pestizidrückstände

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 10, 2007

Frankreich ist weltweit der drittgrösste Pestizidanwender, nirgends in Europa werden mehr Pflanzenschutzmittel versprüht als hier. Grund genug, endlich klar Gegensteuer zu geben und beispielsweise den Biolandbau zu fördern!
Kaum mehr gut zu machen ist die katastrophale Situation auf den französischen Antilleninseln Guadeloupe und Martinique. In den Jahren 1981 bis 1993 wurde hier beispielsweise das inzwischen viel zu spät verbotene Pestizid Chlordecone gegen Parasiten um die Bananenbäume gestreut und vergiftet seither Boden, Grundwasser und Wurzelfrüchte. Chlordecone gehört zu den Pestiziden der DDT-Familie und gilt als krebsfördernd. Wegen den hohen Krebsraten haben nun verschiedene Ärzte Alarm geschlagen, so dass grosse Agrarflächen nicht mehr zu Nahrungsmittelproduktion verwendet werden dürfen, weil sich das Pestizid in Wurzelfrüchten, zum Beispiel Süsskartoffeln stark anreichert. In einzelnen Grundwasserfassungen sind die Pestizidgrenzwerte um das 100-fache (!) überschritten.

Chemische Formel von Chlordécone

Nun zu meinen, das sei hier oder in der Schweiz alles sehr viel besser kontrolliert, wäre fatal. Unsere jahrhundertalte, ergiebige Trinkwasserquelle im Berner Seeland ist trotz allen schönen Beteuerungen über integrierte Produktion usw. seit drei Jahren nitratverseucht.
Die fast totale Chemisierung der landwirtschaftlichen Produktion wird schöngeredet mit dem Hinweis, die heutigen Pestizide seien umweltschonend und ungiftig. Leider dauert es in der Nahrungskette manchmal Jahre oder Jahrzehnte bis das Gegenteil bewiesen ist. Vorbeugen, sprich Biolandbau, wäre besser als heilen!

www.mdrgf.org

Va-t-on développer l’agriculture biologique en France ?

Ce que demande l’Alliance pour la planète : 30 % d’agriculture biologique en 2020.
Actuellement, l 19;agriculture biologique représente seulement 2 % de la surface agricole en France.
L’objectif de l’Alliance pour la planète est ambitieux mais réalisable : passer de 2 % en 2007 à 6 % en 2010, 15 % en 2013 et 30 % en 2020. Cela implique de mobiliser les aides publiques notamment de la PAC et de s’appuyer sur la restauration collective.

Le vrai conflit : les aides publiques.

Aucun des collèges se dit opposé à l’agriculture biologique. Mais la FNSEA considère que le développement de l’agriculture biologique doit se faire uniquement par la demande du marché et de la grande distribution.
L’Alliance pour la planète tout comme la Fédération nationale de l’agriculture biologique (Fnab), s’oppose à cette idée car il y a, aujourd’hui, distorsion de concurrence. Les produits issus de l’agriculture défendue par la FNSEA sont moins chers car subventionnés à deux niveaux : par des aides directes de la PAC et par les coûts indirects que l’État, donc le contribuable paient (pollution chimique des sols, de l’eau, de l’air et des aliments, impact sur la santé, appauvrissement des sols et de la ressource en eau…).
« L’agriculture biologique finance elle même ses coûts environnementaux et sociaux contrairement à une agriculture intensive ou raisonnée qui les facturent aux contribuables. Nous demandons donc que l’agriculture biologique soit aidé à hauteur des services environnementaux rendus comme c’est le cas en Autriche par exemple », explique Guy Kastler, des Amis de la Terre.
De plus, le commerce de proximité et la restauration collective sont aussi, voire même plus performant que la grande distribution, pour développer l’agriculture biologique.

Ce qu’en pensent les Français ?

Selon un dernier sondage Ifop publié dans le Journal du dimanche, le 9 septembre 2007, à la question « quelles sont selon vous les mesures qui doivent être adoptées en priorité à l’issue du Grenelle de l’environnement ? », 61 % des personnes interrogées répondent : « une réorientation des subventions agricoles au profit des pratiques respectueuses de l’environnement » et 54 % souhaitent « le développement des cultures bio pour qu’elles occupent 10 % des terres agricoles d’ici cinq ans ».

Ailleurs en Europe…

L’Autriche est le pays européen qui développe le plus l’agriculture biologique. Chaque fois qu’un agriculteur renonce à une pratique dangereuse (produit chimique de synthèse, excès de nitrates…) ou adopte une pratique favorable à l’environnement (rotations culturales, couverture du sol, chargement animal modéré…), il perçoit une rémunération forfaitaire. Ces agriculteurs perçoivent aussi une rémunération pour le maintien de l’agriculture biologique et pas uniquement pour la reconversion.

Nordrhein-Westfalen geht als erstes deutsches Bundesland voran und stellt Pestizidsünder an den Pranger: namentlich und deutsch und deutlich!

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  1. henry said, on Oktober 10, 2007 at 1:56 pm

    Ja aber Herr BumeSie wissen ja auch, dass Nitrat im Grundwasser auch durch „biologischen“ Hofdünger verursacht wird. Dann erwähnen sie dies bitte auch und schieben sie nicht alles auf die „böse“ Chemie.Ihre Blogbeiträge sind sehr oft einseitig und unausgewogen.salutationHenry

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  2. @henry said, on Oktober 11, 2007 at 9:19 am

    Im Biolandbau sind die Tierbestände so begrenzt, dass durch den Hofdüngeraustrag keine Nitratbelastung des Grundwassers resultieren kann….RB

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  3. chrigu said, on Oktober 11, 2007 at 9:29 am

    http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=17494&CategoryID=62Was sagen Sie zu diesem Artikel?Viele Grüssechrigu

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  4. Henry said, on Oktober 11, 2007 at 12:20 pm

    @RB+ChriguIch will den Nitrateintrag durch Gülle nicht überbewerten aber null ist er beim Biolandbau sicher nicht. Aber dass die Tierbestände auf die Landflächen abgestimmt sind finde ich positiv wie übrigens vieles andere im Biolandbau auch. Es gibt aber auch immer wieder Austräge auf gefrorene Böden weil die Güllenspeicher voll sind. Ich bin aber ein entschiedener Gegner der Gleichung „Chemie schlecht, biologisch gut“ Es gibt auch natürlich vorkommende Schadstoffe. Die Landwirtschaft sollte nach meiner Meinung eine optimale Ernte anstreben und wenn es halt anders nicht geht auch mit einem schnell abbaubaren (ohne Rückstande) Pestizid. Der Vergleich zur Medizin drängt sich auf, auch dort kann man mit pflanzlichen Stoffen arbeiten aber einmal hört es auf. Ich bin mit vielem von Norman Borlaug einverstanden. Biolandbau ist eigentlich ein Luxus den nur wir westliche Staaten uns leisten können. Die 850 Millionen mit zuwenig Nahrung sind sicher an einer höheren Ausbeute interessiert, was technisch machbar wäre. Ich kann diese latente europäische Fortschrittsfeindlichkeit auch nicht verstehen. Die Biobauern brauchen ja auch den Traktor und nicht mehr das Pferd. Aber bei GVO Fragen zum Beispiel schalten sie auf rot.Henry

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  5. ueli said, on Oktober 11, 2007 at 7:48 pm

    lieber ruedi,was ‚henry‘ hier zum besten gibt entspricht offensichtlich einer weit verbreiteten geisteshaltung:cartesius sagte: „der mensch ist das mass aller dinge“; im heiligen buch (bibel) steht: „geht hin und macht euch die erde untertan“. die berühmtheit dieser sprüche allein genügt schon lange nicht mehr, wenn es um wahrheiten geht.henry täte gut daran, sich zu überlegen, auf welche weise er sich die welt untertan zu machen gedenkt. den untertan zu grunde zu richten, bedeutet verzicht auf nutzen und schaffung von problemen. und probleme haben wir, in der tat: pflanzen, tiere, insekten weisen schon eine vielzahl von resistenzen auf, denen letztlich nur noch mit bio-landwirtschaft (chemiefrei) beizukommen sein wird.

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  6. RB said, on Oktober 13, 2007 at 10:00 am

    @chriguProfessor Borlaug sagt interessante Dinge, mit denen man einverstanden oder eben nicht einverstanden sein kann. Ich bin mit ihm sehr einverstanden, wenn er sagt, dass die Märkte eben nicht alle Probleme lösen können.Wenn er sagt, die Natur sei eine Gentechnikerin bin ich auch einverstanden, nur hat die Natur es beispielsweise bisher unterlassen, ein Resistenzgen gegen Roundup-Herbizid von Monsanto in die Pflanzen einzubauen….Es ist halt eine sehr amerikanische Sicht der Dinge: nur mit Kunstdünger lasse sich genügend Nahrungsmittel produzieren um die heutige Menschheit zu ernähren sagt er. Mit Verlaub das ist Mist! Noch nie etwas von organischer Gründüngung gehört (Leguminosen)?Ich halte mich lieber an meine eigenen 50jährigen Erfahrungen und an die von HR Herren in Afrika (Träger des Welternährungspreises) die besagen, dass nur mit angepasster, vernünftiger Technologie die Hungerprobleme gelöst werden können. Nachzulesen unter http://www.biovision.ch/D/index.asp.

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  7. ueli said, on Oktober 13, 2007 at 10:41 am

    merci, ruedi!

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