AUSWANDERERBLOG

Gelesen: „Das Archiv der Gefühle“

Posted in Literatur, Uncategorized by ruedibaumann on September 6, 2021

Roman von Peter Stamm. Gelesen hier am Bielersee, heute…

https://www.orellfuessli.ch/magazin/interviews/2021/09/peter-stamm

„Würde Albert Camus heute leben, würde er vielleicht Bücher schreiben wie Peter Stamm…“ (THE NEW YORKER)

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„Das Jahresbankett der Totengräber“

Posted in Literatur by ruedibaumann on Juli 20, 2021

Der Roman von Mathias Enard ist bombastisch. Martin Ebel spricht in seiner Rezension (1. Juli 2021 „Der Bund“) von Weltliteratur aus Frankreich. Ich musste zeitweise hartnäckig dranbleiben… aber es lohnt sich!

Hier eine Auswahl von Pressestimmen:

Pressestimmen

„Ein großes Epos …. Dieses ganze Konstrukt ist so genial, dass ich beim Lesen immer wieder staunend dagesessen bin, dass das alles zusammenhängt.“ Vea Kaiser, ZDF Literarisches Quartett, 14.05.2021

„Es geht in diesem Roman wirklich um Leben und Tod. … Reichhaltig, barock, opulent, ausschweifend und sehr humorvoll.“ Nicola Steiner, SRF Literaturclub, 18.05.2021

„Ein kosmisches Werk über Essen und Liebe, über Tod und Reinkarnation, über die alles verdauende und sublimierende Macht der Sprache.“ Niklas Bender, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.06.2021

„Die Wiederentdeckung des unendlichen buddhistischen Lebensrades durch Mathias Énard beschert uns Lesern eine buchstäbliche Roman-Revolution. Alles dreht, verkehrt und verwandelt sich, schreitet vor und zurück, ein ewiges Vorübergehen… Es ist ein großes Wimmelbild, aus dem man einzelne Geschichten hervor- und zurücktreten lassen kann. … Ein großes heiteres Kunststück.“ Hubert Winkels, Süddeutsche Zeitung, 20.05.2021

„‘Das Jahresbankett der Totengräber‘ ist kein Schmöker, sondern ein wuchtiges Kunstwerk eigenen Ranges. … Solange Literatur wie diese geschrieben wird, gibt es noch Hoffnung.“ Gerrit Bartels, Tagesspiegel, 23.05.2021

„Der Roman ist ein üppiges Mahl, das in einer nahezu unendlichen Abfolge verschiedenster Gänge serviert wird: Glanz und Elend des Landlebens, Feindschaften und Begierden, Traditionen, Aberglaube. … Mathias Énards eleganter Stil und seine geistreiche Art zu erzählen machen das Buch zu einem wunderbar vielschichtigen, an vielen Stellen humoristischen und anregenden Provinz-Roman.“ Dirk Fuhrig, WDR3, 17.05.2021

„Kunstvoll, wortspielerisch und unheimlich gelehrt, aber nie angestrengt führt Enard uns immer wieder von der Gegenwart in die Geschichte und zurück. … Ein radikal moderner Roman, der mit seiner atemberaubenden nicht-linearen Erzählform, dem Hin und Her der wandernden Seelen zwischen Gegenwart und Geschichte, so etwas wie ein kollektives Gedächtnis wachruft.“ Kathrin Hondl, SWR2, 16.05.2021

„In diese Reihe der bildungssatten enzyklopädischen Groß-Epen fügt sich nun auch Mathias Énards jüngstes Leserüberwältigungswerk ein, der 500-Seiten-Roman ‚Das Bankett der Totengräber‘, abermals in ein berauschend wortgewaltiges, buntes Deutsch übertragen von dem Énard-erprobten Übersetzer-Duo Holger Fock und Sabine Müller. … Wer sich aber auf das Buch einlässt und sich vom Schwung seiner Fabulierlust tragen lässt, erlebt ungeahnte Lesefreuden.“ Sigird Löffler, Radio Bremen, 23.05.2021

„Ein großartiges Buch! … Es geht um die großen Themen der Literatur: Tod, Liebe, Abschied, Veränderungen und diese unglaubliche Beziehung mit dem Ort.“ Usama Al Shahmani, SRF Literaturclub, 18.05.2021

„Ich habe mich nach der Lektüre gefühlt, als hätte ich einen Wirbelsturm überlebt. … Es ist ein gargantueskes Buch für Schlemmer.“ Daniela Strigl, SRF Literaturclub, 18.05.2021

„Dieses Buch leistet alles, was ein großartiger Roman leisten kann.“ Christoph Keller, SRF Literaturclub, 18.05.2021

„Dieser Roman ist wie das titelgebende Bankett, ein ausuferndes Gelage … stupend kunstfertig, witzig, voll von erstaunlichen Begebenheiten.“ Anne-Cathrin Simon, Die Presse, 15.05.2021

„Enard entfesselt in seinem Roman ein wildes Spiel der Wiedergeburten und verknüpft so Vergangenheit und Gegenwart seiner Heimat.“ Wolfgang Popp, ORF Hörfunk, 17.05.2021

„‘Das Jahresbankett der Totengräber‘ nimmt uns mit auf eine amüsante Reise in die französische Seele.“ Leonie Heitz, ORF-TV, 17.05.2021

„Dieser erste Teil des Buches ist geradezu genial. … Das Bankett, diese Fress- und Sauforgie – göttlich. Da wäre ich gerne dabei gewesen.“ Götz Alsmann, ZDF Literarisches Quartett, 14.05.2021

„Mich hat dieses Buch fertiggemacht!“ Thea Dorn, ZDF Literarisches Quartett, 14.05.2021

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Mathias Enard, 1972 geboren, lebt in Barcelona. Auf Deutsch erschienen von ihm die Romane „Zone“ (2010), für den er den Candide-Preis 2008 erhielt, „Erzähl ihnen von Schlachten, Königen und Elefanten“ (2011), ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt des lycéens 2010, und „Straße der Diebe“ (2013). Für den Roman Kompass (2016) erhielt er den Prix Goncourt 2015 und 2017 den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. 2019 erschien sein Gedichtband Letzte Mitteilung an die Proust-Gesellschaft von Barcelona.

Aber lesen Sie selbst….!

Über Menschen

Posted in Literatur, Politik by ruedibaumann on Juli 8, 2021

Ich habe Juli Zehs neuen Roman „Über Menschen“ mit Vergnügen gelesen. Stadtflüchtling, Stadt-Land-Problematik, warum sind die Landbewohner so wie sie sind, gibt es den Dorfnazi, warum wählen die Dörfler mehrheitlich rechts, Fragen über Fragen, populär aufgearbeitet…

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.03.2021

Nicht hellauf begeistert, aber doch mit Sympathie bespricht Rezensent Jörg Magenau diesen Folgeroman zu Juli Zehs sagenhaft erfolgreichem Roman „Unter Leuten“. Hier arbeitet die Autorin weniger mit Perspektivenwechseln, denn sie lässt hier eine Hauptperson zu, die vor Corona und ihrem Besserwisser-Freund, dem Klimaschützer Robert, mit Hund aufs Land flieht. Dass aus dem „Dorfnazi“ fast ein Freund wird, gefällt dem Kritiker durchaus, denn dass die Überwindung plakativer Zuschreibungen zwischen Berlin und Brandenburg, zwischen Stadt und Land überhaupt nottut, findet auch er. Aber was sich daraus an Freundschaft und Wiedereingliederung ergibt, hält er dann wiederum für etwas „schlicht“ und geradezu märchenhaft. Immerhin gelingen der Autorin, so der freundlich-milde gestimmte Kritiker, immer wieder „wunderbar witzige und entlarvende Dialoge“- und entlarvt wird nicht selten die Besserwisserei der Städter.

Alle, ausser mir

Posted in Literatur by ruedibaumann on August 2, 2020

„Alle, ausser mir“ ist ein Roman von Francesca Melandri, ein epochaler Familienroman und eine Reise in die italienische Seele. Das Buch stand zehn Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste. Manchmal harte Kost, was da aufgetischt wird. Aber lesen Sie selbst.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 12.07.2018

Hier werden so „einige Lebenslügen Europas“ in die Luft gesprengt, freut sich voll Grimm Rezensentin Julia Schröder. In „Alle, außer mir“ widmet sich Francesca Melandri nämlich einem schmalen, unbeliebten und oft überblätterten Kapitel der italienischen Geschichte, erklärt Schröder: Dem Abessinienkrieg von 1935-36. Gnadenlos beschreibt sie anhand einer Familiengeschichte historische Tatsachen, vor denen viele gerne weiterhin die Augen verschließen würden. Sie erzählt von den Spätfolgen des Angriffs auf Äthiopien und schildert aktuelle Entwicklungen, die vor allem schockieren, weil die Parolen der Rechten von heute so sehr an damals erinnern. Melandris dritter Roman ist ein spannendes, hervorragend recherchiertes und politisch engagiertes Buch, lobt die Rezensentin. Dass Melandri insbesondere bei der Figurenentwicklung auf einige etwas abgeschmackte Stereotype zurückgreift, verzeiht sie ihr leicht.
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Vor dem Fest

Posted in Literatur by ruedibaumann on Juli 9, 2020

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 06.03.2014

Der Charme von Saša Stanišićs neuem Roman „Vor dem Fest“ ist eng mit seiner akribischen Recherchearbeit verbunden, berichtet Verena Auffermann. Ganze vier Jahre lang hat sich der Schriftsteller aus der bosnischen Provinz an die Bewohner eines ehemaligen DDR-Dorfs herangearbeitet, sie mit Ethnologenaugen beobachtet und mit besonderem Blick für das Unzeitgemäße, erklärt die Rezensentin. Das Ergebnis ist eine kunstvolle Sammlung von Geschichten über „die letzten nicht globalisierten Deutschen“, die von Stadtmenschen gerne für einen Mythos gehalten werden, die es im „Eldorado am flachen Saum des Wohlstands“ aber tatsächlich gibt, wie Auffermann versichert.
Ich bin begeistert von den Romanen von Sasa Stanisic (siehe auch „Herkunft“ in diesem Blog). Zugegeben, „Vor dem Fest“ ist stellenweise sehr anspruchsvoll, nicht ganz leicht zu lesen. Aber der leise Humor, das Komische, das Phantastische…. einfach einzigartig! Dranbleiben!
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Gelesen

Posted in Literatur by ruedibaumann on Juli 6, 2020

Der Erstlingsroman von Jasmin Schreiber “ Marianengraben“ landete gleich auf der Spiegel-Bestsellerliste. Ich meine zu recht!

https://www.jasmin-schreiber.de

»Eigentlich kann man gar kein Buch schreiben, das vom Sterben handelt, gleichzeitig sehr lustig und tieftraurig ist, sich aber anfühlt wie ein Roadmovie. Wie gesagt: eigentlich!« Sascha Lobo

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Pablo Neruda

Posted in Literatur, Politik by ruedibaumann on Mai 2, 2020

Ich habe in den letzten Tagen die Memoiren von Pablo_Neruda „Ich bekenne ich habe gelebt“ wiedergelesen.

Ein beeindruckendes Leben!

Ich erinnere mich an den Film „Il Postino“, an die Kontroversen um seine Ode an Stalin, an den Streit um seine Todesursache und um den Missbrauch einer Frau.  Pablo Neruda wurde 1971 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet. Seine Dichtung hat oder hatte in Chile Kultstatus. Er wurde verehrt und gehasst.

„Die Jahre vergehen. Man verbraucht sich, gedeiht, leidet und geniesst. Die Jahre nehmen und bringen einem das Leben. Die Abschiede werden häufiger, die Freunde kommen ins Gefängnis, werden wieder entlassen, sie fahren nach Europa, kehren zurück oder sterben einfach“.

(Textauszug, diktiert kurz vor seinem Tode 1973)

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HERKUNFT

Posted in Literatur by ruedibaumann on März 6, 2020

KLAPPENTEXT

„Herkunft“ ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. Den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh. „Herkunft“  ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre. „Herkunft“ ist traurig, weil Herkunft für mich zu tun hat mit dem, das nicht mehr zu haben ist.  In „Herkunft“ sprechen die Toten und die Schlangen, und meine Großtante Zagorka macht sich in die Sowjetunion auf, um Kosmonautin zu werden.
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Ich bin beeindruckt, sehr beeindruckt: „Eines der intelligentesten, geistsprühendsten und – nicht zuletzt – formal innovativsten Bücher dieses Frühjahrs. Eine echte Freude zu lesen!“
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Die schöne Fanny

Posted in Literatur, Uncategorized by ruedibaumann on Januar 19, 2020

Drei Künstler und Tagediebe stolpern in dieser tragikomischen Geschichte durch die neblige Kleinstadt: Jackpot, der erfolglose Schriftsteller, der auf Hunde und Pferde wettet und verzweifelt den roten Faden für seinen Roman sucht, und die beiden Maler Louis und Grunz, die das Leben und die Schönheit lieben.

Humorvoller, vergnüglicher Roman von Pedro Lenz. Spielt in Olten und Umgebung und ich frage mich, warum so viele gute Schriftsteller und Künstler aus der nebligen Jurasüdfussregion stammen? Neben Pedro Lenz, zum Beispiel Peter Bichsel, Alex Capus, Ernst Burren, Mike Müller…. Ist es der Nebel oder das Bahnhofbuffet Olten?

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Die letzte Terroristin

Posted in Literatur, Politik by ruedibaumann on Januar 5, 2020

Ich bin kein Krimifan. Aber mit dem  Politikthriller von André Georgi habe ich eine Ausnahme gemacht. Es ist eine spannende Geschichte rund um die deutsche Treuhand, die dritte Generation der RAF und die dramatische Situation nach der Wende in Deutschland. Sehr gut geschrieben, spannend von der ersten bis zur letzten Seite! Sehr lesenswert!

https://www.suhrkamp.de/buecher/die_letzte_terroristin-andre_georgi_46780.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Treuhandanstalt

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