AUSWANDERERBLOG

La Oueyte

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Februar 18, 2021

Mir hei äs stotzigs Heimetli…. oder wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen…. oder au bout du monde… jedenfalls wird hier Biodiversität gross geschrieben und es werden pflanzliche Nahrungs- und Futtermittel produziert.

Wir Erben

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Februar 15, 2021

Es ist angerichtet. Wie die Grünen unser Essverhalten lenken wollen

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Februar 14, 2021

Ohne eine neue Ernährung wird die Schweiz die Klimaziele verfehlen. Jetzt fordert die Grüne Partei eine Fleisch-Steuer und verbilligtes Gemüse. Ist das wirklich nötig? Ein Essen mit den radikalsten Ernährungspolitikern der Schweiz.

Angelika Hardegger10.02.2021, NZZ

Er ist der einzige Landwirt der Grünen Fraktion: Kilian Baumann, Nationalrat aus Bern.

Kilian Baumann ist Nationalrat und Landwirt. Er besitzt zehn Hektaren Land, und wie jeder Landwirt besässe Baumann gern mehr. Seine politischen Gegner im Bundeshaus scherzen, es sei vordringlich, dass Bauer Baumann mehr Land bekomme. Dann benötige er mehr Zeit für den Hof. Dann höre er vielleicht auf mit der Politik.

Kilian Baumann, 40, ist der röteste Bauer in Bern. Er zieht im Dorf Suberg Rinder für die Schlachtung gross, und wenn der Stall gemistet, die Rinderherde gefüttert und das Fleisch verkauft ist, formuliert er Forderungen wie diese: Alle Schweizer essen nur noch halb so viel Fleisch.

Baumann will den Rekruten Vegi-Menus servieren lassen und fordert Werbung für Tofu. Per Motion, dem schärfsten Geschütz aus dem Parlament, verlangt er vom Bundesrat einen Plan zur Reduktion des Fleischkonsums.

Baumann zog 2019 in den Nationalrat ein, zeitgleich mit Meret Schneider, ebenfalls Mitglied der Grünen. Sie ist Tierschützerin und die prominenteste Veganerin im Parlament. Baumann und Schneider, der Rindfleischproduzent und die Tierschützerin, stehen für die Ankunft eines neuen Politikertyps in Bern: die Ernährungspolitiker.

Der Ernährung ergeht es in der Politik wie der Frau im generischen Maskulinum. Es heisst, sie sei mitgemeint, von Agrarpolitikern, bei Bildung oder Gesundheit. Kilian Baumann und Meret Schneider haben einen höheren Anspruch. Sie finden sich als Ungleiche wieder im gleichen Kampf. Wer sind sie, was wollen sie? Und glauben sie wirklich, die Schweizer liessen sich den Teller von den Grünen anrichten?

«Sehen Sie es als Statement»

Ich treffe Baumann an einem Mittag in Bern. Er trägt Wollkappe, Fünftagebart und einen Rucksack aus nordischem Design. Er steht am Bahnhof beim Eingang der «Welle 7», dieses Denkmals der zeitgenössischen Esskultur. Hier kaufen Pendler «Lunches to go», bevor sie zum Zug hetzen, und in den oberen Etagen wird «gemeetet» und «geworkt». Die «Welle 7» ist Essen und Arbeit in einem, oft auch: Essen und Arbeit gleichzeitig.

En Guete, Herr Baumann.

En Guete!

Sie haben ein Sandwich gekauft. Was steckt drin? 

Käse. Sehen Sie es als Statement: Ich esse Käse. Ich esse auch Fleisch. Ich will niemandem etwas verbieten. Entscheidend ist die Menge.

Wie beurteilen Sie die Ökobilanz von meinem Lunch, Birchermüesli mit Brot? 

Ich werte ungern einzelne Mahlzeiten. Aber mit Joghurt, einem tierischen Produkt, bewegen wir uns rasch im ökologisch ungünstigen Bereich. 

Forscher der Universität Oxford schrieben im November im Magazin «Science»: Um auch nur die geringste Hoffnung zu haben, die globale Erwärmung auf 2 Grad oder weniger zu begrenzen, muss sich die Lebensmittelproduktion radikal ändern. Isst die Menschheit weiter wie heute, wird das Pariser Klimaziel in jedem Fall verfehlt – selbst wenn der fossile Verkehr per sofort stillstünde. 

Das tönt nach einer schlechten Nachricht. Es könnte auch eine gute sein.

Ein Forscher aus Wien hat 2020 in der Fachzeitschrift «Nature» den Einfluss des Essens auf den Artenverlust untersucht. Sein Fazit: Die abnehmende Kurve der weltweiten Biodiversität könnte nach oben gebogen werden – vorausgesetzt, wir werfen deutlich weniger Lebensmittel weg und essen weniger Fleisch. Das Essen kann alles verhindern. Aber es macht auch sehr viel möglich.

Herr Baumann, Sie essen ja gar nicht.

Man sollte nicht nebenbei essen. Man sollte sich Zeit lassen. Ein Nahrungsmittel zu produzieren, ist sehr aufwendig. 

Sie verkaufen Rindfleisch ab Hof. Essen Sie auch Schwein und Poulet? 

Ich esse Wurst und Aufschnitt. Aber Poulet oder Schnitzel praktisch gar nicht mehr. Und schon gar keine verarbeiteten Produkte wie Chicken Nuggets oder Fischstäbli. Da schmeckt man ja gar kein Fleisch heraus. Solche Gerichte könnten wir von heute auf morgen ersetzen. 

Alle Grünen wissen, dass zu viel Fleisch dem Klima schadet. Und doch sind Sie der Erste, der im Parlament ganz direkt weniger Fleischkonsum verlangt. Wie erklären Sie sich das?

Das zu verlangen, ist politischer Selbstmord. 

Sie sehen ziemlich lebendig aus.

Ich glaube, dass ich als Fleischproduzent ein wenig Narrenfreiheit habe. Mir kann niemand den Stempel des Veganers aufdrücken.

Kilian Baumann gilt in der Bauernszene qua Familie als rote Socke. Schon die Eltern hatten den Bauernhof auf Bio umgestellt. Sie erlangten nationale Berühmtheit als erstes Ehepaar im Nationalrat: Sie war Sozialdemokratin, er politisierte bei den Grünen. Ihr Sohn Kilian galt in der Landwirtschaftsschule als «vorbelastet». 

Er erinnert sich an das Fach Agrarpolitik, unterrichtet vom Rektor. Der habe jeweils «die richtige Meinung referiert, und dann baute er sich vor meinem Pult auf und fragte: ‹Und, Herr Baumann, was meinen Sie dazu?›». Baumann meint noch heute etwas anderes. 

Als einziger Landwirt in der Grünen Fraktion wurde er in die einflussreiche Wirtschaftskommission geschickt. Dort kämpft er gegen Pestizide und zu viel Gülle, zurzeit auch: für das Gülleschleppschlauch-Obligatorium.

Der Gülle-Schleppschlauch ist der Versuch, viel Gülle umweltfreundlich auszubringen. Baumann sagt: «Eigentlich liegt das Problem doch woanders. Das Problem ist, dass wir zu viel Gülle haben. Weil wir zu viele Tiere halten. Weil wir zu viel Fleisch essen.»

Wem hilft billiges Pouletfleisch?

Für Aussagen wie diese ist Baumann unter Grossbauern und Konventionellen verhasst. Im Parlament bauen sich die Bauernvertreter von SVP und CVP vor seinem Pult auf wie einst der Rektor in der Landwirtschaftsschule. 

Baumann sagt dann Dinge wie: Ohne den Konsum gehe es nicht. Billiges Pouletfleisch schade zuallererst den Bauern. Die Wertschätzung für Fleisch würde steigen. In seiner Erzählung hängt alles zusammen: das Klima, die Bauernlöhne, die Volksgesundheit. Und eigentlich ist er mit dieser Idee in guter Gesellschaft. 

Die Europäische Union hat 2020 eine Ernährungsstrategie «vom Hof auf den Tisch» verkündet. Urs Niggli, ein international renommierter Agrarexperte, hat im Januar ein ganzes Buch dazu veröffentlicht («Alle satt»). Niggli plädiert für «mehr Ernährungspolitik und weniger Agrarpolitik», für Prävention und Anreize beim Essen. Das ist der Weg, den die Grünen gehen wollen.

In einem Ernährungspapier vom Oktober fordert die Partei hundert Prozent Bio-Essen in öffentlichen Institutionen wie Schulen, Armee oder Verwaltung. Obst und Gemüse sollen von der Mehrwertsteuer befreit werden, beim Fleisch fordern die Grünen eine Steuer dazu. Es wäre eine staatlich gelenkte Ernährung. Kilian Baumann entgegnet: «Die haben wir schon.»

Hauptsache aus der Schweiz

Tatsächlich steuert der Bund schon heute, was wir essen. Das Kriterium lautet: Hauptsache aus der Schweiz.

Damit wir Schweizer Zucker essen, garantiert der Bund den Produzenten einen Mindestpreis. Damit wir Schweizer Steaks essen, wird das ausländische Steak durch Zölle verteuert. Der Bund investiert jedes Jahr über 5 Millionen Franken in Werbung für Schweizer Fleisch. Er stützt zum Beispiel auch den Preis von Kalbfleisch.

Werbung, Verteuerung, Verbilligung: Das sind Polit-Instrumente, die auch die Grünen fordern. Warum erregt die vegetarische Variante so viel mehr Aufsehen?

(—-)

Filmen bei jedem Wetter…

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Februar 12, 2021
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Grosse Wäsche

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Februar 11, 2021
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Demnächst in diesem Theater…

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Februar 10, 2021

Filmaufnahmen auf La Oueyte…. Making of…

Knochenarbeit…

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Februar 5, 2021

… aber immer noch besser als Kurzarbeit, Couvre-feu, Corona-Frustration usw.!

Wasser, Schnee, Wind

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Januar 29, 2021

Das gilt für die Schweiz (Schnee haben wir hier im Gers selten bis nie). Und im Berner Seeland ist es einmal mehr der Lyssbach…

Hier im Gers genügt es, wenn man hin und wieder glismete Handschuhe anzieht. Das gilt insbesondere für seltene Gäste…. 😇

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Klimaplan der Grünen

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Januar 27, 2021

Bereich LANDWIRTSCHAFT UND ERNÄHRUNG

Zwischenziel Land- und Ernährungswirtschaft: Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2040.

In der Schweiz stammen 14 % der direkten Treibhausgasemissionen aus der land- und forstwirtschaftlichen Produktion, drei Viertel davon aus der Viehhaltung und dem Einsatz von Hofdünger.14 Die gesamte Lebensmittelindustrie emittiert rund 12 Millionen Tonnen CO2- Äquivalente, die Hälfte davon im Ausland. Zwei Drittel der damit verbundenen Emissionen werden im Ausland emittiert für die Produktion von pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln für den menschlichen und tierischen Verzehr, durch die Abholzung von Wäldern im Zusammenhang mit der Schaffung neuer landwirtschaftlicher Flächen (Palmöl, Soja, Rindfleisch etc.), durch die fossile Energie, die für die Verarbeitung und den Transport von hochverarbeiteten Lebensmitteln und Lebensmittelkomponenten benötigt wird, sowie für die Produktion von Betriebsmitteln für die intensive Landwirtschaft (Pflanzenschutz- und Düngemittel) etc. Die bedeutendsten Emissionen im Inland sind die Nutztierhaltung (3,3 Millionen Tonnen CO2), die Hofdüngerbewirtschaftung (1,2 Millionen) und die landwirtschaftlichen Böden (1,6 Millionen).

Eine grüne Land- und Ernährungswirtschaft beginnt bei der drastischen Reduktion der Verschwendung von Lebensmitteln, welche weltweit zu den wichtigsten Klimabelastungen gehört. Weiter sind Produktion und Konsum von tierischen Lebensmitteln stark zu reduzieren und gleichzeitig die biologische Landwirtschaft auszubauen.

Oft wird der Biolandbau dafür kritisiert, dass er aufgrund der tieferen Erträge mehr Land benötigt und deshalb eine negative Klimabilanz habe. Doch die Biolandwirtschaft hat entscheidende Vorteile, welche oft vergessen gehen. Die bessere Klimabilanz von Bio- Produkten beruht auf dem Verzicht auf leicht lösliche Mineraldünger. Dies reduziert die Treibhausgasemissionen, da zu deren Herstellung viel Energie benötigt wird. Zudem verursacht der Mineraldüngereinsatz deutlich höhere Lachgas (N2O)-Emissionen als organische Dünger. Durch den Einsatz von organischem Dünger haben Bio-Ackerböden einen höhere Humusgehalt und binden daher im Vergleich zu konventionell bewirtschafteten Böden grössere Mengen an CO2. Dies ist vielfach wissenschaftlich nachgewiesen. Bio als Produktionssystem bietet vernetzte Lösungen. Darüber hinaus verursacht die Produktion von synthetischen Pestiziden, auf der auch die konventionelle Landwirtschaft basiert, erhebliche Mengen an CO2-Emissionen.

Zudem gilt im Biolandbau die Devise «feed no food» bei den Wiederkäuern. Das bedeutet eine konsequente graslandbasierte Fütterung und der Verzicht auf Kraftfutter. Eine standortangepasste Milch- und Fleischproduktion ergibt im Grasland Schweiz Sinn. Gras kann mit Wiederkäuern in wertvolles Eiweiss umgewandelt werden. Zudem ist das Dauergrünland (insbesondere die Weiden) ein wichtiger Kohlenstoffspeicher. Durch den Verzicht auf importiertes Kraftfutter (insbesondere Soja) werden Umweltschäden in anderen Ländern und die Abholzung von Urwäldern (Primärwäldern) vermieden.

Die wichtigsten Massnahmen sind:

  • ●  Umsetzen des Klima-Sektorziels für die Land- und Ernährungswirtschaft15 durch die Förderung einer bodenschonenden und humusaufbauenden Landwirtschaft (z.B. pfluglose Bodenbearbeitung), des Mischkulturenanbaus und des Einsatzes von Pflanzenkohle.
  • ●  Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Land- und Ernährungswirtschaft gegenüber den Folgen der globalen Erwärmung.
  • ●  Aktionsplan Bioland Schweiz: Die Land- und Ernährungswirtschaft in der Schweiz soll bis 2050 vollständig auf nachhaltige Produktionssysteme umgestellt werden. Bis 2030 soll ein Zwischenziel von 40 % Bio (EU: 25% Bio) erreicht werden. Zur Förderung des Absatzes sollen öffentlichen Einrichtungen (Schulen, Kitas, Verwaltung, Armee usw.) im Rahmen des revidierten Beschaffungsrechts bis 2030 für die Verpflegung einen möglichst hohen Anteil an regionalen Bioprodukten verwenden.
  • ●  Feed no Food: Stärkung der pflanzlichen Produktion und jährlich steigende Verlagerungen der Direktzahlungen von tierischer zu pflanzlicher Produktion bis 2030. Weiter sollen kraftfutterfreie (graslandbasierte) Produktionssysteme stärker gefördert werden.
  • ●  Umsetzen eines Massnahmenplans zur Reduktion des Fleischkonsums.16 Als Alternative sollen die Entwicklung und die Produktion von pflanzlichen Proteinen stärker gefördert werden.17
  • ●  Minimierung der Lebensmittelverluste auf dem Acker, in der Verarbeitung, im Handel und in den individuellen Haushalten. Food Waste soll bis 2030 um 70 % reduziert werden (dazu soll in der AP22+ ein Absenkpfad festgelegt werden). Ein wichtiges Element ist dabei auch die Verwertung der ganzen Tiere beim Fleischverzehr (Nose to Tail).
  • ●  Die Agrarforstwirtschaft fördern
  • 15 Siehe Postulat Maya Graf: www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20193385
    16 Siehe Motion Kilian Baumann: www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20203653
  • 17 Siehe Motion Kilian Baumann: www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=2020329924
  • ●  Die Produktion erneuerbarer Energie (Solardächer und Biogasanlagen) in der Land- und Ernährungswirtschaft soll gezielt gefördert werden. Beschleunigt werden soll auch die Verbesserung der Energieeffizienz im Bereich Elektromobilität, fossilfreie Heizsysteme (zum Beispiel Abwärme, Wärmepumpen, Solarenergie etc. für Gewächshäuser)18 und der Verlagerung von Lebensmitteltransporten von Strasse und Luft auf Wasser und Schiene.
  • ●  Schutz der Urwälder (Primärwälder): Die Schweiz soll eine internationale Initiative zum Schutz der noch verbleibenden weltweiten Primärwälder anregen und in den betroffenen Ländern wirtschaftliche Alternativen zu Abholzung und Intensivlandwirtschaft unterstützen.

Reben schneiden

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Januar 24, 2021

Reben schneiden in der Gascogne… und gleichzeitig sorgen die lieben Enkelinnen in den Reben am Bielersee für etwas Unterhaltung (auf dem iPhone…)!