AUSWANDERERBLOG

Erntezeit

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 19, 2017

Kolumne im heutigen Bieler Tagblatt

Die Felder sind abgeerntet, fünfzehn Tonnen Bio- Sonnenblumenkerne und ein Container Kichererbsen haben wir an die Genossenschaft abgeliefert und die Pflanzenreste in den Ackerboden eingearbeitet. In den nächsten Wochen werden wir schon wieder Getreide aussäen. Säen, pflegen, ernten – alle Jahre wieder.

Wir bewirtschaften im sonnigen Südwesten Frankreichs 70 Hektaren Boden. Für schweizerische Verhältnisse wäre das ein sehr grosser Landwirtschaftsbetrieb, hier in der Gascogne ist es allerhöchstens Durchschnitt. Wir haben in den letzten siebzehn Jahren die verschiedensten Ackerkulturen angebaut: Brot- und Futtergetreide, Triticale, Ackerbohnen, Kichererbsen, Sonnenblumen und Luzerne.

Die Böden sind ton- und kalkreich, zum Teil auch flachgründig und steinig: Für Kartoffelanbau oder gar Zuckerrüben, wie im Berner Seeland, sind sie völlig ungeeignet. Körnermais und Soja gedeihen gut, falls die Kulturen regelmässig bewässert werden können, denn die Niederschläge sind rar und die Sommer heiss, ideale Bedingungen für unsere Photovoltaik-Anlage. Eine Augenweide sind unsere Naturwiesen mit nicht weniger als 28 verschiedenen wild wachsenden Orchideenarten! Das spärliche Naturwiesenheu verkaufen wir an benachbarte Landwirte und Pferdehalter.

Wir haben bewusst keine Tiere auf unserer Ferme, um möglichst unabhängig zu sein und hin und wieder auch Auslandfereien und Besuche in der Schweiz machen zu können. Angestellte zu beschäftigen, liegt bei unserer Betriebsgrösse aus Kostengründen schlicht nicht drin.

Natürlich versorgen wir uns soweit möglich selber mit Gemüse aus dem Garten und Früchten und Nüssen von unsern Bäumen. Mit 500 selbst gepflanzten Rebstöcken versuchen wir, einen eigenen Cuvée de garage zu produzieren, schliesslich ist das weltberühmte Bordelais nicht weit! Und die örtliche Jagdgesellschaft sorgt für das dazu passende Wild: Rehrücken und Wildschweinbraten werden regelmässig an die örtlichen Bauern verteilt.

Ein Leben wie Gott in Frankreich?

Nun ja, auch hier gibt es Probleme. Auf vielen abgelegenen Höfen fehlen die Betriebsnachfolger. Die Produktepreise sind tief und die Gewinnmargen für bäuerliche Famileinbetriebe sehr eng. Kein Wunder, dass die Höfe immer grösser werden: 200 bis 300 Hektaren grosse Betriebe sind keine Seltenheit mehr. Dieser Strukturwandel wirkt sich auch auf die ohnehin kleinen Dörfer aus. Sie leiden unter Überalterung und Abwanderung, örtliche Restaurants und kleine Gewerbebetriebe müssen schliessen. Die Distanzen zu den Schulen und Versorgungszentren werden grösser. Angesichts der spärlichen öffentlichen Verkehrsmittel geht ohne eigenes Auto gar nichts mehr!

Und trotzdem: Frankreich ist vielfätig, aufregend, einfach grandios!

Ruedi und Stephanie Baumann

PS: Fotos zum Thema auf auswandererblog.ch

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Saat blé tendre

Posted in Agrikultur, Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 18, 2017

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Nachbarschaftshilfe

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 17, 2017

Die Zusammenarbeit funktioniert gut auf französischen Landwirtschaftsbetrieben. Unser Nachbar Jean-Michel Liares ist allzeit bereit, uns einen coup de main zu geben! Merci beaucoup, cher voisin!

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Mein Arbeitsplatz…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 15, 2017

… am Sonntagmorgen.

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Während die Welt schlief

Posted in Literatur by ruedibaumann on Oktober 13, 2017

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Der israelisch-palestinensische Konflikt dauert seit mehr als siebzig Jahren. Verdrängt werden die Nachrichten aus diesem Raum jeweils nur, wenn sich in anderen Weltgegenden noch schrecklichere Flüchtlingsdramen abspielen.

Susan Abulhawa hat als betroffene Palästinenserin einen Roman über diese unendliche Tragödie geschrieben. Über vier Generationen erzählt sie eine tief berührende  Geschichte über den Verlust der Heimat, über zerrissene Familien, darüber, was im nahen Osten geschehen ist, währen die Welt schlief!

Ein grossartiges Buch!

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Cuvée de garage

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 12, 2017

110° Oechsle…

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Z’Acherfahre

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 10, 2017

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Von Morgen früh bis am Abend spät…Tag für Tag.

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Feldarbeit

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 9, 2017

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Über Land

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Oktober 8, 2017

Herbstwanderung im Gers, Pyrenäen im Hintergrund

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In zwei Stunden Wanderung keiner Menschenseele (und natürlich auch keinem Auto) begegnet!

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Läset

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 8, 2017

Merlot, Cabernet, Tannat, Gros Manseng…. patience, passions, savoir pour faire naître i’éxéption…  Einem grossen cuvée de garage steht nichts mehr im Wege!

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