AUSWANDERERBLOG

Berner Hausberg: Gurten

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Dezember 7, 2016

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Nebelmeer

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on Dezember 6, 2016

Das Berner Seeland ächzt dieser Tage unter einer dichten Nebeldecke. Da hilft jeweils nur ein kleiner Ausflug auf den nahe gelegenen Frienisberg: in weniger als 10 km sind wir auf rund 800 m. ü. M. mit dieser Aussicht gegen Norden (Jura)…

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… und gegen Süden (Alpenkette)…

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Kartenausschnitt

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https://auswandererblog.ch/?s=frienisberg

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Was hat das mit mir zu tun?

Posted in Literatur by ruedibaumann on Dezember 5, 2016

Sacha Batthyany hat die Geschichte seiner Familie aufgearbeitet und sich gefragt, welchen Einfluss Ereignisse auf uns haben, die sich vor siebzig Jahren ereignet haben. Er hat sich dabei mit einem Verbrechen im März 1945, einem Massaker an 180 Juden intensiv auseinandergesetzt.

Ein glänzend geschriebenes Buch über familiäre Abgründe in der sich die Geschichte seiner Familie mit der Geschichte Mitteleuropas verbindet.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/sacha-batthyany-und-was-hat-das-mit-mir-zu-tun-14142332.html

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Es gibt noch viel zu tun…

Posted in Politik by ruedibaumann on Dezember 4, 2016

Vous le savez, il est urgent de lutter contre les pesticides:
La France est le 2ème pays européen utilisateur de pesticides,
93% des cours d’eau testés sont pollués,
Selon l’OMS, on compte 1 million d’empoisonnement liés aux pesticides et 220 000 décès,
Les perturbateurs endocriniens sont responsables de pathologies qui coûtent entre 150 et 206 milliards par an en Europe,
La mortalité des abeilles de ruche atteint 30% en 2015 contre 5% en moyenne dans les années 1990.

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Heureusement, l’action porte ses fruits:
La France est maintenant en 3ème position pour les surfaces bio dans l’UE,
+ 20 % de croissance du marché bio au 1er semestre 2016 vs 1er semestre 2015,
21 nouvelles fermes bio chaque jour sur les 6 premiers mois de 2016,
Dès 2017, l’usage des pesticides de synthèse sera définitivement interdit sur les espaces publiques.
Dès 2019, l’usage des pesticides de synthèse sera définitivement interdit pour les jardiniers amateurs.
Dès 2018, les insecticides néonicotinoides seront progressivement interdits.

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Biecht auf Gras und Bäumen

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Dezember 3, 2016

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Wie hältst du es mit der Religion?

Posted in Politik, Uncategorized by ruedibaumann on Dezember 1, 2016

Heute im Bieler Tagblatt: Auswandererkolumne:

Um es vorauszuschicken, wir zählen uns zu den „nicht praktizierenden Atheisten“. Also nicht gläubig, aber auch nicht erpicht darauf, allen anderen die Nichtexistenz Gottes beweisen zu wollen und mit Pingeligkeit darauf hinzuweisen, wie unsinnig manche Glaubenssätze in all den heiligen Schriften sind, ob sie nun Bibel, Koran, Tora usw. heissen. Für uns ist Religion Privatsache. So gesehen fühlen wir uns sehr wohl im laizistischen Frankreich, wo die Trennung von Kirche und Staat strikte gehandhabt wird. Schon vor über hundert Jahren gingen die Kirchen in den Besitz des Staates und der Gemeinden über. Die Rechte und Pflichten sowohl der Besitzer der Kirchen wie auch deren Nutzer wurden gesetzlich geregelt. So gehört denn auch das kleine Kirchlein in unserem 80-Seelen-Dorf der Gemeinde und wird von dieser aus denkmalpflegerischen Gründen erhalten. Die Nutzung des Gebäudes hingegen liegt ganz in der Hand der Glaubensgemeinschaft (Gläubige und Geistliche). Wenn man die Kirche besichtigen will, kann man den Schlüssel beim Maire holen.

Da keine staatliche Statistik geführt wird über die Religionszugehörigkeit der Bevölkerung, gibt es keine verbindlichen Daten, wie viele Katholiken, Reformierte, Juden, Buddhisten, Muslime, Konfessionslose usw. im Land leben. Privatsache eben. In Frankreich gibt es auch keine politischen Parteien, die sich auf irgendwelche religiösen Werte berufen oder sogar ein C für christlich im Namen tragen (CVP, CDU, EVP usw.). Die diversen Kirchen mischen sich nicht in die Politik ein. Dass der Staat, wie beispielsweise im Kanton Bern, Kirchensteuern erhebt und die Pfarrfrauen und Pfarrherren besoldet, wäre in Frankreich undenkbar.

Weil Religionen einen Hang zu absoluten Wahrheiten haben, sind sie, wie die Geschichte und die gegenwärtige Weltlage zeigen, anfällig für Totalitarismus.

Und darum müssen Religionsgemeinschaften offenbar domestiziert und gesellschaftlich eingebunden werden. In der Schweiz versucht man das mit öffentlich rechtlicher Anerkennung und theologischen Fakultäten für die Ausbildung des „Bodenpersonals“. Allerdings bisher nur für christliche Religionen. In Frankreich versucht man es mit Kleidervorschriften, Kopftuchverbot in Schulen oder Burkiniverbot in gewissen Strand-Gemeinden.

Hier wie dort wollen rechtspopulistische Parteien (SVP oder Front National) mit Minarett- oder Burkaverboten den Wählern gefallen. Damit werden aber nur Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen angestachelt.

Vielleicht wäre ein etwas lockerer und entspannterer Umgang mit Gläubigen und Nichtgläubigen der bessere Weg?

Ruedi und Stephanie Baumann

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Unschuld

Posted in Literatur by ruedibaumann on November 30, 2016

Jonathan Franzen schreibt fulminante Romane. Nach „Freiheit“ und „Die Korrekturen“ https://auswandererblog.ch/?s=Jonathan+franzen

habe ich jetzt seinen neuen Roman „Unschuld“ gelesen. „Ein Wirbel aus grossen Fragen, grossen Thesen, grossen Ereignissen… mitreissend, einfühlsam, politisch klug, moralisch wach.“ Aber lesen Sie selbst. Eine kühne Story, über die USA, die DDR, Familientragödien, Whistleblower, Zeitgeschichte eben… Spiegel-Bestseller http://www.spiegel.de/kultur/literatur/unschuld-von-jonathan-franzen-der-unrat-der-germanen-a-1050099.html

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Wie sich Biografien gleichen können…

Posted in Bauernland by ruedibaumann on November 26, 2016

Vor zehn Jahren habe ich unter dem Titel „Bauernland“ ein kleines Büchlein veröffentlicht mit meinen Erfahrungen im Laufe eines Bauernlebens. Diese Woche erhielt in ein ausführliches Mail von einem norwegischen Berufskollegen und ich habe nicht schlecht gestaunt! Die Biografie von Lars Velsand ist in vielen Teilen fast identisch mit meinem Lebenslauf!

Aber lesen Sie selbst:

Lieber Ruedi Baumann!

Letzte woche habe ich einen Freund in Basel besucht. Zufallich habe ich Eure Buch „Bauernland“ in einer Buchlade gefunden. Ich habe es gelesen, und muss sagen: meistens was Sie da erzahlen, habe ich selbst erlebt, aber in einer „Norwegische“ Weise. So viele von den selben Erfahrungen und Erlebnisse, die Ausswanderung aber nicht.

Ich bin in 1941 gebohren, an einer mittelgross Bauernhof etwa 80 km nordlich von Oslo.
Ich war, wie Sie, zum Bauer geboren, wie mein Grossvater und Vater. Ich nahn vom jungen Alter in der Arbeit teil, im Kuhstall, auf die Wiesen und mit den Pferden. Wir hatten einen alten Schlepper, Fordson mit eisenen Radern, aber wann ich zehn Jahre alt war, bekamen wir einen modernen Ferguson, und ich war der „Mann“ auf dem Traktor.

Wir gingen zur Schule nur dreimal in die Woche, aber spater konnte ich trotzdem im Schule weiter gehen, Student bleiben, und Diplom von dem Landwirtshafftlichem Universitet bekommen. Vorher hatte ich, wie Sie, eine Prakikantzeit im Ausland gehabt, in einem Hof nicht weit von Munchen.

Nach dem Diplom habe ich drei Jahren in einen Bauernkoopertion geabeidet, habe denn verheiratet und den Hof ubernommen, weil mein Vater krank war.
Bald wurde ich in die Bauernorganisatonen aktiv, und wurde zom Leiter fur dem Bauerverband in Oppland fylke, (kanton) gewahlt. Ver Jahre danach wurde fur Oppland ein Platz im Parlament ledig, und ich wurde gewahlt.

Dass war sehr interessanten Jahren, teilweise war meine Partei in Regierung, teiweise in Opposition. Ich war in vielen Fragen ein Rebell, und wurde als „links“ angesehen. Dass war nicht besonders popular bei den Bauern, aber nach und nach bekam ich viele Anhengern, und wurde mit gutem Margin widergewahlt.

Ich hatte beschlossen, nicht ewig im Politik zu bleiben, und nach zwei Perioden, acht Jahren, ging ich zum Hof zuruck. Ich hatte aber die Møglichkeit, weiter mit politische Fragen zu arbeiten, denn ich wurde zu Mitglied „The Board of Directors“ fur den Norwegische Zentrakbank gewahlt.

Heute hat mein Sohn den Hof ubernommen. Meine Frau, mit der ich 50 Jahren zusammengelebt hat, und ich, wohnen in einem kleinen Haus auf dem Hof. Glucklicherweise kann ich taglich im Arbeit auf dem Hof teinehmen.

Warum erzahle ich Sie so viel von meinem Leben? Weil ich, wenn ich Eure Buch leste, so viel von meine eigene Erlebnisse erinnerte, Sachen die ich fasst vergessen hatte. Wie wir Schlittschuebane auf den kleinen See machte, wie wir die ersten Filmen sahen,
wie ich im Kuhstall ging, wenn ich vom Schule kam. Wie es in Politik wichtig war, die Journalisten auf sich Aufmerksam zu machen. Und wie „konservativ“ viele von den Bauern sind!

Kutz gesagt, ich habe durch Eure kleine Buch so viel von meinem eigenem Leben wiedegesehen und wiedererlebt. Und es war ganz erstaunlich zu erfahren, dass das Leben fur einen Bauernknabe in Schweitz und und in Norwegen so ahnlich ist.

Ich danke hertzlich fur Eure Buch, und wunsche Ihnen viel Gluck in Frankreich!
Und wenn Sie einmal nach Norwegen kommen, sind Sie sehr Willkommen, uns zu besuchen!

Viele Grusse

Lars Velsand

Lars hat mir erlaubt, seinen Brief auf meinem Blog zu veröffentlichen. Allerdings wollte er, dass ich die Rechtschreibung noch überarbeite. Ich finde seinen Text aber so köstlich, dass jede Korrektur falsch wäre!

Ich hoffe, dass wir uns in absehbarer Zeit mal gegenseitig besuchen können!

https://auswandererblog.ch/2014/03/05/erinnerungen-2/

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Vorsorgen ist besser als heilen…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 22, 2016

Der Baumstamm im Lyssbach muss weg, bevor das nächste Hochwasser kommt…

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Geschafft!

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…

Posted in Patrimoine et architectures, Politik by ruedibaumann on November 20, 2016

Diese Bauprofile sind mir heute auf einem Sonntagsspaziergang in Lyss, Kanton Bern, Schweiz aufgefallen….

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Langsam setzt sich auch in der schönen Schweiz die Erkenntnis durch, dass die ausufernde Zersiedlung der Landschaft begrenzt werden muss. Jahrzehnte nach dem Erlass des Raumplanungsgesetztes und diversen Ergänzungen kommt man mehrheitlich zum Schluss, dass die Bauzonen zu gross geraten sind, dass man nicht immer auf der grünen Wiese weiterbauen kann, dass der Schutz des Kulturlandes verstärkt werden muss und damit weiteres bauliches Wachstum nur noch durch eine Verdichtung innerhalb des Siedlungsgebietes realisiert werden kann.

Die Bauern selber machen mit diversen Volksinitiativen auf kantonaler und eidgenössischer Ebene darauf aufmerksam, dass der Kulturlandschutz höhere Priorität verdient. Soweit so gut.

Wenn man nun aber aufmerksam die Schweizer Landschaft betrachtet, dann fällt auf, dass gerade in freien Landwirtschaftsflächen vermehrt Bauten entstehen, die den schönen Grundsätzen des Landschafts- und Kulturlandschutzes diametral entgegenlaufen! Pouletmasthallen, Hallen für Legehennen, Schweinemast- und Zuchtbetriebe, Reithallen, landwirtschaftliche Aussiedlungen die eher einem Industriebetrieb gleichen als einem Bauernhof…. usw.

Oft sind es die Bauern selber, die ziemlich rücksichtslos intakte Landschaften mit hässlichen Bauten und Einrichtungen maximal beeinträchtigen. Offenbar ist hier die notwendige Sensibilisierung noch nicht weit fortgeschritten: Kulturlandschutz selbstverständlich, aber doch nicht bei uns…

Dass im Tourismusland Schweiz künftig für Wohn- und Gewerbebauten nicht mehr einfach überall darauf losgebaut werden darf, ist verständlich. Wenn aber an privilegierten Wohnlagen ohne weiteres grosse Hühner- und Schweineställe gebaut werden dürfen, dann stimmt etwas nicht mehr! Ferienland Schweiz und Tierfabriken, das geht einfach nicht!

Ähnlich verhält es sich mit bäuerlichen Unternehmen: die landwirtschaftlichen Genossenschaften (Landis) zeichnen sich mit ihren Verkaufsläden geradezu damit aus, mit ebenerdigen, einstöckigen hässlichen Bauten und grossen Parkflächen einen maximalen Kulturlandverschleiss zu betreiben!

Sorge tragen zum Bauernland, Rücksicht nehmen auf die Landschaft, damit sind immer alle einverstanden. Im Konkreten aber – auf eine neue Masthalle zu verzichten, Verkaufsläden bodensparend zu realisieren, zwingende Aussiedlungen landschaftsschonend zu gestalten… da besteht noch viel Verbesserungsbedarf!

Übrigens: früher gab es doch so etwas wie eine Bauern- und Dorfkultur mit schönen Riegbauten, Stöcklis und prächtigen Bauerngärten. Da waren Einzelhöfe eine erwünschte Bereicherung der Landschaft.

Und heute? Ich vermisse jedenfalls bei den meisten landwirtschaftlichen Aussiedlungsbetrieben eine neue architektonische Handschrift, ich meine nicht „bluemetes Trögli“, sondern zeitgemässe Bauten, die sich in die Landschaft einfügen (auch mit Photovoltaik) und nicht nur unsere Augen beleidigen…

„Welche Bausau hat diesen Saubau…“, Sie wissen schon. Oder fällt das alles nur uns Auslandschweizern auf?

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