AUSWANDERERBLOG

Lesen

Posted in Literatur by ruedibaumann on April 27, 2019

Eigentlich lese ich keine Krimis. Håkan_Nesser ist aber ein so begabter Schriftsteller, dass ich hin und wieder eine Ausnahme machen muss: „Das zweite Leben des Herrn Roos“ ist ein so toller Roman, dass man immer weiter lesen möchte…

„1913, Der Sommer des Jahrhunderts“ von Florian_Illies ist ein Porträt eines einzigartigen Jahres. Es treten u.a. auf: Kafka, Thomas Mann, Sigmund Freud, Stalin, Else Lasker-Schüler, Rilke, Marcel Proust, Picasso, Hitler, Kaiser Franz Joseph, Bertold Brecht, Mona Lisa, Käthe Kollwitz und viele andere. Ein Juwel von einem Buch!

Die „Stürmischen Jahre“, Untertitel: Die Manns, die Riesers, die Schwarzbachs von Eveline_Hasler erzählt die Geschichte der dreissiger Jahre rund um das Schauspielhaus Zürich, als viele Autoren auf der Flucht vor den Nazis Schutz in der Schweiz gesucht haben. Lesen Sie gut!

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In der sibirischen Taiga

Posted in Literatur, Uncategorized by ruedibaumann on April 9, 2019

Der Debutroman der russischen Schriftstellerin und Filmemacherin Gusel Jachina „Suleika öffnet die Augen“ trifft mitten ins Herz, wie viele RezensentInnen schreiben https://www.perlentaucher.de

Die Autorin lehnt sich an die herzzerreissende Geschichte ihrer Grossmutter an, einer tatarischen Bäuerin. Es ist die Zeit um 1930, Stalin enteignet und entrechtet, um die Industrialisierung voranzutreiben, millionenfach die sogenannten Kulaken (selbstständige Bauern und Bäuerinnen) und verbannt sie in die sibirische Taiga.

Ein meisterhaftes Debüt, das in 31 Sprachen übersetzt wurde! Starke Frauen in dunklen Zeiten!

Gulag

Gulag, Lagerstandorte

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Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Posted in Literatur by ruedibaumann on März 31, 2019

Der neueste Roman von Joachim Meyerhoff „Die Zweisamkeit der Einzelgänger“ ist wieder hochkomisch, voller Selbstironie und Melancholie… ein echter Meyerhoff eben.

https://auswandererblog.ch/?s=Meyerhoff

Ein Lesevergnügen!

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Das Leben natürlich

Posted in Literatur by ruedibaumann on Februar 4, 2019

Das Leben-natuerlich von Elizabeth-Strout ist ein grosser Familienroman! In einer Kleinstadt in Maine zu leben mag romantisch klingen, aber die Wirklichkeit sieht meistens anders aus. Die amerikanische Autorin schreibt vollkommen unsentimental aber tief berührend. Grossartig! Unbedingt lesen!

Ohne Titel

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Michel Houellebecq

Posted in Literatur by ruedibaumann on Januar 23, 2019

Ich habe „Karte und Gebiet“ (Original: „La carte et le territoire“) gelesen. Mit grossem Vergnügen übrigens!

Die KritikerInnen sind sich nicht einig über diesen französischen Autor:

TAZ: … „er stiehlt einem mit geballten Banalitäten die Zeit“…

Die Zeit: …“sentimentaler Lustekel an der Welt“…“senil“…

Süddeutsche Zeitung: …“ganz klar ein Meisterwerk“…

Frankfurter Allgemeine Zeitung: …“der genialste Landvermesser der französischen Literatur“…

Ich bin gespannt auf seinen neuen Roman: „Serotonin“!

https://www.aargauerzeitung.ch/kultur/buch-buehne-kunst/kritikerstimmen-ueberschlagen-sich-zu-michel-houellebecq-warum-und-was-dabei-uebersehen-wird-133994043

 

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Eine Geschichte von Morgen

Posted in Literatur by ruedibaumann on Dezember 25, 2018

Die Bücher von Yuval Noah Harari finde ich faszinierend. „Homo Deus, Eine Geschichte von Morgen“ https://de.wikipedia.org/wiki/Homo_Deus_-_Eine_Geschichte_von_Morgen schliesst an „Eine kleine Geschichte der Menschheit“ an und ist nicht weniger anregend.

So viel kluge Überlegungen habe ich noch selten in einem Sachbuch gefunden und es ist so geschrieben, dass es auch ein Normalsterblicher versteht. „Ein Sachbuch, so anregend, dass man dazu tanzen möchte!“

„Was wird aus unserer Gesellschaft, unserer Politik und unserem Alltagsleben, wenn nicht-bewusste, aber hochintelligente Algorithmen uns besser kennen als wir uns selbst?“

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Kein Blick zurück

Posted in Literatur, Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Oktober 28, 2018

„Kein Blick zurück“ ist der deutsche Titel eines amerikanischen Bestsellers („Loving Frank“). Eine Liebesgeschichte, die ganz Amerika aufwühlte. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, als Mamah Borthwick Cheney 1907 den berühmten Architekten Frank Lloyd Wright kennenlernt. Sie verlieben sich ineinander, doch beide sind verheiratet und haben Kinder.

Ein Roman über die Macht der Gefühle und den Mut, als Frau den eigenen Weg gegen alle Widerstände zu gehen. Ein ergreifendes, emanzipatorisches Buch und auch ein Buch über Architekturgeschichte!

Geschrieben hat es die amerikanische Autorin Nancy Horan. Ich bin begeistert!

 

Ohne Titel

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Ferdinand von Schirach

Posted in Literatur by ruedibaumann on Oktober 21, 2018

Er ist ein begnadeter Erzähler, ein erfolgreicher Strafverteidiger, er schreibt souverän, klar und einfach: Ferdinand_von_Schirach

Obschon ich nicht gerne Krimis lese, habe ich seine Kurzgeschichten in seinem ersten Buch „Verbrechen“ mit grossem Interesse gelesen. Es geht um die Wahrheit – nichts als die Wahrheit.

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Aus nächster Nähe

Posted in Literatur by ruedibaumann on September 30, 2018

„Aus nächster Nähe“ ist ein Roman von Jürgen Theobaldy https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Theobaldy Wir haben Jürgen Theobaldy vor Jahren kennengelernt, als er in Teilzeit als Protokollschreiber bei den Parlamentsdiensten der Bundesversammlung amtete. Wiedergetroffen haben wir ihn vor wenigen Wochen bei einer Lesung an den Berner Literaturtagen. Die Stadt Bern verlieh im für sein Gesamtwerk den Literaturpreis 2006.

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Schnee, der auf Zedern fällt

Posted in Literatur by ruedibaumann on August 29, 2018

Roman von  David Guterson 1998

Zwischen Seattle und Vancouver befindet sich der Puget Sound mit einer Vielzahl kleiner und mittelgroßer, wunderlich geformter Inseln, auf dem die Menschen vom Tourismus, der Fischerei und dem Erdbeeranbau leben. Eine dieser Inseln im Puget Sound ist die Heimat des Schriftstellers David Guterson, und auf einer dieser Inseln spielt auch das vorliegende Buch.
Vordergründig geht es um den rätselhaften Tod eines Fischers, in Wahrheit um ein halbes Jahrhundert amerikanischer Geschichte – und um einen Rückblick auf den Umgang Amerikas mit seinen Minderheiten. Erschienen in den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts, spielt die Romanhandlung im Jahre 1954, als die furchtbaren Kämpfe der Amerikaner und Japaner im Pazifik noch unvergessen waren. Noch gibt es keinen Tourismus auf den Inseln des Puget Sounds, und die Menschen müssen sich mit harter Arbeit als Fischer oder Erdbeerfarmer über Wasser halten. Das ist der Stand der Dinge, als eines Nachmittags der allseits geachtete Fischer Carl Heine tot auf seinem Boot gefunden wird. Sein Jugendfreund Kabuto Myamoto, ebenfalls ein Fischer und durch verschiedene Indizien belastet, wird unter Mordverdacht verhaftet. Sofort bricht der mühsam übertünchte Riss zwischen der japanischstämmigen Gemeinde San Piedros und den autochthonen Amerikanern wieder auf, Chauvinismus, Vorurteile und Vorbehalte kommen wieder ans Tageslicht, denn die Opfer des zweiten Weltkriegs sind unvergessen.

Eine ergreifende Geschichte über Vorurteile, Rassismus, Familienfehde, Liebe, Fischer und Erdbeerfarmer. Ich gebe fünf Sterne!

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