AUSWANDERERBLOG

Walter Gräub

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on November 28, 2022

12. Dezember 1948 – 22. Oktober 2022

„Gedanken, Augenblicke, sie werden uns an Dich erinnern, uns glücklich und traurig machen und dich nicht vergessen lassen.“

Blick von der Ligerzer-Kirche auf die Sankt Petersinsel und den Bielersee mit Berner Alpen im Hintergrund.

Ruedi Baumann, Biobauer und Grüner Sein Schaffen rief die Vandalen auf den Plan

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 9, 2022

Er kämpfte für die Kleinbauern und den Biolandbau, handelte sich Ärger und Gehässigkeiten ein. In Frankreich ist es jetzt ruhig geworden um Ruedi Baumann.

Publiziert: 07.10.2022, 20:4312

Rückblick auf ein bewegtes Leben als Biobauer und Politiker: Ruedi Baumann beim Besuch auf seinem elterlichen Heimet in Suberg.
Rückblick auf ein bewegtes Leben als Biobauer und Politiker: Ruedi Baumann beim Besuch auf seinem elterlichen Heimet in Suberg.Foto: Franziska Rothenbühler

Die Fahrt über Stock und Stein dauert schon gegen eine halbe Stunde, als vor dem Traktor plötzlich ein Hase über die abgemähte Wiese hoppelt und im lichten Eichenwäldchen zur Rechten verschwindet. «Manchmal sehen wir auf den Feldern auch Füchse, und beim Haus schauen regelmässig Fasane vorbei», sagt Ruedi Baumann. Lachend fügt er an: «Wir wohnen buchstäblich da, wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen.»

Wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen – das ist Traversères, ein kleines Nest anderthalb Zugstunden und nochmals dreissig Autominuten von der südfranzösischen Metropole Toulouse entfernt. 80 Leute wohnen hier, im kleinen Dorfkern auf der Anhöhe bei der alten Kirche genauso wie verstreut in Einzelhöfen rundherum. Der Hügelzug von Traversères ist nur einer von unzähligen in dieser sanft gewellten, kargen Landschaft, in der aus der Ferne bereits die Pyrenäen mit der Grenze zu Spanien grüssen.

Auf einem solchen Einzelhof, einem 70 Hektaren grossen, biologisch geführten Betrieb, lebt der bald 75-Jährige also. Seit 22 Jahren schon, zusammen mit Ehefrau Stephanie Baumann hat er zur Jahrtausendwende seiner Seeländer Heimat den Rücken gekehrt. Die bewegten Zeiten, in denen die beiden gemeinsam im Nationalrat sassen – er für die Grünen, sie für die SP –, waren damals schon fast vorbei. Mit dem Rücktritt der beiden Ende 2003 wurde es um das Powerpaar der Schweizer Politik schlechthin endgültig ruhig.

Der Bahnübergang

Suberg, Inselmatt, eine halbe Woche vorher. Ruedi und Stephanie Baumann sind zu Gast auf ihrem alten Hof, der vom Lyssbach auf der einen und einem Kanal auf der anderen Seite komplett umschlossen wird. Seit drei Jahren sind sie hier wieder regelmässig anzutreffen, denn im Herbst 2019 hat Kilian, der Sohn und heutige Besitzer des 10-Hektaren-Heimet, ebenfalls den Sprung in den Nationalrat geschafft. Wenn nun Session ist, reisen die Eltern jeweils an, zur Mithilfe in der Landwirtschaft und vor allem zum Hüten der Grosskinder. Auch die Kinder von Simon, dem zweiten Sohn, der gleich nebenan in der alten Oele wohnt, kommen dann vorbei.

«Wenn der Bahnübergang an der Strasse hinauf nach Grossaffoltern durch eine Unterführung ersetzt worden wäre, sässen wir kaum hier.»

Und unvermittelt leben sie wieder auf, die Zeiten, in denen es um die beiden eben überhaupt nicht so ruhig war wie heute. Ruedi Baumann sitzt vor dem alten Bauernhaus im verglasten Pavillon und blickt auf das angrenzende Weideland mit seinen Obstbäumen. Gleich ist er beim Thema, das ihm und seiner Familie in Suberg bis heute schräge Blicke, ja offene Vorwürfe einbringt: «Wenn der Bahnübergang an der Strasse hinauf nach Grossaffoltern durch eine Unterführung ersetzt worden wäre, sässen wir kaum hier», sagt er. «Wir hätten den Betrieb aufgeben müssen.»

Dem Strassenbauwerk, zu dem auch ein Kreisel über den Lyssbach hinweg gehörte, wäre nämlich ein schöner Teil der Hausparzelle zum Opfer gefallen. Nur logisch, dass sich Ruedi Baumann nach Kräften zur Wehr setzte. Aber, und das betont er mit Nachdruck: Das Projekt sei letztlich am mangelnden Geld des Kantons gescheitert. 

Die Initiativen

So spürbar dieses Engagement im Kleinen bis heute ist, so ganz anders sind die Spuren, die Ruedi Baumann im Grossen hinterlassen hat. Jetzt redet er davon, wie er für die Grünen politisch Karriere machte, und der Grund liegt wieder im Kleinen: Die lokale SVP, der er als Gemeinderat seit den frühen 1980er-Jahren angehörte, forderte ihn vor den Grossratswahlen 1986 auf, seine Frau von einer Kandidatur abzuhalten. Das, so befanden die Parteioberen, schicke sich für die Familie eines Bürgerlichen nicht.

Die Ruhe im verglasten Pavillon täuscht: Ruedi Baumann hat in seiner aktiven Zeit viele Turbulenzen erlebt.
Die Ruhe im verglasten Pavillon täuscht: Ruedi Baumann hat in seiner aktiven Zeit viele Turbulenzen erlebt.Foto: Franziska Rothenbühler

Doch statt sie zurückzupfeifen, kehrte er der SVP den Rücken. Prompt wurden beide gewählt, und 1991 folgte für ihn sowie 1994 auch für sie der Sprung in den Nationalrat – kurz: Es war die Zeit, in der Ruedi Baumann als Politiker wie auch als Exponent und schliesslich Präsident der Kleinbauern regelmässig für Schlagzeilen sorgte. Zweimal legte er sich für eine Kleinbauerninitiative ins Zeug, wollte so die naturnahe Landwirtschaft fördern und dafür als neues Instrument Direktzahlungen einführen. Und zweimal scheiterte er, das erste Mal allerdings nur sehr knapp.

Umso mehr strahlt er, wenn er vom Erfolg erzählt, den die Kleinbauern mit drei Referenden gegen Vorlagen der etablierten Landwirtschaftspolitik einfahren konnten. Eine Vereinigung mit gerade mal 200 Familien im Rücken, die gleich dreimal gegen die mächtige Bauernlobby siegte, «damit hatte niemand gerechnet».

Die Schmierereien

Während der Abstimmungskämpfe gingen die Emotionen hoch. Ihren Höhepunkt erreichten die Gehässigkeiten 1995 kurz vor der Abstimmung über die drei Referenden. Unbekannte verschafften sich eines Nachts Zugang zum Heimet in Suberg, schmierten unschöne Botschaften ans Haus, liessen aus den Pneus am Traktor die Luft entweichen, versprayten sogar den Muni. Den Strahl der Dose richteten sie direkt auf seine Augen, «er war am Morgen derart verstört, dass wir ihn schlachten mussten». 

Ruedi Baumann erzählt es in Frankreich, jetzt sitzt er am Gartentisch vor dem Haus, das seit 2000 sein neues Daheim ist. Mit seiner stattlichen Grösse und seinen Rundbogentüren strahlt es etwas Herrschaftliches aus, derweil er sinniert: Unter den Bauern in und um Traversères habe er nie derartige Auseinandersetzungen erlebt. Die politische Vielfalt sei viel grösser, anders als in der Schweiz müsse ein französischer Landwirt nicht zwingend bürgerlich ticken. Sondern könne durchaus auch Kommunist sein. 

«Der Kollege, mit dem ich den Mähdrescher teile, arbeitet nach wie vor konventionell, und wir haben kein Problem miteinander.»

Einverstanden, anfänglich sei er auch am neuen Ort der einzige Biobauer gewesen, relativiert er gleich. Mittlerweile hätten die meisten umgestellt, nicht zuletzt der reichlich fliessenden Fördergelder wegen. Aber: «Der Kollege, mit dem ich den Mähdrescher teile, arbeitet nach wie vor konventionell, und wir haben kein Problem miteinander.»

Der Vorwurf

Mittlerweile ist der biologische Landbau breit etabliert, sogar die Discounter führen ausgedehnte Sortimente aus naturnaher Produktion. Die Direktzahlungen gehören heute zum landwirtschaftlichen Alltag, auch wenn sie nicht, wie es die zweite Kleinbauerninitiative eigentlich gewünscht hatte, nach oben gedeckelt sind. Die Grünen schliesslich erlebten einen Aufschwung, der nach den letzten eidgenössischen Wahlen vor drei Jahren eine ernsthafte Debatte über das Anrecht auf einen Bundesratssitz auslöste. 

Hereinspaziert: Ruedi Baumann lädt zur Besichtigung seiner «ferme bio» im Süden Frankreichs (Bildstrecke).
Hereinspaziert: Ruedi Baumann lädt zur Besichtigung seiner «ferme bio» im Süden Frankreichs (Bildstrecke).Foto: skk

Ob er ein Pionier sei? Sich nach all den Anfeindungen in seiner Haltung bestärkt fühle, vielleicht sogar so etwas wie Genugtuung verspüre? Ruedi Baumann ist ob solcher Fragen sichtlich unwohl, er zögert und sagt nur: «Mit vielen Ansichten war ich wohl einfach zu früh dran.» Als Politiker dürfe man sich nicht einbilden, allzu grosse Spuren zu hinterlassen. Er halte es mit einem Grossratskollegen, der einmal bilanziert habe: Sein grösstes Verdienst sei, dass an einer bestimmten Ampel in Bern heute vor der Rot- noch eine Gelbphase komme.

Die Angst, arrogant zu wirken, sitzt in ihm ganz offensichtlich tief. Diesen Vorwurf hatte er während seiner Zeit im nationalen Rampenlicht immer wieder gehört, gerade auch als Präsident der Grünen Schweiz, der er von 1997 bis 2001 ebenfalls war.

Die Doppelbürgerschaft

Viel lieber redet er von der Landwirtschaft, davon, dass er in seiner Familie schon früh als derjenige bestimmt worden war, der das elterliche Heimet übernehmen würde. Ruedi Baumann sitzt wieder im verglasten Pavillon in Suberg und schweift ab zu seinem Vater. Ein traditioneller Bauer, der auf Milchwirtschaft und klassische Kulturen wie Getreide, Kartoffeln oder Zuckerrüben setzte, sei dieser gewesen, ein waschechter SVPler auch, für den das Wohl des Dorfes an oberster Stelle gestanden sei. «Dazu gehörte eine starke Primarschule im Dorf, und deshalb kam es für ihn nicht infrage, mich an die Sek in Lyss zu schicken.»

Ungehörte Pionierinnen und Pioniere

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Auf dem zweiten Bildungsweg studierte Baumann später doch noch Agrarwissenschaften, und mit diesem ETH-Abschluss im Sack liess er sich in der kantonalen Landwirtschaftsdirektion anstellen. Er stieg zum Generalsekretär auf und blieb dies auch noch, als er nach dem plötzlichen Tod seines Vaters 1975 die Inselmatt im Nebenerwerb übernahm. Erst 1983 setzte er vollberuflich auf den Betrieb in Suberg und stellte diesen auf Bio um. Nachdem er sich zuerst noch mit der integrierten Produktion hatte begnügen wollen, bei der die Anforderungen weniger hoch sind.

«Wenn wir als Schweiz schon nicht der EU beitreten, dann sind wenigstens wir als Baumanns der EU beigetreten.»

Wieso er nur 17 Jahre später den Schritt nach Frankreich gemacht hat? Ganz einfach, «wir wollten Kilian noch in jungen Jahren eine eigene Existenz ermöglichen». Nochmals betont Ruedi Baumann, wie wohl ihm und seiner Frau in Traversères ist, mittlerweile sind die beiden sogar schweizerisch-französische Doppelbürger. Ganz der überzeugte Europäer, der er schon lange ist, stellt er fest: «Wenn wir als Schweiz schon nicht der EU beitreten, dann sind wenigstens wir als Baumanns der EU beigetreten.» Und lacht.

Text Stephan Küenzi, Der Bund, BZ

Mit Photovoltaikpanel Biodiversität fördern

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 3, 2022

Wir betreiben seit 14 Jahren eine Photovoltaik-Anlage auf unserem Scheunendach und speisen den Elektrizitätsertrag ins öffentliche Stromnetz ein. Die Vertragsdauer beträgt 20 Jahre. Nach zehn Jahren konnten mit dem Erlös bereits alle Anfangsinvestitionen zurückbezahlt werden. Eine win-win Situation.

Nun frage ich mich seit langem, ob Solarpanel nicht auch in der Kulturlandschaft vernünftig plaziert werden könnten und gleichzeitig einen Mehrwert für die Biodiversität bringen könnten.

Das gesamte Schweizer Stromnetz misst über 250 000 Kilometer. Zwischen einzelnen Masten könnte man an geeigneten Stellen mit wenig Aufwand wie eine Art Wäscheleine bifaziale Photovoltaikpanels aufhängen. Selbstverständlich nur da, wo die Stromleitungen in der Bewirtschaftungsrichtung verlaufen und die Installation die landwirtschaftliche Nutzung nicht behindern.

Ich stelle mir vor, dass diese Panelkorridore in der Landschaft nicht viel stärker auffallen würden als ein Viehzaun. Zudem würde darunter ein Blühstreifen von ein- bis zwei Meter Breite entsehen, der sich nach und nach zu einer kleinen Hecke auswachsen könnte. Nach meinem Dafürhalten endlich eine gewünsche Vernetzung im intensiv genutzten Kulturland.

Vorteil auch, dass für diese kleine Anlagen die Einspeisung ins Netz direkt über Stromumwandler erfolgen könnte, die an den bestehenden Strommasten befestigt würden.

Natürlich sollte man alle grösseren Dachflächen für die Energieversogung nutzen. Aber warum nicht auch in einer Art „Wöschhänki“ dafür sorgen, dass Strom auch am Boden mit wenig baulichem Aufwand viel Zusatznutzen erzeugt werden kann? Ich bleibe dran!

Passion des mots, passion de la vie

Posted in Literatur, Uncategorized by ruedibaumann on Oktober 1, 2022

Text von Bernard Pivot
·
Vieillir, c’est chiant.
J’aurais pu dire :
vieillir, c’est désolant,
c’est insupportable,
c’est douloureux, c’est horrible,
c’est déprimant, c’est mortel.
Mais j’ai préféré « chiant » parce que c’est un adjectif vigoureux qui ne fait pas triste.
Vieillir, c’est chiant parce qu’on ne sait pas quand ça a commencé et l’on sait encore moins quand ça finira.
Non, ce n’est pas vrai qu’on vieillit dès notre naissance.
On a été longtemps si frais, si jeune, si appétissant.
On était bien dans sa peau.
On se sentait conquérant. Invulnérable.
La vie devant soi. Même à cinquante ans, c’était encore très bien. Même à soixante.
Si, si, je vous assure, j’étais encore plein de muscles, de projets, de désirs, de flamme.
Je le suis toujours, mais voilà, entre-temps –
mais quand – j’ai vu le regard des jeunes, des hommes et des femmes dans la force de l’âge qu’ils ne me considéraient plus comme un des leurs, même apparenté, même à la marge.
J’ai lu dans leurs yeux qu’ils n’auraient plus jamais d’indulgence à mon égard.
Qu’ils seraient polis, déférents, louangeurs, mais impitoyables. Sans m’en rendre compte, j’étais entré dans „l’apartheid de l’âge“.
Le plus terrible est venu des dédicaces des écrivains, surtout des débutants.
« Avec respect »,
« En hommage respectueux »,
« Avec mes sentiments très respectueux ».
Les salauds ! Ils croyaient probablement me faire plaisir en décapuchonnant leur stylo plein de respect ?
Les cons !
Et du « cher Monsieur Pivot » long et solennel comme une citation à l’ordre des Arts et Lettres qui vous fiche dix ans de plus !
Un jour, dans le métro, c’était la première fois, une jeune fille s’est levée pour me donner sa place.
J’ai failli la gifler….
Puis la priant de se rassoir, je lui ai demandé si je faisais vraiment vieux, si je lui étais apparu fatigué.
« Non, non, pas du tout, a-t-elle répondu, embarrassée.
J’ai pensé que… » Moi aussitôt :
«Vous pensiez que…?
— Je pensais, je ne sais pas, je ne sais plus, que ça vous ferait plaisir de vous assoir.
– Parce que j’ai les cheveux blancs?
– Non, c’est pas ça, je vous ai vu debout et comme vous êtes plus âgé que moi, ç’a été un réflexe, je me suis levée…-Je parais beaucoup beaucoup plus âgé que vous?
–Non, oui, enfin un peu, mais ce n’est pas une question d’âge… –Une question de quoi, alors?
– Je ne sais pas, une question de politesse, enfin je crois…»
J’ai arrêté de la taquiner, je l’ai remerciée de son geste généreux et l’ai accompagnée à la station où elle descendait pour lui offrir un verre.
Lutter contre le vieillissement c’est, dans la mesure du possible, Ne renoncer à rien.
Ni au travail, ni aux voyages,
Ni aux spectacles, ni aux livres,
Ni à la gourmandise, ni à l’amour, ni au rêve.
Rêver, c’est se souvenir tant qu’à faire, des heures exquises. C’est penser aux jolis rendez-vous qui nous attendent.
C’est laisser son esprit vagabonder entre le désir et l’utopie.
La musique est un puissant excitant du rêve.
La musique est une drogue douce.
J’aimerais mourir, rêveur, dans un fauteuil en écoutant
soit l’adagio du Concerto no 23 en la majeur de Mozart,
soit, du même, l’andante de son Concerto no 21 en ut majeur, musiques au bout desquelles se révèleront à mes yeux pas même étonnés les paysages sublimes de l’au-delà.
Mais Mozart et moi ne sommes pas pressés. Nous allons prendre notre temps.
Avec l’âge le temps passe, soit trop vite, soit trop lentement. Nous ignorons à combien se monte encore notre capital.
En années? En mois? En jours?
Non, il ne faut pas considérer le temps qui nous reste comme un capital.
Mais comme un usufruit dont, tant que nous en sommes capables, il faut jouir sans modération.
Après nous, le déluge? Non, Mozart.

(Der Text kann mit DeepL übersetzt werden. Ich würde allerdings „chiant“ weniger höflich übersetzen…)

Text von Bernard Pivot

Alt werden ist langweilig.
Ich hätte auch sagen können:
altern, c’est désolant,
es ist unerträglich,
es ist schmerzhaft, es ist schrecklich,
es ist deprimierend, es ist tödlich.
Aber ich habe „langweilig“ vorgezogen, weil es ein kräftiges Adjektiv ist, das nicht traurig macht.
Älter werden ist langweilig, weil man nicht weiß, wann es angefangen hat, und noch weniger weiß man, wann es enden wird.
Nein, es stimmt nicht, dass wir von Geburt an alt werden.
Man war lange Zeit so frisch, so jung, so appetitlich.
Man fühlte sich wohl in seiner Haut.
Man fühlte sich erobernd. Unverwundbar.
Das Leben lag vor einem. Selbst mit fünfzig war man noch sehr gut. Selbst mit sechzig.
Doch, doch, ich versichere Ihnen, ich war immer noch voller Muskeln, Pläne, Wünsche und Feuer.
Ich bin es immer noch, aber siehe da, in der Zwischenzeit -.
aber wann – sah ich in den Augen der jungen Leute, der Männer und Frauen im besten Alter, dass sie mich nicht mehr als einen der ihren betrachteten, nicht einmal als verwandt, nicht einmal als am Rande stehend.
Ich sah in ihren Augen, dass sie mir gegenüber nie wieder Nachsicht walten lassen würden.
Sie würden höflich, nachgiebig, lobend, aber unbarmherzig sein. Ohne es zu merken, war ich in die „Apartheid des Alters“ eingetreten.
Am schrecklichsten waren die Widmungen von Schriftstellern, vor allem von Anfängern.
„Mit Respekt“,
“ In respektvoller Huldigung „,
“ Mit meinen sehr respektvollen Gefühlen „.
Diese Bastarde! Wahrscheinlich dachten sie, sie würden mir eine Freude machen, indem sie ihren Stift voller Respekt entkapselten?
Diese Idioten!
Und das „Lieber Herr Pivot“, das so lang und feierlich ist wie eine Ehrung im Orden der Künste und der Literatur, die Ihnen zehn weitere Jahre beschert!
Eines Tages stand in der Metro – es war das erste Mal – ein junges Mädchen auf, um mir ihren Platz zu geben.
Ich hätte sie fast geohrfeigt…..
Dann bat ich sie, sich wieder hinzusetzen, und fragte sie, ob ich wirklich alt aussehe, ob ich ihr müde erschienen sei.
Nein, nein, überhaupt nicht“, antwortete sie verlegen.
Ich dachte, dass …“ Ich sofort:
„Sie dachten, dass …?
— Ich dachte, ich weiß nicht, ich weiß nicht mehr, dass es Ihnen gefallen würde, sich zu setzen.

  • Weil ich weiße Haare habe?
  • Nein, das ist es nicht, ich habe Sie stehen sehen und da Sie älter sind als ich, war es ein Reflex, ich bin aufgestanden…-Ich sehe viel viel älter aus als Sie?
    -Nein, ja, ein bisschen, aber das ist keine Frage des Alters… -Eine Frage von was dann?
  • Ich weiß nicht, eine Frage der Höflichkeit, zumindest glaube ich das…“
    Ich hörte auf, sie zu necken, bedankte mich für ihre großzügige Geste und begleitete sie zur Haltestelle, wo sie ausstieg, um ihr einen Drink zu spendieren.
    Gegen das Altern zu kämpfen bedeutet, wenn möglich, auf nichts zu verzichten.
    Weder auf Arbeit noch auf Reisen,
    Weder auf Aufführungen noch auf Bücher,
    Weder auf die Völlerei, noch auf die Liebe, noch auf das Träumen.
    Träumen heißt, sich an die schönen Stunden zu erinnern, wenn man schon dabei ist. Es bedeutet, an die schönen Rendezvous zu denken, die auf uns warten.
    Es bedeutet, den Geist zwischen Sehnsucht und Utopie schweifen zu lassen.
    Musik ist eine starke Erregung des Traums.
    Musik ist eine weiche Droge.
    Ich würde gerne verträumt in einem Sessel sterben und dabei Folgendes hören
    entweder das Adagio aus Mozarts Konzert Nr. 23 in A-Dur,
    oder das Andante seines Konzerts Nr. 21 in C-Dur, Musik, an deren Ende sich meinen nicht einmal erstaunten Augen die erhabenen Landschaften des Jenseits offenbaren werden.
    Aber Mozart und ich haben es nicht eilig. Wir werden uns Zeit lassen.
    Mit dem Alter vergeht die Zeit, entweder zu schnell oder zu langsam. Wir wissen nicht, wie viel Kapital wir noch haben.
    In Jahren? In Monaten? In Tagen?
    Nein, wir sollten die Zeit, die uns noch bleibt, nicht als Kapital betrachten.
    Wir sollten es als ein Nutznießungsrecht betrachten, das wir, solange wir dazu in der Lage sind, ohne Mäßigung genießen sollten.
    Nach uns die Sintflut? Nein, Mozart.

Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

Zurück im Gers

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on September 27, 2022

Kurt one year anniversary

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on September 17, 2022

One year ago today Kurt left us for Mars. We miss him.

https://auswandererblog.ch/?s=Kurt

Yoyo-Schiff…

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on August 29, 2022

… schon fast ein Perpetuum Mobile! (vom Götti Mutsch)

Am See äne…

Posted in Keine Kategorie, Uncategorized by ruedibaumann on August 23, 2022

… go Fisch ässe!

Heisser Sommer, süsse Früchte

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on August 10, 2022

Marlen Reusser gewinnt 4. Etappe der Tour der France

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Juli 27, 2022

Marlen Reusser hat die vierte Etappe der Tour de France Femmes gewonnen. Auch auf fiesen Schotterpassagen über 126,8 Kilometer von Troyes nach Bar-Sur-Aube zeigte die Schweizerin am Mittwoch (27.07.2022) eine Top-Leistung.

21,5 Kilometer vor dem Etappenziel hatte Reusser vom Team SD Worx eine kernige Attacke gesetzt. Schnell fuhr sie rund eine halbe Minute Vorsprung auf das Peloton mit Gelb-Trägerin Marianne Vos (Niederlande/Jumbo-Visma) heraus.

Ich gratuliere herzlich! (die Ärztin Marlen Reusser war Präsidentin der Jungen Grünen des Kantons Bern)