AUSWANDERERBLOG

Manchmal muss man gegen den Strom schwimmen…

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Juni 18, 2021

Die Baumanns eckten und ecken an (Artikel aus Bernerzeitung und Bieler Tagblatt, zugestellt erhalten).

Italien : Schweiz 3 : 0

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Juni 17, 2021

Nach diesem Fussballmatch an der EM, nach dem Abstimmungssonntag, nach Abbruch der Verhandlungen zum Rahmenabkommen mit der Europäischen Union ist man nur noch froh, schweizerisch-französischer Doppelbürger zu sein! FRA : GER 1 : 0.

Blick in die Bauernseele

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Juni 5, 2021

Die Agrarinitiativen, über welche am 13. Juni abgestimmt wird, spalten die Welt der Bäuerinnen und Bauern. Mit Ruedi Baumann und Hermann Weyeneth machen sich zwei erfahrene, prominente Berner Landwirte Gedanken über die Ursachen. Sie reichen weit zurück.

https://www.srf.ch/audio/regionaljournal-bern-freiburg-wallis/blick-in-die-bauernseele?partId=11994881

Mäpplibauern

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Mai 22, 2021

So nennt man in der Schweiz Agronomen, Agrotechniker, Agrarbeamte, Pflanzenbauberater, Landwirtschaftslehrer, Agrarjournalisten usw.. Vielfach Bauernsöhne (weniger Töchter…) die nicht das Glück hatten, den elterlichen Betrieb zu übernehmen, weil es da oft zuviele Bewerber gibt. Diese Mäpplibauern zeichnen sich oft durch eine bedingungslose Übernahme sogenannter „bäuerlicher Interessen“ aus und sind fester Bestandteil der sogennanten Agrarlobby. Kritik an gewissen Entwicklungen in der Landwirtschaft ist verpönt oder wenn schon, nur hinter vorgehaltener Hand. Wer beisst schon die Hand, die ihn füttert? Man verteidigt die Positionen der produktivistischen Agrarverbände ohne wenn und aber!

Mehr noch, vielfach sind es gerade die Mäpplibauern, die die extremen Produktionssteigerungen in der Landwirtschaft erst möglich gemacht haben. Die Auswüchse in der Milchviehzucht mit „Prachtseutern“ bis an den Boden, bei denen sich ohne Antibiotika und Zitzenverklebungen der Milchfluss fast nicht mehr bremsen lässt. Die Ertragssteigerungen auf dem Acker mit sieben Fungizidspritzungen, Bodenversiegelung und Insektenvernichtung… wer hat’s erfunden: die Mäpplibauern. Die vollindustrialisierten 20’000er Pouletmasthallen, computerisiert und automatisiert, mit Importfutter aufgepäppelt als „Mistkratzerli“ und nach einem Leben von weniger als 40 Tagen mit „Erntemaschinen“ eingesammelt und am Fliessband geschlachtet…. eine Meisterleistung der Mäpplibauern!

Als dipl. Ing.Agr ETH und gelernter und lebenslanger Landwirt gehöre ich ja eigentlich auch zu dem Club. So gesehen ist die gegenwärtige hitzige Kampagne zu den beiden Agrarinitiativen eine gute Gelegenheit, sich wieder mal zu fragen, was wir Mäpplibauern eigentlich da angerichtet haben. Ich wollte es genauer wissen.

Ich habe gemeinsam mit Freunden etliche Agronomen, Studienkollegen, Landwirtschaftslehrer usw. angeschrieben, um zu erfahren, ob sie sich einem Komitee 3 x Ja für sauberes Trinkwasser, weniger Pestizide und mehr Klimaschutz anschliessen würden.

Das vorläufige Zwischenresultat: 24 % sind für 3 x Nein, bedingungslos. Ein Grossteil (48%) ist zwar mehrheitlich für 3 x Ja, will aber unter keinen Umständen mit seinem Namen in den Medien erscheinen. Schliesslich müssten sie auf das agrarpolitische Umfeld Rücksicht nehmen… Nur 20 % sind sonnenklar, ohne Einschränkungen bereit, öffentlich für ein Ja einzustehen! Nur wenige haben bisher nicht geantwortet. Work in progress…

Ich weiss, das ist keine wissenschaftliche Umfrage. Aber es scheint mir beängstigend, wie in unserer hochgelobten direkten Demokratie Druck herrscht zu schweigen. Wegen den damit verbundenen Repressalien. Und das in der Landwirtschaft. Ich könnte Bücher darüber schreiben…

Auch mal über Direktzahlungen reden…

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Mai 19, 2021

Hier in Frankreich und in der ganzen EU sind die Direktzahlungen an die Landwirtschaft für jedermann öffentlich einsehbar.

Wir erhielten für unseren 70-Hektaren grossen Biobetrieb letztes Jahr 12’386.55 €.

In der Schweiz wurde die Veröffentlichung der einzelbetrieblichen Direktzahlungen immer mit fadenscheinigen Argumenten bekämpft und verhindert. Auch im laufenden Abstimmungskampf hört man von den beteiligten Bauern nie, wieviel Direktzahlungen sie erhalten. Aber oft die Drohung, bei Annahme der Trinkwasserinitiative würden sie auf die DZ verzichten und gewisse Auflagen nicht mehr einhalten….

So müssen wir uns halt auf grobe Sammelstatistiken des Bundesamtes für Landwirtschaft stützen:

Ich bin überzeugt, dass nach der Übergangszeit von 8 Jahren praktisch kein Betrieb auf DZ verzichten würde!

Wetten!

ÜBRIGENS: Es soll Betriebe geben die über 400’000.- SRF /Jahr erhalten weil auch die Deckelung der DZ im Parlament immer abgelehnt wurde. Auch Einkommens- und Vermögensgrenzen beim Bezug von DZ wurden wieder aufgehoben….

Auch darum am 13. Juni 2 x Ja, damit auch in der Schweiz wieder Feldblumen blühen!

Der Stellvertreterkrieg

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Mai 19, 2021

In der Schweiz tobt zur Zeit ein heftiger Abstimmungskampf zu den sogenannten Agrarinitiativen. Die grosse Mehrheit der Bauern (bei den Bäuerinnen weiss man es nicht so genau…) schmückt ihre Tennstore mit den 2 x Neinplakaten.

Finanziert wird der Abstimmungskampf durch die grossen Welt-Agrarkonzerne Syngenta (inzwischen in chinesischem Besitz), Bayer-Monsanto und dem Agrarkonzern Fenaco, einem schweizerischen Gemischtwarenladen mit hundert alten Firmennamen, von denen fast niemand weiss, dass sie zur selben Gruppe gehören. Aktive Fenaco Verwaltungsräte sitzen im Vorstand des Bauernverbandes und in der WAK des Nationalrates, frühere Fenaco Verwaltungsräte im Bundesrat (Maurer und Parmelin). Der Chef der Fenaco verdient wesentlich mehr als ein Bundesrat (über 700’000 sfr.).

Eingesetzt für den Abstimmungskampf werden über 8 Millionen Franken (natürlich nicht offengelegt) über Economiesuisse, deren Chef früher Syngenta Manager war. Orchestriert wird die Neinkampagne durch den stellvertretenden Direktor des Bauernverbandes (selber in 14 Verwaltungsräten, bis vor kurzem auch bei der Skandalbank Raiffeisen). Die 2 x Nein Plakate hatte er schon gedruckt und ausgehängt, bevor die Bauern etwas von der Trinkwasser und Pestizidinitiative wussten. Das alles um zwei Bürgerinitiativen zu bekämpfen, die sich um die Gesundheit der Schweizerbevölkerung sorgen.

Die Geldgeber treten selber nicht in Erscheinung. Vorgeschickt in den Abstimmungskampf werden vornehmlich Biobauern und Bäuerinnen, weil die glaubwürdiger und sympathischer wirken im Stellvertreterkrieg. Sie sollen für die Pestizid-, Dünger- und Futtermittelfabrikanten und -händler die Kohlen aus dem Feuer hohlen.

Die Bauern selber wissen, dass sie sich in den nächsten zehn Jahren dem gesellschaftlichen Wandel hin zu gesunden Produkten und sauberem Trinkwasser anpassen müssen. Die Initiativen selber sehen Übergangsfristen von 8 bzw. 10 Jahren vor. Weitere Initiativen gegen Tierfabriken, für mehr Biodiversität und Landschaftsschutz sind bereits eingereicht. Es kommt mir vor wie zu den Zeiten von Napoleon, als Schweizer Söldner für den Kaiser in den Krieg gezogen sind.

Sag’s mit Humor!

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Mai 18, 2021

Unsere älteste Eiche…

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Mai 9, 2021

… hat schon die französische Revolution, die napoleonischen Zeiten, la grande guerre und l’occupation überlebt! Sie wird auch die Bauern mit Migrationshintergrund überleben….

Kichererbsen

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Mai 8, 2021

Die Kichererbse (Cicer arietinum), auch Echte KicherRömische KicherVenuskicher oder Felderbse genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kichererbsen(Cicer) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler(Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler(Fabaceae). Mit der Erbse (Pisum sativum) ist sie nicht näher verwandt. Sie ist eine alte Nutzpflanze.

Hier pois chiche genannt (also nichts zum kichern… 😊). Werden hier immer häufiger angebaut, interessant als Fleischersatz. Ich habe gehört, dass in der Schweiz erste Versuche im St. Galler Rheintal stattfinden.

Wir haben vor vier Jahren mit dem Anbau begonnen. Siehe Beiträge auf diesem Blog August 2017 oder in der Suchfunktion „Kichererbsen“ eingeben.

Wieviel Bio braucht die Schweiz?

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Mai 5, 2021