AUSWANDERERBLOG

Bricoleurs

Posted in Comédie française by ruedibaumann on April 26, 2018

Kolumne im heutigen Bieler Tagblatt

Sophie und François haben ihr Eigenheim vor ein paar Jahren selber gebaut. Weil er Kletterlehrer ist und sie Turnlehrerin, haben sie ihr zweistöckiges Wohnzimmer gleich mit einer Kletterwand bis in die Dachfirst ausgestattet. Inzwischen sind drei Kinderlein dazugekommen und im grossen Garten ein Hühnerstall.

Jean-Jaques ist Steinmetz und verliebt in alte schöne Quadersteine. Auf einer Anhöhe baut er in seiner Freizeit seit fünfzehn Jahren an einem exquisiten Rundhaus, das einmal sein Alterssitz werden soll. Allerdings fehlt immer noch die Dachkonstruktion über den schönen Mosaikböden und dem historischen Cheminée.

Geraldine, infirmière, hat mit ihrem Partner, ouvrier agricole, ein einstöckiges, einfaches Einfamilienhaus errichtet. Und weil das so gut gelungen ist, wurde dahinter gleich noch eine mindestens gliech grosse Werkstatt gebaut. Platz hat es ja genug im ländlichen Frankreich; Bauparzellen messen in der Regel mindestens eine halbe Hektare. Inzwischen ist die Partnerschaft der jungen Leute in die Brüche gegangen und Geraldine lebt mit einem neuen Freund in ihrem selber konstruierten Anwesen. Das feudale Portail mit automatischem Türöffner ist zwar nie ganz fertig geworden, aber selbst im Rohbau vermutet man hinter der majestätischen Einfriedung mindestens ein kleines Château und nicht nur ein schlecht isoliertes Einfamilienhäuschen.

„C’est le provisoire qui dure“ gilt ganz besonders für die Do- it-yourself Häuslebauer: wenn mal der Rohbau fertig ist und das Dach über dem Kopf dicht, dann dauert es oft Jahre, bis das Eigenheim auch noch einen Verputz und letzten Anstrich erhält. Ist ja auch verständlich nach der Riesenanstrengung, sein eigenes Traumhaus selber zu bauen. Aber Hand aufs Herz, wir staunen was die jungen Franzosen so alles können! Dabei meinen wir Schweizer doch immer noch, wir hätten dass beste Berufsbildungssytem!

Klar, dass wir unter so vielen Heimwerkern nicht untätig bleiben wollten. Zwar müssen wir nicht neu bauen, aber bei so vielen alten Gemäuern, Balken und Dächern gibt es wahrlich auch für uns genug zu tun. Ohne besondere handwerkliche Vorkenntnisse ist es gar nicht so leicht, eine Badewanne einzubauen, ohne dass die Zu- und Abflüsse „rünnen“ und dass alles im Lot ist. Learning by doing gilt auch für uns. Allerdings wären wir oft schon froh gewesen, etwas mehr über die Installation von elektrischen Leitungen und sanitären Rohren zu wissen, als über das passé simple oder Algebra.

Aber im Notfall können ja immer wieder die Bricoleurs in der Nachbarschaft und die zahlreichen Bricoleurläden in der nahen Umgebung weiterhelfen.

Ruedi und Stephanie Baumann

 

 

 

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Schade…

Posted in Comédie française, Uncategorized by ruedibaumann on April 13, 2018

Zugegeben die alte Eiche war durch diverse Stürme in der Vergangenheit schon stark havariert. Aber ich hätte sie trotzdem stehen lassen…

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Präsidentengalerie

Posted in Comédie française by ruedibaumann on Dezember 13, 2017

Die Mairie in unserer kleinen Gemeinde Traversères (81 Einwohner) ist renoviert worden. Selbstverständlich darf das Porträt des aktuellen président de la répulique nicht fehlen. Daneben findet sich auch eine Galerie aller bisherigen Präsidenten.

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An die 8 in Farbfotos dargestellten Präsidenten kann man sich noch gut erinnern, mit den anderen 17 seit 1792 hat man (zumindest als Neufranzose) schon mehr Mühe…. 😉

Eine Präsidentin gab es noch nie, und wenn ich an die letzten Wahlen denke, bin ich darüber gar nicht so unglücklich…

 

 

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Was man so in französischen Eichenwälder findet…

Posted in Comédie française by ruedibaumann on Oktober 31, 2017
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Im Scheinwerferlicht

Posted in Comédie française by ruedibaumann on Oktober 28, 2017

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Bauer mit Migrationshintergrund

Posted in Comédie française by ruedibaumann on August 10, 2017

Bauer mit Migrationshintergrund

Kolumne im heutigen Bieler Tagblatt

Ich stand mit meinem fünfeinhalb Tonnen schweren, 120 PS starken Massey-Ferguson Traktor vor einer Rotlichtampel mitten im Städtchen Auch. Es ging weder vorwärts noch rückwärts. Die Ampel hatte schon mehrmals von rot auf grün gewechselt, aber mein Traktor bewegte sich nicht. Keinen Zentimeter. Hinter mir hatte sich bereits eine lange Autoschlange gebildet, da an dieser engen Stelle bei regem Gegenverkehr an Überholen nicht zu denken ist. Ich kletterte vom hohen Traktor herunter und bat die wartenden, sich zunehmend nervenden Autofahrer, mir zu helfen den Koloss mit vereinten Kräften auf das schmale Trottoir zu schieben. Weil der Randstein zu hoch war, schafften wir es nicht. Es bleibe mir wohl nichts anderes übrig, als auf Polizei und Abschleppdienst zu warten, erklärte ich den ungläubig kopfschüttelnden Automobilisten. Weiter hinten in der wartenden Kolonne ging ein wütendes Hupkonzert los.

Zugegeben, es ist schwer verständlich, wenn ein Landwirtschaftstraktor mit laufendem Motor keine Bewegung mehr machen will. Ich konnte mir ja auch nicht erklären, weshalb mein Traktor in letzter Zeit nach einem kurzen Halt auf dem Feld plötzlich nicht mehr weiter fahren wollte. Aber inzwischen sind halt auch Landmaschinen mit Elektronik vollgestopft. Und die ist manchmal etwas störrisch. Genau deswegen hatte ich mich entschlossen, meinen MF in die 60 Kilometer weit entfernte Werkstatt zu bringen. Auf diesem Weg musste ich wohl oder übel unsere Provinzstadt durchqueren.

Das Hupkonzert wurde immer lauter, mein Traktor brummte, die Warnleuchte auf dem Dach drehte sich munter blinkend, und die umstehenden Leute fragten sich, warum dieser bärtige, nicht ganz akzentfrei sprechende alte Bauer nicht endlich weiter fuhr und den Weg frei gab.

Nach wiederholtem Versuch erbarmte sich die Elektronik meiner und beschloss, wieder zu funktionieren. Der Traktor setzte sich langsam in Bewegung, während die umstehenden Leute mit dem Zeigefinger an ihre Stirn tippten. Was will denn dieser doofe Bauer mit seinem Traktor in der Stadt, wenn er nicht einmal fahren kann?

Es hat dann auch in der Werkstatt noch einige Zeit gedauert, bis sie den Elektronikschaden beheben konnten, und auch das nur mit Hilfe eines Diagnosecomputers. Gekostet hat das Ersatzteil über 700 Euros. Aber seither läuft mein MF wieder wie ein Schweizer Uhrwerk. Ich habe dem jungen Landmaschinenmechaniker, der den geheimnissvollen Schaden ausfindig machte, eine grosse Schachtel Schweizer Pralinen gebracht.

Ruedi und Stephanie Baumann

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(Symbolbild)

 

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Marché de Seissan

Posted in Comédie française, Uncategorized by ruedibaumann on August 5, 2017

Jeden Freitag-Vormittag machen wir unsere Einkäufe auf dem lokalen Markt in Seissan

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Jazz in Marciac

Posted in Comédie française by ruedibaumann on August 2, 2017
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Fête de Traversères

Posted in Comédie française by ruedibaumann on Juli 30, 2017

Concours de pétanque, paella, concours de quilles, coeurs de canard….

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Ardèche

Posted in Comédie française, Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Mai 31, 2017

Es ladet zum Bade… oder so ähnlich.

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