AUSWANDERERBLOG

Rückblick

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 21, 2019

Leinenfeld (champs de lin) schlicht prächtig!

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PSE Payement pour Service Environnementaux

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on November 6, 2019

Frei übersetzt etwa „Zahlungen für Umweltleistungen“. Gestern wurden die Bauern unserer Region an einer Informationsveranstaltung darüber informiert, dass wir uns als Testregion an der Neuausrichtung der bisherigen Direktzahlungen beteiligen können. Schlussendlich geht es darum, dass die bisherige europäische Agrarpolitik zu „begrünen“!

Vorgesehen ist ein neues Beurteilungssystem, dass die Umweltleistungen jedes einzelnen Bauernbetriebes mit einem ziemlich komplizierten Punktesystems bewertet werden sollen. Unter die Umweltleistungen fallen beispielsweise Indikatoren wie Naturwiesen, Biodiversität, Extensivierung, Düngereinsatz, Pestizidverzicht, Hecken, Teiche, Feuchtwiesen, Wäldchen, Feldbäume usw.

Die Formel für die Oekozahlung sieht schlussendlich wie folgt aus:

Punktzahl (max. 30)  x  5€  x  Anzahl Hektaren    =  Resultat in Euros

Für uns beispielsweise (wenn wir die max. Punktzahl erreichen würden):

30  x  5  x 70     =  10500 €

Damit nicht Grossbetriebe ungerechtfertigterweise zu stark begünstigt werden, wird der maximale Beitrag pro Betrieb und Jahr auf  6666 € beschränkt.

Ich finde das grundsätzlich eine guten, neuen Ansatz. Das wäre doch auch etwas für die Schweiz!

 

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Es geht doch!

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on November 4, 2019

Im Zusammenhang mit der „weniger Fleisch essen“-Diskussion, wird immer wieder behauptet, die Landwirtschaft könne gar nicht so viele Menschen pflanzlich ernähren und die Umstellung sei nicht möglich usw.

An unserem Beispiel will ich kurz darstellen, dass sehr viel mehr möglich ist, man muss es nur tun!

Wir produzieren bzw. pflegen auf unserem viehlosen Betrieb (70 ha) hier in der Gascogne seit rund 20 Jahren u.a. folgendes (alles Bio zertifiziert):

Diverse Getreidearten (Weizen, Gerste, Dinkel, Hafer, Triticale)

Sonnenblumen

Bohnen (févéroles), Sojabohnen

Erbsen (Kichererbsen, pois ciche)

Luzerne

Viel Biodiversität auf Naturwiesen, u.a. 28 verschiedene wilde Orchideenarten in den Blumenwiesen

15 km Hecken- oder Waldrandanstoss mit Brombeeren und Walnussbäumen

Reben zur Weinherstellung (Selbstversorgung)

Obst und Gemüse zur Selbstversorgung

Holz aus 10 ha Eichenwälder

Da wir keine Tiere halten, fällt auch kein Hofdünger an. Dennoch haben wir noch nie Dünger zugekauft. Die Düngung erfolgt ausschließlich über Stroh- und Pflanzenreste (Flächenkompostierung) und Leguminosen (Gründüngung).

Selbstverständlich wenden wir auch keine Pestizide an!

Natürlich sind die Flächenerträge geringer als in der Intensivlandwirtschaft, aber bei vorwiegend pflanzlicher Ernährung können wir mit unserem Betrieb trotzdem sehr viel mehr Menschen ernähren als das mit der Fleischproduktion möglich wäre.

Energie : Wir produzieren mit einer Photovoltaique-Anlage elektrische Energie und speisen diese vertraglich ins öffentliche Netz ein.

Zukauf Dieseltreibstoff für Traktor und Hybrid-Auto

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Mischung Févéroles und Hafer

 

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Wer schaut denn da?

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 17, 2019

Waldkauz in unserer Scheune (Foto Stephanie Baumann) Es handelt sich um einen Steinkauz wie mir Charles Martin freundlicherweise mitgeteilt hat (siehe Kommentare).

 

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Die Wasserreserven…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 15, 2019

… werden langsam knapp! Kein Wunder nach diesem trockenen Sommer!

 

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Solarscheunen, gratis!

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 9, 2019

Die Bauern in Frankreich haben es gut. Dank den guten Preisen für Photovoltaik-Strom kommen sie unentgeltlich zu grossen Scheunen. Diverse Firmen (zum Beispiel  Arkolia) erstellen landwirtschaftliche Bauten unentgeltlich, wenn sie als Gegenleistung 30 Jahre das Solardach nutzen dürfen (Mindestfläche 600 m2).

Hier ein par Beispiele aus unserer Region:

 

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Ständeratswahlen im Kanton Bern

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on Oktober 6, 2019

Werner Salzmann ist Steuerbeamter im Kanton Bern. Er lobiert vor allem für das Schiesswesen und jetzt will er Ständerat werden. Das gilt aber auch für seine Chefin: Regierungsrätin Beatrice Simon von der BDP. Salzmann ist Präsident der Berner ÄSSVOUPEE und sieht sich daher auch als Bauernvertreter, auch wenn er zeitlebens immer beim Staat angestellt war und ist.

Jetzt hat er aber Schwierigkeiten mit den Wirtschaftsvertretern seiner Partei wegen dem Mercosurvertrag, den die Bauern ganz und gar nicht wollen. Salzmann lässt sich im Schweizer Bauer wie folgt zitieren:

„Nein könnte schwierig sein

Salzmann gab dann aber auch zu, dass die Schweizer Exportwirtschaft ein enormes Interesse an diesem Abkommen habe. Er liess durchblicken, dass es für die bürgerlichen Bauern schwierig sein könnte, Nein zu sagen, weil die Politik immer auch ein Geben und ein Nehmen sei. Salzmann gab Überlegungen preis, dass sich ein Ja zum Mercosur-Abkommen vielleicht damit begründen liesse, dass man im Gegenzug bei der AP 22+ etwas herausholen könnte, in dem Sinn, dass diese «massvoll» ausgestaltet wäre. Das würde heissen, dass die bürgerlichen Bauernvertreter insbesondere die FDP unter Druck nehmen würden nach dem Grundsatz: «Wenn ihr bei der AP 22+ für zu grosse Einschränkungen bei der Lebensmittelproduktion votiert, sagen wir Nein zu Mercosur.» Auch im Schweizer Bauernverband gibt es entsprechende Überlegungen. Der Hintergrund ist: Die Bauernvertreter in der Grünen Partei können es sich gut leisten, gegen den Mercosur-Deal zu sein, denn ihre Partei hat das Referendum angekündigt. Die Bauernvertreter in den Parteien SVP, CVP, BDP und FDP und der Bauernverband als Ganzes hingegen könnten es sich mit den Wirtschaftsvertretern in ihrer Partei und mit den sogenannten Wirtschaftsverbänden nachhaltig verscherzen, wenn sie zu Mercosur wirklich Nein stimmen würden. Das könnte dann auch die künftige Interessenvertretung erschweren.“

Also, liebe Bäuerinnen und Bauern, alles, nur nicht SVP wählen, weil die SVP-Bauernvertreter wegen ihren Verwaltungsratssitzen in der Fenaco, der Raiffeisenbank,  der Swissoil, usw. ohnehin ihren Geldgebern folgen!

Die SVP muss wegen ihren Geldgebern gegen Fair food, gegen Kleibauerninitiative und für Tierfabriken stimmen, Salzmann gibt es selber zu!

Die Bauernvertreter der Grünen Partei hingegen können es sich tatsächlich gut leisten, gegen den Mercosur-Deal zu sein! Sie stimmen im Interesse einer bäuerlichen, umwelt- und tiergerechten Landwirtschaft ab! Viele Bäuerinnen und Bauern haben es im Laufe der letzten Jahren gemerkt und wählen zunehmend grün!

 

 

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Die Schatten werden länger…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on September 29, 2019

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Läset

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on September 20, 2019

Mein Refraktometer (Messgerät zur Bestimmung des Zuckergehaltes) zeigt bei den Merlot Trauben 110 ° Oechsle an! Der Läset kann in den nächsten Tagen beginnen. Allerdings sind viele Trauben dem Spätfrost im Frühjahr zum Opfer gefallen. Es wird nicht viel Wein geben, dafür einen sehr, sehr süssen und kostbaren!

 

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Tournesol bio

Posted in Agrikultur, Bauernland by ruedibaumann on September 19, 2019

Die letzten Bio-Sonnenblumen sind spätabends fertig geerntet. Infolge Trockenheit ist der Ertrag bescheiden. Für einige Sonnenblumenkerne im Birchermüesli reicht es trotzdem…

 

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