AUSWANDERERBLOG

Drainagearbeiten

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 2, 2020

Es hat im Februar und anfangs März viel geregnet im Südwesten. Einzelne Nässen in meinen Feldern halten sich hartnäckig. Ich versuche mi einfachen Drainagearbeiten, das überschüssige Wasser abzuleiten. Dank Ausgangssperre habe ich ja viel Zeit….

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Ausgangssperre (confinement)

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on März 27, 2020

Auf französischen Feldern ist auch in diesen schwierigen Zeiten die Freiheit grenzenlos… (selbst für vulnerable alte Risikopersonen 😇)

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Landwirtschafts-ABC

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on Februar 18, 2020

Unser Sohn Kilian hat ein ein sehr gutes und vielbeachtetes Interview zur gegenwärtigen, schweizerischen Agrarpolitik gegeben, das in verschiedenen Medien veröffentlicht wurde:

https://www.watson.ch/schweiz/interview/608485401-wie-der-gruene-kilian-baumann-die-agrarpolitik-veraendern-will

Mich hat erstaunt, wieviel Halb- und Unwissen über die Landwirtschaft in den rund 200 Kommentaren aufgetaucht ist. Auf die Gefahr hin, als Besserwisser oder Klugscheisser apostrophiert zu werden, erlaube ich mir dazu einige wenige Bemerkungen:

Genetisch hornlose Kühe sind nicht das Resultat, eines gentechnologischen Eingriffs in die Keimbahn gewisser Rinderrassen, sondern schlicht und einfach das Resultat einer jahrzehnte- oder gar jahrhundertalten Auslese  (Auslese = Zucht) von hornlosen Tieren, die übrigens auch problemlos wieder tierzüchterisch rückgängig gemacht werden kann.

Pflanzliches Protein (=Eiweiss) lässt sich sehr wohl auf schweizer Biobetrieben anbauen. Ich habe damit im In- und Ausland 50jährige Praxiserfahrung! Grossflächiger Anbau von diversen Eiweisserbsen, Bohnen, Soja usw. für den menschlichen Konsum ist zukunftsträchtig und würde erlauben, mindestens zehn mal mehr Leute zu ernähren, als über den Umweg Tiermagen. Zudem brauchen Leguminosen (= Proteinpflanzen) keinen Stickstoffdünger und schonen damit unser Trinkwasser!

Bekanntlich lassen sich Milch und damit auch alle Milchprodukteproblemlos aus verschiedensten einheimischen Pflanzen herstellen (Sojamilch, Hafermilch usw.). Dabei ist auch eine nichtindustrielle, bäuerliche Produktion möglich!

Die Vorstellung einzelner Kommentatoren und Medienleute, Nebenerwerbsbetriebe in der Landwirtschaft seien unproduktiv und sollten zu Gunsten von grossflächigen Haupterwerbsbetrieben aufgegeben werden, ist Unsinn. Nur dank bäuerlicher Klein- und Mittelbetriebe kann in der Schweiz die Biodiversität einigermassen aufrecht erhalten bleiben. Industrielle Grossbetriebe bringen nur Nachteile: Massentierhaltung, Immissionen, Abwanderung aus dem ländlichen Raum, Verlust der bäuerlichen Dorfkultur.

Grossverteiler wie Migros, Coop, Aldi, Lidl usw. könnten mit ihrer Margengestaltung sehr wohl Einfluss nehmen auf den Absatz von Bioprodukten. Warum basiert die schöne Absatzwerbung ausschliesslich auf bäuerlichen (Bio)Betrieben, während die verkauften Produkte oft aus Massentierhaltung oder industrieller Gemüseproduktion stammen? Gesunde Bioprodukte sollten nicht das Privileg reicher Konsumenten bleiben.

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Eichenwälder

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 16, 2020

Die Eichen sind Spätzünder im Frühjahr. Es dauert länger bis sich die Eichenhecken und -wälder im Frühling langsam begrünen. Einzelne Bäume haben das dürre Blattwerk trotz Winterstürmen noch gar nicht abgeschüttelt. Dafür sind Eichen Hitze- und Trockenheitsresistent. Selbst Waldbrände überstehen sie. Ideale Baumart bei dieser Klimaerwärmung. Auch diesen Winter hatten wir keine einzige Frostnacht.

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Nägel mit Köpfen machen?

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on Februar 11, 2020

Parlamentarische Initiative
Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren

Aufgeschreckt durch die dramatischen Resultate der Trinkwasserqualität in der Schweiz und der anstehenden Abstimmung über die Trinkwasserinitiative hat die WAK des Ständerates einen Gesetzesentwurf in die Vernehmlassung gegeben, der die Pestizidrisiken reduzieren soll.

Auch wenn es verdienstvoll ist, dem lahmen Departement Parmelin in Sachen Umweltschutz etwas Beine zu machen, ist der Gesetzesentwurf ein Enttäuschung.

Das Problem wird nicht gelöst, sondern nur um sieben Jahre verschoben. Der sogenannte Absenkpfad für Pflanzenschutzmittel wird zwar mit einem umfangreichen Monitoring begleitet und es werden sogar Lenkungsbgaben in Aussicht gestellt, wenn bis 2027 (!) nicht merklich weniger Pestizide versprüht würden.

Wenn man den Gesetzesentwurf durchliest fällt auf, dass vorläufig keine direkten Massnahmen vorgesehen sind ausser einigen finanziellen Anreizen. Grundlage soll der Aktionsplan Pflanzenschutzmittel des Bundesrates bleiben mit den vielzitierten „51 Massnahmen“ (!).

Ich finde unter diesen 51 „Massnahmen“ nun wirklich nichts, das wirklich weiterhelfen würde. Wenn man in der bäuerlichen Praxis eine Umfrage macht, dann werden etwa folgende Massnahmen erwähnt:

– subventionierte Waschplätze für Spritzgeräte

– Anreizbeiträge für pflanzenschutzintensive Kulturen wie Obst, Reben und Zuckerrüben  bei Verzicht auf gewisse Pestizide

– Beiträge zum Teil-Verzicht (!) auf Herbizide auf offene Ackerflächen

– Intensivierung der Forschung usw. usf. und viel viel „Paperasse“

Die EU ist in vielen Belangen in Sachen Pestizidreduktion viel weiter als die Schweiz. Hier in Frankreich wird beispielsweise für Pestizidspritzungen  ein Sicherheitsabstand um bewohnte Gebäude von 50 m verlangt (ZNT, zone non traitement).

Zum Glück kann man in der Schweiz bald einmal über die Trinkwasserinitiative abstimmen!

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Der Mist ist geführt…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 4, 2020

Wir machen im allgemeinen und auf unserem zertifizierten Biobetrieb keinen Mist (weil wir keine Tiere haben). Auf dem Feld düngen wir nur mit Pflanzenresten (vor allem mit Leguminosen wie Bohnen, Févéroles,  Kichererbsen, Luzerne, Soja).

Für den Garten und die Reben produzieren wir Kompost. Also, der Kompost ist geführt, das Gartenjahr kann beginnen!

 

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Elektrotraktor

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Januar 29, 2020

Endlich, ist man versucht zu sagen, kommen die grossen Traktorenfirmen dazu, auch Elektrotraktoren zu entwickeln, nachdem das ja bei Lastwagen, Bussen und Kreuzfahrtschiffen schon lange der Fall ist.

Kubota, eine japanische Traktorenfirma stellt beispielsweise einen neuen autonomen Konzepttraktor mit Elektroantrieb und künstlicher Intelligenz vor. Das sei die Antwort auf die Überalterung landwirtschaftlichen Betriebsleiter…. also wie geschaffen für mich…🚜 🚜 ❤️  Die Photovoltaikanlage zum Betrieb des Wundertraktors habe ich ja schon und etwas künstliche Intelligenz kann ja nicht schaden!

 

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Umweltmaschinen

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Januar 26, 2020

Das hier ist ein Modulateur, ein geheimnisvolles Ding, das unseren Solarstrom von der Photovoltaik-Anlage in Wechselstrom umwandelt, damit er ins Netz eingespiesen werden kann. Durch einen Blitzschlag ging er kaputt und flicken konnte ihn niemand, so dass er ersetzt werden musste und nun als Kunstwerk unsere Wohnung schmückt… Ich wüsste gerne, wie genau so ein Ding funktioniert: kann mir das jemand im Detail erklären?

 

Und das hier sind zwei junge Eichen. Sie wandeln CO2 mit Hilfe der Photosythese, das heisst mittels Blattgrün und Sonnenlicht, um in Sauerstoff und Kohlenstoff. Also auch sehr wertvolle Umweltmaschinen, die unter anderem die Klimaerwärmung bremsen. Eigentlich wüsste ich auch sehr gerne wie das im Detail funktioniert: kann mir das jemand erklären?

 

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Biologische Unkrautbekämpfung

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Januar 16, 2020

Die mechanische Unkrautbekämpfung ist das A und O im Bioackerbau. Der zwölf Meter breite Hackstriegel (herse étrie; Hatzenbichler nach dem oesterreichischen Erfinder) leistet dazu gute Dienste. Allerdings ist es heute noch zu nass, es krümelt zu wenig! Die Bohnen-Hafer Mischung ist noch zu wenig abgetrocknet. Ich breche den Versuch wieder ab, obschon viele Unkräuter (Beikräuter!) jetzt im idealen Keimblattstadium wären. Andere Biobauern haben den Winterweizen erst letzte Woche gesät.

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Januar in der Gascogne

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Januar 12, 2020

Bauer und Traktor möchten aufs Feld…. Klimawandel! Früher war das erst im „Märzen der Bauer…“  Sie kennen das ja!

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