AUSWANDERERBLOG

Besuch im Bundeshaus….

Posted in Politik by ruedibaumann on Dezember 1, 2021

Zusammen mit ehemaligen, aktiven und künftigen (?) Parlamentarier:innen….

Kurzdokumentarfilm Bio Suisse

Posted in Agrikultur, Bauernland, Politik by ruedibaumann on November 28, 2021

Der schöne Dokufilm zeigt anhand von verschiedenen Bauernhöfen die Vielgestaltigkeit schweizer Biobetriebe. Der Film (13 min) wurde für das 40-Jahr-Jubiläum von Biosuisse realisiert (ton und bild GmbH).

https://www.tonundbild.ch/bio-suisse

Förderung Photovoltaik in Frankreich

Posted in Agrikultur, Patrimoine et architectures, Politik by ruedibaumann on November 22, 2021

Ich weiss, 70% der französischen Elektrizitätsversorgung basiert auf Atomstrom und Macron befürwortet den Bau weiterer (kleineren) Atomkraftwerke. Und trotzdem, die Photovoltaik beispielsweise wird viel stärker gefördert als in der Schweiz. Als Bauer staunt man über all‘ die Inserate, in denen landwirtschaftliche Oekonomiebauten gratis und franko angeboten werden. Die Ersteller wollen einfach den Energieertrag der Hallendachflächen während 20/30 Jahren nutzen.

Warum ist das nicht auch in der Schweizer Landwirtschaft möglich?

Die Schweiz im Nebel

Posted in Politik by ruedibaumann on November 21, 2021

So kommt es mir vor. Im Abstimmungsnebel, mit einer aggressiven Nein Kampagne der Impfgegner, in der selbst jedes Komma falsch ist!

Im Europanebel, mit einem Aussenminister der so falsch operiert, dass man nur hoffen kann, dass er selber zur Einsicht kommt, sein unglückliches Gastspiel im Bundesrat demnächst zu beenden.

Ich habe vor 20 Jahren im Parlament gesagt, wenn die Schweiz nicht der EU beitreten will, dann werde ich es persönlich tun. Gesagt getan. Ich habe es nie bereut.

Naturnahe Landwirtschaft in Frankreich

Posted in Agrikultur, Bauernland, Politik by ruedibaumann on Oktober 23, 2021

Seit wir hier in Frankreich bauern (20 Jahre), haben in unserem Departement nicht weniger als 30 % der Bauern auf biologische Landwirtschaft umgestellt. Die Eichenwälder in der Region laden dazu ein, auch Schweine wieder im Freien zu halten.

Man muss schon gut hinschauen, dass man die schwarzen Porc de Gascogne in den Eichenwäldergehegen erkennt…

Aber auch im Feldbau tut sich einiges: Das Pflanzen von Baumreihen in die Ackerflächen wir gefördert und erhöht die Biodiversität! Obstbäume aller Art, Kastanienbäume, Nussbäume, Mandelbäume usw. werden in vielen Regionen die Ackerflächen bereichern

Schade, dass der Schweizer Bauernverband immer noch meint, die Zukunft liege in der Massentierhaltung!

China bestimmt die schweizer Umweltpolitik

Posted in Politik by ruedibaumann on Juli 31, 2021

Die Abstimmungsanalysen haben es gezeigt: Nicht die Jungen haben des CO2-Gesetz abgelehnt, sondern die ländliche Bevölkerung, mobilisiert und instrumentalisiert durch die Neinkampagne zu den beiden Agrarinitiativen.

Also könnte man dem Schweizer Bauernverband (SBV) direkt dafür verantwortlich machen, dass nicht nur die beiden Pestizidinitiativen abgelehnt wurden, sondern auch die schweizerische Klimapolitik Schiffbruch erlitt.

Aber, muss man sich fragen, wie ist ein mittelständischer Berufsverband in der Lage, eine der teuersten Abstimmungskampagnen der Schweiz auf die Beine zu stellen? Schätzungsweise 6 bis 8 Millionen Franken wurden für die beispielslose Neinkampagne aufgewendet, ohne dass die einzelnen Bauern finanziell etwas dazu beitragen mussten.

Klar, die Fenaco als Düngermittel-, Futtermitel- und Pestizidhändlerin wird eine halbe Million Franken an die Neinkampagne beigesteuert haben (sie bezifferte selber ihren Beitrag auf 400’000 Franken). Aber woher stammen die übrigen Millionenbeiträge?

Es ist bedauerlich, dass sich in der Schweiz offenbar keine Medien darüber Gedanken machen, dass zwei Chemiemultis, nähmlich Bayer (inkl. Monsanto) und Syngenta mit verdeckter Abstimmungsfinazierung letztlich die Schweizer Klimapolitik bestimmen!

Syngenta, ursprünglich eine Schweizer Firma, gehört ja inzwischen einem chinesischen Staatskonzern (ChemChina). Mit anderen Worten, wir nehmen es ohne weiteres in Kauf, dass China unsere schweizerische Klimapolitk bestimmt!

Angesichts der wachsenden Klimaschäden, verursacht durch Wetterextreme, wäre es angezeigt, das der SBV Transparenz schafft und seine Klimapolitk und Finazierungsquellen offen legt!

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Über Menschen

Posted in Literatur, Politik by ruedibaumann on Juli 8, 2021

Ich habe Juli Zehs neuen Roman „Über Menschen“ mit Vergnügen gelesen. Stadtflüchtling, Stadt-Land-Problematik, warum sind die Landbewohner so wie sie sind, gibt es den Dorfnazi, warum wählen die Dörfler mehrheitlich rechts, Fragen über Fragen, populär aufgearbeitet…

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.03.2021

Nicht hellauf begeistert, aber doch mit Sympathie bespricht Rezensent Jörg Magenau diesen Folgeroman zu Juli Zehs sagenhaft erfolgreichem Roman „Unter Leuten“. Hier arbeitet die Autorin weniger mit Perspektivenwechseln, denn sie lässt hier eine Hauptperson zu, die vor Corona und ihrem Besserwisser-Freund, dem Klimaschützer Robert, mit Hund aufs Land flieht. Dass aus dem „Dorfnazi“ fast ein Freund wird, gefällt dem Kritiker durchaus, denn dass die Überwindung plakativer Zuschreibungen zwischen Berlin und Brandenburg, zwischen Stadt und Land überhaupt nottut, findet auch er. Aber was sich daraus an Freundschaft und Wiedereingliederung ergibt, hält er dann wiederum für etwas „schlicht“ und geradezu märchenhaft. Immerhin gelingen der Autorin, so der freundlich-milde gestimmte Kritiker, immer wieder „wunderbar witzige und entlarvende Dialoge“- und entlarvt wird nicht selten die Besserwisserei der Städter.

Im Land der Neinsager

Posted in Agrikultur, Bauernland, Politik by ruedibaumann on Juni 17, 2021

Hier in den Wynigenbergen, Emmental, Oberaargau…

Was mir auffällt: Grosses Beizensterben auf dem Land! Überall geschlossene Gasthöfe und Wirtshäuser. Daneben viele teuer renovierte Bauernhäuser, neue Masthallen und Ställe… die Direktzahlungen in der Landwirtschaft wirken! Aber in den Dörfern fehlen mehr und mehr die Begegnungsorte, die Dorfbeizen! Vielleicht müsste es für die Gasthäuser auch Direktzahlungen geben….?

Chance verpasst!

Posted in Politik by ruedibaumann on Juni 13, 2021

Wie zu erwarten war, hat die Mehrheit der schweizerischen Bevölkerung sowohl die Trinkwasserinitiative wie die Pestizidinitiative abgelehnt. Der Bauernverband hat mit seiner 2 x Nein- Kampagne für die Pestizidkonzerne, die Dünger- und Futtermittelindustrie die Kohlen aus dem Feuer geholt! Statt vernünftige Lösungen werden jetzt wieder Papiertiger, Mäpplibauern und Blüemlizähler die Bauern verärgern!

Schade, Chance verpasst! Unsere Enkel*innen werden darunter leiden. Sauberes Trinkwasser wird knapp werden.

ETH-Agronominnen und Agronomen für 3xJa

Posted in Politik by ruedibaumann on Mai 28, 2021

zu Trinkwasser-Initiative, Verbot synthetischer Pestizide und CO2-Gesetz 

Vor dreissig Jahren hat die Ökologisierung der Land- und Ernährungswirtschaft ihren Anfang genommen. In diesen 30 Jahren wurden 100 Milliarden Franken Steuergelder als Direktzahlungen und Subventionen in den Agrarsektor gepumpt. 

Das Resultat? Vier Indikatoren zeigen, dass die Land- und Ernährungswirtschaft ökologisch nicht da steht, wo sie nach dreissig Jahren Reform sein sollte: 

• _Die Trinkwasserqualität wird zunehmend zum Problem. Ein Teil der Wasserfassungen müssen wegen Pestizid- und Düngemittel-Rückständen gesperrt werden. 

• _Das Gesundheitswesen wird durch antibiotika-resistente Keime bedroht. Zu einem guten Teil, weil in der Massenhaltung von überzüchteten Schweinen und Hühnern Epidemien lauern, gegen die vorsorglich oder akut Medikamente eingesetzt werden. 

• _Die biologische Vielfalt an Wildpflanzen und Wildtieren schwindet. Graswirtschaft, Ackerbau, Wein, Gemüse- und Obstbau werden intensiviert. Es fehlt an Naturflächen. 

• _Wertvolle Agrarrohstoffe enden in der Kette von Produktion, Verarbeitung und Konsum in Massen als Abfall. Mit Subventionen produziert, mit Steuergeldern liquidiert. 

Der Öko-Motor stottert. Die Lücke zwischen der heilen Landwirtschaft auf Plakaten und dem messbaren  Zustand der Böden und Gewässer wächst. Der Wille zu Pioniertaten muss wieder angekurbelt werden, wenn die Landwirtschaft im Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe Teil der Lösung statt Teil des Problems sein will. 

In der Volksabstimmung vom 13.Juni 2021 bietet sich die Gelegenheit einen ersten Schritt zu tun: Dreimal Ja stimmen zu den Volksinitiativen für sauberes Trinkwasser und für ein Verbot synthetischer Pestizide sowie zum CO2-Gesetz.

Ein Komitee von ETH-Agronominnen und Agronomen unterstützt im Abstimmungskampf die beiden Volksinitiativen und stellt sich gegen die vom Schweizerischen Bauernverband geführte Extremismus-Propaganda. Ebenso geschlossen unterstützen wir das CO2-Gesetz.

Für das Komitee:

Ruedi Baumann, Traversères, auswandererblog.ch

Franz Bigler, Würenlos

Gustav Egli, Zumikon

Ruth Genner, Lebensmittelingenieurin, Zürich

Herbert Karch, +41 79 301 91 49

Ruedi Keller, Ittigen