AUSWANDERERBLOG

Baulandbauern und Schrebergärteler…

Posted in Patrimoine et architectures, Politik, Uncategorized by ruedibaumann on Juni 22, 2018

…zum Beispiel in Lyss, Kanton Bern, Schweiz

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Sanfte Landwirtschaft

Posted in Politik by ruedibaumann on Juni 7, 2018

Sanfte Landwirtschaft (Kolumne im heutigen Bieler Tagblatt)

Wir bauern jetzt bald zwanzig Jahre in der Gascogne. Und in dieser Zeit haben wir noch kein Kilogramm Handelsdünger auf unseren Feldern ausgebracht, kein Gramm Pestizid verspritzt. Wir produzieren biologisch und lassen unseren Betrieb durch die französische Kontrollorganisation zertifizieren. Die Erträge sind allerdings nicht rekordverdächtig. Dafür wohnen in unseren Wiesen und Hecken Kiebitze, Kuckucke, Schleiereulen, Milane, Mäusebussarde, Lerchen, Pirole, Wiedehopfe, Rebhühner, Fasane und viele andere Vögel. Offenbar wirkt diese sanfte Landwirtschaft ansteckend, denn in der Gegend gibt es jetzt viel mehr Biobauern als noch vor zwanzig Jahren, bald mal sind es 20%!

Wir fragen uns immer wieder, warum der Biolandbau im Berner Seeland einen so schweren Stand hat. Warum wehren sich Bauern für den Einsatz von Totalherbiziden, die nachweislich im Grundwasser landen und im Feldbau zu unüberwindbaren Resistenzproblem führen? Warum wollen Bauern um alles in der Welt mehr Nutztiere auf ihrem Hof halten, als sie Futter für diese produzieren können? Ist es wirklich so wichtig, einige zusätzliche Zentner Getreide, Kartoffeln, Zuckerrüben oder Mais zu ernten und damit in Kauf zu nehmen, dass unser Trinkwasser verseucht wird? Ist es richtig, das Futter für die Fleisch- und Milchproduktion aus dem Ausland, sogar aus Übersee zu importieren?

Natürlich wird man hier wie dort argumentieren, der wirtschaftliche Druck zwinge die Landwirte, immer mehr zu produzieren. Aber stimmt das überhaupt? Bekanntlich stammt etwa die Hälfte der bäuerlichen Einkommen in der Schweiz aus Direktzahlungen vom Staat. Rund 50’000 Schweizerfranken im Durchschnitt pro Betrieb.

Kürzlich wurde eine Volksinitiative mit einem intelligenten Lösungsansatz eingereicht: Die Trinkwasserinitiative will, dass Direktzahlungen an Bauern nur noch ausbezahlt werden, wenn sie auf den Pestizideinsatz verzichten und der Tierbestand auf die betriebseigene Futterbasis beschränken. Eigentlich logisch, dass Steuerzahler nicht mehr für die Verschmutzung des eigenen Trinkwassers bezahlen wollen!

Wir haben gelesen, dass der Schweizerische Bauernverband die Trinkwasserinitiative einstimmig ablehne! „Geits no?“ fragen wir uns da augenreibend. Ist es wirklich Sache des Bauernverbandes, den Chemiemultis und Futtermittelimporteuren die Kohlen aus dem Feuer zu holen? Endlich könnte die Schweiz der Europäischen Union zeigen, dass die sanfte Landwirtschaft, der biologische Landbau, die Produktion in der Region für die Region eine Zukunftsvision ist. Es geht um die Glaubwürdigkeit des schweizerischen Bauernstandes!

Ruedi und Stephanie Baumann

 

 

 

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Darüber spricht man (lieber) nicht…

Posted in Politik by ruedibaumann on Mai 3, 2018

Ich habe im März aus der „Republik“ erfahren, dass u. a. der stv. Direktor des Schweiz. Bauernverbandes als Verwaltungsrat der Raiffeisenkasse jährlich 160’000 sfr. erhält. In einem offenen Leserbrief an den „Schweizerbauer“ und an die Bauernzeitung wollte ich von Markus Ritter  nur wissen, ob das stimme. Ritter hat geantwortet, obschon mein Leserbrief in den besagten Zeitungen nie veröffentlicht wurde(!) Ich habe Leserbrief und Antwort  nur auf meinem Blog (auswandererblog.ch) vom 20. März selber publiziert. Ritters Antwort ist sehr allgemein gehalten und enthält keine Zahlen.

Inzwischen hat die Bauernzeitung offenbar in einer Randnotiz darüber berichtet. Allerdings natürlich ohne Zahlenangaben und ohne den Hinweis, dass der besagte Verwaltungsrat seine Entschädigung kürzlich noch um 40% erhöhen wollte…

Eigentlich erstaunlich, dass Schweizer Bauern stillschweigend akzeptieren, dass freundliche, aber unliebsame Leserbriefe in ihren Verbandszeitungen unterschlagen werden und dass einer der „ihren“ in der Freizeit (!) 160’000 Franken pro Jahr „verdienen“ kann, auch wenn jetzt offenbar praktisch der ganze, wenig kompetente Verwaltungsrat zurücktreten muss.

UrsSchneiderRaiffeisen

Chapeau!

Posted in Politik by ruedibaumann on März 25, 2018

Kilian Baumann hat die Wiederwahl in den Bernischen Grossen Rat geschafft!

Wir gratulieren ihm, seiner Familie und allen grünen MitstreiterInnen und WählerInnen!

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Wir Alt-68er

Posted in Politik by ruedibaumann on März 22, 2018

Unsere heutige Kolumne im Bieler Tagblatt

Wir sind Alt-68er und immer noch stolz darauf. Die 68er-Bewegung hat uns geprägt und uns den Mut und Willen gegeben, alles etwas anders zu machen als unsere Eltern und Grosseltern. Ein selbstbestimmtes Leben wollten wir führen, uns für soziale Gerechtigkeit und die Umwelt einsetzen und gegen Obrigkeiten immer kritisch bleiben. Natürlich wollten wir nicht heiraten, das fanden wir zu bourgeois und bünzlig; und weil damals in Zürich das Konkubinat verboten war, lebten wir in einer Studentenkolonie im aargauischen Spreitenbach. Wir sind aus der Kirche ausgetreten, weil uns die starren Rituale abschreckten. Wir bereisten ohne Geld per Anhalter Europa und Nordafrika.

Von Chancengleichheit im Bildungswesen konnte bis 1968 für Arbeiter- und Bauernkinder keine Rede sein. Wir mussten den Zugang zu ETH und Uni auf dem zweiten Bildungsweg mühsam erkämpfen. Darum haben uns die basisdemokratischen Proteste und Sit-ins und die ganze Aufbruchstimmung gegen das verknöcherte System an den Hochschulen so fasziniert. Wir liebten die Beatles und Rolling Stones, den ganzen Groove der 70er Jahre mit Flower Power und Hippiebewegung und liessen Haare und Bart wachsen. Wir haben an Anti-Vietnamkriegs-Demos teilgenommen und Che, Ho-Chi-Minh und Mao verehrt und verklärt.

Wir haben uns politisch engagiert auf Gemeinde, Kantons- und Bundesebene. Wir waren Teil der Friedens-, Umwelt-, Dritte Welt-, Frauen- und Anti-AKW-Bewegungen.

 

Und nun? Ist die Welt besser geworden?

 

Wenn wir uns hier in der friedlichen Gascogne umschauen, können wir ohne Vorbehalt sagen: für u n s ja! Für Europa ja, für die Schweiz ja.

Europa hat sich demokratisiert. 1968 waren Spanien, Griechenland und Portugal noch Diktaturen, diverse osteuropäische Staaten Satelliten der Sowjetunion. Die Stellung der Frau hat sich seither verbessert, auch wenn es in Sachen Lohngleichheit noch viel zu tun gibt. Der Sozialstaat ist in Europa die grösste Errungenschaft der letzten 50 Jahre, auch wenn die Finanzierung immer wieder neu erkämpft werden muss. Neue Lebensformen konnten enttabuisiert und legalisiert werden. Der demokratische Rechtsstaat funktioniert leidlich. Bildungsangebot und Chancengleichheit wurden verbessert.

 

Alle die fortschrittlichen Errungenschaften, weg von totalitären Staaten hin zu gesellschaftsliberalen Demokratien, haben die Menschen befreit. Und trotzdem beschleicht einen ein ungutes Gefühl, wenn man die derzeitige Weltlage anschaut. Kriege, Flüchtlingsströme, Hunger, Klimaerwärmung… Wahrscheinlich muss jede Generation immer wieder neu beginnen, die Welt etwas besser zu machen. Zum Beispiel bei den Grossrats- und Regierungsratswahlen am nächsten Sonntag.

 

Ruedi und Stephanie Baumann

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Damit das Berner Seeland etwas grünt…

Posted in Politik by ruedibaumann on März 21, 2018

kilian

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Leserbrief

Posted in Politik by ruedibaumann on März 20, 2018
Offener Brief an den Präsidenten des Schweizer Bauernverbandes
Lieber Herr Ritter
Ich lese, dass der stv. Direktor des Schweizer Bauernverbandes Urs Schneider als Mitglied des Verwaltungsrates  der Raiffeisenbank für wenige Sitzungen im Jahr mit 170’000 sfr. entschädigt wird (er ist daneben in noch zehn anderen Verwaltungsräten tätig). Stimmt das?
Wäre es nicht an der Zeit, die Verwaltungsratshonorare der ganzen Führungsequipe des Bauernverbandes transparent zu machen?
Ruedi Baumann
Antwort des Präsidenten des Schweizerischen Bauernverbandes:

 

Sehr geehrter Herr Baumann

 Ihren Blog-Eintrag bezüglich Entschädigung von Urs Schneider von Raiffeisen Schweiz habe ich nicht gesehen, die Fragen wurden mir nun aber zugetragen. Ich nehme wie folgt dazu Stellung:

  • Urs Schneider hat die Bewilligung des SBV als Arbeitgeber das Mandat bei Raiffeisen auszuüben
  • Die Vergütung ist nicht so hoch, wie von Ihnen angenommen, da Urs Schneider kein Ausschusspräsidium inne hat
  • Die Entschädigung von Raiffeisen wird bei der Lohnfestsetzung beim SBV berücksichtigt
  • Der grösste Teil des Arbeitseinsatzes für Raiffeisen leistet Urs Schneider während der Freizeit und den Ferien
  • Ein Teil der Entschädigung als Verwaltungsrat bei Raiffeisen, für die geleistete Tätigkeit während der ordentlichen Arbeitszeit, wird durch Urs Schneider an den SBV rückerstattet
  • Die Entschädigungen für alle weiteren Mandate, die alle im Zusammenhang mit seiner Funktion beim SBV stehen, fliessen ausnahmslos an den SBV. Dies trifft auch für alle andern Mandate, die GL-Mitglieder im Auftrag des SBV ausüben, zu.

 Das Präsidium ist überzeugt, wir haben für alle Seiten korrekte Lösungen getroffen. Der SBV hat übrigens schon vor zwei Jahren im Rahmen eines Lohnvergleichs der Bauernzeitung die Gesamtlohnsumme der GL offengelegt und dabei hat sich gezeigt, dass die Löhne sehr moderat sind und einen Bruchteil dessen betragen, was in Unternehmen bezahlt wird.

 Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

 Freundliche Grüsse

 Markus Ritter

 

Markus Ritter

Nationalrat

Präsident Schweizer Bauernverband

Krans 4

9450 Altstätten

Tel. 071 755 77 11

Natel 079 300 56 93

E-Mail: markus.ritter@parl.ch

Homepage: www.markusritter.ch

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Grossratswahlen im Kanton Bern

Posted in Politik by ruedibaumann on März 7, 2018
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Ophrys marzuola

Posted in Orchideen, Politik by ruedibaumann on März 4, 2018

Stephanie hat heute die erste blühende Orchidee 2018 auf unseren Feldern entdeckt!

Weg escargot

Ein Grund zum feiern sind auch die Abstimmungsergebnisse in der Schweiz und im Kanton Bern: Nein zu No Billag, Nein zur Lehrplaninitiative, Ja zum Tram in Bern!

Endlich sind wir mal Abstimmungsieger auf der ganzen Linie! Ich glaube das waren wir noch nie und schon fragen wir uns, ob wir etwas falsch gemacht haben..  😉

Und im Kanton Schwyz und im Kanton Freiburg werden Transparenzinitiative der Juso angenommen, bravo!

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Grossratswahlen Kanton Bern

Posted in Politik by ruedibaumann on Februar 23, 2018
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