AUSWANDERERBLOG

Chapeau!

Posted in Politik by ruedibaumann on März 25, 2018

Kilian Baumann hat die Wiederwahl in den Bernischen Grossen Rat geschafft!

Wir gratulieren ihm, seiner Familie und allen grünen MitstreiterInnen und WählerInnen!

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Wir Alt-68er

Posted in Politik by ruedibaumann on März 22, 2018

Unsere heutige Kolumne im Bieler Tagblatt

Wir sind Alt-68er und immer noch stolz darauf. Die 68er-Bewegung hat uns geprägt und uns den Mut und Willen gegeben, alles etwas anders zu machen als unsere Eltern und Grosseltern. Ein selbstbestimmtes Leben wollten wir führen, uns für soziale Gerechtigkeit und die Umwelt einsetzen und gegen Obrigkeiten immer kritisch bleiben. Natürlich wollten wir nicht heiraten, das fanden wir zu bourgeois und bünzlig; und weil damals in Zürich das Konkubinat verboten war, lebten wir in einer Studentenkolonie im aargauischen Spreitenbach. Wir sind aus der Kirche ausgetreten, weil uns die starren Rituale abschreckten. Wir bereisten ohne Geld per Anhalter Europa und Nordafrika.

Von Chancengleichheit im Bildungswesen konnte bis 1968 für Arbeiter- und Bauernkinder keine Rede sein. Wir mussten den Zugang zu ETH und Uni auf dem zweiten Bildungsweg mühsam erkämpfen. Darum haben uns die basisdemokratischen Proteste und Sit-ins und die ganze Aufbruchstimmung gegen das verknöcherte System an den Hochschulen so fasziniert. Wir liebten die Beatles und Rolling Stones, den ganzen Groove der 70er Jahre mit Flower Power und Hippiebewegung und liessen Haare und Bart wachsen. Wir haben an Anti-Vietnamkriegs-Demos teilgenommen und Che, Ho-Chi-Minh und Mao verehrt und verklärt.

Wir haben uns politisch engagiert auf Gemeinde, Kantons- und Bundesebene. Wir waren Teil der Friedens-, Umwelt-, Dritte Welt-, Frauen- und Anti-AKW-Bewegungen.

 

Und nun? Ist die Welt besser geworden?

 

Wenn wir uns hier in der friedlichen Gascogne umschauen, können wir ohne Vorbehalt sagen: für u n s ja! Für Europa ja, für die Schweiz ja.

Europa hat sich demokratisiert. 1968 waren Spanien, Griechenland und Portugal noch Diktaturen, diverse osteuropäische Staaten Satelliten der Sowjetunion. Die Stellung der Frau hat sich seither verbessert, auch wenn es in Sachen Lohngleichheit noch viel zu tun gibt. Der Sozialstaat ist in Europa die grösste Errungenschaft der letzten 50 Jahre, auch wenn die Finanzierung immer wieder neu erkämpft werden muss. Neue Lebensformen konnten enttabuisiert und legalisiert werden. Der demokratische Rechtsstaat funktioniert leidlich. Bildungsangebot und Chancengleichheit wurden verbessert.

 

Alle die fortschrittlichen Errungenschaften, weg von totalitären Staaten hin zu gesellschaftsliberalen Demokratien, haben die Menschen befreit. Und trotzdem beschleicht einen ein ungutes Gefühl, wenn man die derzeitige Weltlage anschaut. Kriege, Flüchtlingsströme, Hunger, Klimaerwärmung… Wahrscheinlich muss jede Generation immer wieder neu beginnen, die Welt etwas besser zu machen. Zum Beispiel bei den Grossrats- und Regierungsratswahlen am nächsten Sonntag.

 

Ruedi und Stephanie Baumann

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Damit das Berner Seeland etwas grünt…

Posted in Politik by ruedibaumann on März 21, 2018

kilian

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Leserbrief

Posted in Politik by ruedibaumann on März 20, 2018
Offener Brief an den Präsidenten des Schweizer Bauernverbandes
Lieber Herr Ritter
Ich lese, dass der stv. Direktor des Schweizer Bauernverbandes Urs Schneider als Mitglied des Verwaltungsrates  der Raiffeisenbank für wenige Sitzungen im Jahr mit 170’000 sfr. entschädigt wird (er ist daneben in noch zehn anderen Verwaltungsräten tätig). Stimmt das?
Wäre es nicht an der Zeit, die Verwaltungsratshonorare der ganzen Führungsequipe des Bauernverbandes transparent zu machen?
Ruedi Baumann
Antwort des Präsidenten des Schweizerischen Bauernverbandes:

 

Sehr geehrter Herr Baumann

 Ihren Blog-Eintrag bezüglich Entschädigung von Urs Schneider von Raiffeisen Schweiz habe ich nicht gesehen, die Fragen wurden mir nun aber zugetragen. Ich nehme wie folgt dazu Stellung:

  • Urs Schneider hat die Bewilligung des SBV als Arbeitgeber das Mandat bei Raiffeisen auszuüben
  • Die Vergütung ist nicht so hoch, wie von Ihnen angenommen, da Urs Schneider kein Ausschusspräsidium inne hat
  • Die Entschädigung von Raiffeisen wird bei der Lohnfestsetzung beim SBV berücksichtigt
  • Der grösste Teil des Arbeitseinsatzes für Raiffeisen leistet Urs Schneider während der Freizeit und den Ferien
  • Ein Teil der Entschädigung als Verwaltungsrat bei Raiffeisen, für die geleistete Tätigkeit während der ordentlichen Arbeitszeit, wird durch Urs Schneider an den SBV rückerstattet
  • Die Entschädigungen für alle weiteren Mandate, die alle im Zusammenhang mit seiner Funktion beim SBV stehen, fliessen ausnahmslos an den SBV. Dies trifft auch für alle andern Mandate, die GL-Mitglieder im Auftrag des SBV ausüben, zu.

 Das Präsidium ist überzeugt, wir haben für alle Seiten korrekte Lösungen getroffen. Der SBV hat übrigens schon vor zwei Jahren im Rahmen eines Lohnvergleichs der Bauernzeitung die Gesamtlohnsumme der GL offengelegt und dabei hat sich gezeigt, dass die Löhne sehr moderat sind und einen Bruchteil dessen betragen, was in Unternehmen bezahlt wird.

 Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

 Freundliche Grüsse

 Markus Ritter

 

Markus Ritter

Nationalrat

Präsident Schweizer Bauernverband

Krans 4

9450 Altstätten

Tel. 071 755 77 11

Natel 079 300 56 93

E-Mail: markus.ritter@parl.ch

Homepage: www.markusritter.ch

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Grossratswahlen im Kanton Bern

Posted in Politik by ruedibaumann on März 7, 2018
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Ophrys marzuola

Posted in Orchideen, Politik by ruedibaumann on März 4, 2018

Stephanie hat heute die erste blühende Orchidee 2018 auf unseren Feldern entdeckt!

Weg escargot

Ein Grund zum feiern sind auch die Abstimmungsergebnisse in der Schweiz und im Kanton Bern: Nein zu No Billag, Nein zur Lehrplaninitiative, Ja zum Tram in Bern!

Endlich sind wir mal Abstimmungsieger auf der ganzen Linie! Ich glaube das waren wir noch nie und schon fragen wir uns, ob wir etwas falsch gemacht haben..  😉

Und im Kanton Schwyz und im Kanton Freiburg werden Transparenzinitiative der Juso angenommen, bravo!

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Grossratswahlen Kanton Bern

Posted in Politik by ruedibaumann on Februar 23, 2018
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Echo der Zeit

Posted in Politik by ruedibaumann on Februar 15, 2018

Kolumne im heutigen Bieler Tagblatt:

Echo der Zeit

Vermutlich geht es den meisten Auswanderern so: auch wenn man in der neuen Heimat gut angekommen, zufrieden und integriert ist, hängt man immer noch stark an den Erinnerungen und Erfahrungen, die man früher in seinem Geburtsland gemacht hat. Elternhaus, Schul- und Jugendzeit prägen so stark, dass man zeitlebens mit seiner ursprünglichen Heimat verbunden bleibt. Verstärkt werden diese Bande natürlich durch alle, die zurückgeblieben sind: Kinder und Enkelkinder, Freunde und Verwandte. Die sozialen Medien erleichtern den Kontakt heute ja so sehr, dass die Distanzen praktisch keine Rolle mehr spielen.

Wir orientieren uns oft, wie es „zu Hause“, auf dem Dorf, in der Stadt, im Kanton, in der Schweiz geht. Online-Tageszeitungen, für uns „Der Bund“ und das Bieler Tagblatt, gehören dazu, aber auch Radionachrichten. Dass man das „Rendez-vous am Mittag“ und das „Echo der Zeit“ in der französischen Provinz mit einer Parabolantenne oder auf dem Internet problemlos hören kann, finden wir grossartig! Die beiden Sendungen gehören zum Besten was die Schweiz zu bieten hat: seriöse, objektive und unaufgeregte Information über das Weltgeschehen. In nostalgischen Momenten hören wir sogar das Regionaljournal Bern Freiburg Wallis.

Auch Schweizer Fernsehen schauen wir ab und zu mithilfe einer speziellen sat-access-Abonnementskarte für das TV-Gerät. Wenn es nicht gerade regnet und stürmt, funktioniert das bestens und wir können vergleichen, welche aktuellen Informationen und Ereignisse den Redaktionen der SRF-Tagesschau und des Téléjournal auf France2 berichtenswert scheinen.

Die Schweiz ist in Frankreich medial selten ein Thema. Hin und wieder wundern sich unsere Freunde, worüber in Helvetien abgestimmt wird und wir müssen ihnen das schweizerische Politsystem mit all seinen Vor- und Nachteilen erklären. Zum Beispiel, dass demnächst darüber abgestimmt wird, ob durch Aufhebung der Gebührenpflicht die für ausgewogene Information zuständige schweizerische Radio und Fernsehgesellschaft liquidiert werden soll. Und dass damit das Herzstück des Service publique, Minderheitenschutz, Mehrsprachigkeit und Solidarität geopfert würde auf dem Altar einiger superreichen Egoisten, einer populistischen Partei und der verlogenen Propaganda eines Gewerbeverbandsdirektors. Für uns Auslandschweizer würde mit der Annahme der No-Billag-Initiative ein wichtiger Draht in die Heimat gekappt, für die schweizerische Demokratie gar die wichtigste Plattform für den nationalen Zusammenhalt zerstört! Die SVP möchte offenbar die schweizerische Eidgenossenschaft definitiv zu einer Aktiengesellschaft oder GmbH machen!

Ruedi und Stephanie Baumann

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Die Vierte Gewalt

Posted in Politik by ruedibaumann on Februar 8, 2018

Gestern an der Filmpremière in Bern:

Ein wichtiger Film zur richtigen Zeit! Unbedingt anschauen und weiterempfehlen!

Trinkwasserinitiative eingereicht!

Posted in Politik by ruedibaumann on Januar 18, 2018
SCHWEIZ ⋅ Die Trinkwasser-Initiative ist am Donnerstag mit 114’420 Unterschriften in Bern eingereicht worden. Sie fordert, dass nur noch Landwirtschaftsbetriebe Subventionen erhalten, die auf den Einsatz von Pestiziden und vorbeugend verabreichte Antibiotika verzichten.
18. Januar 2018, 13:00
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Gemäss dem Initiativtext soll das bäuerliche Einkommen nur noch unter der Voraussetzung eines ökologischen Leistungsnachweises durch Direktzahlungen ergänzt werden. Dieser umfasst die Erhaltung der Biodiversität, eine pestizidfreie Produktion und einen Tierbestand, der mit dem auf dem Betrieb produzierten Futter ernährt werden kann.

Landwirtschaftsbetriebe, die Antibotika in der Tierhaltung prophylaktisch einsetzen und deren Produktionssystem einen regelmässigen Einsatz von Antibiotika nötig macht, sollen ebenfalls von Direktzahlungen ausgeschlossen werden.

Auch die landwirtschaftliche Forschung, Beratung und Ausbildung sowie Investitionshilfen sollen nur noch mit Bundesgeldern unterstützt werden, wenn sie einen wirksamen Beitrag an eine konsequent nachhaltige Landwirtschaft leisten.

Es eilt gemäss den Initianten

Das Volksbegehren ist nach Einschätzung der Initianten, des Vereins „Sauberes Wasser für alle“ dringlich. Denn der intensive Einsatz von Pestiziden, Antibiotika und riesigen Mengen an importierten Futtermitteln in der Landwirtschaft verschmutze die Gewässer und das Trinkwasser, zerstöre die Biodiversität, belaste die Böden und fördere die Entstehung der antibiotikaresistenten Bakterien.

Seit 1996 investiere die Schweizer Bevölkerung jährlich Milliarden dafür, dass die Schweizer Landwirtschaft nachhaltiger werde. Die Bevölkerung vertraue dabei den Behörden, dass ihr Steuergeld auch in diesem Sinn investiert werde.

Doch die Realität sehe anders aus, schreiben die Initianten: Fast drei von vier Grundwassermessstellen im landwirtschaftlich intensiv genutzten Mittelland wiesen Pestizidrückstände auf in Konzentrationen über dem gesetzlichen Anforderungswert.

Trinkwasser gefährdet

Noch gravierender sei die Pestizidbelastung von Oberflächengewässern. Hauptquelle der Belastungen sei die Landwirtschaft, schreiben die Initianten.

Statt die Umweltbelastungen gesetzeskonform zu beseitigen, toleriere und fördere der Bund seit Jahren Gesetzesverstösse. Statt das Problem des hohen Pestizideinsatzes zu lösen, erhöhe der Bundesrat die gesetzlichen Grenzwerte für die meisten Pestizide und gefährde damit das Trinkwasser.

Das Initiativkomitee weist auch auf das Problem der stark überhöhten Nutztierbestände hin, deren Haltung nur durch enorme Futtermittelimporte möglich sei. Trotz Einführung des ökologischen Leistungsnachweises 1996 sei die Einfuhr von Futtermitteln von 263’000 Tonnen auf über 1,1 Millionen Tonnen gestiegen. So würden 50 Prozent des Fleisches und sogar 70 Prozent der Eier und Poulets mit Importfutter hergestellt.

Durch die intensive Tierhaltung entstehe das Umweltgift Ammoniak, das zu Überdüngung von Gewässern, Mooren und Wäldern führe und die Lungen der Menschen belaste. Die Schweiz als Alpenland weise europaweit die zweithöchsten Ammoniakemissionen auf.

Förderung von Antibiotikaresistenzen

Zu den grössten Bedrohung für die Gesundheit der Bevölkerung zählten jedoch die antibiotikaresistenten Bakterien. Trotzdem werde und dürfe in der Schweizer Nutztierhaltung weiterhin prophylaktisch Antibiotika eingesetzt werden.

Mit der Teilrevision der Tierarzneimittelverordnung vom 1. April 2016 sei nur eine Einschränkung der Abgabe von Antibiotika auf Vorrat eingeführt worden, jedoch kein Verbot eines prophylaktischen Antibiotikaeinsatzes.

Zu den Unterstützern der Initiative zählen der Verein „Sauberes Trinkwasser für alle“ Einzelpersonen und auch mehrere Umwelt-, Naturschutz- und Tierschutzorganisationen. Unter diesen sind Greenpeace Schweiz, BirdLife Schweiz, der Fischerei-Verband, die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, Tier im Fokus und Swissveg. Die Unterschriftensammlung unterstützt hat auch Pro Natura. (sda)

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