AUSWANDERERBLOG

Im schönsten Wiesengrunde…

Posted in Bauernland by ruedibaumann on Mai 4, 2020

Vor dem Heuet…

 

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Pablo Neruda

Posted in Literatur, Politik by ruedibaumann on Mai 2, 2020

Ich habe in den letzten Tagen die Memoiren von Pablo_Neruda „Ich bekenne ich habe gelebt“ wiedergelesen.

Ein beeindruckendes Leben!

Ich erinnere mich an den Film „Il Postino“, an die Kontroversen um seine Ode an Stalin, an den Streit um seine Todesursache und um den Missbrauch einer Frau.  Pablo Neruda wurde 1971 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet. Seine Dichtung hat oder hatte in Chile Kultstatus. Er wurde verehrt und gehasst.

„Die Jahre vergehen. Man verbraucht sich, gedeiht, leidet und geniesst. Die Jahre nehmen und bringen einem das Leben. Die Abschiede werden häufiger, die Freunde kommen ins Gefängnis, werden wieder entlassen, sie fahren nach Europa, kehren zurück oder sterben einfach“.

(Textauszug, diktiert kurz vor seinem Tode 1973)

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Unwetter

Posted in Agrikultur, Uncategorized by ruedibaumann on April 28, 2020

Ich weiss, die Schweizer Berufskollegen plangen seit Wochen auf  etwas Regen. Wir hatten gestern gerade etwas zuviel davon! Eben hatten wir mit der Sojasaat auf unsern grossen,  fein säuberlich vorbereiteten Feldern begonnen, als  sich ein schweres Gewittter zusammenbraute. 52 mm Niederschlag innert kürzester Zeit, was zu Gräben und Überschwemmungen führte…ein Desaster!

So präsentieren sich unsere Felder heute Morgen:

 

Das isch haut buuret!

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16 Stunden rotieren…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 26, 2020

Mit der Herse rotative (zu deutsch: Kreiselegge) bereite ich das Saatbeet für die Sojasamen vor… 16 Stunden lang mit Radiobegleitung (France Culture, France Inter, Sudradio) in der Traktorenkabine.

 

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Heuverkauf

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 24, 2020

Unser zertifiziertes Naturwiesenheu vom letzten Jahr ist endlich verkauft.  70 Euro pro Tonne. In der Schweiz ist der Heupreis fünfmal höher!

 

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Dunkle Wolken…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 22, 2020

… und anschliessend Regen (42 mm)! Petrus meint es gut mit uns und den Pflanzen!

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Patriotismus

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on April 21, 2020

Wenn ich in einem Anflug von Patriotismus einen Schweizertschäppu aufsetze, dann meinen die Leute hier, ich sei ein Sanitäter des Roten Kreuzes…. Heikel in Coronazeiten, habe ich doch meinen letzen Erste-Hilfe-Kurs vor mehr als vierzig Jahren gemacht 🤪

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Auch

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on April 20, 2020

Unsere Hauptstadt während der Ausgangssperre…

 

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Raritäten

Posted in Orchideen by ruedibaumann on April 19, 2020
Orchis simia var. albiflora am 10. am 14. und am 18. April
Orchidophile sind immer auf der Suche nach seltenen Farb- oder Formanomalien. In diesem Jahr ist in unseren Wiesen unter Hunderten Orchis simia nur gerade ein einziges Exemplar hypochrom = Die Blüten sind weiss statt rosa. Wären auch noch die Blätter und der Stengel weiss, würde man von Albinismus sprechen.
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am 14. April, im Hintergrund ein „normales“, rosarotes Affen-Knabenkraut
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am 18. April
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In früheren Jahren wuchsen in unsern Wiesen immer einige weisse Orchis purpurea. Die sind leider inzwischen alle verschwunden. In diesem Jahr haben wir bisher unter ca. tausend Purpur-Orchideen keine einzige Farbanomalie entdeckt – und auch keine Formanomalie. Rückkehr zur „Normalität“?
April 2016
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Zweisiedlerdasein

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on April 18, 2020

Text im heutigen Bieler Tagblatt

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Zweisiedlerdasein

«Dieses Virus bringt ja einiges durcheinander! Das einzig Gute ist, dass man viel Zeit zum Lesen und Schreiben hat. Wir nehmen an, dass Ihr auch schwierige Zeiten durchmacht. Wie geht es euch?»

So haben wir in den letzten Wochen vielen Freunden geschrieben.

Ende Februar/Anfang März waren wir noch in der Schweiz zum Grosskinder und Kühe hüten. Zehn Tage litten wir an einer hartnäckigen Grippe, obwohl wir gegen die normale Influenza geimpft sind. Kein Wunder, wenn man fünf Enkelkindern mit Schnudernasen betreut. Es wäre natürlich schön, wenn das schon Corona gewesen und wir als „vulnerable, betagte Risikopersonen“ jetzt immun wären.

Nach dem Abbruch der Nationalratssession und den Schulschliessungen sind wir am Montag 16. März nach Frankreich zurückgereist, weil unsere französischen Freunde uns über Gerüchte einer bevorstehenden Ausgangsperre informierten. Gerade rechtzeitig konnten wir noch problemlos die Grenze passieren, bevor Macron das confinement mit martialischen Worten verkündete: «C’est la guerre!» Seither ist Ausgangsperre! Schulen, Restaurants und fast alle Betriebe sind bis am 11. Mai geschlossen. Man darf das Haus nur kurz aus streng definierten Gründen und ausgerüstet mit einem offiziellen Formular verlassen. Spazieren ist für eine Stunde im Umkreis von einem Kilometer erlaubt.

Mit 70 Hektaren Umschwung sind wir da doch sehr privilegiert! Wir können zeitlich unbegrenzt im Garten und auf den Feldern werkeln. Nur die zahlreichen angekündigten Besucher mussten sich leider wieder abmelden. Gesehen haben wir auf unserem Hof in den letzten Wochen nur gerade zwei Gendarmen, die sich freundlich nach unserm Befinden erkundigten. Die Nachbarn haben sich telefonisch anerboten, uns „vulnerablen Risikopersonen“ die Einkäufe zu besorgen. Das wollen wir aber so lange wie möglich selber machen, ist es doch die einzige Möglichkeit, ab und zu andere Gesichter zu sehen und ein paar Worte zu wechseln. Gespräche über den Gartenhag sind ja nicht möglich, da das nächste Haus mehr als einen Kilometer entfernt ist. Die Detailgeschäfte und der Wochenmarkt sind noch offen, natürlich mit den üblichen Abstandsvorschriften und Vorsichtsmassnahmen. Wir reduzieren solche Ausflüge auf ein Minimum und essen lieber den Salat aus dem Garten sowie Reh und Wildschwein aus dem Tiefkühler. Stephanie macht täglich ihre Orchideentouren und unterhält auf Orchideenforen im Internet die Orchidophilen, welche keine Naturwiesen vor der Haustüre haben und jetzt ausgerechnet in der Hochsaison der Orchideenblühte auf ihre Ausflüge verzichten müssen. Ruedi will noch 16 Hektaren Bio-Soja säen. Nur holzen darf er zurzeit nicht, weil zu unfallträchtig. Für die Kommunikation mit der chambre d’agriculture mussten wir eine entsprechende Konferenzsoftware herunterladen. Druckerpatronen online zu bestellen dauert. In den letzten vier Wochen kam unsere sympathische Briefträgerin nur noch zweimal vorbei. Wir erfahren die Neuigkeiten aus aller Welt über online-Zeitungen, Radio und TV. Wenn hin und wieder das Internet ausfällt, merken wir schmerzlich, wie systemrelevant die elektronischen Medien inzwischen sind.

Natürlich vermissen wir Familie und Freunde in der Schweiz. Ein Nachtessen mit dem Compi auf dem Esstisch und Skypeverbindung mit den Enkel*innen ist gewöhnungsbedürftig.

 «Wir hoffen, euch geht es auch gut!

Herzliche Grüsse, ein gutes Immunsystem und blybet gsung!»

Ruedi und Stephanie Baumann

Südwest-Frankreich

 

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