ECOCERT
Ecocert http://www.ecocert.com ist eine weltweit tätige, unabhängige Kontroll- und Zertifizierungsorganisation für den Biolandbau. Ihren Hauptsitz hat Ecocert ganz hier in der Nähe in einem erst kürzlich fertiggestellen Positiv-Energie-Bürohaus (Holzbau für 170 Arbeitsplätze).
Wir haben uns vertraglich verpflichtet, uns regelmässig durch Ecocert-TechnikerInnen kontrollieren zu lassen. Unsere Produkte werden entsprechend durch Ecoert zertifiziert damit wir das europäische Biolabel verwenden dürfen.
Jedes Jahr ist mindestens eine ordentliche Biokontrolle vorgesehen, bei der Felder, Produkte, Hilfsstoffe, Tiere, Ställe und Papiere (!) akribisch kontrolliert werden. Daneben finden auch spontane, unangemeldete Kontrollbesuche statt.
Heute hatten wir einen unangemeldeten Besuch von unserem Ecocert-Kontrolleur: Alles in bester Ordnung! Das ist weiter nicht erstaunlich (ich hatte noch nie Beanstandungen!), weil wir einen verhältnismässig einfachen Ackerbaubetrieb haben und damit keine Ställe und keine Tierdatenbank. Zudem verzichten wir auf sämtliche Hilfsstoffe, kaufen nur zertifiziertes Biosaatgut und machen nur Gründüngung! So kann man nicht viel falsch machen… Allerdings riskiert man damit auch hin und wieder grössere Produktionsausfälle.
La Oueyte
Unser Solarhof von Süden aus gesehen…
Wir produzieren auf 70 Hektaren:
Energie, Warmwasser, Holz…
Brotgetreide, Futtergetreide, Sonnenblumenöl, Bohnen…
Luzerneheu, Oekoheu…
Wein, Obst und Gemüse…
… alles in Bioqualität
Wir freuen uns an der pflanzlichen Artenvielfalt: 28 verschiedene wilde Orchideenarten, Eichenwälder, Hecken, Bachläufe, Teiche…
und einen ansehnlichen Wildtierbestand (Rehe, Wildschweine, Hasen und Füchse und Dachse…)
und seltene Vogelarten (Eulen, Kiebitze, Eichehäher, Raubvögel, Fasane, Rebhühner…).
(Fast) alles was das Herz begehrt!
Unkrautkur
Ab 3-Blatt-Stadium des Getreides beginnen die Unkrautkuren im Biolandbau. Anstelle von chemischen Herbiziden wird die auflaufende Weizensaat gestriegelt. Diese Prozedur erfordert etwas Fingerspitzengefühl und geeignete äussere Bedingungen (Wetter, Bodenfeuchtigkeit, Saattiefe usw.).
Das Ziel ist das noch sehr kleine Unkraut (Beikraut) „im Keime zu ersticken“ bzw. zu dezimieren und dabei die Kulturpflanze (hier Brotweizen) nicht zu stark zu schädigen…
Diese „Kuren“ werden im Laufe der Monate (bis zum Ährenschieben) je nach Bedarf 4 bis 5 mall wiederholt.
Eichen
Eichen sind insbesondere an ihrer Frucht, der Eichel, zu erkennen und in den einzelnen Arten zu unterscheiden. Die Eichel ist eine Nussfrucht. Sie reifen im ersten oder zweiten Jahr nach der Bestäubung. Jede Nussfrucht ist von einem Fruchtbecher eingeschlossen, der Cupula genannt wird.
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 12. (aus http://de.wikipedia.org/wiki/Eichen)
Die Eicheln auf unserer Hofzufahrt bilden inzwischen ein richtiges „Rollfeld“. Ich schätze, dass es allein auf unserer Ferme hundert verschiedene Eichen-Arten gibt. Die Natur ist verschwenderisch! Und die (Wild-) Schweine freuts!
Drainage
Um das Dachwasser der Maschinenhalle abzuführen, habe ich mich entschlossen, statt einen Dachkännel zu montieren nur eine Drainageleitung vor das Gebäude zu legen (schliesslich regnet es hier nicht so oft und so viel wie in der Schweiz… 😉
Blind striegeln
Die mechanische Unkrautbekämpfung im Biolandbau erfolgt mit Hacken und Striegeln. Gehackt wird zwischen den Kulturpflanzenreihen. Gestriegelt wird über das ganze Feld, also auch über die Kulturpflanzen. Von „blind striegeln“ spricht man, wenn die Unkrautbekämpfung noch vor dem Keimen der Kultur beginnt, also drei bis vier Tage nach der Saat.
Schöne Arbeit in einer schönen Landschaft…
am Morgen…
… am Mittag
… und am Abend.
Nomen est omen
Mein Familienname Baumann bedeutet Sämann…
… und der Name ist Programm…
… von früh bis spät habe ich die ganze Woche gesät
… und gesät.
Nomen est omen
Sag ich’s doch!
Manchmal ist es ein Geknorze…
Weil die Bigbags immer grösser werden, habe ich mich dieses Jahr für Saatgut in Kleinsäcken (25 kg) entschieden. Das heisst 200 mal Sack buggeln… Immerhin kann ich mir damit das Fittnessstudio ersparen!
Die Gerstenkörner sind bekanntlich begrannt. Obwohl ich zertifiziertes Bio-Saatgut von Agri-Bio verwende, führen eben diese einzelnen Grannen dazu, dass bei der pneumatische Sämaschine einzelne Rohre immer wieder verstopfen. Das ist sehr ärgerlich und die Schäden lassen sich erst beim Auflaufen des Getreides richtig abschätzen.
Pech und Pannen an der Tagesordnung: Pneuschaden, Keilriemen defekt, Lagerüberhitzung…
Es kann nur besser werden…




















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