Waldwege pfaden
Die wenig benutzten Wanderwege haben die Tendenz, innert kurzer Zeit wieder zuzuwachsen. Diverse Ginsterarten, Brombeeren, meterhohe Gräser versperren die Waldwege, wenn man nicht alle zwei drei Jahre entbuscht.
Vorher…
Einsatz von Motorsäge, Heckenschere, Broyeur…, auf dass die Orchideen wieder spriessen!
Nachher…
Schon wieder auf dem Feld…
Sobald der Boden genügend abgetrocknet ist beginne ich schon wieder mit der mechanischen Unkrautbekämpfung. Mit dem österreichischen Hackstriegel Hatzenbichler habe ich eine grosse Flächenleistung (3 Stunden für 25 ha). Allerdings ist es nördlich der Hecken und Waldränder noch zu nass…
Direktzahlungen nach Schweizerart
Die Online-Formulare der „neuen“ Agrarpolitik in der Schweiz ermöglichen es allen Landwirten, ihren „Bundeslohn“ im voraus zu berechnen. Da ist es für uns natürlich verlockend, auszurechnen, wieviel Direktzahlungen wir erhalten würden, wenn unser Hof diesseits der Grenze wäre…
Die Basisdaten unserer Ferme in Frankreich lauten wie folgt:
Landwirtschaftliche Nutzfläche 70 ha, davon
Getreide 25 ha, Luzerne 20 ha, Blumenwiesen 15 ha, Hecken, Waldweide 10 ha
3 Teiche mit Pufferzonen, 2 Bachläufe 4 km, 24 Nussbäume, 10 markante Einzelbäume (Eichen)
Die Berechnung der landwirtschaftlichen Direktzahlungen nach Schweizerart ergibt folgende Resultate (in Schweizerfranken):
Versorgungssicherheitsbeiträge 50’500
Biodiversitätsbeiträge 120’000
Landschaftsqualitätsbeiträge 28’300
Produktionssystembeiträge 39’000
Übergangsbeitrag 80’250
Total Direktzahlungen und Beiträge 2014 318’050
Über die sogenannten Standartarbeitskräfte (SAK) wird der Direktzahlungsbeitrag pro theoretisch erforderlichen Arbeitskraft auf 70’000 sfr. reduziert. Für unseren Betrieb rechnet das Programm mit 3.13 Standartarbeitskräften. Daraus würde sich ein minimaler Direktzahlungsbeitrag von 219’100 sfr. ergeben. Allerdings wären auch weitere „Optimierungen“ gegen oben mit Kulturlandschafts- und Hangbeiträgen möglich.
Zum Vergleich: In Frankreich erhalten wir umgerechnet 11’760 sfr. Direktzahlungen. Ich bewirtschafte den Betrieb allein, also mit etwas weniger als einer Arbeitskraft….
Jetzt weiss ich, warum die (grossen) Schweizer Bauern um nichts in der Welt in die EU wollen!
Wald in Frankreich
Rund 30% der Gesamtfläche Frankreichs (0hne Überseegebiete) sind mit Wald bedeckt. Etwa 2/3 sind Laubbäume, 1/3 Nadelbäume. Die wichtigste Baumart (wie könnte es anders sein) ist die Eiche (über 20%).
Besitzverhältnisse: Der Privatwald macht 3/4 der Waldfläche aus und ist sehr stark parzelliert, was die Bewirtschaftung sehr erschwert. Frankreich muss Holz improtieren.
Wie in der Schweiz nimmt die Waldfläche Frankreichs laufend zu (jährlich um etwa 1-2%!).
Die grünen Flächen sind Wald
In unserer Gegend (Gers) sieht das von oben so aus (die dunkelgrünen Flächen sind Wald oder Waldweiden).
Im Gegensatz zur Schweiz ist das Waldareal nicht parzellengenau abgegrenzt und geschützt. Rodungen und Bauten im Wald sind möglich. Selbst auf unserem Betrieb ist der Übergang von Feldgehölz, Hecke, Waldweide, Wald, fliessend. Als eigentlichen Wald (Eichen und Platanen) würde ich etwa 10 bis 15 ha bezeichnen.





















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