La Marsellaise
Als Dank für die Gratulationsmails zu unserer Einbürgerung in Frankreich singt Mireille Mathieu die Marseillaise! Man darf mitsingen!
Française et Français!
Nous sommes Français et Française!

Le Sous-Directeur des Naturalisations de la Direction de la population et des migrations du Ministère de l’imigration, de l’intégration, de l’identité nationale et du codéveloppement de la République Française vient de nous écrire:
„J’ai le plaisir de vous faire savoir que vous êtes Français/Française depuis le 10/08/2007.“
Damit sind wir nicht nur Französin und Franzose sondern endlich auch Bürgerin und Bürger der Europäischen Union!
Merci beaucoup, herzlichen Dank, wir freuen uns!
Steigende Preise wegen Klimawandel
Der kühle und nasse Sommer hat in Frankreich zu einer insgesamt schlechten Getreideernte geführt. Die Wetterbedingungen waren ideal für Pilzkrankheiten und haben entsprechend auf die Weizenerträge gedrückt (66,5 quintaux de blé par hectare, 3 quintaux de moins qu’en 2006). Frankreich ist weltweit der fünftgrösste Getreideproduzent.
Aber auch in anderen getreideproduzierenden Ländern herschten schlechte Wetterbedingungen, wie beispielsweise die extreme Trockenheit in Australien und in der Ukraine, und haben die Erträge einbrechen lassen.
Auf der anderen Seite nimmt der Verbrauch zu: Biotreibstoffe (Aethanol) und die Verwertung über Tiermägen (Milch und Fleisch) haben zwar einen sehr schlechten Wirkungsgrad aber erhöhen die Nachfrage.
Dazu kommt, dass sich auch in Indien und China dank steigendem Wohlstand die Ernährungsgewohnheiten ändern, was ebenfalls zu einem vermehrten Getreidekonsum führt.
Das Resultat all dieser Faktoren ist relativ dramatisch: seit 2004 ist der weltweite Weizenkonsum höher als die Produktion und die Weltvorräte waren seit 28 Jahren noch nie so tief!
Diese Entwicklung hat die Weltmarktpreise explodieren lassen: innerhalb eines Jahres sind sie um 86% angestiegen!
Auch wenn die Rohstoffkosten (Produzentenpreis für Weizen) im Brotpreis nur wenige Prozente ausmachen, scheint sich jetzt weltweit eine Spirale zu höheren Nahrungsmittelpreisen zu drehen (teureres Getreide, teureres Viehfutter, teurere Milch, teurere Milchprodukte usw.).
In der EU wird in den nächsten Tagen darüber beraten, ob die zwingenden Stillegungsflächen (10% der einzelnen Betriebsfläche müssen nicht zuletzt aus Naturschutzgründen Brachflächen sein) aufgehoben werden sollen!
Auch wenn man sich als Bio-Getreideproduzent grundsätzlich über höhere Getreidepreise freut, bin ich nicht sicher, ob die Entwicklung nicht mehr Schaden als Nutzen bringt.
Affaire à suivre!
Outre-mer
Bekanntlich war Frankreich eine Kolonialmacht. Dieser nicht immer ruhmreichen Vergangenheit ist es zuzuschreiben, dass heute noch eine Anzahl Territorien und Inseln verstreut auf dem ganzen Planeten zu Frankreich gehören: die sogenanten DOM-TOM (Départements Outre-Mer, Territoires Outre-Mer) .
Im Einzelnen sind dies:
La Guadeloupe
La Guyane
La Martinique
La Réunion
Nouvelle Calédonie
Polynésie Française
Mayotte
St-Pierre et Miquelon
Wallis et Futuna
TAAF
Im französischen Outre-mer wohnen insgesamt rund etwas mehr als zwei Millionen Menschen. Auf der Site des Ministerums Outre-mer sind die einzelnen Inseln und Regionen geografisch, geschichtlich und kulturell näher beschrieben.
Dank diesen fernen Inseln nimmt die Bevölkerung Frankreichs regen Anteil am Lauf der Dinge in anderen Weltgegenden. Dieser Tage hat der Hurrikan Dean auf der Inselgruppe Guadeloupe und Martinique grosse Schäden angerichtet und die Bananenplantagen fast vollständig zerstört. Der zuständige Minister für les DOM-TOM orientiert zurzeit auf Radio France Inter, was das Mutterland zur Zeit für Hilfsmassnahmen getroffen hat.
Die Inseln sind beliebte Tourismus Destinationen für die Franzosen.
Bei Wahlen und Abstimmungen wird das Datum für die Karibik wegen der Zeitverschiebung jeweils um einen Tag vorverlegt. Die Inselgruppen sind natürlich auch relativ offen für Migrationsströme und allen damit verbundenen Problemen.
Blochers Volch
Ich gehöre nicht zu Blochers Volch, schliesslich bin ich „Ausländer“, Auslandschweizer und bald Doppelbürger, etwas das es nach Meinung der SVP bald nicht mehr geben darf.
Ihr Anführer hat am Wochenende wieder einmal gesagt, wer die freie Schweiz bedroht: nicht nur die EU sondern neuerdings auch das unsägliche Völkerrecht habe dazu geführt, dass die rechte Schweiz so geknechtet werde….. Das Völkerrecht werde von Landvögten geschaffen und nicht von seinem Volch, und Gesetze sollen nur gelten wenn sie von seinen Mannen erlassen werden, dozierte der SVP-Feldherr.
Nach Meinung des Säulenheiligen vom Herrliberg sind zur Zeit die juristisch gebildeten Völkerrechtler die schlimmen Übeltäter, die liessen ihn nicht richtig schalten und walten zu Gunsten der freien Schweiz!
Früher war die Classe politique für alles Schlechte verantwortlich, aber das passt jetzt nicht mehr so gut, schliesslich gehört man ja selber dazu…
Seine Jünger haben jetzt einen Vertrag mit dem Volch unterschrieben. Höflinge, Knechte, Kompagniekälber und andere Zukurzgekommene haben jetzt endlich richtiges Volksrecht erlassen: EU nie, Ausländer raus und Steuern runter. Endlich eine richtige Verfassung, erlassen von Blochers Volch für alle Übrigen und für alle Zeiten!
Hat da jemand gesagt das sei Wahlkampfgeschwätz?
Dreschen wie annodazumal…
Battage à l’ancienne heisst ein jährliches Fest hier in Auterrive. Dabei wird mit bald hundertjährigen Maschinen Getreide geerntet (Bindemäher, Lieusen) und auch mit alten Dreschmaschinen gedroschen. Als Zugkräfte werden wieder alte Ochsengespanne oder alte, eisenbereifte Traktoren eingesetzt. Daneben, toute la journée, exposition de materiel ancien. Unter den Pappeln, am Ufer des Gers wird natürlich auch ausgiebig getafelt (Repas des battusaires sous la peupleraie). Im Holzofen wird Brot gebacken, es gibt Grillades und Folklore gascon.
Retrouvez la vie d’autrefois tout un week-end!
Schmetterlinge gegen Schattenspender
Unsere schattenspendenden Katanienbäume auf dem Hausplatz haben leider bereits alle Blätter verloren. Schuld daran ist ein Schmetterling, genauer gesagt das Insekt im Raupenstadium eines Schmetterlings, des Cameraria ohridella.
Seit neun Jahren verbreitet sich nun dieser Schädling, urprünglich aus Mazedonien stammend, explosionsartig über ganz Frankreich und lässt die Kastanienblätter vorzeitig fallen, so dass es bereits im August wie im Herbst aussieht.
Wie das INRA (Institut national de recherche agronomique) bekanntgibt, ist die beste Bekämpfungsmethode das Verbrennen der Kastanienlaubs. Die trockenheitsresitenten Kastanienbäume selber würden in der Regel die Schädlingsattacken überstehen.
Also darf ich wieder mal hemmungslos Laubfeuer machen wie früher beim Kartoffelstauden verbrennen…… (hier natürlich nur nach einem Gewitterregen, wegen der Waldbrandgefahr!).
Mehr über die Rosskastanien-Miniermotte
Auslandschweizerwahlen
Es ist geradezu rührend wie sich zur Zeit gewisse Parteien in der Schweiz um die Auslandschweizer kümmern. Fast alle Parteien haben auf ihre Wahllisten für die Nationalratswahlen im Oktober ein oder mehrere Kandidaten (meines Wissens keine Kandidatinnen) aufgenommen. Selbstverständlich haben diese tapferen Männer keine Wahlchancen… aber schliesslich geht es ja auch nicht darum. Es geht nur darum, von der wachsenden Zahl von AuslandschweizerInnen (zur Zeit etwa 650 000 Personen) möglichst viele Stimmen zu sammeln. Allerdings sind nur 110 000 Schweizerinen und Schweizer bei den Kantonen registriert und damit überhaupt wahlberechtigt.
6O% der AuslandschweizerInnen wohnen im EU-Raum, 70% sind DoppelbürgerInnen.
Da erstaunt es dann schon einigermassen, dass beispielsweise die SVP im Auslandschweizermagazin ausgerechnet damit wirbt, dass sie gegen den EU-Beitritt sei und den Status der Doppelbürger abschaffen will!
Das wirklich Einzige was uns hier in Frankreich Vorteile bringen und unser berufliches Leben erleichtern würde, wäre gerade dieser EU-Beitritt…. Dazu fällt mir nur ein: Nur die allergrössten…. Sie wissen schon wies weitergeht.
Übrigens, ich war von 2001 bis 2003 der erste Auslandschweizernationalrat. Meistens sind es eben die Grünen, die der Zeit etwas voraus sind…
Steinreich
Nicht ich, aber der Hof La Oueyte ist steinreich. Obwohl ich jedes Jahr tonnenweise Steine zusammenlese hat es immer wieder neue. Ich frage mich, wo diese Steine immer herkommen.
Aufgeschichtet zu Kunstwerken – das sind nicht nur Steinhaufen! – zeugen sie von meiner Sysiphusarbeit….
Trotz der ETH-Bachschen-Bodenvolumen-Theorie (Kommentar Ueli) habe ich heute morgen noch einmal ein Fuder zusammengelesen…









leave a comment