AUSWANDERERBLOG

Française et Français!

Posted in Politik by ruedibaumann on August 21, 2007

Nous sommes Français et Française!


Le Sous-Directeur des Naturalisations de la Direction de la population et des migrations du Ministère de l’imigration, de l’intégration, de l’identité nationale et du codéveloppement de la République Française vient de nous écrire:

„J’ai le plaisir de vous faire savoir que vous êtes Français/Française depuis le 10/08/2007.“

Damit sind wir nicht nur Französin und Franzose sondern endlich auch Bürgerin und Bürger der Europäischen Union!

Merci beaucoup, herzlichen Dank, wir freuen uns!

Steigende Preise wegen Klimawandel

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on August 21, 2007

Der kühle und nasse Sommer hat in Frankreich zu einer insgesamt schlechten Getreideernte geführt. Die Wetterbedingungen waren ideal für Pilzkrankheiten und haben entsprechend auf die Weizenerträge gedrückt (66,5 quintaux de blé par hectare, 3 quintaux de moins qu’en 2006). Frankreich ist weltweit der fünftgrösste Getreideproduzent.

Aber auch in anderen getreideproduzierenden Ländern herschten schlechte Wetterbedingungen, wie beispielsweise die extreme Trockenheit in Australien und in der Ukraine, und haben die Erträge einbrechen lassen.

Auf der anderen Seite nimmt der Verbrauch zu: Biotreibstoffe (Aethanol) und die Verwertung über Tiermägen (Milch und Fleisch) haben zwar einen sehr schlechten Wirkungsgrad aber erhöhen die Nachfrage.
Dazu kommt, dass sich auch in Indien und China dank steigendem Wohlstand die Ernährungsgewohnheiten ändern, was ebenfalls zu einem vermehrten Getreidekonsum führt.

Das Resultat all dieser Faktoren ist relativ dramatisch: seit 2004 ist der weltweite Weizenkonsum höher als die Produktion und die Weltvorräte waren seit 28 Jahren noch nie so tief!

Diese Entwicklung hat die Weltmarktpreise explodieren lassen: innerhalb eines Jahres sind sie um 86% angestiegen!

Auch wenn die Rohstoffkosten (Produzentenpreis für Weizen) im Brotpreis nur wenige Prozente ausmachen, scheint sich jetzt weltweit eine Spirale zu höheren Nahrungsmittelpreisen zu drehen (teureres Getreide, teureres Viehfutter, teurere Milch, teurere Milchprodukte usw.).

In der EU wird in den nächsten Tagen darüber beraten, ob die zwingenden Stillegungsflächen (10% der einzelnen Betriebsfläche müssen nicht zuletzt aus Naturschutzgründen Brachflächen sein) aufgehoben werden sollen!

Auch wenn man sich als Bio-Getreideproduzent grundsätzlich über höhere Getreidepreise freut, bin ich nicht sicher, ob die Entwicklung nicht mehr Schaden als Nutzen bringt.

Affaire à suivre!

Landschaft im Gers, französische Kornkammer