AUSWANDERERBLOG

Über die Arbeit

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on August 27, 2007

Ich geniesse die Freiheit zu arbeiten wann und wie ich will. Ich bin gerne am morgen früh oder abends spät auf dem Feld. Die Sonnenaufgänge hier im Südwesten sind unbeschreiblich…. douce France! Oder am Abend der langsame Sonnenuntergang, kitschig rote Wolkenstreifen, die Sonne ein Feuerball, davor die Siluette einer frei stehenden schwarzen Eiche… sagenhaft!
Der herrliche Geruch der bearbeiteten Erde, scheue Rehe am Waldrand, nervöse Rebhühner, hin und wieder ein stolzer Fasan, manchmal weidende Wildschweine, majestätisch kreisende Raubvögel…. wer hat schon so einen phantastischen Arbeitsplatz?

Ich erlaube mir auch am Sonntag zu arbeiten weil ich niemand störe. Die nächste Ferme ist kilometer weit entfernt.

Wir haben darauf gehofft, einen stillgelegten Nachbarhof noch zuzupachten. Leider hat sich die zuständige Erbengeneinschaft entschieden, den 50-Hektaren-Hof vorläufig nicht zu verpachten. Schade!

Mit unseren rund 70 Hektaren bin ich als Cerealier arbeitsmässig nicht ausgelastet. Klar, alles ist eine Frage der Organisation. Wir könnten mehr Gemüse, mehr Reben, mehr Obstbäume usw. pflanzen. Aber schliesslich arbeiten wir ja um zu leben und wir leben ja nicht nur um zu arbeiten!

Bild Kilian Baumann/ Bettina Roder