AUSWANDERERBLOG

Europäische Menschenrechtskonvention

Posted in Politik by ruedibaumann on November 21, 2014

Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) ist so etwas wie die Grundlage unserer Zivilisation. Sie enthält die Grundsätze unserer rechtsstaatlichen, freiheitlichen Rechtsordnung.

Dazu gehören:

Menschenwürde
Geltung der Rechte für alle Menschen in allen Ländern und Gebieten, unabhängig von ihrer internationalen Stellung
Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit
Verbot der Sklaverei oder Leibeigenschaft
Verbot der Folter oder grausamer, unmenschlicher Behandlung
Anspruch auf Anerkennung als Rechtsperson
Gleichheit vor dem Gesetz
Anspruch auf Rechtsschutz
Verbot der willkürlichen Verhaftung oder Ausweisung
Anspruch auf öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen Rechtsverfahren
Rechtsstaatliche Garantien: Unschuldsvermutung, keine Strafe ohne Gesetz
Schutz der Privatsphäre
Recht auf Freizügigkeit (national und übernational)
Asylrecht
Recht auf Staatsangehörigkeit
Recht auf Eheschließung, Schutz der Familie
Recht auf Eigentum
Religionsfreiheit
Recht der freien Meinungsäußerung
Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit

Alle europäischen Staaten haben diese Konvention unterschrieben und sind Mitglied der EMRK. Ausgetreten war  in den siebziger Jahren vorübergehend Griechenland als es unter einer Militärdiktatur litt.

Jetzt aber hat die Schweizerische Volkspartei (SVP) in ihrem Wahn, alles was ennet der Grenze gilt und aufgebaut wurde, zu verteufeln, beschlossen, eine Voklsinitiative zu lancieren um die Schweiz von der „EMRK-Fessel zu befreien“!

Man könnte das als weitere Eskapade eines steinreichen, wahnsinnig gewordenen, in seiner Eitelkeit verletzten Altpolitikers abtun.

Schwerer wiegt, dass der Vertreter eben dieser SVP im Bundesrat das Gleiche verlangt…

Man reibt sich verwundert die Augen und fragt sich, wie lange so viele Leute in der Schweiz diese rechtsextremen Spielereien noch dulden, beziehungsweise mit ihrem Wahlzettel unterstützen wollen! Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht!

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Wald in Frankreich

Posted in Agrikultur, Uncategorized by ruedibaumann on November 20, 2014

Rund 30% der Gesamtfläche Frankreichs (0hne Überseegebiete) sind mit Wald bedeckt. Etwa 2/3 sind Laubbäume, 1/3 Nadelbäume. Die wichtigste Baumart (wie könnte es anders sein) ist die Eiche (über 20%).

Besitzverhältnisse: Der Privatwald macht 3/4 der Waldfläche aus und ist sehr stark parzelliert, was die Bewirtschaftung sehr erschwert. Frankreich muss Holz improtieren.

Wie in der Schweiz nimmt die Waldfläche Frankreichs laufend zu (jährlich um etwa 1-2%!).

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Die grünen Flächen sind Wald

Wald Gers (1)

In unserer Gegend (Gers) sieht das von oben so aus (die dunkelgrünen Flächen sind Wald oder Waldweiden).

Im Gegensatz zur Schweiz ist das Waldareal nicht parzellengenau abgegrenzt und geschützt. Rodungen und Bauten im Wald sind möglich. Selbst auf unserem Betrieb ist der Übergang von Feldgehölz, Hecke, Waldweide, Wald, fliessend. Als eigentlichen Wald (Eichen und Platanen) würde ich etwa 10 bis 15 ha bezeichnen.

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ECOCERT

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 19, 2014

Ecocert http://www.ecocert.com ist eine weltweit tätige, unabhängige Kontroll- und Zertifizierungsorganisation für den Biolandbau. Ihren Hauptsitz hat Ecocert ganz hier in der Nähe in einem erst kürzlich fertiggestellen Positiv-Energie-Bürohaus (Holzbau für 170 Arbeitsplätze).

Wir haben uns vertraglich verpflichtet, uns regelmässig durch Ecocert-TechnikerInnen kontrollieren zu lassen. Unsere Produkte werden entsprechend durch Ecoert zertifiziert damit wir das europäische Biolabel verwenden dürfen.

Jedes Jahr ist mindestens eine ordentliche Biokontrolle vorgesehen, bei der Felder, Produkte,  Hilfsstoffe, Tiere, Ställe und Papiere (!) akribisch kontrolliert werden. Daneben finden auch spontane, unangemeldete Kontrollbesuche statt.

Heute hatten wir einen unangemeldeten Besuch von unserem Ecocert-Kontrolleur: Alles in bester Ordnung! Das ist weiter nicht erstaunlich (ich hatte noch nie Beanstandungen!), weil wir einen verhältnismässig einfachen Ackerbaubetrieb haben und damit keine Ställe und keine Tierdatenbank. Zudem verzichten wir auf sämtliche Hilfsstoffe, kaufen nur zertifiziertes Biosaatgut und machen nur Gründüngung! So kann man nicht viel falsch machen… Allerdings riskiert man damit auch hin und wieder grössere Produktionsausfälle.

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Gute Bücher

Posted in Literatur by ruedibaumann on November 18, 2014

Die Bücher von Susanna Schwager http://www.susannaschwager.ch/index.php/susanna-schwager-2.html finde ich grandios! „Fleisch und Blut“, und „Die Frau des Metzgers“ habe ich vor Jahren gelesen und zur Zeit lese ich „Das volle Leben“ und „Das halbe Leben“.

Ich bin begeistert von der Art und Weise wie es Susanna Schwager gelingt, den porträtierten Leuten ihre Lebensgeschichten zu entlocken und so spannend auf Papier zu bringen. Irgendwie lässt sie die Leute ausreden… Châpeau!

Ich freue mich schon auf das nächste Buch!

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Stromausfall…

Posted in Comédie française by ruedibaumann on November 17, 2014

Mit Stromausfall gehen wir inzwischen schon ziemlich gelassen um. Erstens weil das ziemlich oft vorkommt und zweitens, weil wir mit einem kleinen Stromgenerator die wichtigsten Haustechnikgeräte in Betrieb halten können. Die Frage stellt sich jeweils nur, was sind die wichtigsten Geräte? Heizen kann man auch mit dem Cheminée ohne Umwälzpumpe, der Tiefkühler ist inzwischen gut isoliert, Lesen bei Kerzenlicht? kalte Mahlzeit? IPhone funktioniert einen Tag auch ohne Strom, auf TV kann man gut verzichten… Kurz: das Wichtigste und damit unverzichtbar ist inzwischen… der Internetempfang  😉

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Während die ERDF-Monteure arbeiten, übernimmt der kleine Generator die (Not-)Stromversorgung.

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Nach fünf Stunden ist der Schaden (eine Starkstromleitung  ist zerrissen) schon behoben.

Dass es auch anders geht beweisen die Zwei: https://auswandererblog.ch/?s=Marc+et+Lotti

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La Oueyte

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 16, 2014

Unser Solarhof von Süden aus gesehen…

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Wir produzieren auf 70 Hektaren:

Energie, Warmwasser, Holz…

Brotgetreide, Futtergetreide, Sonnenblumenöl, Bohnen…

Luzerneheu, Oekoheu…

Wein, Obst und Gemüse…

… alles in Bioqualität

Wir freuen uns an der pflanzlichen Artenvielfalt: 28 verschiedene wilde Orchideenarten, Eichenwälder, Hecken, Bachläufe, Teiche…

und einen ansehnlichen Wildtierbestand (Rehe, Wildschweine, Hasen und Füchse und Dachse…)

und seltene Vogelarten (Eulen, Kiebitze, Eichehäher, Raubvögel, Fasane, Rebhühner…).

(Fast) alles was das Herz begehrt!

 

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Das ist ein Kunstwerk…

Posted in Comédie française by ruedibaumann on November 15, 2014

Ja gut, vorher war es ein Solarinverter, ein Wechselrichter für unsere Photovoltaik-Anlage, ein Moduleur wie die Franzosen sagen. Dann kam der verhängnisvolle 8. August und ein heftiges Gewitter mit Blitzschlag und einer „Sûrtension“ (Hochspannung) im ganzen Haus und vielen beschädigten Haushaltgeräten… Der Wechselrichter war leider auch etwas beschädigt und arbeitete nur noch zu zwei Drittel. Weil die kleine Solarinstallationsfirma die unsere Photovoltaikanlage vor vier Jahren installiert hatte leider nicht mehr existiert, haben wir uns für die Reparatur direkt mit dem Hersteller Sunways Solar in Deutschland in Verbindung gesetzt. Da wurde uns mitgeteilt, dass die Firma im Konkursverfahren stecke und keine Ersatzteile mehr geliefert werden können…

Wohl oder übel mussten wir nun einen nigelnagelneuen Wechselrichter (diesmal von ABB) installieren lassen (Kostenpunkt 3966 €). Die Versicherung klärt nun seit mehr als drei Monaten ab, ob sie sich allenfalls auch an den Kosten beteiliegen wolle…

Und der leicht beschädigte Solarinverter dient nun als modernes Kunstwerk in unserer guten Stube!

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Lesetipp: Eistau

Posted in Literatur by ruedibaumann on November 14, 2014

Der Roman „Eistau“ von Ilija Trojanow http://www.amazon.de/EisTau-Roman-Ilija-Trojanow/dp/3446237577 ist das Porträt eines verzweifelten Klimaschützers.

„Selten zuvor wurden in der deutschsprachigen Literatur die Verletzlichkeit der Natur und ihre absolute Schönheit so leidenschaftlich beschworen.“

Ein Buch wie ein Eisberg mit viel Tiefgang und Interpretationsspielraum.

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Unkrautkur

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 13, 2014

Ab 3-Blatt-Stadium des Getreides beginnen die Unkrautkuren im Biolandbau. Anstelle von chemischen Herbiziden wird die auflaufende Weizensaat gestriegelt. Diese Prozedur erfordert etwas Fingerspitzengefühl und geeignete äussere Bedingungen (Wetter, Bodenfeuchtigkeit, Saattiefe usw.).

Das Ziel ist das noch sehr kleine Unkraut (Beikraut) „im Keime zu ersticken“ bzw. zu dezimieren und dabei die Kulturpflanze (hier Brotweizen) nicht zu stark zu schädigen…

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Diese „Kuren“ werden im Laufe der Monate (bis zum Ährenschieben) je nach Bedarf 4 bis 5 mall wiederholt.

Eichen

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on November 12, 2014

Eichen sind insbesondere an ihrer Frucht, der Eichel, zu erkennen und in den einzelnen Arten zu unterscheiden. Die Eichel ist eine Nussfrucht. Sie reifen im ersten oder zweiten Jahr nach der Bestäubung. Jede Nussfrucht ist von einem Fruchtbecher eingeschlossen, der Cupula genannt wird.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 12. (aus http://de.wikipedia.org/wiki/Eichen)

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Die Eicheln auf unserer Hofzufahrt bilden inzwischen ein richtiges „Rollfeld“. Ich schätze, dass es allein auf unserer Ferme hundert verschiedene Eichen-Arten gibt. Die Natur ist verschwenderisch! Und die (Wild-) Schweine freuts!

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