Z’Visite
Z’Vistite heisst zu Besuch in der Schweiz. Auch wenn es neblig und kalt ist freuen wir uns jeweils riesig auf Kind und Kegel, auf alte Freunde, auf Feld und Stall… Vom allgegenwärtigen Dichtestress haben wir bisher nichts gemerkt 😉
Und noch etwas: Die aktuelle Zeitung (auf Papier!) schon am Morgen um sieben Uhr im Briefkasten!
Nostalgie pur!
Lyon
Es ist kalt und neblig in der Rhonestadt (zumindest für Südländer)…
und ja es ist der Place Bellecour mit dem Louis XIV (roi de la France) hoch zu Ross
Dorfmärit
Jeden Freitagmorgen findet in unserem Nachbardorf Seissan ein sympathischer Dorfmarkt statt. Hier gibt es alle Produkte direkt ab Hof, Gemüse, Früchte, Wein und Brot, einfach alles für den täglichen Bedarf, und noch viel mehr…
Aber in erster Linie ist es auch ein Treffpunkt für die BewohnerInnen der weit verstreuten Einzelhöfe.
Convivialité française eben, trotz Wirtschaftskrise und chômage…
Wer hat dem wird gegeben…
Gemäss der Zeitschrift Bilanz sind die reichsten Schweizer im letzten Jahr wieder viel reicher geworden. Das gilt nicht nur für die Schweiz, offenbar werden auch weltweit die Reichen immer reicher. Das Vermögen konzentriert sich immer mehr auf immer weniger Superreiche. Damit übernimmt zunehmend eine kleine Oberschicht wirtschaftliche und politische Macht und gefährdet damit demokratische Staatswesen.
Der französische Ökonom und Buchautor Thomas Piketty http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Piketty sagt es in seinem Bestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert wie folgt:
„Der Haupttreiber der Ungleichheit – dass Gewinne aus Kapital höher sind als die Wachstumsraten – droht heute vielmehr extreme Formen von Ungleichheit hervorzubringen, die den sozialen Frieden gefährden und die Werte der Demokratie unterminieren. Doch ökonomische Trends sind keine Handlungen Gottes. Politisches Handeln hat ökonomische Ungleichheiten in der Vergangenheit korrigiert, und kann das auch wieder tun.“
Statt Einkommens- und Vermögenssteuern für Superreiche abzubauen (siehe lächerliche Pauschalsteuern in der Schweiz) wäre genau das Gegenteil notwendig, nämlich weltweit für hohe Vermögen Erbschafts- und Reichtumssteuern vorzusehen. Reiche Erben schaffen keine Arbeitsplätze, keine Mehrwerte, nur schreiende Ungerechtigkeiten und wachsende soziale Spannungen!
Es gibt nichts Schöneres…
… zur Zeit als ein Velotürli bei spätsommerlichen Temperaturen durch die sanfte Hügellandschaft der Gascogne! Farbige Eichenwälder, zart-grüne Farben von keimenden Getreidepflanzen, speckig-glänzende Ackerfurchen, abgeerntete Körnermaisfeldern. Es gibt sie glücklicherweise noch, die intakten Landschaften so weit das Auge reicht…
























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