AUSWANDERERBLOG

Ständeratswahlen im Kanton Bern

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on Oktober 6, 2019

Werner Salzmann ist Steuerbeamter im Kanton Bern. Er lobiert vor allem für das Schiesswesen und jetzt will er Ständerat werden. Das gilt aber auch für seine Chefin: Regierungsrätin Beatrice Simon von der BDP. Salzmann ist Präsident der Berner ÄSSVOUPEE und sieht sich daher auch als Bauernvertreter, auch wenn er zeitlebens immer beim Staat angestellt war und ist.

Jetzt hat er aber Schwierigkeiten mit den Wirtschaftsvertretern seiner Partei wegen dem Mercosurvertrag, den die Bauern ganz und gar nicht wollen. Salzmann lässt sich im Schweizer Bauer wie folgt zitieren:

„Nein könnte schwierig sein

Salzmann gab dann aber auch zu, dass die Schweizer Exportwirtschaft ein enormes Interesse an diesem Abkommen habe. Er liess durchblicken, dass es für die bürgerlichen Bauern schwierig sein könnte, Nein zu sagen, weil die Politik immer auch ein Geben und ein Nehmen sei. Salzmann gab Überlegungen preis, dass sich ein Ja zum Mercosur-Abkommen vielleicht damit begründen liesse, dass man im Gegenzug bei der AP 22+ etwas herausholen könnte, in dem Sinn, dass diese «massvoll» ausgestaltet wäre. Das würde heissen, dass die bürgerlichen Bauernvertreter insbesondere die FDP unter Druck nehmen würden nach dem Grundsatz: «Wenn ihr bei der AP 22+ für zu grosse Einschränkungen bei der Lebensmittelproduktion votiert, sagen wir Nein zu Mercosur.» Auch im Schweizer Bauernverband gibt es entsprechende Überlegungen. Der Hintergrund ist: Die Bauernvertreter in der Grünen Partei können es sich gut leisten, gegen den Mercosur-Deal zu sein, denn ihre Partei hat das Referendum angekündigt. Die Bauernvertreter in den Parteien SVP, CVP, BDP und FDP und der Bauernverband als Ganzes hingegen könnten es sich mit den Wirtschaftsvertretern in ihrer Partei und mit den sogenannten Wirtschaftsverbänden nachhaltig verscherzen, wenn sie zu Mercosur wirklich Nein stimmen würden. Das könnte dann auch die künftige Interessenvertretung erschweren.“

Also, liebe Bäuerinnen und Bauern, alles, nur nicht SVP wählen, weil die SVP-Bauernvertreter wegen ihren Verwaltungsratssitzen in der Fenaco, der Raiffeisenbank,  der Swissoil, usw. ohnehin ihren Geldgebern folgen!

Die SVP muss wegen ihren Geldgebern gegen Fair food, gegen Kleibauerninitiative und für Tierfabriken stimmen, Salzmann gibt es selber zu!

Die Bauernvertreter der Grünen Partei hingegen können es sich tatsächlich gut leisten, gegen den Mercosur-Deal zu sein! Sie stimmen im Interesse einer bäuerlichen, umwelt- und tiergerechten Landwirtschaft ab! Viele Bäuerinnen und Bauern haben es im Laufe der letzten Jahren gemerkt und wählen zunehmend grün!

 

 

Tagged with:

Die Schatten werden länger…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on September 29, 2019

IMG_1885

Tagged with:

Läset

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on September 20, 2019

Mein Refraktometer (Messgerät zur Bestimmung des Zuckergehaltes) zeigt bei den Merlot Trauben 110 ° Oechsle an! Der Läset kann in den nächsten Tagen beginnen. Allerdings sind viele Trauben dem Spätfrost im Frühjahr zum Opfer gefallen. Es wird nicht viel Wein geben, dafür einen sehr, sehr süssen und kostbaren!

 

IMG_1872

Tagged with:

Tournesol bio

Posted in Agrikultur, Bauernland by ruedibaumann on September 19, 2019

Die letzten Bio-Sonnenblumen sind spätabends fertig geerntet. Infolge Trockenheit ist der Ertrag bescheiden. Für einige Sonnenblumenkerne im Birchermüesli reicht es trotzdem…

 

Tagged with:

Trauernde Sonnenblumen (kurz vor der Ernte)

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on September 17, 2019

IMG_1857

IMG_1858

Es ist trocken in Frankreich, sehr trocken. In 85 der 100 Departemente ist der Wasserkonsum eingeschränkt.

Tagged with:

Agriculteurs optimistes

Posted in Agrikultur, Bauernland by ruedibaumann on September 6, 2019

Strohballen

Ich gehöre dazu! Trotz allem…

Tagged with:

Was wäre wenn….

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on August 22, 2019

Was wäre, wenn zum Beispiel die Kleinbauerninitiative (Volksinitiative für naturnahes Bauern, gegen Tierfabriken) 1998 angenommen worden wäre?

https://www.srf.ch/play/tv/arena/video/kleinbauern-initiative?id=52d8d9b9-9683-45cc-b976-ceaefa6dd68c

Für mich keine Frage, eine verpasste Chance für die Gesellschaft, die Natur und Umwelt und die bäuerliche Landwirtschaft!

Tagged with:

Autrefois… les engins agricole

Posted in Agrikultur, Patrimoine et architectures by ruedibaumann on August 12, 2019

Tagged with:

Verschweigen, verdünnen, verdummen…

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on August 10, 2019

Jahrelang hat man den Leuten in der Schweiz eingetrichtert, sie hätten das beste Trinkwasser der Welt. Leider ist dem nicht so.

Die Landwirtschaftsminister der letzten Jahrzehnte waren entweder der Pestizidindustrie sehr zugetan (früher) oder schlicht naiv (heute).

Ich erinnere mich an das Allerweltsmittel Atrazin (Unkrautvertilger), gegen das wir Grünen in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts  vorerst erfolglos Sturm liefen.

Das Bundesamt für Landwirtschaft erklärte damals das Pestizid in Zusammenarbeit mit der Chemieindustrie zum harmlosen Trinkwasserzusatz…

Erst Jahre später hat die EU Atrazin als kanzerogen entlarvt und verboten. Die Schweiz musste widerwillig und verspätet nachziehen, mit dem Resultat, dass sich Atrazin auch heute noch in Böden und Grundwasser nachweisen lässt!

Heute macht der Pflanzenschutzwirkstoff  Chlorothalonil Schlagzeilen: Aufgeschreckt durch das Verbot in der Europäischen Union haben (endlich) kantonale Labors Trinkwasserfassungen auf das besagte Gift untersucht. Das Resultat ist erschreckend: in zahlreichen Trinkwässern ist der Grenzwert um das x-fache überschritten! Und dennoch werden in der Schweiz jährlich 45 Tonnen  Chlorothalonil als Pilzgift weiterhin versprüht! Bundesrat Parmelin verspricht treuherzig am Fête des vignerons die Sache zu überprüfen…

Dabei dürfen die Leute in der Schweiz nach wie vor nicht wissen, ob und wie stark ihr Trinkwasser in ihrer Gemeinde kontaminiert ist. Ich finde das skandalös!

Hier in unserer Region in Südwestfrankreich wird das Trinkwasser auf mindestens 228 Moleküle (!) untersucht, die aus Herbiziden und Fungiziden stammen! Bei einer Grenzwertüberschreitung wird die Bevölkerung zwingend orientiert!

Beim Schutz des Trinkwassers hat die Schweiz noch sehr viel Handlungsbedarf und darf nicht weiter am Gängelband der Chemiemultis bleiben! Verdrängen, verdünnen und verdummen ist keine Lösung!

 

Tagged with:

Waldwiesen

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on August 9, 2019

Waldwiesen heissen hier auf EU-französisch surface pastorale herbagère oder einfach SPH. Und diese Flächen sind unter genau definierten Bedingungen auch direktzahlungsberechtigt im Rahmen der pac (politic agraire commune). Wer es genau wissen will, bitte sehr: https://www2.telepac.agriculture.gouv.fr/telepac/pdf/tas/2018/Dossier-PAC-2018_guide-admissibilite-prairies-permanentes.pdf

Wenn nun jemand meint, das werde nicht kontrolliert, der könnte sich täuschen: Gestern haben wir diese relativ kleinen Flächen auf unserem Betrieb (7.59 ha) bei 34° am Schatten mit einer Mitarbeiterin der Pac-Kontrollstelle während drei Stunden abgeschritten, kontrolliert, fotografiert und satellitengestützt elektronisch verifiziert.

IMG_1652

 

La Oueyte

Resultat der schweisstreibenden Übung: die Flächen die ich bisher angegeben habe, wurden sogar in einzelnen Bereichen merklich vergrössert! Da soll noch jemand sagen, die EU kümmere sich nicht um die Biodiversität!

Tagged with: