AUSWANDERERBLOG

EU-Agrarpolitik

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 11, 2010

EU-Kommission plant Obergrenzen für Grossbetriebe
Die Agrarbeihilfen sollen in landwirtschaftlichen Großbetrieben beschnitten werden. Eine Obergrenze für die Direktzahlungen sieht EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos in der kommenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vor.

Ein Entwurf seiner Mitteilungen zur Zukunft der GAP wurde gestern in Brüssel bekannt. Allerdings möchte die Kommission bei der Obergrenze die Arbeitskräfte eines Betriebes mitberücksichtigen. Weiters sieht das Papier eine Mindestprämie für alle Landwirte vor, mit der vor allem Betriebe im Osten der EU bessergestellt werden sollen. Eine einheitliche Flächenprämie über die gesamte EU hinweg lehnt Ciolos hingegen ab. Er möchte weiterhin unterschiedliche Direktzahlungen in den verschiedenen EU-Mitgliedstaaten zulassen.

Dafür soll nach 2013 eine Umweltprämie in der ersten Säule der GAP eingeführt werden. Für Dauergrünland, Ökobrachen, extensive Fruchtfolgen oder Zwischensaaten sieht die Kommission eine Zusatzprämie neben der Basisprämie vor. Die Höhe der Umweltprämie soll sich nach den Kosten für die Maßnahmen richten. Ciolos stellt klar, dass er bei der Umweltprämie möglichst unbürokratisch vorgehen möchte. Verträge und mehrjährige Verpflichtungen sind in der ersten Säule der GAP nicht vorgesehen. Die Intervention und andere Marktordnungsmaßnahmen möchte die Kommission beibehalten. (Quelle: Schweizer Bauer)