AUSWANDERERBLOG

Die Party ist vorbei…

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 6, 2008

Bundesrat Moritz Leuenberger schreibt heute in seinem Blog unter dem Titel Miss Wirtschaft unter anderem:

„In einem seiner Lieblingswitze pflegte Ronald Reagan zu fragen, welche die elf schlechtesten Wörter der englischen Sprache seien. Seine Antwort: „Guten Tag, wir sind von der Regierung und wollen Ihnen helfen.“ Reagan und Thatcher machten salonfähig, was – spätestens ab den 90er-Jahren auch in der Schweiz – zum Vaterunser wurde: Weniger Staat, mehr Eigenverantwortung. Jede Regulierung wurde schlecht geredet, was das Zeug hielt, und in aller Selbstverständlichkeit wurde nachgebetet: weniger Staat, mehr Wirtschaftsfreiheit. Mittlerweile dürfte selbst bei den glühendsten Anhängern dieser Doktrin der Marktwert von Reagans Witz drastisch gesunken sein.“

Die Party ist vorbei, der Staat (sprich kleine Steuerzahler) soll’s richten. Die Abzocker und Finanzjongleure haben ihr Schärfchen am Trockenen und sind jetzt vorübergehend in den Ferien. Ospel, Blocher, Spuhler und Konsorten, alle Liberalisierungs- und Privatisierungsfanatiker, die Weltwöcheler und Swissavenirler rufen (vorübergehend) nach dem Staat um den Totalschaden zu vermeiden. Der Staat soll’s richten und das Vertrauen wieder herstellen. Damit die UBS-Bosse ihre Löhne und Boni nicht auf schäbige 10 Milliönchen pro Jahr beschränken müssen.

Le Printemps de Septembre

Posted in Comédie française by ruedibaumann on Oktober 5, 2008

Unter diesem Titel findet in Toulouse vom 26. September bis 19. Oktober 2008 eine Kunstausstellung statt. Das Festival de création contemporaine ist mit „La où je vais, je suis déja“ überschrieben (warum habe ich eigentlich nicht ganz begriffen) und präsentiert vor allem Schweizer Künstler.
Das Festival ist über dreissig Standorte in der ganzen ville rouge verteilt und umfasst Bilder, Skulpturen, Videodarstellungen, Konzerte, Diskussionen… alles was sich Kulturinteressierte wünschen können.

Stellvertretend für all‘ die Kunstwerke präsentiere ich hier eine Installation von Fabrice Gygi, 1965, Genève, im Musée les Abattoires unter dem sinnigen Titel Fliessband für Massentierschlachtung…(Werkbeschrieb)

…. Grossaufnahmen schwarz – weiss…

…. Kunst- und Skulpturenmarkt im Stadtgarten und …

…Toninstallation in der Jakobinerkirche

Gastronomie Stephanie…

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 4, 2008

aus dem eigenen Garten auf unserem Teller (im Uhrzeigersinn):
Zucchini und Rübli bedeckt mit Sellerielaub,
Kohlrabi umrahmt von Rosmarinzweig und Cherrytomätli,
Truthahn (=gekauft) auf Zwiebelbeet,
Sellerie, Peperoni und Kartoffel.
Und dass alle Gemüse so gediegen klein sind, heisst nicht, dass wir jetzt den Stern-, Kochmützen- und Punkte-dotierten teuren Restaurants nacheifern würden – nein, es liegt nur daran, dass in den letzten trockenen Wochen alles so unheimlich langsam gewachsen ist. Erstaunlicherweise blieb das Gemüse trotzdem zart….

Im Garten hat es zurzeit ausserdem noch: Auberginen, Krautstiele, Kürbisse, Lauch, Physalis, Feigen, Spinat, Tomaten (grosse), Topinambur und Radisli. Und jede Menge Endiviensalat, von dem wir wohl bis April essen werden, falls Hasen und Rehe uns nicht helfen wollen.

Unendliche Geschichte

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Oktober 3, 2008

Fleissige Auswandererblog-Leser erinnern sich: Die Elektronik von meinem Massey-Ferguson-Traktor hat seit längerer Zeit gespuckt. Die fleissigen Mechaniker bei Duvignau in Vic-Fezensac haben sich der Sache angenommen und die Maschine repariert und getestet und endlich lief alles wieder wie am Schnürchen. Heute morgen konnte ich den Traktor abholen. Natürlich habe ich mich vor der Abfahrt vergewissert, dass nun wirklich alles klappte. Ich habe, wie das in Frankreich üblich ist, an Ort und Stelle die Rechnung mit einem Cheque beglichen (729.08 Euro TTC) und trat frohgemut die 60 km lange Heimreise an.

Auf halbem Weg hielt ich bei einer Ausweichstelle kurz an, um die Autos vorbeizulassen (der Traktor ist auf max 40 kmh eingestellt). Vor der Weiterfahrt habe ich vorsichtshalber kurz einen Rückwärtsgang eingelegt und es geschah…. nichts! Himmuheilanddonnergopferdaminondediu…
Auf der Anzeigetafel leuchtete wieder das verdammte rote Ausrufezeichen!…!…!…! aber der Traktor machte keine Anstalten, sich auch nur einen Centimeter rückwärts zu bewegen.
Ich habe geflucht, telefoniert, wieder geflucht und wieder telefoniert und mich dann entschieden heimzufahren (vorwärts ging es ja problemlos…).
Klar, dass heute niemand mehr vorbeikommen kann, alle Mechaniker sind auf dem Feld bei einer dringenden Mähdrescherreparatur. Und morgen ist Samstag…
Ich glaube ich stelle wieder auf Pferdezug um…

Jubiläum

Posted in Comédie française by ruedibaumann on Oktober 2, 2008

Er ist 60-jährig (ungefähr gleich alt wie ich…) und fährt immer noch. Er war das Kultfahrzeug einer ganzen Generation, inbesondere der 68er. Wir haben mit ihm West- und Osteuropa bereist, sind vom Peloponnes bis in die Normandie gefahren und haben bei offenem Dach den Fahrtwind und die grosse Freiheit gespürt…. Die Rede ist natürlich vom Döschwo.
Citroën baute das Autöli dem Vernehmen nach ursprünglich für les paysans français, damit sie ihre Produkte, Früchte, Gemüse, ein Fass Wein und ein Korb Eier möglichst unbeschadet und kostengünstig über die holprigen Strassen auf den Wochenmarkt bringen konnten. Der 2CV schaffte das alles und noch viel mehr problemlos…

60 Jahre 2 CV

Orchideenfreunde aufgepasst…

Posted in Orchideen by ruedibaumann on Oktober 1, 2008

Stephanie hat alle 28 verschiedenen wilden Orchideenarten, die sie im Laufe des Jahres auf unserer Ferme entdeckt hat, in einer Photomontage zusammengefügt. Wer die einzelnen Orchideen und deren Besonderheiten näher anschauen möchte, braucht nur rechts oben oder hier auf die Kategorie (Orchideen) zu klicken und kann dann weiterblättern. Viel Vergnügen beim Blüemele auf der schönsten Orchideenferme in Frankreich!