AUSWANDERERBLOG

Paysan et paysanne dans le Gers

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on März 29, 2007

Fabienne und Jean-Jaques fahren jede Woche am Samstagvormittag mit ihrem Kleintransporter nach Toulouse und bieten auf dem Biomarkt Place de la Capitole ihre Produkte an. Sie bauern hier in unser Nachbargemeinde, auf einem Hof von knapp 50 Hektaren mit 10 Kühen, etwa 100 Schafen viel Weide- und wenig Ackerland. Wir beziehen bei ihnen Käse, Jogurt und gelegentlich Brotmehl.
Sie setzen ihre ganze Produktion direkt ab: täglich Rohmilch und diverse Milchprodukte, insbesondere Käse, gelegentlich Rind- oder Lammfleisch, diverse Gemüse und Getreidemehl. Alles wird in Kleinmengen direkt auf dem Hof hergestellt und verarbeitet.

Fabienne und Jean-Jaques beklagen sich nicht. Schliesslich konnten sie während nun bald dreissig Jahren von ihrer biologischen Landwirtschaft gut leben. Allerdings mit viel Arbeit und wenig Freizeit.

Aber sie fürchten, wenn Sarkozy gewählt werde, würde die Grosslandwirtschaft noch mehr überhand nehmen, weil dann die letzten Vorbehalte gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen (OGM) endgültig beseitigt würden. Der Biolandbau, schon bisher von der bürgerlichen Regierung nie unterstützt, würde dann noch mehr unter Druck kommen.

Was wird aus der douce France, wenn an Stelle der paysannes und paysans du Gers nur noch entrepreneurs agricoles die Böden bewirtschaften?

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  1. Pia Gilgen said, on März 30, 2007 at 7:53 am

    Lieber Herr BaumannDas sind ja ganz neue Töne ;-)“Sie (F+J) befürchten dass….“ und nicht „Ich stelle fest und klage an…“Also: Wenn F+J schon die letzten dreissig Jahre gut (sic) leben konnten, dann wird es Ihnen mit Sicherheit auch in den nächsten Jahren gelingen. Denn die Bevölkerung ist heute bereit, für saubere Nahrung gute Preise zu bezahlen, was die Vermarktung von F+J beweist. War Bio vor dreissig Jahren noch ein rotes Tuch, so hat sich diese Produktionsweise heute etabliert. Was aber mit Sicherheit schwierig wird, dürfte die Grösse von F+J’s Heimet sein. Rechnet man die 100 Schafe auch in „Kuhäquivalenten“ (=ca 14 Kühe) um, so kommt man auf einen Totalbestand von 24 Kühen.Es wäre mir neu, dass die EU vorsieht, Kleinbetriebe von 50 ha mit 24 Kühe zukunftssichernd zu unterstützen.Fazit: F+J würden sich besser darum kümmern, ihre Strukturen zu überdenken, anstatt sich Sorge zu machen um OGM oder die nächsten Wahlen. mfg PG

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  2. RB said, on März 30, 2007 at 12:07 pm

    @ PiaDie Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen werden über eine Distanz von 1,5 km verbreitet…. da wird die Produktion von „sauberen“ Bionahrungsmittel schwierig!Entgegen der irrigen Auffassung der Nicht-EU-Bürger, ist der Spielraum zur Differenzierung der europäischen Agrarausgaben sehr gross! Es liegt nicht an der EU, wenn Frankreich zur Zeit den Biolandbau oder Kleinbetriebe vernachlässigt oder gar behindert, sondern an der gegenwärigen rechten Regierung!Je vote Ségolène!

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