Marilynne Robinson: „LILA“
Ich hätte den Roman Marilynne Robinson: „LILA“
wohl kaum gelesen, wenn ich nicht irgendwo gehört hätte, es sei Präsident Obamas Lieblingslektüre. Und in der Tat, es ist ein ausserordentliches Buch mit einer ganz eigenen erzählerischer Magie. Man muss sich beim Lesen allerdings schon etwas Zeit lassen, um in das letzte Jahrhundert im Staate Iowa einzutauchen.
Hier auch noch ein längeres Gespräch Obamas mit der Autorin:
http://www.nybooks.com/articles/2015/11/05/president-obama-marilynne-robinson-conversation/
Leseempfehlungen
Wenn es regnet und das Internet nicht funktioniert gibt es zum Glück immer noch gute Bücher…
Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten von Neil MacGregor
Der Knabe im Brunnen von Stefan Andres
Wann wird es endlich wieder einmal so wie es nie war von Jochaim Meyerhoff
Na dann, lesen Sie gut!
Archivgeflüster
Blutig endet 1804 der Chiltgang für Hans Stebler und Bendicht Gehri von Seedorf bei der schönen Barbara Arn in Kosthofen. Hans Hodler und der Mühlenkarrer Lentz von der Mühle in Suberg lassen nicht zu, dass Auswärtige in ihrem Revier grasen. Am Tag danach wird ein Mörder gesucht.
1832 wird in Seedorf der Müngerhof versteigert. Albrecht Schori und Hans Lauper treiben gegenseitig den Preis in die Höhe, bis alt Chorrichter Bendicht Stebler aus dem Rättli alle überbietet. Was sind seine Motive?
Werner Adams schreibt historische Romane die auf Begebenheiten basieren, die sich im Berner Seeland abgespielt haben. Ich habe seinen spannenden Roman „Die Münger Morde“ gelesen und war beeindruckt von den schlimmen Ereignissen die in der Zeit der Helvetik in Seedorf und Umgebung stattgefunden haben.
Demnächst soll ein weiteres Buch über unsere Vorfahren erscheinen: „In einem kalten Land“! Ich bin gespannt!
Aber lesen sie selbst: http://www.werneradams.ch
Auf fremdem Land
Ist das denn zu viel verlangt? Etaniel Asis will doch nur einen Ort, wo er in Ruhe Kirschtomaten für seine Frau ziehen und eine Ziege halten kann. Doch kaum hat er seinen Wohnwagen neben einem kleinen freien Feld mitten im Westjordanland aufgestellt, kommen andere Siedler aus seinem Dorf dazu, es entstehen ein Kindergarten und eine Synagoge, und aus Amerika fließen Spendengelder – obwohl das alles nicht genehmigt ist …
„Auf fremdem Land“ ist ein politischer Roman vom erfolgreichen israelischen Schriftsteller Assaf Gavron über die Siedlungsproblematik in Westjordanland. Er erzählt witzig und doch ernsthaft von der absurden Realität des Lebens in den besetzten Gebieten.
Ein wunderbares Buch! Unbedingt lesen!
http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/lesezeit/173519/index.html

„Nie mehr Nacht“
Es ist nicht das erste Buch, das ich von Mirko Bonné gelesen habe. Auch nicht das letzte.
https://www.perlentaucher.de/buch/mirko-bonne/nie-mehr-nacht.html
Lesen Sie gut!
Vom gleichen Autor: https://auswandererblog.ch/2014/04/26/wie-wir-verschwinden/
New York
Ich habe dieser Tage den Roman von Teju Cole „Open City“ gelesen und gedacht, eigentlich sollten wir wieder einmal nach New York fliegen… http://www.zeit.de/2012/41/Teju-Cole-Open-City
Mein Bruder wohnt seit bald vierzig Jahren in Manhatten. Ich war bisher drei mal dort und es hat mir jedes mal sehr gefallen.
Mal sehen.
Uwe Timm
Der Mann kann schreiben: Uwe Timm https://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Timm
Früher habe ich schon seinen Bestseller „Die Entdeckung der Currywurst“ https://auswandererblog.ch/?s=currywurst mit grossem Vergnügen gelesen und jetzt möchte ich Ihnen „Vogelweide“ ans Herz legen! Toller, moderner Roman über „Ehebruch und das Leben in den Trümmern bürgerlicher Existenzen“. Die Kritik in der FAZ sieht das allerdings etwas anders… http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/uwe-timm-vogelweide-was-kostet-ein-kilo-begehren-12535162.html
Urteilen Sie selbst.
Gruselkabinett
Den Grüseln von der SVP kommt die Sommerhitze nicht gut: sie hauen auf die Pauke und machen immer ungenierter auf offene Ausländerhetze. Arme Schweiz, die sich wegen einiger Flüchtlinge von einer rechtsnationalistischen Partei so diffamieren lässt.
Ernst Eggimann 1936 – 2015
Dr Ärnscht Eggimaa isch gschtorbe
Mundart-Dichter Ernst Eggimann gestorben
Wortmusiker
Der Mundart-Dichter Ernst Eggimann ist am Dienstag 79-jährig gestorben. Er hat mit seinen Werken seit den sechziger Jahren die Mundart-Dichtung in der Schweiz in die Moderne geführt.
Hommage: Dr Eggima
Dr Eggima, oder?
Dr Eggima, wüsster!
Dr Eggima, verstöhter?
Dr Eggima, oder?
Dr Eggima müesst dr wüsse!
Wüu dr Eggima, dr
Eggima!
Wüu dr Eggima, denn aus Eggima!
Wüu dr Eggima, denn im Ämmitau!
Wüu dr Eggima, denn mit syne Gedicht!
Dr Eggima denn mit Henusode u Heikermänt
Auszug aus einer Hommage von Autor Beat Sterchi.
In den Jahren 1986 bis 1991 war ich mit Ernst Eggimann zusammen in der Fraktion der Freien Liste (Grüne) im Berner Kantonsparlament. Wir hatten als neue Partei auf Anhieb 11 Sitze im grossen Rat und zwei Regierungsratssitze erobert. Damit war im Frühjahr 1986 in der bernischen Politilandschaft alles etwas anders. Wir waren eine relativ unerfahrene Spontigruppe, hatten es lustig und wollten unter keinen Umständen wie die anderen Parteien zu einem stieren Verein werden. Ernst Eggimann hat am Rednerpult hin und wieder seine köstlichen Gedichte vorgetragen: Mir Schwyzer, mir Schwyzer….. Sehr zum Missfallen der bürgerlichen Ratshälfte.
Ernst Eggimann war ein feiner Mensch, ein lieber Freund, ein Wortakrobat, ein Wortmusiker.
Und jetzt ist er 79 jährig in der Nähe von Arles gestorben. Ich werde ihn in bester Erinnerung behalten. „Hei land donner, het das müsse si?“


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