Kafka am Strand
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.06.2004
Karl-Markus Gauß‘ Rezension dieses Buches des japanischen Kultautors ist eine Abrechnung. Und zwar nicht nur mit dem Buch selbst – „Schmonzette“, voller „Plattitüden“, es geht zu wie in der „schwäbischen Stube Hermann Hesses“, das alles ist „quälend langatmig“ -, sondern auch mit dem „gestrengen Feuilleton“, das hier offenkundig auf einen fatalen postmodernen Blender hereingefallen ist. Wild und ohne Besinnen werfe Murakami hier nämlich alles Mögliche durcheinander, einen Jungen, der zu klug, einen Alten, der zu dumm für die Welt ist, „griechische Tragödie“, „haarsträubende Handlung“, Fantasie und Wirklichkeit, Sex (vielleicht, ganz klar scheint das nicht zu werden) und Sinnfindung. Was immer man zitieren mag aus dieser Kritik, es klingt unfreundlich, sehr unfreundlich. Zwar gelinge es Murakami, seine „Versatzstücke“ miteinander zu „verzahnen“, aber, leider, doch nur nach Art des „Irgendwie“. Nein, kein positives Wort über dieses Buch.

Luise Rinser
„Mehr als eine Mitläuferin“ titelte „Die Zeit“ als bekannt wurde, dass die Erfolgsautorin Luise Rinser eine sehr kontroverse Nazi-Vergangenheit hatte:
http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-04/luise-rinser-biografie
Nichtsdestotrotz habe ich ihren Roman „Mitte des Lebens“ aus dem Jahre 1950 (wieder)gelesen. Alles ist klar und eindeutig. Ganz anders als ihre eigene Biografie.
Spannende Geschichte! Nicht einfach schwarz-weiss!
„Alle Toten fliegen hoch“
Eben gelesen: „Alle Toten fliegen hoch“ von Jochaim Meyerhoff. Eine mitreissende Geschichte von Liebe, Fremde, Verlust und Selbstbehauptung. Sensibel erzählt, selbstironisch, witzig. Ein tolles Buch!

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