Störche bevorzugen Biofelder

Zuckerrüben übrigens auch…. 😉

Bio ohne Hokuspokus
Da hat doch der Chef des Pestizidkonzerns Syngenta gefordert, der Biolandbau müsse, weil zu wenig produktiv, aufgegeben werden! Die Biobauern seien schuld, wenn jetzt wieder weltweite Hungersnöte drohen würden. Nur mit Hilfe des chinesischen Staatskonzerns könne künftig die Nahrungsmittelversorgung der Welt gesichert werden.
Ein so abstruses Interview habe ich noch selten gelesen (des Brot ich ess, des Lied ich sing!). Kein Wort über Boden- und Trinkwasservergiftung durch Pestizide, Insekten- und Bienensterben, Resistenzprobleme bei Pflanzenkrankheiten, spekulative Preistreibereien bei Grundnahrungsmittel usw..
Der Biolandbau ist ein Erfolgsmodell. Auch wenn die landwirtschaftlichen Erträge tiefer sind als beim chemisierten Anbau, kann man davon ausgehen, dass der Welthunger mit biologischen Anbaumethoden nachhaltiger bekämpft werden kann. Dafür gibt es verschiedene Gründe:
Erhaltung der langfristigen Bodenfruchtbarkeit, angepasste Anbauformen, regionaler und saisonaler Konsum und weniger Foodwaste, mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel für Bio-Konsument*innen usw..
Natürlich sollte man auch den Biolandbau nicht verklären. Es ist schwierig für Bio-Bauern und Bäuerinnen, bei drohenden Ernteverlusten wegen akuten Pflanzenkrankheiten oder Schädlingsbefall, auf chemische Behandlungen zu verzichten. Da haben es die IP-Bauern mit dem Schadschwellenkonzept einfacher. Dafür leidet aber die Glaubwürdigkeit.
Als praktizierender Biobauer habe inzwischen fünfzig Jahre Erfahrung im Biolandbau im In- und Ausland. Natürlich sind die Produktionsvoraussetzungen von Region zu Region, ja schon fast von Hof zu Hof sehr unterschiedlich. Aber sich auf eigene Beobachtungen und Erfahrungen zu verlassen ist viel erfolgsversprechender als den Glanzprospekten der Pestizid- und Düngerindustrie zu glauben. Ich vertraue auf Natur, Mischkulturen, sanfte Technologie, Direktsaat usw. . Im Biolandbau braucht es keine obskuren Hilfsstoffe, es genügt der gesunde Menschenverstand. Und Freude an der Arbeit, Lebensfreude!

Traktorenevaluation
Traktoren spielen auf Bauernbetrieben seit Generationen eine grosse Rolle: https://auswandererblog.ch/2014/04/24/traktoren-2/
Auf der Inselmatt konnte der Oldtimer-Renault nicht mehr repariert werden: https://auswandererblog.ch/2022/02/01/42-jahre/
Neue Traktoren sind teuer (Faustzahl 1000 Franken pro PS). Wegen Pandemie und dem Ukrainekrieg sind überall Lieferengpässe enstanden. Lieferfristen von einem halben bis zu einem Jahr sind nicht mehr unüblich! Traktoren stammen im Gegensatz zu früher nicht mehr aus der Schweiz.
Marken der Weltmarktführer werden im fernen Osten hergestellt. Zum Beispiel Massey-Ferguson in China, John Deere in Indien usw..
Aber auch Occasionstraktoren sind in den letzten Monaten laufend teuerer geworden. Guter Rat ist teuer!



Luzerneanbau
Schöner Bestand! 25 Hektaren Fläche. Proteinreich. Dank Knölchenbakterien guter Gründünger. Verdrängt Distelnester nach mehrmaligem Schnitt.

Selbstversorgung



Selbstversorgung mit Kopf, Herz und Hand, keine Anbauschlacht mit Handelsdünger und Pestiziden…
Portes ouvertes: Photovoltaïque
Unser Solarzellendach auf einem alten Stall liefert seit 12 Jahren zuverlässig jedes Jahr rund 14’000 kWh Strom und das zu einem vorteilhaften Preis: der Abnahmevertrag der EDF garantiert rund -.65 €/kWh für 20 Jahre.
Inzwischen sind die Solarpanel viel günstiger geworden und der Einspeisepreis pro kWh liegt jetzt bei rund -.11€/kWh für Neuanlagen.
Verschiedene Firmen bieten den Bauern nun gratis Hangare in jeder Grössenordnung an, um dafür während 30 Jahren den Solarstromertrag zu nutzen. Heute war Portes ouvertes auf einem grossen Ackerbaubetrieb (300 ha) in Barrans mit eindrücklichen 2000 m2 Solarzellenauf dem Dach.
Die Erstellung von Solaranlagen auf dem Boden von Landwirtschaftsflächen von 3 bis 30 Hektaren ist bei Umwelt- und Bauernorganisationen noch sehr umstritten. Neuerdings gibt es aber gute Beispiele mit landwirtschaftlicher Unternutzung (Tomatenkulturen, Weidenutzung, Gemüsekulturen usw.).
Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch in Ackerbaugebieten Biodiversitätsflächen mit Doppelnutzung installiert werden könnten! Wer macht den Anfang?















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