Osterspaziergang
Besuch bei einem befreundeten Fotografen und Biologen
Laurent Bessol, Publikationen: http://www.cnature.fr/
In einem kleinen Dorf im Gers mit wunderbarem Blick über die hügelige Landschaft
Auf einem Rundgang in den benachbarten Hügeln
Laurent zeigt uns ein paar Orchideen, die wir bei uns nicht finden
Ophrys sulcata (gefurchte Braune Ragwurz):
Serapias lingua x vomeracea:
Und zum Abschluss la vedette du jour: Ophrys miroir = Spiegel-Ragwurz.
Das ist eine sensationelle Entdeckung, denn bisher wurden im ganzen Gers nur gerade vier Exemplare gefunden.
Aber Achtung: ab heute wird die Suche in unseren Magerwiesen intensiviert.
Das Kreuz mit dem Kreuz
Kreuz auf Erden und am Himmel (Gemeinde Durban, Gascogne)
Ich halte nichts von Religionen und Kirchen, gleichgültig ob christlich, islamisch, hinduistisch, buddhistisch jüdisch oder sonst welchen Sekten. Die Institution Kirche halte ich für unnütz oder schädlich. Religion sollte Privatsache sein und die Religionsfreiheit muss gewährleistet bleiben.
Die vollständige Trennung von Kirche und Staat ist für mich zwingend. Die Gewährung der Menschenrechte ist Voraussetzung für eine vernünftige Gesellschaftsordnung.
Diese knappen Vorstellungen sind im ehemals katholischen Frankreich weit besser realisiert als in der konservativen Schweiz mit seinen „anerkannten“ Religionsgemeinschaften und seiner Verfassung „im Namen Gottes“.
(soweit das Wort zu Ostern….)
Der Goalie bin ig
Das chame so säge, wöu Junkies hüete, isch für töu Puren eifach e Betriebszweig meh, die einte hei Chäubermascht und Raps und angeri hei Bärgchäs und Geissen und töu nähme Junkies. Subväntioniert isch aues.
Es kommt oft vor, dass ich mir nach einem guten Buch noch – falls vorhanden – den Film ansehe. Ich bin jeweils gespannt, wie ein Roman filmisch umgesetzt wird. Beim „Der Goalie bin ig “ von Pedro Lenz war es umgekehrt: ich habe zuerst den guten Film gesehen und dann erst das köstliche Buch gelesen. Mit grösstem Vergnügen!
Im wahrsten Sinne: eine AUTObiografie
Ich bin ja nicht gerade ein Autofreak, aber trotzdem sind wir, – gerade hier in der France profonde -, auf einen fahrenden Untersatz angewiesen. Und weil unser Peugeot 307 SW inzwischen über 200’000 km auf dem Zähler hat und grössere Reparaturen anstehen, müssen wir uns zwangsläufig wieder mal mit einem Autokauf beschäftigen. Die Evaluation läuft.
Gute Gelegenheit Rückschau zu halten auf unsere AUTObiografie:
Früher wollte ich Rennfahrer werden und habe bereits auf den abgeernteten Heufeldern mit dem legendären Citroen traction avant meines Grossvaters geübt…
Schade dass wir den Oldtimer nicht irgendwo aufbewahrt haben!
Mit 18 habe ich die Fahrprüfung bestanden (übrigens erst im zweiten Anlauf, weil ich nicht rechts und links unterscheiden kann). Gelernt habe ich auf dem Citroen ID, der auch meinem Grossvater gehörte, der selber aber nicht mehr fahren durfte und daher meine Chauffeurdienste schätzte…
Später habe ich zusammen mit meinem Schwiegervater und Schwager den Motor eines ID’s in einen anderen ID eingebaut… (das konnte man damals noch…)
Unser erstes eigenes Auto war (nach viele 68er-Autostop-Reisen durch ganz Europa), wie könnte es anders sein, ein roter 2CV…
Dann kam das erste Familienauto: Renault 14, der uns innert sechs Jahren regelrecht weggerostet ist!
1985 haben wir den hier abgebildete Nissan Prairie gekauft. Damit haben wir später unsere Habseligkeiten nach Frankreich gezügelt und seit 2002 ist dieser 4 x 4 ein ideales Betriebsfahrzeug für den harten Einsatz über Stock und Stein!
In den letzten 12 Jahren hat uns der Peugeot 307 SW gute Dienste geleistet, aber jetzt beginnt er zu stottern.
Zur Diskussion stehen jetzt diverse Hybridfahrzeuge, Toyota Prius, Peugeot 3008, VW…
Wer kann was empfehlen?
Schon wieder Orchideen…
…weil sie halt zurzeit so schön blühen…
Wiese mit Orchis simia (Affen-Knabenkraut)
Wiese mit Orchis purpurea (Purpur-Knabenkraut)
Und hier noch die Kreuzung dieser beiden Orchideen:
Inzwischen ist auch die Orchis militaris (Helm-Knabenkraut) schon aufgetaucht – zwei Wochen zu früh.
Und mit ihr auch der Hybrid mit Orchis purpurea:
Velotürli in der Gascogne
Intakte Landschaften, schöne Heimetli, fast wie im Mittelalter…
…der Geruch der Äcker, blühende Rapsfelder, in einem Wort: traumhaft!
Les Petites Fugues
Das Gers ist hügelig. Velofahren bei diesem Auf und Ab für ältere Semester schon ganz schön anstrengend… Darum haben wir uns jetzt eine Extravaganz geleistet: un Velo avec assistance éléctrique!
Zwar kein gestyltes E-Bike aus der Schweiz, nur ein französisches Billigmodell (wahrscheinlich Made in China) für 899€.
Immerhin sammeln wir die notwendige elektrische Energie mit unserer Photovoltaikanlage…
Jetzt werden die Velotürli (les petites fugues) wieder erholsamer!
Jetzt DVD bestellen!
Liebe Freunde, liebe Bekannte
Die DVD des Films „Zum Beispiel Suberg“ ist fertig und wird ab sofort ausgeliefert. Die DVD Edition enthält
den Film „Zum Beispiel Suberg“ in Originalfassung (wahlweise deutsche, französische, englische oder
italienische Untertitel), zahlreiches Bonusmaterial und das offizielle Booklet zum Film.
Hier gehts zur Bestellung: http://www.fairandugly.ch/dvd-bestellen.html
Vorläufig kann die DVD nur über oben stehenden Link oder Bestellkarte bezogen werden. Ab dem 4. August
wird sie auch im Buch- und Fachhandel erhältlich sein.
Über 25’000 ZuschauerInnen haben „Zum Beispiel Suberg“ in den deutschschweizer Kinos gesehen.
Wir freuen uns sehr über das grosse Interesse und die vielen positiven Rückmeldungen auf unseren Film.
Wer den Film bereits gesehen hat, möchte ihn vielleicht weiter empfehlen, Verwandten zum Geburtstag
oder den Nachbarn zu Ostern schenken?
Weitere Infos zum Film auf der offiziellen Website:
http://www.zumbeispielsuberg.ch
Facebook:
https://www.facebook.com/zumbeispielsuberg
Und falls ihr noch gar nichts vom Film gehört habt, schaut euch doch erst mal den Trailer an.
Herzliche Grüsse
Simon Baumann
Pressestimmen:
«Eine witzige, ehrliche und unprätentiöse Suche nach
dem eigenen Ursprung, die berührt, nachdenklich stimmt und inspiriert»
Ensuite, Sonja Wenger https://www.dropbox.com/s/hwwrpnhv0rjujtz/Ensuite_Filmkritik.pdf
«Punktgenaues Porträt eines Ortes im Seeland»
Berner Zeitung, Hans Jürg Zinsli
«Baumann gibt mit klugen Kommentaren Denkanstösse und
beweist ein Flair für bildhaftes Erzählen.»
NZZ am Sonntag, Christian Jungen
«Eine charmante Mischung aus Witz und Wehmut»
Radio SRF1, Hannes Nüsseler
«Ein scharfsichtiger Blick auf das Landleben»
Cineman, Urs Arnold
«Eine differenzierte und persönliche Dorfchronik»
SRF, Kulturplatz
«Neben der sorgfältig komponierten Bildsprache begeistert vor allem auch der präzise Off-Kommentar»
Filmbulletin, Sarah Sartorius
«Eine schweizerische Dorfchronik und ein differenziertes Dokument des Strukturwandels»
NZZ, Geri Krebs
«Ein wichtiger Film über das verloren gegangene Zusammenleben»
OutNow
«Der Filmemacher ist kritisch, aber liebevoll; der Film melancholisch mit Humor… die Bilder von aussagekräftiger Präzision»
Bieler Tagblatt, Tobias Graden
«Ohne Bauern stirbt ein Dorf»
Bauernzeitung, Franziska Schwab
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Simon Baumann
Oeleweg 9
CH-3262 Suberg
+41 78 770 20 83
simon@tonundbild.ch
http://www.tonundbild.ch
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Orchideenkalender: Vorsprung…
Die sommerlichen Temperaturen bringen den Orchideenkalender durcheinander.
Während die Ophrys scolopax (Schnepfenragwurz) grad noch im üblichen Rahmen liegt:
hat die Orchis simia (Affenknabenkraut) bereits ein bis zwei Wochen Vorsprung auf den üblichen Fahrplan:
Und das gab’s hier noch nie Anfang April: die Serapias lingua (einschwieliger Zungenstendel) blühen bereits gruppenweise, zwei bis drei Wochen früher als üblich.

























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