AUSWANDERERBLOG

Aber, aber Herr Professor

Posted in Politik by ruedibaumann on Dezember 10, 2006

In der heutigen Sonntagszeitung darf ein emeritierter Professor seinen verstaubten Vorschlag zur Lösung der schweizerischen Landwirtschaftsprobleme wieder aufwärmen. Streichung der Direktzahlungen an Kleinstbetriebe ist das einzige Resultat seiner jahrelangen, tiefschürfenden professoralen Agrarstudien. So ein Blödsinn! Die wenigen Brosamen, die bäuerliche Kleinstbetriebe vom grossen Subventionskuchen erhalten, sollen für die teure schweizerische Agrarpolitik verantwortlich sein. Man müsse Kleinbauern endlich zur Aufgabe ihrer Höfe zwingen, damit die kleinen Äckerlein für die Grossbauern frei würden, meint der pensionierte Agrarexperte. Die Erfahrung lehrt uns, dass gerade wegen dem laufenden Strukturwandel, sprich Aufgabe von kleinen Höfen, die Subventionen an die Grossbetriebe laufend ansteigen. Also, wenn es nach Professor Rieder geht, sollen wenige teure, superindustrielle Grossbauern in der kleinen Schweiz den restlichen Bauernstand retten. Erstaunlich, dass solche veraltete Rezepturen in der Schweiz immer noch vertreten werden, obschon sie in der EU schon lange der Vergangenheit angehören.

Sonntagszeitung

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  1. mousseman said, on Dezember 10, 2006 at 1:14 pm

    Die Lösung wäre eigentlich viel einfacher, und wirtschaftlicher:1. Abschaffung aller Agrarsubventionen für nomale Produktionsbetriebe. Wer einen Hof für Vereine wie „Pro Spezie Rara“ oder seltene Agrarpflanzen betreibt, muss dafür entschädigt werden. Das sind aber nicht viele Höfe.2. Zölle erheben, die Exportsubventionen für Agrargütern von anderen Staaten ausgleichen, so dass man den Schweizer Markt nicht mit Dumping-Methoden zerstören kann.Aber solange ein Grossteil der Parlamentarier mit der Agrarlobby verbandelt ist, kommen KISS-Vorschläge nicht zum Zuge.

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  2. Urs Berner said, on Dezember 11, 2006 at 7:54 am

    Hahaha, ist das amüsant:1) Innert kürzester Zeit hielten auf den Bauernhöfen Stiefelgeissen und Grauvieh Einzug. Super; und dann?2) Importzölle!? Beispiel gefällig: Frankreich (Bananenzölle) musste im Staub kriechen als la grande nation genau dies versuchte. Die Weltwirtschaft (WTO-USA) wird nie nie nie Schutzzölle für das Schweizlein billigen.> Zwei ebenso dumme und naive Vorschläge wie diejenigen aus des Professors Feder.

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