AUSWANDERERBLOG

Irgendwie muss es ja weitergehen…

Posted in Bauernland by ruedibaumann on März 21, 2020

„Es könnte sein, dass unsere Wirtschaft einen ungeheuren Schaden erleidet, …es kann aber auch sein, dass wir endlich erkennen, was wirklich wichtig ist in unserem Leben und dass ständiges Wachstum eine absurde Idee der Konsumgesellschaft ist. Wir sind zu Marionetten der Wirtschaft geworden. Es wurde Zeit zu spüren, wie wenig wir eigentlich tatsächlich brauchen.“

Wir haben heute Kartoffeln gesetzt. Härdöpfu aus der letztjährigen Ernte die wir nicht alle brauchten und jetzt vorgekeimt sind. Hoffen wir, dass bei der nächsten Ernte das schlimmste überstanden ist! Glücklich und privilegiert, wer trotz Ausgangssperre im eigenen Garten arbeiten kann.

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Sag’s mit Blumen….

Posted in Orchideen by ruedibaumann on März 18, 2020

Stephanie hat heute auf unseren Wiesen die ersten Orchideen fotografiert, für alle die wegen harter Arbeit in der Pflege, Homeoffice oder Ausgansperre (confinement) usw. nicht so privilegiert sind wie wir Bauern. Danke an alle in diesen schweren Zeiten!

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Anacamptis morio/ kleines Knabenkraut

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Ophrys marzuola

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Ophrys forestieri

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Ophrys lutea/ gelbe Ragwurz

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HERKUNFT

Posted in Literatur by ruedibaumann on März 6, 2020

KLAPPENTEXT

„Herkunft“ ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. Den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh. „Herkunft“  ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre. „Herkunft“ ist traurig, weil Herkunft für mich zu tun hat mit dem, das nicht mehr zu haben ist.  In „Herkunft“ sprechen die Toten und die Schlangen, und meine Großtante Zagorka macht sich in die Sowjetunion auf, um Kosmonautin zu werden.
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Ich bin beeindruckt, sehr beeindruckt: „Eines der intelligentesten, geistsprühendsten und – nicht zuletzt – formal innovativsten Bücher dieses Frühjahrs. Eine echte Freude zu lesen!“
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Airbus 380

Posted in Uncategorized by ruedibaumann on Februar 27, 2020

Die Airbuswerke in Toulouse sind der Stolz der ganzen Region. Entsprechend habe ich schon öfter in diesem Blog darüber geschrieben: https://auswandererblog.ch/?s=Airbus+380

Allerdings wird die Produktion des Grossraumflugzeuges A 380 nach nur 13 Jahren schon eingestellt. Offenbar hat man die Nachfrage falsch eingeschätzt (zu teuer, zu umweltbelastend). Für die Gersois kommt bei dem letzten Transport des Riesenvogels schon so etwas wie Nostalgie auf.

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Schweizer Geheimdienst

Posted in Politik by ruedibaumann on Februar 26, 2020

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Naturverjüngung

Posted in Bauernland by ruedibaumann on Februar 25, 2020

Vor ziemlich genau 20 Jahren hat der Lothar-Sturm eine unserer Waldparzellen in der „Dählen“ in Grossaffoltern arg geschädigt. Wir haben uns entschlossen, die gefällten Bäume (v.a. Fichten und Buchen) nicht zu räumen und keine Neupflanzung vorzunehmen. In der Zwischenzeit sind zahllose Laubbäume gekeimt und zu einem ansehnlichen Jungwald herangewachsen (Naturverjüngung). Fazit für mich: auch in der Waldwirtschaft sollte man vermehrt die Natur machen lassen!

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Bilder aus Grossaffoltern

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Februar 24, 2020

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Grossaffoltern, die Gemeinde im Berner Seeland wo ich geboren und aufgewachsen bin. 25 Jahre haben wir hier gebauert und politisiert (Gemeinderat, Grossrat, Nationalrat) bis 2001. Heute zeigt sich das Alpenpanorama von seiner schönsten Seite!

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Ophrys de mars

Posted in Comédie française, Orchideen by ruedibaumann on Februar 21, 2020

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Stephanie findet die Ophrys de mars natürlich schon im Februar! Erste blühende Orchidee im 2020!

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Municipales

Posted in Politik by ruedibaumann on Februar 19, 2020

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In Frankreich finden am 15. März Gemeindewahlen statt. In unserer kleinen Gemeinde Traversères steht ein siebenköpfiger Gemeinderat zur Wahl.

Da wir am Wahldatum abwesend sind, haben wir eine Stellvertretung (procuration) organisiert. Schliesslich glänzen die ländlichen Gemeinden hierzulande mit einer hervorragenden Stimmbeteiligung von über 80% und wir wollen diese Ziele hoch halten! Eine Stellvertretung für eine Abstimmung zu organisieren ist administrativ aufwendig. Man muss persönlich mit den notwendigen Ausweispapieren beim Hauptsitz der Police Nationale in der Hauptstadt des Départementes vorsprechen um die entsprechenden Formulare auszufüllen. Gesagt, getan… einer erfolgreichen Gemeinderats- und -präsidentenwahl steht nichts mehr im Wege!

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Landwirtschafts-ABC

Posted in Agrikultur, Politik by ruedibaumann on Februar 18, 2020

Unser Sohn Kilian hat ein ein sehr gutes und vielbeachtetes Interview zur gegenwärtigen, schweizerischen Agrarpolitik gegeben, das in verschiedenen Medien veröffentlicht wurde:

https://www.watson.ch/schweiz/interview/608485401-wie-der-gruene-kilian-baumann-die-agrarpolitik-veraendern-will

Mich hat erstaunt, wieviel Halb- und Unwissen über die Landwirtschaft in den rund 200 Kommentaren aufgetaucht ist. Auf die Gefahr hin, als Besserwisser oder Klugscheisser apostrophiert zu werden, erlaube ich mir dazu einige wenige Bemerkungen:

Genetisch hornlose Kühe sind nicht das Resultat, eines gentechnologischen Eingriffs in die Keimbahn gewisser Rinderrassen, sondern schlicht und einfach das Resultat einer jahrzehnte- oder gar jahrhundertalten Auslese  (Auslese = Zucht) von hornlosen Tieren, die übrigens auch problemlos wieder tierzüchterisch rückgängig gemacht werden kann.

Pflanzliches Protein (=Eiweiss) lässt sich sehr wohl auf schweizer Biobetrieben anbauen. Ich habe damit im In- und Ausland 50jährige Praxiserfahrung! Grossflächiger Anbau von diversen Eiweisserbsen, Bohnen, Soja usw. für den menschlichen Konsum ist zukunftsträchtig und würde erlauben, mindestens zehn mal mehr Leute zu ernähren, als über den Umweg Tiermagen. Zudem brauchen Leguminosen (= Proteinpflanzen) keinen Stickstoffdünger und schonen damit unser Trinkwasser!

Bekanntlich lassen sich Milch und damit auch alle Milchprodukteproblemlos aus verschiedensten einheimischen Pflanzen herstellen (Sojamilch, Hafermilch usw.). Dabei ist auch eine nichtindustrielle, bäuerliche Produktion möglich!

Die Vorstellung einzelner Kommentatoren und Medienleute, Nebenerwerbsbetriebe in der Landwirtschaft seien unproduktiv und sollten zu Gunsten von grossflächigen Haupterwerbsbetrieben aufgegeben werden, ist Unsinn. Nur dank bäuerlicher Klein- und Mittelbetriebe kann in der Schweiz die Biodiversität einigermassen aufrecht erhalten bleiben. Industrielle Grossbetriebe bringen nur Nachteile: Massentierhaltung, Immissionen, Abwanderung aus dem ländlichen Raum, Verlust der bäuerlichen Dorfkultur.

Grossverteiler wie Migros, Coop, Aldi, Lidl usw. könnten mit ihrer Margengestaltung sehr wohl Einfluss nehmen auf den Absatz von Bioprodukten. Warum basiert die schöne Absatzwerbung ausschliesslich auf bäuerlichen (Bio)Betrieben, während die verkauften Produkte oft aus Massentierhaltung oder industrieller Gemüseproduktion stammen? Gesunde Bioprodukte sollten nicht das Privileg reicher Konsumenten bleiben.

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