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Grossratswahlen im Kanton Bern
Eigentlich gibt es keine politischen Diskussionen, keine überparteilichen Veranstaltungen, keine wirklich brennenden Themen… aber trotzdem spricht man von „Wahlkampf“. Sichtbar entlang aller mehr oder weniger befahrbaren Strassen, an jeder Hausecke, sogar neben den verbleibenden Misthaufen: Kopfplakate jeder Grösse von Kandidaten, vornehmlich bürgerlicher Gesinnung, die sich als Volksvertreter präsentieren.
Die Wahlbeteiligung wird einmal mehr miserabel ausfallen.
Meine Empfehlung für die Region Biel Seeland….
…und so war es vor 28 Jahren!
Municipales – Gemeindewahlen
Am 23. und 30 März finden in über 36’000 französischen Gemeinden Wahlen statt (1. und 2. Wahlgang). Man rechnet damit, dass die auf nationaler Ebene regierenden Sozialisten mehr oder weniger grosse Verluste erleiden werden. Im Aufwind ist auch der populistische,rechtsnationalistische Front National der in rund 600 Städten antritt. Die Franzosen haben die Tendenz, zumindest jeweils im ersten Wahlgang die Regierenden zu sanktionieren.
In unserer Gemeinde Traversères wird gleichzeitig der Gemeinderat von 9 auf 7 Mitglieder verkleinert. Sieben Bisherige treten wieder zur Wahl an. Politische Parteien existieren nicht.
Gartenarbeit
1. Etappe
Am 27. Februar begann die Aussaat in der Küche. Inzwischen sind 28 Kohlrabi pikiert, ebenso 10 Zucchetti und 4 Kürbisse. Von fünf Tomatensorten sind ausgerechnet diejenigen Samen am besten aufgelaufen, die aus den letztjährigen Tomaten gewonnen wurden: 16 Coeur de boeuf und 27 Pomodorini di Sardegna (die sind uns sowieso die liebsten). Die gekauften Samen haben noch etwas Rückstand und werden später pikiert zusammen mit den Krautstielen, den Physalis und dem Knollensellerie.
2. Etappe
Bevor der Garten für die neue Pflanzung vorbereitet werden kann, muss noch abgeerntet werden:
3. Etappe
Ein Teil des Gartens ist leer geräumt, gejätet, gehackt und mit Mist versorgt.
4. Etappe
Nochmals hacken und dann Kartoffeln setzen und mit Stroh bedecken. Vorn im unbedeckten Beet sind Radiesli, Rüebli, Fenchel,
Kefen und Pflücksalat.
Geissenpeter
Im grossen Saal des Gasthofs zum ‚Bären’, wo jeweils die Theatervorführungen der Musikgesellschaft stattfanden und die Kulissen das ganze Jahr über auf der Bühne stehen blieben, wurde uns Schulkindern einmal im Jahr ein Film gezeigt. Das waren am Anfang noch Schwarzweissfilme, abgespielt von einem ratternden Projektor. Sie waren von den vielen Vorführungen so abgenutzt, dass über die Bilder auf der Leinwand senkrechte Streifen liefen, als würde es in dem Film immerzu regnen. Meinen ersten Film überhaupt habe ich in diesem Saal gesehen, ein Film über den Geissenpeter. Die weissen Saanenziegen gefielen mir sehr, und wie die dem Geissenpeter und der Heidi aufs Wort gehorchten! Peter brauchte nur in sein Kuhhorn zu blasen und schon kam die kleine Ziegenherde angetrippelt. Von da an bestürmte ich meine Eltern, und danach alle Verwandten und Bekannten mit der Idee, wir müssten doch auch solche Ziegen im Stall haben, oder zumindest schon mal eine.
Als erstes schenkte mir meine Grosstante so ein Kuhhorninstrument, mit dem man die Ziegen rufen konnte. Das Horn roch zwar ähnlich fürchterlich wie die Knochenstampfi der Düngerfabrik in unserem Dorf, aber ich trug es trotzdem gern mit mir herum und fühlte mich schon ein wenig als Geissenpeter. Und tatsächlich schenkte mir mein Götti Otti eines Tages ein kleines Zicklein. Ich verwöhnte das Tier nach Strich und Faden, aber es gelang mir trotzdem nicht, ihm beizubringen, auf den Lockruf meines Kuhhorns zu hören. So musste ich für meine (Alp)spaziergänge in der Hostet der Inselmatt die Geiss am Strick führen. Das wurde aber zusehends schwieriger, weil die Ziege schnell wuchs und immer kräftiger wurde. Schliesslich gab es herzigen Geissennachwuchs und ich konnte endlich mit dem Ziegenmelken beginnen; so hatte ich es mir zumindest vorgestellt. Aber das zickige Tier stand immer wieder in den Melkeimer, und statt eines vollen Kessels weiss schäumender Milch blieb mir oft nur eine erbärmlich bräunlich-weisse Flüssigkeit, angereichert mit Tränen der Verzweiflung.
Seither weiss ich, dass das Leben kein Film ist. Die Ziegengeschichte wurde mir von meinen Eltern während der ganzen frühen Jugendzeit noch vorgehalten, weil ich, wie sie sagten, nach und nach meine Betreuungspflichten im Ziegenstall vernachlässigt und sogar, als das Tier gemetzget werden musste, es erst zwei Tage später gemerkt hätte.
Das blieb nicht meine einzige Jugendsünde. Mein Bruder und ich warfen einmal mit Rossäpfeln nach den Mädchen, die bei uns die Milch abholten. Und weil das Brigittli ein Milchkesseli ohne Deckel hatte, kam die Mutter stracks mit ihrem Töchterchen in die Milchsammelstelle zurück und zeigte allen, die es sehen wollten, die Bescherung. Es setzte ein Donnerwetter für uns beide, aber ich bin heute noch überzeugt, dass mein Bruder die Hauptschuld trug.
Auf meine Kappe ging allerdings die Eiergeschichte. Ich musste einen Korb Hühnereier in die Landwirtschaftliche Genossenschaft bringen. Heimlich nahm ich das Fahrrad, statt zu Fuss zu gehen, wie mir aufgetragen war. Leider wurden auf dem holprigen Transport einige Eier leicht beschädigt. Jedenfalls wollte der Genossenschaftsverwalter nur die ganzen Eier übernehmen und bezahlen. Auf dem Heimweg überlegte ich, die übrigen Eier lieber gleich zu entsorgen, da sie ja nicht mehr zu gebrauchen waren. Ausserdem wollte ich schon lange einmal sehen, wie Eier zerplatzen, wenn man sie mit Karacho gegen eine Wand wirft. Ich warf sie also mit grossem Schwung ein paar Schulmädchen vor die Füsse, nicht, um sie zu treffen, sondern, um sie zu beeindrucken. Aber die Eier wollten nicht dahin, wo ich sie hinwarf. Eiweiss und Eigelb klebte an Röcken und Kinderstrümpfen. Natürlich blieb diese Tat zu Hause nicht verborgen, schon weil das Eiergeld nicht stimmte, aber auch, weil Schulmädchen immer alles rätschen müssen.
Heute muten diese Streiche vielleicht harmlos an, wie viele der alten Lausbubengeschichten. Aber damals wurden sie gar nicht als so harmlos wahrgenommen und waren ein Teil der Vorbereitung aufs Leben.
Maibummel im März
Wanderungen in der Gascogne sind immer wieder neue Entdeckungsreisen! Seien es pittoreske Heimetli mitten im Ackerland…
… oder eine Kirche mit farbiger Maria davor… (hier in Saint Elix, Gers)
… aber noch viel interessanter: alte Stahlrösser in allen Farben und Formen…
… der erste Massey-Fergusson…
Fordson…
Nostalgie pur…
Les trois Ophrys précoces

Mit der gelben Ophrys sind die drei Musketiere jetzt vollzählig. Alle früh blühenden Ophrys sind aufgetaucht, ein paar Tage früher als üblich.
In den nächsten Tagen wird es keine neue Orchidee zu entdecken geben. Aber vielleicht noch das eine oder andere Gruppenbild der drei Musketiere.
Grasfuder
Neben dem Büscheli-Birnbaum vor der Tenne, auf dem Kiesweg, der leicht gegen das Haus hin abfällt, wurden nach dem Grasen die Pferde ausgespannt und die Bremsen des Wagens fest angezogen. Dort blieb das Grasfuder manchmal lange stehen, bis dann zur Fütterungszeit das Scheunentor geöffnet und der schwere Graswagen von Hand in die Tenne gezogen wurde. Wir Kinder, noch im Vorschulalter, spielten ausgelassen zwischen Bach, Misthaufen, Stall und Scheune und neben und unter dem Fuder. Der Brügiwagen hatte eine mechanische Bremskurbel, die mich magisch anzog. Ich versuchte, sie zu bewegen, und ich weiss noch, wie ich meinen Spielkameraden stolz zurief: Seht, wie ich hier drehen kann! Noch währenddessen spürte ich, wie sich das schwere Fuder langsam bewegte. Ich stemmte mich mit aller Kraft dagegen, ohne Erfolg. Dass ich die Bremskurbel einfach hätte wieder zudrehen sollen, fiel mir in der Schrecksekunde gar nicht ein, sie befand sich ohnehin gefährlich nahe beim grossen Rad. Der Wagen begann zu rollen, immer schneller, auf das geschlossene Scheunentor zu. Zuerst durchbrach die eisenbeschlagene Pferdedeichsel die dicken Holzbretter. Es krachte fürchterlich. Der ganze Wagen krachte durchs Tor, das eichenharte Fürgstütz zersplitterte. Mit grosser Wucht prallte das Fuder gegen Beton, das Gras ergoss sich in einem Schwall über die Kuhköpfe und in die Futterkrüpfe. Dann endlich war es still.
Geschockt stand ich vor dem Unheil. Mein Vater, mit umgebundenem Melkschemel und halbvollem Kessel in der Hand, lief in grossen Schritten heran und schaute dabei so finster, wie ich es noch nie an ihm gesehen hatte. Er stiess sein strengstes und gröbstes Schimpfwort aus: Schnuderhüng! Die ganze Familie und andere Zaungäste eilten herbei. Meine Scham vor all den Leuten war grenzenlos. Ich musste, schwerste Strafe bei Baumanns, sofort ohne Nachtessen ins Bett.
Mein Grossvater, erfahren in Schreinerarbeiten, zimmerte in den nächsten Tagen aus schön geschwungenem Eichenholz ein neues Fürgstütz für unseren Graswagenund versah die Pferdedeichsel mit neuem Eisenbeschlag . Das Scheunentor wurde geflickt. Über dreissig Jahre lang erinnerten die hell leuchtenden neuen Fichtenholzbretter im alten, dunkel verwitterten Torrahmen mich und alle Besucher an meine grösste Schmach. Erst 1986 haben wir bei der Renovation des Ökonomieteils unseres Hofs das geschichtsträchtige Holztor mit den beiden runden Oberlichtern endgültig entfernt.
Im Märzen…
Im Märzen der Bauer
Die Rößlein einspannt,
Er setzt seine Felder
Und Wiesen in Stand.
Er pflüget den Boden,
Er egget und sät
Und rührt seine Hände
Früh morgens und spät.
Etwas profaner: Striegeln, mechanische Unkrautbekämpfung im Winterweizen, 20 ha, 20°C


























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