AUSWANDERERBLOG

Es gibt noch viel zu tun…

Posted in Politik by ruedibaumann on Dezember 4, 2016

Vous le savez, il est urgent de lutter contre les pesticides:
La France est le 2ème pays européen utilisateur de pesticides,
93% des cours d’eau testés sont pollués,
Selon l’OMS, on compte 1 million d’empoisonnement liés aux pesticides et 220 000 décès,
Les perturbateurs endocriniens sont responsables de pathologies qui coûtent entre 150 et 206 milliards par an en Europe,
La mortalité des abeilles de ruche atteint 30% en 2015 contre 5% en moyenne dans les années 1990.

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Heureusement, l’action porte ses fruits:
La France est maintenant en 3ème position pour les surfaces bio dans l’UE,
+ 20 % de croissance du marché bio au 1er semestre 2016 vs 1er semestre 2015,
21 nouvelles fermes bio chaque jour sur les 6 premiers mois de 2016,
Dès 2017, l’usage des pesticides de synthèse sera définitivement interdit sur les espaces publiques.
Dès 2019, l’usage des pesticides de synthèse sera définitivement interdit pour les jardiniers amateurs.
Dès 2018, les insecticides néonicotinoides seront progressivement interdits.

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Wie hältst du es mit der Religion?

Posted in Politik, Uncategorized by ruedibaumann on Dezember 1, 2016

Heute im Bieler Tagblatt: Auswandererkolumne:

Um es vorauszuschicken, wir zählen uns zu den „nicht praktizierenden Atheisten“. Also nicht gläubig, aber auch nicht erpicht darauf, allen anderen die Nichtexistenz Gottes beweisen zu wollen und mit Pingeligkeit darauf hinzuweisen, wie unsinnig manche Glaubenssätze in all den heiligen Schriften sind, ob sie nun Bibel, Koran, Tora usw. heissen. Für uns ist Religion Privatsache. So gesehen fühlen wir uns sehr wohl im laizistischen Frankreich, wo die Trennung von Kirche und Staat strikte gehandhabt wird. Schon vor über hundert Jahren gingen die Kirchen in den Besitz des Staates und der Gemeinden über. Die Rechte und Pflichten sowohl der Besitzer der Kirchen wie auch deren Nutzer wurden gesetzlich geregelt. So gehört denn auch das kleine Kirchlein in unserem 80-Seelen-Dorf der Gemeinde und wird von dieser aus denkmalpflegerischen Gründen erhalten. Die Nutzung des Gebäudes hingegen liegt ganz in der Hand der Glaubensgemeinschaft (Gläubige und Geistliche). Wenn man die Kirche besichtigen will, kann man den Schlüssel beim Maire holen.

Da keine staatliche Statistik geführt wird über die Religionszugehörigkeit der Bevölkerung, gibt es keine verbindlichen Daten, wie viele Katholiken, Reformierte, Juden, Buddhisten, Muslime, Konfessionslose usw. im Land leben. Privatsache eben. In Frankreich gibt es auch keine politischen Parteien, die sich auf irgendwelche religiösen Werte berufen oder sogar ein C für christlich im Namen tragen (CVP, CDU, EVP usw.). Die diversen Kirchen mischen sich nicht in die Politik ein. Dass der Staat, wie beispielsweise im Kanton Bern, Kirchensteuern erhebt und die Pfarrfrauen und Pfarrherren besoldet, wäre in Frankreich undenkbar.

Weil Religionen einen Hang zu absoluten Wahrheiten haben, sind sie, wie die Geschichte und die gegenwärtige Weltlage zeigen, anfällig für Totalitarismus.

Und darum müssen Religionsgemeinschaften offenbar domestiziert und gesellschaftlich eingebunden werden. In der Schweiz versucht man das mit öffentlich rechtlicher Anerkennung und theologischen Fakultäten für die Ausbildung des „Bodenpersonals“. Allerdings bisher nur für christliche Religionen. In Frankreich versucht man es mit Kleidervorschriften, Kopftuchverbot in Schulen oder Burkiniverbot in gewissen Strand-Gemeinden.

Hier wie dort wollen rechtspopulistische Parteien (SVP oder Front National) mit Minarett- oder Burkaverboten den Wählern gefallen. Damit werden aber nur Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen angestachelt.

Vielleicht wäre ein etwas lockerer und entspannterer Umgang mit Gläubigen und Nichtgläubigen der bessere Weg?

Ruedi und Stephanie Baumann

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…

Posted in Patrimoine et architectures, Politik by ruedibaumann on November 20, 2016

Diese Bauprofile sind mir heute auf einem Sonntagsspaziergang in Lyss, Kanton Bern, Schweiz aufgefallen….

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Langsam setzt sich auch in der schönen Schweiz die Erkenntnis durch, dass die ausufernde Zersiedlung der Landschaft begrenzt werden muss. Jahrzehnte nach dem Erlass des Raumplanungsgesetztes und diversen Ergänzungen kommt man mehrheitlich zum Schluss, dass die Bauzonen zu gross geraten sind, dass man nicht immer auf der grünen Wiese weiterbauen kann, dass der Schutz des Kulturlandes verstärkt werden muss und damit weiteres bauliches Wachstum nur noch durch eine Verdichtung innerhalb des Siedlungsgebietes realisiert werden kann.

Die Bauern selber machen mit diversen Volksinitiativen auf kantonaler und eidgenössischer Ebene darauf aufmerksam, dass der Kulturlandschutz höhere Priorität verdient. Soweit so gut.

Wenn man nun aber aufmerksam die Schweizer Landschaft betrachtet, dann fällt auf, dass gerade in freien Landwirtschaftsflächen vermehrt Bauten entstehen, die den schönen Grundsätzen des Landschafts- und Kulturlandschutzes diametral entgegenlaufen! Pouletmasthallen, Hallen für Legehennen, Schweinemast- und Zuchtbetriebe, Reithallen, landwirtschaftliche Aussiedlungen die eher einem Industriebetrieb gleichen als einem Bauernhof…. usw.

Oft sind es die Bauern selber, die ziemlich rücksichtslos intakte Landschaften mit hässlichen Bauten und Einrichtungen maximal beeinträchtigen. Offenbar ist hier die notwendige Sensibilisierung noch nicht weit fortgeschritten: Kulturlandschutz selbstverständlich, aber doch nicht bei uns…

Dass im Tourismusland Schweiz künftig für Wohn- und Gewerbebauten nicht mehr einfach überall darauf losgebaut werden darf, ist verständlich. Wenn aber an privilegierten Wohnlagen ohne weiteres grosse Hühner- und Schweineställe gebaut werden dürfen, dann stimmt etwas nicht mehr! Ferienland Schweiz und Tierfabriken, das geht einfach nicht!

Ähnlich verhält es sich mit bäuerlichen Unternehmen: die landwirtschaftlichen Genossenschaften (Landis) zeichnen sich mit ihren Verkaufsläden geradezu damit aus, mit ebenerdigen, einstöckigen hässlichen Bauten und grossen Parkflächen einen maximalen Kulturlandverschleiss zu betreiben!

Sorge tragen zum Bauernland, Rücksicht nehmen auf die Landschaft, damit sind immer alle einverstanden. Im Konkreten aber – auf eine neue Masthalle zu verzichten, Verkaufsläden bodensparend zu realisieren, zwingende Aussiedlungen landschaftsschonend zu gestalten… da besteht noch viel Verbesserungsbedarf!

Übrigens: früher gab es doch so etwas wie eine Bauern- und Dorfkultur mit schönen Riegbauten, Stöcklis und prächtigen Bauerngärten. Da waren Einzelhöfe eine erwünschte Bereicherung der Landschaft.

Und heute? Ich vermisse jedenfalls bei den meisten landwirtschaftlichen Aussiedlungsbetrieben eine neue architektonische Handschrift, ich meine nicht „bluemetes Trögli“, sondern zeitgemässe Bauten, die sich in die Landschaft einfügen (auch mit Photovoltaik) und nicht nur unsere Augen beleidigen…

„Welche Bausau hat diesen Saubau…“, Sie wissen schon. Oder fällt das alles nur uns Auslandschweizern auf?

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Höchste Zeit für den Atomausstieg…

Posted in Politik, Uncategorized by ruedibaumann on November 20, 2016

… wir haben ihnen schon viel zu viel strahlenden Abfall hinterlassen!

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Bäuerinnen und Bauern für den Atomausstieg

Posted in Politik by ruedibaumann on November 18, 2016

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Gruppenbild

Posted in Politik, Uncategorized by ruedibaumann on November 7, 2016

Rot-Grüne Grosseltern feiern schon mal den endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie!IMG_5720.jpg

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Ja zum Atomausstieg

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 31, 2016

Klare Sache, jetzt habe ich schon abgestimmt, die Grundlage für eine bessere Energiezukunft ist gelegt…

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Ach, Europa!

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 27, 2016

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Wir können und wollen uns nicht vorstellen, dass die Französinnen und Franzosen je eine fremdenfeindliche Frau Le Pen vom Front National als Präsidentin der Republik wählen werden.

Wir können und wollen uns nicht vorstellen, dass die USA je einen undemokratischen, populistischen, frauenfeindlichen, milliardenschweren Immoblienguru ins Präsidentenamt wählt.

Ebenso wenig konnten wir uns vor ein paar Jahren vorstellen, dass die Vereinigte Bundesversammlung einen Rechtspopulisten in den schweizerischen Bundesrat wählen würde…. Sie tat es doch. Allerdings hat die Mehrheit der eidgenössischen Parlamentarier nach vier Jahren miserabler Erfahrungen reumütig ihren Entscheid korrigiert.

Nun, die Schweiz ist nicht Frankreich und schon gar nicht die USA. Eine Marie Le Pen könnte, insbesondere nach dem unglücklichen Brexit der Engländer, mit ihrer EU-Feindschaft ganz Europa ins Chaos stürzen. Ein US-Präsident Trump könnte die ganze Welt mit Konflikten und Krieg überziehen.

Es scheint, dass zurzeit in vielen Staaten Unzufriedene und Verunsicherte, Wütende und Hasserfüllte gegen die moderne, offene und tolerante westliche Gesellschaft anschreien. Rattenfänger wie der Front National in Frankreich, die Alternative für Deutschland, die Teaparty in Amerika, Präsident Orban in Ungarn oder die AUNS und SVP in der Schweiz sorgen mit Übertreibungen und Hetze dafür, dass die schlechte Stimmung weiter angeheizt wird. Solidarität mit Europa und der Welt sind für sie ein Fremdwort.

Dafür werden Merkel, Hollande, Obama und andere aufs Übelste beschimpft und direkt für Flüchtlingsströme, Islamismus und Terrorismus verantwortlich gemacht. Ein neuer autoritärer Zeitgeist will mit sozialer Härte, Abgrenzung gegen liberale Gesellschaftsformen, Grenzmauern und militärischer Aufrüstung die gemeinsamen europäischen Werte leichtfertig aufs Spiel setzen.

Für das Flüchtlingselend im nahen Osten und Teilen Afrikas sehen die Rechtspopulisten in Europa nur eine Lösung: Grenzen schliessen! Dabei kommen in Europa auf 1000 Einwohner gerade mal zwei Flüchtlinge!

Europa und die EU sind eine Erfolgsgeschichte. Die ganzen letzten siebzig Jahre erlebte der Kontinent, der während Jahrhunderten vorher in jeder Generation fürchterliche Kriege und Zerstörungen erfahren musste, eine einzigartige Blütezeit. Die Europäische Union ist Garant dafür, dass auch unsere Kinder und Kindeskinder in Würde, Freiheit, Demokratie und gegenseitiger Toleranz leben können. Die Schweiz würde gut daran tun, gegenüber der EU etwas mehr Solidarität zu zeigen. Mit Überheblichkeit, Häme und Besserwissen werden keine Probleme gelöst. Denn von bilateralen Verträgen wird man nur profitieren können, solange es die EU überhaupt gibt!

Ruedi und Stephanie Baumann, Kolumne im Bieler Tagblatt vom27.10.2016

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Hollandes Harakiri?

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 16, 2016
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Primärwahlen

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 8, 2016

Die Franzosen haben das den Amerikanern abgeguckt: die politischen Parteien veranstalten zur Zeit „primaires“ um ihre Kandidaten für die Präsidentenwahl 2017 zu bestimmen.

Natürlich ist es eine gute Gelegenheit, politisches Personal überhaupt bekannt zu machen und auch für Ministerposten in der nächsten Regierung zu empfehlen. Meinungsumfragen landauf und landab bringen die einen Kandidaten ins Schwitzen und sorgen für übertriebene Euphorie bei anderen.

Die Möchtegern-Präsidenten der Linken haben zur Zeit das Problem, dass der amtierende président Hollande erst im Dezember bekannt geben wird, ob er überhaupt noch einmal antreten will. Auf der Beliebtheitsskala der Franzosen ist er allerdings so weit unten, dass eine Wiederwahl fragwürdig ist. Zudem werfen ihm viele Gauchisten vor, er hätte mit seiner sozial-liberalen Politik die Werte der Linken verraten. Einzelne seiner früheren Minister bringen sich daher schon mal in Position: Montebourg, Macron und wie sie alle heissen. Alle ohne Wahlchancen aber mit viel Selbstvertrauen.

Auch Hollandes frühere grüne Ministerin Cécile Duflot beteiligt sich bei den Primärwahlen der Ecologisten. Die Grünen kamen aber bei bisherigen Präsidentenwahlen nie über die 5%-Hürde hinaus.

Am verbissensten wird aber zur Zeit bei der Rechten um das Präsidententicket gestritten. Der ehrgeizige Sarkozy hat die ehemalige UMP übernommen, umbenannt in „les républicains“und will nun mit aller Gewalt seine Niederlage gegen Hollande vor 5 Jahren vergessen machen. Im Weg steht im nur noch Alain Juppé, früherer Premierminister, Verteidigungsminister, Aussenminister und langjähriger Maire von Bordeaux. Natürlich kandidieren bei den Primärwahlen noch über ein halbes Dutzend andere Personen, die sich alle für fähig halten, Frankreich in eine hoffentlich gute die Zukunft zu führen.

Juppé steht bei den Franzosen ganz zu oberst in der Beliebtheitsskala, wenn es dann um die Präsidentenwahl geht. Allerdings hat er parteiintern viele Gegner, weil doch Positionen vertritt, die vielen orthodoxen  Rechtswählern zu liberal sind.

Weil die Primärwahlen von den Parteien und nicht vom Staat organisiert sind, fehlt in der Regel ein genaues Mitglieder- bzw. Wählerverzeichnis, so dass sich schlussendlich jedermann und jedefrau beteiligen kann. Bei den Sozialisten musste man beispielsweise einfach einen symbolischen Euro bezahlen, um sich an der Vorausscheidung zu beteiligen (ich habe vor fünf Jahren für Martine Aubry gestimmt). Sarkozy befürchtet nun, dass sich linke Wähler bei der republikanischen Vorwahl für Juppé stark machen könnten um ihn zu verhindern.

Der Präsident/die Präsidentin wird schliesslich nächstes Jahr in zwei Wahlgängen bestimmt. Im ersten Wahlgang, so wird allgemein befürchtet, könnte die rechtsextreme Marie Le Pen vom unseligen Front National dank vielen Protestwählern und Wutbürgern obenausschwingen. Im entscheidenden zweiten Wahlgang, so hoffe ich zusammen mit vielen française et français, sollte dann nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera möglich sein! Darum sind die Primärwahlen für die Zukunft Frankreichs (und Europas!) von einiger Bedeutung!

http://www.primaire2016.org/les-regles/

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