Der Trafikant
Österreich 1937: Der 17-jährige Franz
Huchel verlässt seine Heimat im Salzkammergut. In Wien beginnt er eine Lehre in
einer Trafik, einem kleinen Tabak- und Zeitungsgeschäft. Zu den Stammkunden gehört ein gewisser Sigmund Freud, der Franz von Anfang an fasziniert. Ebenso wie die Varietétänzerin Anezka. Doch die politischen Verhältnisse in Österreich stehen auf Sturm…
Der Roman von Robert Seethaler ist ein Bestseller: Zu recht!
http://www.srf.ch/play/tv/literaturclub/video/der-trafikant
Und Nietzsche weinte
Ich habe noch selten ein so gescheites Buch gelesen.
Viel Menschliches, Allzumenschliches…!
„Wunderzeit“
Anfang der 80er Jahre zwischen Rumänien und Jugoslawien: Der 15-jährige Alin sitzt mit seinen Eltern an der Grenze fest. Angespannt warten sie auf die Ausreise, und der Junge erinnert sich zurück… (Klappentext)
Es ist der Debutroman von Catalin Dorian Florescu, die Geschichte einer Kindheit, die seiner eigenen gleicht. Ein spannendes Buch, erzählt in schillernden Farben.
http://www.perlentaucher.de/buch/catalin-dorian-florescu/wunderzeit.html
Regenwetter
Lesen vor dem Cheminée…
Jan-Philipp Sendker: „Das Herzenhören“. Eine Liebesgeschichte aus Burma, für mich haarscharf am Kitsch vorbei…
Alex Capus
Die Romane von Alex_Capus gehören für mich zum Besten was in den letzten Jahren in der Schweiz geschrieben wurde. In den letzten Tagen habe ich „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ mit grossem Vergnügen gelesen. Auch wenn die drei Personen nichts miteinander zu tun haben, spielt der Autor mit der Möglichkeit, dass sie sich am Zürcher Hauptbahnhof getroffen haben könnten. Für mich eine interessante Art, die Akteure miteinander zu verbinden, auch wenn das einzelne Kritiker anders sehen: http://www.dieterwunderlich.de/Capus-faelscher-spionin-bombenbauer.htm#inhaltsangabe
Capus erzählt parallel und nur lose verknüpft die Biographien von Emile Gilliéron (1885–1939), Laura d’Oriano (1911–1943) und Felix Bloch (1905–1983). Er startet im November 1924, in dem sich die drei Personen in Zürich gesehen haben könnten, und erzählt dann chronologisch und abwechselnd ihre drei Leben:
Emile Gilliéron ist ein Zeichner, der in Griechenland für berühmte Archäologen arbeitete, wie bereits sein Vater Emile Gilliéron, dessen Leben Capus ebenfalls ausführlich schildert. Laura d’Oriano ist wie ihre Mutter Sängerin und Tänzerin, wird aber wegen ihrer Sprachkenntnisse während des Zweiten Weltkrieges zur Spionin. Felix Bloch ist ein pazifistischer Atomphysiker, der schliesslich in den USA beim Bau der Atombombe mithilft.
Die drei Geschichten sind alle mit der Schweiz verbunden. Da ihre Protagonisten sich manchmal zur gleichen Zeit am gleichen Ort aufgehalten haben, könnten sie sich auch getroffen haben, wie der Erzähler mehrfach spekuliert. (Wikipedia)
„Vielen Dank für das Leben“
So heisst ein Roman von Sibylle Berg: „Das ist kein Roman, das ist ein Manifest.“
Ein Buch, schwer auszuhalten, radikaler Pessimismus von Anfang bis am Ende. Die Geschichte:
Toto ist ein Wunder. Ein Waisenkind ohne klares Geschlecht. Zu dick, zu groß, im Suff gezeugt. Der Vater schon vor der Geburt abgehauen, die Mutter bald danach. Und doch bleibt Toto wie unberührt. Im kalten Sommer 1966 geboren, wandelt er durch die DDR, als ob es alles noch gäbe: Güte, Unschuld, Liebe. Warum, fragt er sich, machen die Menschen dieses Leben noch schrecklicher, als es schon ist? Toto geht in den Westen, wo der Kapitalismus zerstört, was der Sozialismus verrotten ließ. Nur zwei Dinge machen ihm Hoffnung – das Wiedersehen mit Kasimir und sein einziges Talent: das Singen. Es führt Toto bis nach Paris. Ein wütender, schriller Roman einer großen Autorin über das Einzige im Leben, was zählt.
Der Dank am Schluss gilt allen „die sich den Anfeindungen aussetzen, die persönliche Freiheit mit sich bringt“
Gute Bücher
Die Bücher von Susanna Schwager http://www.susannaschwager.ch/index.php/susanna-schwager-2.html finde ich grandios! „Fleisch und Blut“, und „Die Frau des Metzgers“ habe ich vor Jahren gelesen und zur Zeit lese ich „Das volle Leben“ und „Das halbe Leben“.
Ich bin begeistert von der Art und Weise wie es Susanna Schwager gelingt, den porträtierten Leuten ihre Lebensgeschichten zu entlocken und so spannend auf Papier zu bringen. Irgendwie lässt sie die Leute ausreden… Châpeau!
Ich freue mich schon auf das nächste Buch!








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