Eichenwälder
Die Eichen sind Spätzünder im Frühjahr. Es dauert länger bis sich die Eichenhecken und -wälder im Frühling langsam begrünen. Einzelne Bäume haben das dürre Blattwerk trotz Winterstürmen noch gar nicht abgeschüttelt. Dafür sind Eichen Hitze- und Trockenheitsresistent. Selbst Waldbrände überstehen sie. Ideale Baumart bei dieser Klimaerwärmung. Auch diesen Winter hatten wir keine einzige Frostnacht.


Nägel mit Köpfen machen?
Parlamentarische Initiative
Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren
Aufgeschreckt durch die dramatischen Resultate der Trinkwasserqualität in der Schweiz und der anstehenden Abstimmung über die Trinkwasserinitiative hat die WAK des Ständerates einen Gesetzesentwurf in die Vernehmlassung gegeben, der die Pestizidrisiken reduzieren soll.
Auch wenn es verdienstvoll ist, dem lahmen Departement Parmelin in Sachen Umweltschutz etwas Beine zu machen, ist der Gesetzesentwurf ein Enttäuschung.
Das Problem wird nicht gelöst, sondern nur um sieben Jahre verschoben. Der sogenannte Absenkpfad für Pflanzenschutzmittel wird zwar mit einem umfangreichen Monitoring begleitet und es werden sogar Lenkungsbgaben in Aussicht gestellt, wenn bis 2027 (!) nicht merklich weniger Pestizide versprüht würden.
Wenn man den Gesetzesentwurf durchliest fällt auf, dass vorläufig keine direkten Massnahmen vorgesehen sind ausser einigen finanziellen Anreizen. Grundlage soll der Aktionsplan Pflanzenschutzmittel des Bundesrates bleiben mit den vielzitierten „51 Massnahmen“ (!).
Ich finde unter diesen 51 „Massnahmen“ nun wirklich nichts, das wirklich weiterhelfen würde. Wenn man in der bäuerlichen Praxis eine Umfrage macht, dann werden etwa folgende Massnahmen erwähnt:
– subventionierte Waschplätze für Spritzgeräte
– Anreizbeiträge für pflanzenschutzintensive Kulturen wie Obst, Reben und Zuckerrüben bei Verzicht auf gewisse Pestizide
– Beiträge zum Teil-Verzicht (!) auf Herbizide auf offene Ackerflächen
– Intensivierung der Forschung usw. usf. und viel viel „Paperasse“
Die EU ist in vielen Belangen in Sachen Pestizidreduktion viel weiter als die Schweiz. Hier in Frankreich wird beispielsweise für Pestizidspritzungen ein Sicherheitsabstand um bewohnte Gebäude von 50 m verlangt (ZNT, zone non traitement).
Zum Glück kann man in der Schweiz bald einmal über die Trinkwasserinitiative abstimmen!

Der Mist ist geführt…
Wir machen im allgemeinen und auf unserem zertifizierten Biobetrieb keinen Mist (weil wir keine Tiere haben). Auf dem Feld düngen wir nur mit Pflanzenresten (vor allem mit Leguminosen wie Bohnen, Févéroles, Kichererbsen, Luzerne, Soja).
Für den Garten und die Reben produzieren wir Kompost. Also, der Kompost ist geführt, das Gartenjahr kann beginnen!

Elektrotraktor
Endlich, ist man versucht zu sagen, kommen die grossen Traktorenfirmen dazu, auch Elektrotraktoren zu entwickeln, nachdem das ja bei Lastwagen, Bussen und Kreuzfahrtschiffen schon lange der Fall ist.
Kubota, eine japanische Traktorenfirma stellt beispielsweise einen neuen autonomen Konzepttraktor mit Elektroantrieb und künstlicher Intelligenz vor. Das sei die Antwort auf die Überalterung landwirtschaftlichen Betriebsleiter…. also wie geschaffen für mich…🚜 🚜 ❤️ Die Photovoltaikanlage zum Betrieb des Wundertraktors habe ich ja schon und etwas künstliche Intelligenz kann ja nicht schaden!

Umweltmaschinen
Das hier ist ein Modulateur, ein geheimnisvolles Ding, das unseren Solarstrom von der Photovoltaik-Anlage in Wechselstrom umwandelt, damit er ins Netz eingespiesen werden kann. Durch einen Blitzschlag ging er kaputt und flicken konnte ihn niemand, so dass er ersetzt werden musste und nun als Kunstwerk unsere Wohnung schmückt… Ich wüsste gerne, wie genau so ein Ding funktioniert: kann mir das jemand im Detail erklären?
Und das hier sind zwei junge Eichen. Sie wandeln CO2 mit Hilfe der Photosythese, das heisst mittels Blattgrün und Sonnenlicht, um in Sauerstoff und Kohlenstoff. Also auch sehr wertvolle Umweltmaschinen, die unter anderem die Klimaerwärmung bremsen. Eigentlich wüsste ich auch sehr gerne wie das im Detail funktioniert: kann mir das jemand erklären?
Biologische Unkrautbekämpfung
Die mechanische Unkrautbekämpfung ist das A und O im Bioackerbau. Der zwölf Meter breite Hackstriegel (herse étrie; Hatzenbichler nach dem oesterreichischen Erfinder) leistet dazu gute Dienste. Allerdings ist es heute noch zu nass, es krümelt zu wenig! Die Bohnen-Hafer Mischung ist noch zu wenig abgetrocknet. Ich breche den Versuch wieder ab, obschon viele Unkräuter (Beikräuter!) jetzt im idealen Keimblattstadium wären. Andere Biobauern haben den Winterweizen erst letzte Woche gesät.



Januar in der Gascogne
Bauer und Traktor möchten aufs Feld…. Klimawandel! Früher war das erst im „Märzen der Bauer…“ Sie kennen das ja!


Nahrhaft
Nahrhaft ist der Kompost für unseren kleinen Rebberg. Nahrhaft ist auch die Ausbringung im steilen Gelände. Besser als jedes Gymfit-Abi….



Sonntagsarbeit
Unseren 2019-er Merlot abfüllen, verzapfen, Etikette entwerfen und etikettieren… und natürlich degustieren… wirklich ein Sonntagsjob!




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