Randonnée de dimanche
Was wäre Frankreich ohne seine randonneurs… Heute haben wir an einer schönen, dreieinhalbstündigen Wanderung in unserer Nachbargemeinde Haulies http://fr.wikipedia.org/wiki/Haulies teilgenommen. Geleitet wurde der Rundgang vom Monsieur le Maire höchstpersönlich!
Über Felder, Wiesen und Äcker , durch Eichenwälder, entlang von Bächen, auf und ab in einer grandiosen Herbstlandschaft…
Sonnenblumen-Felder vor der Ernte…
… die Gascogne zeigt sich von der schönsten Seite…
… und natürlich am Schluss ein mehrgängiger repas champètre !
Honoraransätze
Es kann vorkommen, dass ein Mail an eine falsche Adresse gelangt. Auf diese Weise habe ich eine Offerte eines Wirtschaftsberaters aus dem Raume Schwyz erhalten.
Die Honoraransätze eines Wirtschaftsberaters sind ja ganz happig. Sein Tagesansatz entspricht etwa meinem Monatsverdienst!
Irgend etwas mache ich falsch…
Honoraransätze
In der Regel erfolgt die Honorierung aufgrund des Zeitaufwandes. Ausnahmsweise vereinbaren wir eine Pauschalentschädigung. Es gelten folgende Ansätze:
Kategorie Tagessätze Stundensätze Beratung, Coaching, Moderation von Workshops CHF 1‘920.00 bzw. CHF 240.00 pro Stunde
Erstellung von Konzepten CHF 1‘920.00
Aus- und Weiterbildung CHF 1‘520.00
Administration (z.B. Sekretariat) CHF 1‘040.00 bzw.CHF 130.00 pro Stunde
Der Tagesansatz basiert auf acht Arbeitsstunden und versteht sich exkl. MWST.
Nebst den eigentlichen Einsätzen werden auch die Vorbereitungs- und Nachbearbeitungsarbeiten verrechnet.
Sofern nichts anderes vereinbart wurde, gilt die Reisezeit als honorarberechtigte Arbeitszeit.
Medien und Hilfsmittel sind in der Regel im Honorar inbegriffen.
Aussergewöhnliche Auslagen für Medien, Hilfsmittel, Verbrauchsmaterial und dergleichen werden separat verrechnet. Spesenregelung Reise- und Aufenthaltsspesen werden normalerweise nach dem effektiven Aufwand verrechnet. Es können jedoch auch normierte Ansätze vereinbart werden.
Grundsätzlich gelten folgende Regeln:
Bahn 1. Klasse
Hotel Kategorie 4 Stern
Auto 1 Franken pro Kilometer
Verpflegung Effektive Kosten Honoraransätze und Spesenregelung gelesen und akzeptiert:
Wer nichts wird wird Wirt, und ist ihm dies noch nicht gelungen, macht er mit Versicherungen. Wenn das auch scheitert sagt ER, ich werde WirtschaftsberatER…
Feigen trocknen mit Sonnenenergie
So macht es Stephanie:
Frische Feigen pflücken, halbieren und auf ein schwarzes Ofenblech legen. Mit einem Stück Gaze (z.B. alter Vorhang) bedecken, damit die Wespen nicht dran kommen. Ofenbleche auf eine breite Fensterbank stellen. Am Vormittag vors Ostfenster und am Nachmittag vors Südfenster zügeln!
Am 1. Tag:
Nachts kommen die Bleche auf den Küchentisch
Am 2. Tag wird wieder vors Ost- und dann vors Südfenster gezügelt:
Am 3. Tag sind die Feigen der ersten Serie so zusammengeschrumpft, dass die grossen Backbleche frei werden für eine neue Serie:
Nach dem 4. Tag sind die ersten Feigen trocken und können in Gläser gefüllt werden. Die Feigen der zweiten Serie kommen auf kleine Bleche, die grossen Bleche werden mit frischen Feigen gefüllt. Alles wird wie gehabt vom Ost- zum Südfenster und nachts auf den Küchentisch gezügelt und so weiter und so fort, so lange die Sonne scheint.
Die vorläufige Ausbeute am 7. Tag:
Die Wetterprognosen sind gut, Feigen hat es noch in Hülle und Fülle, Confiture ist auch schon gemacht. Also geht’s heute von Neuem los mit Feigen pflücken, halbieren, auf grosses Ofenblech legen etc. etc.
Traktor und Schwalbe
„Das schönste Wappen in der Welt ist der Pflug im Ackerfeld“. Zugegeben, ein etwas schwülstiger Spruch. Pflügen ist ja inzwischen als bäuerliche Praxis etwas aus der Mode gekommen. Der pfluglose Ackerbau mit nur flacher Bodenbearbeitung oder Direktsaat sind im Trend.
Den ganzen Tag wurde ich von Schwalbenschwärmen begleitet. Eine einzige Schwalbe hat es auf das Bild geschafft…
Blitz und Donner
Es ist ja nicht das erste mal, dass uns ein Blitzschlag viel Ärger und Kosten verursacht (https://auswandererblog.ch/?s=Blitz).
Das Unwetter vom 8. August beschäftigt uns nun schon seit Wochen. Die (vorläufige) Bilanz der Schäden durch die Hochspannung im Haus, ausgelöst durch einen Blitzschlag auf einen Elektromasten direkt vor dem Haus:
Funktelefon
Abwaschmaschine
Kühlschrank
Solarinverter der Photovoltaikanlage
Transformator
alle Stromzähler
….
Zum Glück hatten wir Internet und TV rechtzeitig vom Stromnetz getrennt.
Am schwierigsten erweist sich die Reparation der Photovoltaikanlage. Die kleine Firma, die uns 2000 die Anlage gebaut hatte existiert leider nicht mehr. Einer der drei Solarinverter (Stromumwandler) ist offensichtlich defekt. Die Nachfrage bei der deutschen Firma Sunways für einen Ersatz eines Moduls wird sinngemäss wie folgt beantwortet: „Leider können wir keine Ersatzteile mehr liefern, die Firma Sunways ist insolvent….!“
Das heisst wohl, dass viel mehr ersetzt werden muss… als eigentlich notwendig wäre. Wer soll das bezahlen? Ich hasse nichts so sehr wie die Stürmereien mit den Versicherungen…
„Alle Toten fliegen hoch“
Eben gelesen: „Alle Toten fliegen hoch“ von Jochaim Meyerhoff. Eine mitreissende Geschichte von Liebe, Fremde, Verlust und Selbstbehauptung. Sensibel erzählt, selbstironisch, witzig. Ein tolles Buch!
Ackerfurche
Weil ich das Luzerne-Bio-Heu nicht verkaufen kann, muss ich wieder vermehrt auf Getreidebau setzen (Frankreich muss als grosser Getreideexporteur immer noch Bio-Getreide importieren). Mit der ersten Ackerfurche auf dem Luzernefeld soll ein neues Biogetreidefeld angelegt werden. Der Boden ist hart, steinig und manchmal macht mir auch der felsiger Untergrund zu schaffen. Traktorführer, Traktor und Dreischarpflug sind gefordert.
Tag auf dem Feld
Es ist heiss, die Ackerböden sind hart, die Bodenbearbeitung erfordert viel Motorenkraft…
… es stübt schon wieder (zum Glück habe ich auf dem Traktor eine klimatisierte Kabine)…
Auch das gibt es: plötzlich ein totes Reh mitten auf dem Feld…
… ein trauriges Bild, hartes Landleben…





















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