AUSWANDERERBLOG

Butterberg 10’000 Tonnen

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Februar 19, 2011

Weil man in den 90er Jahren nicht den Mut hatte, eine wirkliche Reform der Agrarpolitik zu beschliessen (die Kleinbauerninitiative wurde mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt) ist man mit der schweizerischen Landwirtschaftspolitk wieder mal am Berg, am Butterberg sozusagen.
Die Bauern liegen sich in den Haaren und teilen sich in zwei Gruppen auf die sich inzwischen spinnefeind sind: die masslosen „Mehrmelker und die „vernünftigen“ Masshalter.
Richten soll es einmal mehr der Bund mit einer Wiedereinführung der einzelbetrieblichen Milchkontigentierung unter Führung der Milchverbände notabene, mit Exportsubventionen für die Butterüberschüsse, mit Lagerhalterbeiträgen…. Nichts neues unter der schweizerischen Agrarkäseglocke!
Mein Vorschlag ist und bleibt einfach und wirkungsvoll: die Direktzahlungen sind nur noch auszurichten, wenn strenge Tier-und Umweltvorschriften eingehalten werden (Freilandhaltung, Biolandbau), sie sind gegen oben pro Betrieb zu plafonieren und alle übrigen Agrarsubventionen sind ersatzlos zu streichen.

Resultat: die Agrarpolitk würde transparent (man wüsste endlich wer wieviel bekommt!), die Bauern würden selber entscheiden was und wieviel sie produzieren wollen und sie müssten ihre Produktion auch selber verkaufen. Exzesse mit einzelbetrieblichen Direktzahlungen von mehreren hundertausend Franken an Grossbauern würden verunmöglicht.
Wetten dass das schweizerische Parlament wieder nicht den Mut hat, endlich auf diesen Reformweg einzuschwenken!

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