AUSWANDERERBLOG

Stand der Kulturen

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Mai 21, 2008

Der Stand der Kulturen vor unserer Haustüre (am 21. Mai 2008 um 14 Uhr)….

Kirschen…

Trauben…

Tomaten

Kürbisse…

Blumenwiese…

Hollunderblühten…

und Feigen!

Wochenmärkte

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on Mai 20, 2008

Die Wochenmärkte sind ein beliebter Treffpunkt für das Landvolk. Wenn wir wollen, können wir in unserer näheren Umgebung jeden Tag einen marché oder foire besuchen. Am Sonntag in Gimont, am Montag in Samatan, am Dienstag in Fleurance, am Mittwoch in Pavie, am Donnerstag in Eauze, am Freitag in Seissan, am Samstag in Auch….

Markt in Samatan

….und es hat alles was man braucht….

…und nicht braucht…

… oder ganz einfach schön ist!

Marches in der Gascogne

Termine der Wochenmärkte im Gers

Riegbauten in der Gascogne

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on Mai 19, 2008

In Samatan gibt es noch schöne alte Riegbauten…

… mit der Instandhaltung ist es aber manchmal so eine Sache…

Ich erinnere mich an eine alte Inschrift an einem Berner Spycher:
HAB ACHT ZU DYNEM GUT
DU WEYST NIT WIY ARMUT IM ALTER SO WE THUT

Evelyne zum Geburtstag

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on Mai 18, 2008

Der Schmetterling

Sie war ein Blümlein, hübsch und fein, hell aufgeblüht im Sonnenschein. Er war ein junger Schmetterling, der selig an der Blume hing.
Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm und nascht uns säuselt da herum; oft kroch ein Käfer kribbelkrab am hübschen Blümlein auf und ab.
Ach Gott, wie das dem Schmetterling so schmerzlich durch die Seele ging. Doch was am meisten ihn entsetzt, das allerschlimmste kam zuletzt:
Ein alter Esel fraß die ganze von ihm so heiß geliebte Pflanze.

(Wilhelm Busch, 1832 – 1908)

Regenbogen

Posted in Diverses by ruedibaumann on Mai 17, 2008

Ein schöner Regenbogen in der Gascogne…..

….und ein unschöner Abstimmungskampf in der Schweiz (subergwest)

…es wird langsam Nacht….

Orlaya grandiflora

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Mai 16, 2008

Tägliche Gewitterregen, Toulouse in Weiss nach Hagelschlag, wahrlich kein Heuwetter. Dafür bei uns immer noch ein Meer von wilden Gladiolen….

Wilde Gladiolen

….und Blumenwiesen mit Orlaya grandiflora!

Wiese mit Orlaya grandiflora

Warten auf Heuwetter

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on Mai 15, 2008

Das Wetter ist unbeständig, der Heuer muss warten….

Ophrys scolopax

Wilde Gladiolen

Schopfige Bysamhyanzinthe

Gekaufte Demokratie

Posted in Politik by ruedibaumann on Mai 14, 2008

Da wird doch in der Schweiz allen Ernstes darüber abgestimmt, ob künftig die Regierung vor Volksentscheiden ihren Standpunkt noch öffentlich darlegen darf, oder ob die ganze Chose den anonymen Geldgebern überlassen werden soll…. Nicht etwa die verdeckten Millionenzahlungen an Wahlen und Abstimmungen sind das Thema der Maulkorbinitiative, sondern die Frage, ob der Bundesrat künftig das Feld vollständig den finanzstarken Interessenvertreter überlassen muss!

Die direkte Demokratie schweizerischer Prägung ist anfällig auf teure Werbekampagnen. Ein einziges Grossplakat der SVP kostet beispielsweise 45’000.- Franken, eine Abstimmungskampagne mehrere Millionen. Volksentscheide und Wahlen in der Schweiz werden (leider) zunehmend durch anonyme Geldgeber gewonnen, weil im Gegensatz zu allen anderen Demokratien geheime Parteispenden zulässig sind!

Wie kürzlich aus Versehen bekannt wurde, erhält beispielsweise die kleine rechtsbürgerliche Liberale Partei mit einem gesamtschweizerischen Wähleranteil von 2% von der UBS jährlich 100’000 Franken, weil sie schön brav das Bankgeheimnis verteidigt. Aufgerechnet auf den Wähleranteil der SVP ergibt das für die Rechtspopulisten eine bescheidene jährliche Parteispende von korrumpierenden 1,45 Millionen allein von der Skandalbank. Wenn man noch die Gelder der Auto-, Gen- und Atomlobby dazuzählt, dann kommt schon eine beträchtliche Summe zusammen, um Volksabstimmungen und Wahlen zu gewinnen. Die Demokratie der Schweiz wird mehr und mehr eine Beute der Reichen.

Ich lege die Hand ins Feuer, dass die bankenkritischen Grünen und SPler noch nie auch nur einen roten Heller von den Banken, Auto-, Gen- und Atomlobby erhalten haben….
Aber so oder so, nicht deklarierte Parteispenden sind Gift für die (direkte) Demokratie!

Gut, dass zumindest Bundesrat Moritz Leuenberger hier Klartext spricht!

Mehr zu anonyme Parteispenden

Europawahlen

Posted in Politik by ruedibaumann on Mai 13, 2008

Nächstes Jahr wird das Europäische Parlament neu gewählt. Ein Parlament das zum Glück in der demokratischen Willensbildung in Europa immer wichtiger wird (nicht zu verwechseln mit dem Europarat in Strassburg, einem Gremium in welchem delegierte Parlamentarier den Meinungsaustausch pflegen und nicht bindende Resolutionen verabschieden). In der Schweiz mag das anders sein, aber hier in Frankreich wird im Gegensatz zum Europäischen Parlament der Europarat praktisch nicht (mehr) wahrgenommen.

Für die Wahlen 2009 ins Europäische Parlament bereiten sich die politischen Parteien in 27 Staaten (mit Ausnahme der isolationistischen Schweiz) bereits jetzt vor. Und endlich hört man auch wieder etwas von den notorisch zerstrittenen französischen Grünen. Wie die „Le Monde“ meldet, soll versucht werden, eine Liste mit den hierzulande bekanntesten Namen aus dem weiten grünen Feld zu etablieren:

Daniel Cohn-Bendit

Nicolas Hulot

José Bové

Ich bin gespannt, ob sich Les Verts in Frankreich nach all den Niederlagen endlich wieder zu einem vernünftigen Programm zusammenraufen können. Affaire à suivre!

Marius Gèze 1918 – 2008

Posted in Von Tag zu Tag by ruedibaumann on Mai 12, 2008

Marius von unserm Nachbarhof ist vorgestern gestorben. Er sass in den letzten Jahren viel unter der alten Eiche an der Wegkreuzung vor seinem Hof. Gelegenheit für alle die vorbeifuhren für einen kurzen Halt um ein paar Worte zu wechseln über das Wetter, die Kulturen, die Tiere, das Dorf und Gott und die Welt. Er war interessiert an allem was auf der Welt ging. Marius war der alte Onkel, der zeitlebens auf dem Hof gearbeitet hat, aktiv in der kleinen société de chasse als er noch jünger war und überall geschätzt und beliebt.
Heute morgen um acht Uhr hörte man den leisen Klang des Totenglöckleins der Kirche.
Die unverheirateten Onkel und Göttis, wie es sie früher auch auf vielen Berner Bauernhöfen gab, sterben langsam aus. Mit Marius wird hier auch ein wenig la France d’antan zu Grabe getragen.

Marius Gèze 1918 - 2008