Le Tour de France est mort
Heute nachmittag fährt die Tour de France durch unseren canton de Saramon. Ein Volksfest wird es diesmal wohl nicht geben, die Tour droht im Dopingsumpf zu versinken. Schade!
Die Stimmen mehren sich, die verlangen, das Ganze abzubrechen. Die Tour de France war eine einzigartige Möglichkeit, die Schönheiten der französischen Landschaften und ihre Kulturdenkmäler der ganzen Welt zu präsentieren.
Ich verzichte darauf, heute nach Saramon zu gehen. Schliesslich habe ich ja zur Zeit mehr als genug zu tun auf unserer Ferme. Gestern war bei uns „Grosskampftag“: mähdreschen, broyen, transportieren, mähen, reparieren, organisieren….
Interessant zu lesen, dass die Stimmung anscheinend auch in Frankreich kippt…Hatte wirklich jemand geglaubt, dass die Tour einen Neuanfang wagt? Im Leben nicht. Rasmussen Weiterfahrt wäre unträglich gewesen – und als „Sieger“ untragbar.Aber machen wir uns nichts vor: die Tour (und der Radsport insgesamt) scheinen „verseucht zu sein: Erik Zabel und sein EPO, dessen früherer Zimmergenosse und Mit-Doper Rolf Aldag steht T-Mobile als Sportdirektor vor und Christian Henn tut dies bei Gerolsteiner. Die Liste der (Ex-)Doper lässt sich beliebig verlängern. Versprechungen wie „Neuanfang“ und „sauberer Sport“ machten vor dem Tour-Start die Runde. Die Deutschen spielten sich dabei als Vorkämpfer im Kampf gegen Doping auf. Als der positive Befund von Patrik Sinkewitz herauskam, passierte intern nichts. Auch der Sponsor T-Mobile bezeugte trotz gegenteiliger Ankündigung „Treue“ und will weitere „Prüfung“ nach der Tour vornehmen.Fazit: Brecht die Tour ab.
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