AUSWANDERERBLOG

Velotürli in der Gascogne

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on April 14, 2014

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Intakte Landschaften, schöne Heimetli, fast wie im Mittelalter…

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…der Geruch der Äcker, blühende Rapsfelder, in einem Wort: traumhaft!

 

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Les Petites Fugues

Posted in Comédie française by ruedibaumann on April 13, 2014

Das Gers ist hügelig. Velofahren bei diesem Auf und Ab für ältere Semester schon ganz schön anstrengend… Darum haben wir uns jetzt eine Extravaganz geleistet: un Velo avec assistance éléctrique!

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Zwar kein gestyltes E-Bike aus der Schweiz, nur ein französisches Billigmodell (wahrscheinlich Made in China) für 899€.

Immerhin sammeln wir die notwendige elektrische Energie mit unserer Photovoltaikanlage…

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Jetzt werden die Velotürli (les petites fugues) wieder erholsamer!

Jetzt DVD bestellen!

Posted in Diverses by ruedibaumann on April 11, 2014

Liebe Freunde, liebe Bekannte

Die DVD des Films „Zum Beispiel Suberg“ ist fertig und wird ab sofort ausgeliefert. Die DVD Edition enthält
den Film „Zum Beispiel Suberg“ in Originalfassung (wahlweise deutsche, französische, englische oder
italienische Untertitel), zahlreiches Bonusmaterial und das offizielle Booklet zum Film.

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Hier gehts zur Bestellung: http://www.fairandugly.ch/dvd-bestellen.html

Vorläufig kann die DVD nur über oben stehenden Link oder Bestellkarte bezogen werden. Ab dem 4. August
wird sie auch im Buch- und Fachhandel erhältlich sein.

Über 25’000 ZuschauerInnen haben „Zum Beispiel Suberg“ in den deutschschweizer Kinos gesehen.
Wir freuen uns sehr über das grosse Interesse und die vielen positiven Rückmeldungen auf unseren Film.
Wer den Film bereits gesehen hat, möchte ihn vielleicht weiter empfehlen, Verwandten zum Geburtstag
oder den Nachbarn zu Ostern schenken?

 

Weitere Infos zum Film auf der offiziellen Website:

http://www.zumbeispielsuberg.ch

Facebook:

https://www.facebook.com/zumbeispielsuberg

Und falls ihr noch gar nichts vom Film gehört habt, schaut euch doch erst mal den Trailer an.

Herzliche Grüsse

Simon Baumann

Pressestimmen:

«Eine witzige, ehrliche und unprätentiöse Suche nach
dem eigenen Ursprung, die berührt, nachdenklich stimmt und inspiriert»
Ensuite, Sonja Wenger https://www.dropbox.com/s/hwwrpnhv0rjujtz/Ensuite_Filmkritik.pdf

«Punktgenaues Porträt eines Ortes im Seeland»
Berner Zeitung, Hans Jürg Zinsli

«Baumann gibt mit klugen Kommentaren Denkanstösse und
beweist ein Flair für bildhaftes Erzählen.»
NZZ am Sonntag, Christian Jungen

«Eine charmante Mischung aus Witz und Wehmut»
Radio SRF1, Hannes Nüsseler

«Ein scharfsichtiger Blick auf das Landleben»
Cineman, Urs Arnold

«Eine differenzierte und persönliche Dorfchronik»
SRF, Kulturplatz

«Neben der sorgfältig komponierten Bildsprache begeistert vor allem auch der präzise Off-Kommentar»
Filmbulletin, Sarah Sartorius

«Eine schweizerische Dorfchronik und ein differenziertes Dokument des Strukturwandels»
NZZ, Geri Krebs

«Ein wichtiger Film über das verloren gegangene Zusammenleben»
OutNow

«Der Filmemacher ist kritisch, aber liebevoll; der Film melancholisch mit Humor… die Bilder von aussagekräftiger Präzision»
Bieler Tagblatt, Tobias Graden

«Ohne Bauern stirbt ein Dorf»
Bauernzeitung, Franziska Schwab

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Simon Baumann
Oeleweg 9
CH-3262 Suberg
+41 78 770 20 83
simon@tonundbild.ch
http://www.tonundbild.ch
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Orchideenkalender: Vorsprung…

Posted in Orchideen by ruedibaumann on April 11, 2014

Die sommerlichen Temperaturen bringen den Orchideenkalender durcheinander.
Während die Ophrys scolopax (Schnepfenragwurz) grad noch im üblichen Rahmen liegt:

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hat die Orchis simia (Affenknabenkraut) bereits ein bis zwei Wochen Vorsprung auf den üblichen Fahrplan:

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Und das gab’s hier noch nie Anfang April: die Serapias lingua (einschwieliger Zungenstendel) blühen bereits gruppenweise, zwei bis drei Wochen früher als üblich.

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Die (R)evolution

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 10, 2014

Orchideen hinter dem Haus

Posted in Orchideen by ruedibaumann on April 9, 2014

 

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Orchis purpurea / Purpurorchis

und dazwischen das kleine Knabenkraut / Anacamptis morio:

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und versteckt im Gras die kleinen Ophrys lutea / gelbe Ragwurz:

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Valls Manuel, premier ministre

Posted in Politik by ruedibaumann on April 8, 2014

Sommertag im April

Posted in Patrimoine et architectures by ruedibaumann on April 8, 2014

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Im Süden die Pyrenäenkette: von La Oueyte, Traversères aus gesehen

Elle est belle la France!

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Warum hat jeder Frühling nur einen Mai?

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on April 6, 2014

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…zum Glück ist ja erst April!

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Motormäher

Posted in Bauernland by ruedibaumann on April 5, 2014

BauernlandDas Weiden der Kühe war zu meiner Jugendzeit nicht sehr verbreitet. Durch unsere Milchsammelstelle wäre das auch besonders problematisch gewesen: Die Kühe hätten beim Auslassen den Vorplatz verschmutzt, was die Käsereikunden sicher nicht sehr geschätzt hätten. Für die Stallfütterung musste jeden Tag ein grosses Fuder Gras gemäht, zusammengerecht, aufgeladen, heimgeführt, abgeladen und Gabel um Gabel in die Krüpfe der Kühe verfrachtet werden. Mein Vater rückte jeweils am Abend nach dem Nachtessen mit der Sense aus, um das nötige Gras zu schneiden. Manchmal nahm er gleichzeitig sein riesiges Musikinstrument mit, den B-Bass, damit er vor oder nach dem Mähen direkt vom Feld zum Übungslokal der Musikgesellschaft gehen konnte. Morgens noch vor sechs Uhr, wenn der Vater die zwei Pferde anspannte, um das Gras heimzuholen, weckte er uns Buben. indem er Kieselsteine ans Fenster warf, wo sie mit einem trockenen Knall abprallten und mir regelmässig einen kurzen Kriegstraum bescherten, bevor ich halbwegs wach wurde. Dieser Klang hat mich auch später in den Träumen noch jahrelang verfolgt. Wenn ich etwas ähnliches hörte, schrecke ich sofort auf mit dem Gedanken: go grase!

Dieses morgendliche Ritual begann für uns, als wir in die vierte oder fünfte Klasse kamen, also im Alter von elf oder zwölf Jahren. Als vorgesehener Hofnachfolger war ich öfter beim Grasen dabei als mein Bruder, für einen künftigen Bauer war es auch ein wenig Ehrensache, immer möglichst früh aufzustehen. Die Fahrt mit dem Pferdefuhrwerk im Morgennebel lief noch in recht gemächlichem Tempo ab. Wenn eine Grasparzelle etwas weiter vom Hof entfernt lag, mussten wir uns nachher sehr beeilen, damit wir rechtzeitig um halb acht in der Schule eintrafen.

Deshalb war es geradezu eine technische Revolution, als mein Vater eines schönen Tages einen kleinen Motormäher heimbrachte, der das Grasmähen schon fast zu einem Kinderspiel machte. Der Zweitaktmotor rauchte zwar erbärmlich; und bei hohem Gras mussten wir Kinder jeweils neben dem Mäher herlaufen und mit einer Holzgabel das geschnittene Gras vom Messerbalken weg nach hinten ziehen, damit es nicht den Balken verstopfte. Wenn die Messer in einen Mäusehaufen gerieten, hielt mein Vater kurz an, und wir mussten die Erde mit den Fingern aus dem Mähbalken herauskratzen. Der Motor lief weiter, während der Vater den Kupplungshebel gedrückt hielt. Nur eine kleine falsche Bewegung hätte unweigerlich zu einer Katastrophe geführt. Es scheint mir heute noch ein kleines Wunder, dass diese tägliche Prozedur all die Jahre hindurch ohne grössere Unfälle über die Bühne ging und wir immer noch alle Finger haben.

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Der Motormäher war „meine“ erste Maschine. Ich putzte, schmierte, pflegte sie täglich und weil die starken Schüttelbewegungen zu beträchtlichem Verschleiss diverser Halteschrauben führten, waren auch häufig kleine Reparaturen nötig. Regelmässig habe ich Benzin nachgetankt und die Messer ausgewechselt und geschliffen. Über und über verschmiert mit Öl und Fett war ich immer sehr stolz, den Käsereikunden meine technischen Fähigkeiten als Mechaniker an der kleinen Wundermaschine zu zeigen. Unser erster Motormäher dankte uns die liebevolle Pflege mit jahrzehntelangen treuen Diensten. Als ich später, nach mehr als zwanzig Jahren, für Ersatz sorgen musste, baute ich den noch guten Motor aus und verstaute ihn in der Scheuneneinfahrt. Dort ist er heute noch, ein Fossil, das vielleicht eines Tages zu neuem Leben erwacht.

 

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