AUSWANDERERBLOG

„Ich bin dieses Duckmäusertum sowas von leid“

Posted in Politik by ruedibaumann on November 23, 2013

Wo er recht hat, hat er recht!

China

Posted in Politik by ruedibaumann on November 16, 2013

China will Ein-Kind-Politik lockern…


Chapatte, Le Temps

Programmhinweis: Fernsehpremière!

Posted in Politik by ruedibaumann on November 11, 2013

Für alle die den satirischen Dokumentarfilm Image Problem noch nicht gesehen haben:

Am Mittwochabend 13. November 2013 um 20:00 Uhr wird auf SRF zwei der vieldiskutierte, vielgerühmte und von der Weltwoche verrissene Film erstmals ausgestrahlt:

Das Image der Schweiz leidet unter Steuerstreit, Bankgeheimnis und ausbeuterischen Rohstofffirmen – höchste Zeit, das ramponierte Ansehen im Ausland wiederherzustellen. Die beiden Filmemacher Simon Baumann und Andreas Pfiffner wagen den Versuch, einen «Image-Film» für ihr Heimatland zu drehen. Dabei treffen sie auf Bauern, Schrebergärtner, aufrechte Bürger, Ausländer, Goldküsten-Villenbesitzer, Journalisten und Touristen, aber auch auf zahlreiche irritierte Ausländer. Mit viel Elan und Humor suchen die beiden einen Weg, das angeschlagene Image der Schweiz zu retten.
Die Schweiz sieht sich gerne als Hort der Freiheit und der Unabhängigkeit. Doch ihr Image ist bei weitem nicht mehr so glanzvoll, wie die Schweizerinnen und Schweizer dies gerne hätten. Fast täglich demontieren negative Schlagzeilen zu Steuerstreit, Bankgeheimnis oder Einschränkung der Personenfreizügigkeit das Bild der neutralen, demokratischen Schweiz.

Die beiden Filmemacher Simon Baumann und Andreas Pfiffner wollen die Schweiz wieder in ein besseres Licht rücken. Wie dies möglich wär, wissen die beiden auch nicht so genau. Also befragen sie kurzerhand authentische Bürgerinnen und Bürger auf der Strasse, ziehen von Einfamilienhaus zu Einfamilienhaus und wagen sogar einen Sprung ins deutsche Nachbarland. Auch PR-Fachleute und einen deutschen Image-Fachmann ziehen sie hinzu.

Entstanden ist ein satirischer Dokumentarfilm, der mit eigenwilligen Mitteln den Mangel an Solidarität und zunehmende Fremdenfeindlichkeit im Kleinstaat Schweiz entlarvt. Der Film, am Filmfestival Locarno 2012 uraufgeführt, wurde zu einem der meistdiskutierten Werke am Festival.

Wem gehört das Ackerland?

Posted in Politik by ruedibaumann on November 6, 2013

„Bauernland in Bauernhand“, das war einmal. Auch hier in Frankreich hat der Pachtlandanteil geradezu dramatisch zugenommen. Inzwischen ist mehr als drei Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche (SAU, surface agricole utile) nicht mehr im Besitz der Bewirtschafter! Die untenstehende Grafik zeigt die Entwicklung zu immer mehr Pachtland im Laufe der Zeit. Insbesondere in der Nordhälfte des Landes ist nur noch wenig Bauernland im Eigentum von Einzelbauern.

Allerdings hängt diese Entwicklung auch mit dem Trend zusammen, dass grössere Betriebe in Frankreich zunehmend als juristische Gesellschaften (S.C.E.A.; GAEC; usw.) organisiert sind.

Die Preise für Kulturland steigen zwar auch in Frankreich laufend an. Allerdings sind sie mit 5 bis 6000 €uros pro Hektare 10 bis 20 mal tiefer als in der Schweiz!


Zum Vergrössern auf Bild klicken!

Heimat, verzweifelt gesucht

Posted in Politik by ruedibaumann on November 5, 2013

Heimat, verzweifelt gesucht
Aus dem Bauerndorf Suberg BE ist ein Schlafdorf geworden. Hier ist der Filmemacher Simon Baumann geboren. Er hat das Dorf gut 30 Jahre erfolgreich ignoriert. Jetzt, als Hausbesitzer in Suberg, interessiert er sich das erste Mal für den Ort und versucht, Anschluss und Freunde zu finden. Baumanns Film «Zum Beispiel Suberg» ist weit mehr als eine Dorfchronik. Er zeigt, was es braucht, in der Heimat zu Hause zu sein.

Eine Vorschau wird im Rahmen der Sendung „Kulturplatz“, morgen Mittwoch Abend um 22:25 Uhr auf SRF 1 gesendet.
Kinostart ist der 28. November!

Filmverleih

Smartvote

Posted in Politik by ruedibaumann on November 2, 2013

Seit zehn Jahren gibt es die Wahlhilfe smartvote. Ich schätze die grafischen Politanalysen in der schweizerischen Politik (gibt es das eigentlich für die französischen Parteien auch?).

Insbesondere die Spider-Darstellungen der Parteien und Politakteure finde ich für Kurzanalysen sehr hilfreich:

Hier das Politprofil der Grünen Partei der Schweiz (GPS)…

… oder das der Freisinnigen Partei der Schweiz (FDP)

Unverkennbar, dass das Stimmverhalten der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SPS) ähnlich ist wie das der Grünen (und umgekehrt)…

… während sich die kleine Bürgerlich Demokratische Partei (BDP) in allen Fragen ganz um die politische Mitte gruppiert…

… ganz im Gegensatz zu der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), die sich vor allem mit restriktiver Ausländerpolitik profiliert.
SVP

Écotaxe

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 29, 2013

Demos und Streiks sind bekanntlich in Frankreich an der Tagesordnung und eine Art direkte Demokratie à la française. Für Aussenstehende ist einigermassen erstaunlich, wie gelassen das betroffene Publikum im allgemeinen die Bähnler- Fluglotsen- und andere Arbeitsniederlegungen zur Kenntnis nimmt bzw. über sich ergehen lässt.
Noch erstaunlicher für mich ist, wie prompt die Medien und die Regierenden auf jedes noch so rudimentäre Demonstratiönchen reagieren.

Zur Zeit ist die sogenannte Écotaxe in aller Leute Mund. Die Écotaxe ist die französische Variante der in der Schweiz seit Jahren bekannten, erhobenen und bewährten Schwerverkehrsabgabe. Zwar wurde die Ecotaxe auch schon unter dem Regime Sarkozy im Jahr 2009 beschlossen, aber aus Angst vor gewissen Interessengruppen deren Einführung immer wieder verschoben.

Die bretonischen Grossbauern und Lastwägeler haben vor ein par Tagen mit einer spektakulären Strassensperrung und gewalttätigen Auseinandersetzung mit der Polizei erreicht, dass auch jetzt die Einführung der Schwerverkehrsabgabe wieder verschoben, bzw. deren Erhebung in der Bretagne stark reduziert wird.

Wahrlich keine leichten Zeiten für die gebeutelte rot-grüne Regierung. Die Popularität von Präsident Holland hat einen neuen Tiefstand erreicht.


(LE MONDE)

dossier explosif de l’écotaxe

Le droit du sol

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 27, 2013

Hier in Frankreich spricht man von „droit du sol“ und meint damit das kardinale Prinzip der französischen Republik, dass wer auf französischem Boden geboren wird, automatisch auch die französische Staatsbürgerschaft erhält. In Frankreich geborene Kinder ausländischer Eltern erhalten heute automatisch die französische Staatsbürgerschaft sobald sie erwachsen werden und mindestens fünf Jahre in Frankreich gelebt haben.

Le droit du sol ist buchstäblich in den Genen der Franzosen eingeschrieben, wenn man bedenkt, dass 25% Franzosen mindestens einen ausländischen Grosselternteil haben (mich übrigens eingeschlossen… 😉 ).
Seit den 80er Jahren kennen – mit Ausnahme der Schweiz – die meisten europäischen Staaten „le droit du sol“.

Diese automatische Einbürgerung ist anerkannterweise eine der wertvollsten Integrationsmassnahmen. Bekämpft wurde sie bisher nur von dem rechts-populistischen, fremdenfeindlichen Front National (FN). Erstaunlich und betrüblich ist nur, dass jetzt sogar einzelne Exponenten der bürgerlichen UMP beginnen „le droit du sol“ öffentlich in Frage zu stellen.

Es wäre viel besser, wenn man hier und überall mehr über die Vorteile und die Gewinne der Zuwanderung und Integration sprechen würde. Was wäre Frankreich oder jede andere erfolgreiche Nation ohne die vielen grossartigen Leistungen von Zugewanderten! Das gilt übrigens auch für die Schweiz, gerade für die Schweiz!

1:12

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 13, 2013

Am 24. November wird bekanntlich in der Schweiz über die 1:12 Initiative abgestimmt. Selbstverständlich werde ich als Auslandschweizer vorbehaltlos ein Ja in die Urne werfen (bzw. elektronisch abstimmen), damit folgender Text in die Bundesverfassung aufgenommen wird:

„Der höchste von einem Unternehmen bezahlte Lohn darf nicht höher sein als das Zwölffache des tiefsten vom gleichen Unternehmen bezahlten Lohnes. Als Lohn gilt die Summe aller Zuwendungen (Geld und Wert der Sach- und Dienstleistungen), welche im Zusammenhang mit einer Erwerbstätigkeit entrichtet werden.“

Natürlich wird im Vorfeld der Abstimmung von Economiesuisse und rechtsbürgerlichen Kreisen einmal mehr der Teufel an die Wand gemalt und vom Untergang der Schweiz fabuliert, wenn gewisse Abzocker künftig „nur“ noch etwa eine halbe Million Jahressalär garnieren düften…

Lasst euch nicht für dumm verkaufen und stimmt Ja zu einer etwas gerechteren Lohnpolitik!

1:12.ch

Rechtspopulisten auf dem Vormarsch

Posted in Politik by ruedibaumann on Oktober 7, 2013