Der Tag danach…
Es waren bewegende Tage für Frankreich. Wir haben fast rund um die Uhr die Geschehnisse auf dem Netz und auf verschiedenen TV-Kanälen live mitverfolgt. Die traurige Bilanz, 17 tote Menschen, mehrere Verletzte, 3 tote Terroristen. Wir werden diese Tage in Frankreich nicht vergessen. Die offene Gesellschaft ist verletzlich und wird es auch in Zukunft bleiben.
Ich bin der Überzeugung, dass Frankreich diese Herausforderungen gut gemeistert hat. Allen voran gilt meine uneingeschränkte Hochachtung den französischen Polizeikräften, die an vorderster Front, – unter Einsatz ihres eigenen Lebens notabene -, die Geiseln befreit haben. Aber auch die besonnenen Äusserungen des französischen Staatspräsidenten François Hollande, seine dauernde Präsenz während den ganzen Geschehnissen hat mich überzeugt. Der bisher eher farblose Innenminister hat sachlich informiert, ohne sich auf Spekulationen einzulassen.
Auch diverse Medienschaffende haben in Live-Reportagen die sich zum Teil überschlagenden Geschehnisse professionell kommentiert. Auf France 2 beispielsweise wurden während praktisch 24 Stunden mit unzähligen AussenreporterInnen laufend kommentiert, erklärt und eingeordnet.
Weniger überzeugt haben mich die Beiträge im Schweizer Fernsehen. Der Frankreich-Korrespondent wusste nichts Schlaueres, als der rechtsaussen Politikerin LePen ein Podium für ihre abstrusen Kommentare zu bieten.
Ich bin stolz darauf wie Frankreich diese grosse Krise bisher bewältigt hat. Die grosse Solidaritätsdemonstration von morgen Sonntag in Paris ist ein schönes Bekenntnis zu Meinungsfreiheit, Demokratie und Solidarität! Es freut mich, dass auch Bundesrätin Simonetta Sommaruga an der Solidaritätsdemo teilnehmen wird.
Vive la France et vive la république!
Tannbach
Ich empfehle den ZDF-Beitrag „Tannbach“ über ein fiktives Dorf in Deutschland nach dem Krieg. Über die Gräuel des Zweiten Weltkriegs hat man schon zahlreiche Filme gesehen. Über die Zeit unmittelbar nach dem Krieg weiss man zumindest in unseren Breitengraden fast gar nichts… https://presseportal.zdf.de/pm/tannbach-schicksal-eines-dorfes/
Zum Beispiel:
Wurde der Adel in der Sowjetzone ausnahmslos enteignet?
„Ja, das Prinzip ,Junkerland in Bauernhand‘ wurde gnadenlos durchgezogen, die Parzellen – wie im Film gezeigt – wurden verlost. Viele waren zu klein und zu ertragsarm, um die Bauernfamilien zu ernähren. Deshalb erfolgte später die Zwangskollektivierung in Produktionsgenossenschaften.“
Der dritte Teil wird am nächsten Mittwoch ausgestrahlt.
Direktzahlungen nach Schweizerart
Die Online-Formulare der „neuen“ Agrarpolitik in der Schweiz ermöglichen es allen Landwirten, ihren „Bundeslohn“ im voraus zu berechnen. Da ist es für uns natürlich verlockend, auszurechnen, wieviel Direktzahlungen wir erhalten würden, wenn unser Hof diesseits der Grenze wäre…
Die Basisdaten unserer Ferme in Frankreich lauten wie folgt:
Landwirtschaftliche Nutzfläche 70 ha, davon
Getreide 25 ha, Luzerne 20 ha, Blumenwiesen 15 ha, Hecken, Waldweide 10 ha
3 Teiche mit Pufferzonen, 2 Bachläufe 4 km, 24 Nussbäume, 10 markante Einzelbäume (Eichen)
Die Berechnung der landwirtschaftlichen Direktzahlungen nach Schweizerart ergibt folgende Resultate (in Schweizerfranken):
Versorgungssicherheitsbeiträge 50’500
Biodiversitätsbeiträge 120’000
Landschaftsqualitätsbeiträge 28’300
Produktionssystembeiträge 39’000
Übergangsbeitrag 80’250
Total Direktzahlungen und Beiträge 2014 318’050
Über die sogenannten Standartarbeitskräfte (SAK) wird der Direktzahlungsbeitrag pro theoretisch erforderlichen Arbeitskraft auf 70’000 sfr. reduziert. Für unseren Betrieb rechnet das Programm mit 3.13 Standartarbeitskräften. Daraus würde sich ein minimaler Direktzahlungsbeitrag von 219’100 sfr. ergeben. Allerdings wären auch weitere „Optimierungen“ gegen oben mit Kulturlandschafts- und Hangbeiträgen möglich.
Zum Vergleich: In Frankreich erhalten wir umgerechnet 11’760 sfr. Direktzahlungen. Ich bewirtschafte den Betrieb allein, also mit etwas weniger als einer Arbeitskraft….
Jetzt weiss ich, warum die (grossen) Schweizer Bauern um nichts in der Welt in die EU wollen!
Verblocherisierung
Die Verblocherisierung der Schweiz geht weiter! Blochers Stadthalter, Markus Somm, zur Zeit noch Chef der Basler Zeitung soll neuer Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung werden! Frei nach dem Motto: Was man mit demokratischen Volksabstimmungen nicht gewinnen kann, das kauft man! Rechtspopulismus bis zum geht nicht mehr! Arme Schweiz!
Les pesticides mettent notre santé en danger
Les pesticides mettent notre santé en danger
Ils sont dans l’eau, dans l’air, dans nos aliments,
dans 96% de nos rivières, dans près de 50% des fruits
et des légumes.

Même présents en faibles quantités dans l’organisme, ils posent de nombreux problèmes de santé. Les personnes exposées ont plus de risques de développer
des cancers, des malformations congénitales, des problèmes de fertilité,
des problèmes neurologiques et d’affaiblissement du système immunitaire…
3e consommateur mondial de pesticides, la France est, après 70 ans d’utilisation intensive, face à un grave problème de santé publique.
Il est temps d’en finir avec les pesticides !
Résumé rapport de l’INSERM
Wer hat dem wird gegeben…
Gemäss der Zeitschrift Bilanz sind die reichsten Schweizer im letzten Jahr wieder viel reicher geworden. Das gilt nicht nur für die Schweiz, offenbar werden auch weltweit die Reichen immer reicher. Das Vermögen konzentriert sich immer mehr auf immer weniger Superreiche. Damit übernimmt zunehmend eine kleine Oberschicht wirtschaftliche und politische Macht und gefährdet damit demokratische Staatswesen.
Der französische Ökonom und Buchautor Thomas Piketty http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Piketty sagt es in seinem Bestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert wie folgt:
„Der Haupttreiber der Ungleichheit – dass Gewinne aus Kapital höher sind als die Wachstumsraten – droht heute vielmehr extreme Formen von Ungleichheit hervorzubringen, die den sozialen Frieden gefährden und die Werte der Demokratie unterminieren. Doch ökonomische Trends sind keine Handlungen Gottes. Politisches Handeln hat ökonomische Ungleichheiten in der Vergangenheit korrigiert, und kann das auch wieder tun.“
Statt Einkommens- und Vermögenssteuern für Superreiche abzubauen (siehe lächerliche Pauschalsteuern in der Schweiz) wäre genau das Gegenteil notwendig, nämlich weltweit für hohe Vermögen Erbschafts- und Reichtumssteuern vorzusehen. Reiche Erben schaffen keine Arbeitsplätze, keine Mehrwerte, nur schreiende Ungerechtigkeiten und wachsende soziale Spannungen!
Europäische Menschenrechtskonvention
Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) ist so etwas wie die Grundlage unserer Zivilisation. Sie enthält die Grundsätze unserer rechtsstaatlichen, freiheitlichen Rechtsordnung.
Dazu gehören:
Menschenwürde
Geltung der Rechte für alle Menschen in allen Ländern und Gebieten, unabhängig von ihrer internationalen Stellung
Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit
Verbot der Sklaverei oder Leibeigenschaft
Verbot der Folter oder grausamer, unmenschlicher Behandlung
Anspruch auf Anerkennung als Rechtsperson
Gleichheit vor dem Gesetz
Anspruch auf Rechtsschutz
Verbot der willkürlichen Verhaftung oder Ausweisung
Anspruch auf öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen Rechtsverfahren
Rechtsstaatliche Garantien: Unschuldsvermutung, keine Strafe ohne Gesetz
Schutz der Privatsphäre
Recht auf Freizügigkeit (national und übernational)
Asylrecht
Recht auf Staatsangehörigkeit
Recht auf Eheschließung, Schutz der Familie
Recht auf Eigentum
Religionsfreiheit
Recht der freien Meinungsäußerung
Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit
Alle europäischen Staaten haben diese Konvention unterschrieben und sind Mitglied der EMRK. Ausgetreten war in den siebziger Jahren vorübergehend Griechenland als es unter einer Militärdiktatur litt.
Jetzt aber hat die Schweizerische Volkspartei (SVP) in ihrem Wahn, alles was ennet der Grenze gilt und aufgebaut wurde, zu verteufeln, beschlossen, eine Voklsinitiative zu lancieren um die Schweiz von der „EMRK-Fessel zu befreien“!
Man könnte das als weitere Eskapade eines steinreichen, wahnsinnig gewordenen, in seiner Eitelkeit verletzten Altpolitikers abtun.
Schwerer wiegt, dass der Vertreter eben dieser SVP im Bundesrat das Gleiche verlangt…
Man reibt sich verwundert die Augen und fragt sich, wie lange so viele Leute in der Schweiz diese rechtsextremen Spielereien noch dulden, beziehungsweise mit ihrem Wahlzettel unterstützen wollen! Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht!
25 Jahre nach dem Mauerfall
Gute Gelegenheit für mich, nachzuschauen was ich vor 30 Jahren über die DDR geschrieben habe…
https://auswandererblog.ch/2009/11/05/hinter-dem-eisernen-vorhang/
Ich glaube nicht…
… dass sich die französischen Bauern mit ihren gewaltsamen Demonstrationen in Toulouse bei der nichtbäuerlichen Bevölkerung Sympathiepunkte holen. Mit Mist und Gülle haben sie vor den Büros der Umweltschutzbehörden und der Grünen demonstriert. Der Grossbauernverband FNSEA und die sog. Jeunes Agriculteurs (JA) sind wütend, weil es bei landwirtschaftlichen Grossprojekten („ferme des mille vaches“, barage de Sivens) immer wieder Verzögerungen gibt. Zudem bekämpfen sie lautstark Umweltvorschriften, die den Nitrateintrag in die Gewässer beschränken sollen.
Zum Glück gibt es in Frankreich auch Bauernverbände die sich gegen die wachsende Industrialisierung der Landwirtschaft wehren und mit tier- und Umweltorganisationen zusammenarbeiten, zum Beispiel die http://www.confederationpaysanne.fr
Pauschalbesteuerung
Wer die superreichen Ausländer nur
pauschalbesteuert,
ist meines Erachtens total bescheuert !
😉
Darum Ja zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung! (Ich habe schon abgestimmt.)





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