AUSWANDERERBLOG

Die EU ist besser als ihr Ruf

Posted in Politik by ruedibaumann on Mai 7, 2014

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Ich glaube mehr denn je an Europa und die EU und sage es laut und deutlich: unsere Zukunft liegt in Europa!

Natürlich weiss ich, dass die EU zur Zeit ein Imageproblem hat (die Schweiz übrigens auch…). Man behauptet sie sei bürokratisch, undemokratisch und in wichtigen Fragen immer zerstritten. Das mag sein, und trotzdem bin ich überzeugt, dass die EU keine Bedrohung sondern eine Chance ist!

Ich wage es mir kaum vorzustellen, wie unser Kontinent ohne die stabilisierende Wirkung der Europäischen Union heute aussehen würde. Angesichts des Aufstiegs rechtspopulistischer, nationalistischer Parteien muss man den jungen Leuten immer wieder den Satz von François Mitterand in Erinnerung rufen: „Le nationalisme c’est la guerre!“ Die europäische Zusammenarbeit hat uns 60 Jahre Frieden und wachsenden Wohlstand gebracht.

Natürlich braucht es viele Reformen um zu korrigieren was nicht funktioniert: die finanzpolitischen Richtlinien in der Eurozone sind zu verstärken, es fehlt  sowohl eine gemeinsame Energiepolitik wie eine gemeinsame Verteidigungspolitik, mit dem Klimaschutz muss ernst gemacht werden.

Der Ausstieg aus dem Euro wie er von Le Pen und Konsortien propagiert wird, hätte katastrophale Folgen: Preiserhöhungen, zunehmende Verschuldung, Explosion der Zinssätze. Glücklicherweise sieht das die grosse Mehrheit der Französinnen und Franzosen ein und will den Euro beibehalten.

Wenn Frankreich hier und da wirtschaftliche Schwierigkeiten hat, ist das nicht die Schuld Europas, sondern das Resultat der eigenen Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik.

Man kann es drehen und wenden wie man will: die Zukunft liegt in der verstärkten europäischen Zusammenarbeit. Die Europawahlen sind eine gute Gelegenheit, das allen EU-Mitgliedern und Nichtmitgliedern wieder mal in Erinnerung zu rufen. Vive l’Europe!

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5 Antworten

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  1. alphachamber said, on Mai 7, 2014 at 7:38 am

    „Ich wage es mir kaum vorzustellen, wie unser Kontinent ohne die stabilisierende Wirkung der Europäischen Union heute aussehen würde. Angesichts des Aufstiegs rechtspopulistischer, nationalistischer Parteien…“

    Anscheinend hat die Schwäche Ihrer Vorstellungskraft Ihre sensible Seele zuverlässig geschützen – und damit Ihr konzeptuelles Denkvermögen. Mit wem wären wir denn zur Zeit im Krieg?
    Labile Leute wie Sie sollten eben nicht Geisterbahn fahren! 🙂

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  2. Baumann Eduard said, on Mai 7, 2014 at 10:55 am

    Bravo Ruedi! Pfui Alphachamber!

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  3. Martin said, on Mai 7, 2014 at 12:53 pm

    Wie gerne ich Deinen Optimismus teilen würde …

    Nichts gegen die EU – die ist so gut wie jede andere real existierende Regierung: ausgesprochen übel!
    Besetzt mit gelangweiltem bis desinteressiertem Personal das allenfalls Eigeninteressen vertritt. Kein Wunder, rekrutieren sich die Europapolitiker doch aus allem, was die Mitgliedstaaten nicht mehr ertragen konnten. Oettiger, Stoiber, … ich nenne keine Namen aus anderen Ländern als Deutschland, ich finde das sollte ich als Deutscher nicht. Übrigens pflege auch ich keinerlei Patriotismus, Nationalstolz, … eher das Gegenteil.

    Bisher ist die EU hauptsächlich eine Wirtschaftsveranstaltung. Man gab vor, durch gemeinsame Verträge gemeinsames Wohl fördern zu wollen, während im Hintergrund jede Nation versuchte die anderen zu übervorteilen. Deutschland war darin sehr erfolgreich und bildet sich jetzt sogar schon ein in der EU besonderes Bestimmungsrecht zu geniessen. Und, so verrückt das klingt, es ist tatsächlich so. [„Würde die Bundesrepublik auf dieses Vetorecht verzichten und sich denselben Regeln unterwerfen, die für den großen Rest der Euro-Länder schon heute gelten, dann wäre es nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts kein souveräner demokratischer Staat mehr.“ (http://foederalist.blogspot.fr/2014/03/warum-sich-europaische-demokraten-mit.html)%5D

    Ich meine, die Zielsetzung ist einfach die falsche, egal ob mit oder ohne EU. Bloßes Wirtschaftswachstum darf kein Ziel mehr sein in einer Welt in der die meisten Menschen daran keine Teilhabe mehr geniessen. Zudem frage ich mich, ob es dieses „Wirtschaftswachstum“ überhaupt gibt. Die ‚Gewinne‘ die heute die Wirtschaft treiben finden doch zum aller größten Teil nur virtuell in irgendwelchen Rechnersystemen statt, sind Fantasiegebilde. Davon kann niemand abbeissen.

    Und genau dieses ausschliesslich virtuelle Wachstum wird den Menschen, nicht nur in Europe, schon bald auf die Füsse fallen. Dann folgt die nächste Stufe vor dem Neuanfang. Krieg dient der Wirtschaft und Wirtschaft steht über allem. (http://aristoblog.de/2014/05/die-privatisierung-des-krieges-konflikte-als-geschaeftsmodell/)

    „Krieg ist Politik mit anderen Mitteln, Politik ist Wirtschaft mit anderen Mitteln“

    Gibt’s nicht noch was erfreuliches? Ein paar Bilder von Fuchs, Hase, Dachs und Waschbär vielleicht?

    Liebe Grüße von ennet des Hügels
    Martin

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  4. ruedibaumann said, on Mai 8, 2014 at 6:42 am

    @Martin
    Die Welt ist wie sie ist, die EU ist wie sie ist. Das heisst aber noch lange nicht, dass sie besser werden, wenn wir uns auf unsere Hügel zurückziehen und die ach so bösen Politiker ihre Dreiecksgeschäfte machen lassen. Wer nicht politisiert mit dem wird politisiert! Du argumentierst sehr fatalistisch und lehnst Politik, Politiker/ Politikerinnen und die böse Wirtschaft rundweg ab. Sich nur mit Fuchs, Hase, Dachs und Waschbär zu beschäftigen macht die Welt auch noch nicht besser. Ich jedenfalls bin allen dankbar, die sich öffentlich für ein vernünftiges Nebeneinander und Miteinander zwischen den Menschen einsetzten. Anarchie ist keine Lösung!

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    • Martin said, on Mai 8, 2014 at 2:43 pm

      @ruedibaumann
      „Du argumentierst sehr fatalistisch und lehnst Politik, Politiker/ Politikerinnen und die böse Wirtschaft rundweg ab.“
      Klingt im ersten Moment sehr unfreundlich, was Du da über mich sagst. Auf den zweiten auch noch, doch muss ich zugeben: stimmt.
      Das war nicht immer so, früher glaubte ich in den „Grünen“ eine Partei sehen zu dürfen, die ich wählen konnte. Joschka Fischer fand ich großartig!
      Aber bitte, Dir muss ich nicht sagen, wohin sich die „Grünen“ (D) seit dem entwickelt haben. Kriegszustimmer, Wirtschaftsspeichellecker und -Profitler. Ein Programm haben sie schon gleich gar nicht mehr – wozu auch? In D schreibt die Wirtschaft die Gesetzesvorlagen, welche von der Politik lediglich noch abgezeichnet werden.
      Ich sage nicht, jeder, der sich in der Politik engagiert sei ’schlecht‘, habe keine unterstützenswerten Ideale, aber ich sehe auch, das jeder/jede der/die erreicht hat etwas bewegen zu können, auch schon korrumpiert ist.

      Was mir heute bleibt ist „Die Linke“. Die sehr intelligente Sahra Wagenknecht wäre gar eine vorzeigbare Kanzlerin. Nein, ich mache mir keine Illussionen.

      Gruß von ennet des Hügels
      Martin

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