„Das achte Leben (für Brilka)“
Nino Haratischwili , geboren 1983 in Tiblissi, Georgien hat einen Jahrhundertroman geschrieben: Die beiden Weltkriege, die russische Revolution, die Stasi-Ära, Glasnost und die Bürgerkriege in Georgien nach dem Verfall der Sowjetunion- all das spiegelt sich in einer monumentalen Familiensaga. Nicht weniger als 1300 Seiten stark, spannend von der ersten bis zur letzten Seite! Unbedingt lesen!
Zeitreise-durch-das-rote-Jahrhundert

Altes Land
Das Alte Land ist ein Teil der Elbmarsch südlich der Elbe in Hamburg und in Niedersachsen. Ich bin darauf gekommen durch den gleichnamigen Roman von Dörte Hansen. Eine Geschichte über dickschädelige Bauern, Kirsch- und Apfelblüten, preussische Flüchtlingskinder, Integration, marode Reetdachhäuser und verspannte Grossstadt-Elsen mit ihren Sinnkrisen….
Überraschungsbuch der Saison, köstlich, satirisch, traurig und unterhaltsam. Spiegel-Bestseller. Unbedingt lesen!

https://www.randomhouse.de/Buch/Altes-Land/Doerte-Hansen/Knaus/e462499.rhd
Veränderung beginnt mit einem Flüstern
Jackson, Mississippi, 1962: Drei aussergewöhnliche Frauen brechen mit allen Konventionen. Sie haben das Gefühl zu ersticken und wollen etwas verändern – in ihrer Stadt und in ihrem eigenen Leben.
„Gute Geister“ heisst der Roman von Kathrin Stockett und handelt von der himmeltraurigen Situation von schwarzen Dienstmädchen bei weissen Bürgerfamilien im amerikanischen Süden. Der Bestseller-Roman wurde unter dem Titel „The Help“ verfilmt, für vier Oscars nominiert und mit dem Oscar für die beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.
Die Welt der Segregation mit ihrer Umgleichberechtigung wird einem von der Autorin mit grossem erzählerischen Talent vor Augen geführt und man fragt sich, ob es heute tatsächlich viel besser ist.
Banana Yoshimoto
Banana Yoshimoto ist eine japanische Schriftstellerin. Eben habe ich ihren Roman Moshi Moshi gelesen. Ein Buch über das Erwachsenwerden. Mein Eindruck: guter Einblick in das Leben in einem Stadtviertel von Tokio. Die Geschichte für mich etwas allzu „Schüleraufsatzmässig“… ich weiss nicht.
http://www.diogenes.ch/leser/titel/banana-yoshimoto/moshi-moshi-9783257069310.html
Roman eines Schicksallosen

Dafür hat der letztes Jahr verstorbene Imre Kertész 2002 den Literaturnobelpreis erhalten.
http://www.zeit.de/2012/32/L-Kertesz-Roman-eines-Schicksallosen
„Der schmale Pfad durchs Hinterland“
Richard Flanagan soll zwölf Jahre an dem Roman „Der schmale Pfad durchs Hinterland“ gearbeitet haben. Dafür wurde er ausgezeichnet mit dem Booker Preis.
Es ist wahrlich schwere Kost, die uns da zugemutet wird: Japanische Kriegsgefangene werden während dem zweiten Weltkrieg in Siam bei dem Bau der berüchtigten Todeseisenbahn eingesetzt und kämpfen gegen Hunger, Cholera, Tod und die Grausamkeiten des Lagerleiters. Ein überwältigender Roman voller Leidenschaft, Schrecken und manchmal auch etwas Ironie. Schwer zu ertragen und unglaublich was sich Menschen im Krieg antun können.
„Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“
Nach „Alle Toten fliegen hoch“ und „Wann wird es endlich wieder so , wie es nie war“ habe ich auch den dritten Roman von Jochaim Meyerhoff gelesen: „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“. Notabene mit grösstem Vergnügen, darf ich ohne Übertreibung sagen!
„Jochaim Meyerhoffs Geschichten vom Leben und vom Tod sind zum Lachen und zum Heulen und erzählen uns auf höchst unterhaltsame Weise von der Tragikomödie menschlicher Existenz“ (Die Welt)
https://www.perlentaucher.de/buch/joachim-meyerhoff/ach-diese-luecke-diese-entsetzliche-luecke.html
Syrien verstehen
Ich habe den neuesten Roman von Rafik Schami gelesen: „Sophia oder Der Anfang aller Geschichten“
Das Buch hilft mit, die verworrene Geschichte im Kriegsgebiet Syrien vielleicht etwas besser zu verstehen. Die Menschen in Damaskus, die Diktatur, der Geheimdienst…, spannende Story aus dem nahen Osten.
„Geduld und Humor sind zwei Kamele, mit denen man jede Wüste überqueren kann.“
Arabisches Sprichwort
Die Geschichte der Baltimores
Der Unterhaltungsroman des jungen westschweizer Schriftstellers Joel Dicker liest sich sehr leicht, schon fast zu leicht.
Ich teile die Ansicht der NZZ-Rezension: https://www.nzz.ch/feuilleton/buecher/joel-dicker-die-geschichte-der-baltimores-wo-sich-new-yorker-anwaelte-tummeln-ld.81801
Big Sue
ZORA DEL BUONO schreibt abgründig und komisch, erzählt raffiniert und sprachgewaltig, bunt und makaber….
Ich habe ihren Roman BIG SUE eben gelesen und bin beeindruckt. Sie bringt die amerikanische Südstaaten Atmosphäre zum Leser als wäre man selber in Georgia…
Sie weiss wie man „aus Sätzen Funken schlägt!“ (Spiegel Online)
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