Glück
“ Teu hei Glück / teu hei Päch / teu hei gar nüt “
Beat Sterchi
„Wir zählen unsere Tage nicht“
Silvio Blatters Zwei-Generationenroman liest sich leicht, ist locker und unterhaltsam geschrieben. Es geht um einen kühnen Aufbruch an der Schwelle zum Alter (https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/kuehner-aufbruch-an-der-schwelle-zum-alter-1.18511519 ), um Weichenstellungen im Leben, um Entwürfe zum Glücklichsein.
Sehr empfehlenswert!

Jean d’Ormesson
Jean d’Ormesson https://de.wikipedia.org/wiki/Jean_d’Ormesson ist einer der beliebtesten Franzosen. Höchste Zeit für mich, auch etwas von ihm zu lesen. Wenn ich mich anstrenge geht es auch in französisch…

Die unbekannte Terroristin
Roman von Richard Flanagan
Inhalt
In einem Fußballstadion werden drei Bomben entdeckt, und Gina Davis verbringt eine Nacht mit einem Fremden. Als sie aufwacht, ist der Mann verschwunden und sie eine mutmaßliche Terroristin. Noch bevor sie sich stellen und alles aufklären kann, entgleitet ihr die Kontrolle über ihr gesamtes Leben. Wer soll ihr noch glauben? Sogar sie selbst kann sich der endlosen Schleife der Fernsehbilder kaum entziehen: Tariq und sie auf den Bildern der Überwachungskameras, Schnitt. Die Bomben im Stadion, Schnitt. Anschläge in Städten auf der ganzen Welt. Gina wird klar, dass diese gigantische politische und mediale Maschinerie nicht mehr zu stoppen ist. In nur drei Tagen ist aus ihr ein vollkommen anderer Mensch geworden: Sie ist der Feind. Sie ist die Angst vor der Bedrohung durch das Unbekannte, das unsere Welt dieser Tage in Schrecken versetzt.
Ist die Welt wirklich schon so kaputt, wie uns der Autor hier schildert?
China 2055
Um China im Jahr 2055 geht es im Roman „Follower“ von Eugen Ruge. Aber nicht nur. Man ist amüsiert, erschrocken, verstört, verzaubert. Es ist ein sehr ungewöhnliches Buch https://www.perlentaucher.de/buch/eugen-ruge/follower.html
Ich habe den Roman mit Vergnügen gelesen, auch wenn ich einzelne Kritiken verstehe. An seinen früheren Bestseller „In Zeiten abnehmenden Lichts“ kommt der Roman nicht heran.
Der Vorleser
Wenn Sie bei meinem Blog in der Suchfunktion (rechte Spalte) zum Beispiel „lesen“ oder „Literatur“ eingeben, dann erscheinen meine Blog-Hinweise auf dutzende (hunderte?) gelesene Bücher!
Aufgeführt habe ich wirklich nur Bücher, die mich im laufe der letzten Jahre wirklich fasziniert haben. Und ich gebe es zu: manchmal lässt mich mein Erinnerungsvermögen auch etwas im Stich und ich bin nicht mehr sicher, ob ich dieses oder jenes Buch schon mal gelesen habe. Eine kurze Recherche im Auswandererblog genügt, um festzustellen, was ich wirklich vor Jahren (nach 2006) gelesen habe und was nicht. Der Blog ist so etwas wie ein ausgelagerte Festplatte meines Erinnerungsvermögens geworden.
Weil mich der neue Roman „Olga“ von Bernhard Schlink begeistert hat, kam mir auch wieder sein Bestseller „Der Vorleser“ aus dem Jahr 1995 in den Sinn. Ich habe den Roman, der übrigens auch verfilmt wurde, heute (wieder)gelesen!
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Vorleser
„Olga“
„Mein Lieber, letztes Jahr wolltest Du vor Weihnachten zurück sein, dieses Jahr wollten es die Soldaten. Auf Euch Männer ist kein Verlass.“
http://www.dw.com/de/ein-deutsches-jahrhundert-bernhard-schlinks-neuer-roman-olga/a-42114066

Die spannende Geschichte einer Liebe, verschlungen in die Irrwege der deutschen Geschichte. Bernhard Schlinks neuer Roman ist ein Lesevergnügen!
Kafka am Strand
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.06.2004
Karl-Markus Gauß‘ Rezension dieses Buches des japanischen Kultautors ist eine Abrechnung. Und zwar nicht nur mit dem Buch selbst – „Schmonzette“, voller „Plattitüden“, es geht zu wie in der „schwäbischen Stube Hermann Hesses“, das alles ist „quälend langatmig“ -, sondern auch mit dem „gestrengen Feuilleton“, das hier offenkundig auf einen fatalen postmodernen Blender hereingefallen ist. Wild und ohne Besinnen werfe Murakami hier nämlich alles Mögliche durcheinander, einen Jungen, der zu klug, einen Alten, der zu dumm für die Welt ist, „griechische Tragödie“, „haarsträubende Handlung“, Fantasie und Wirklichkeit, Sex (vielleicht, ganz klar scheint das nicht zu werden) und Sinnfindung. Was immer man zitieren mag aus dieser Kritik, es klingt unfreundlich, sehr unfreundlich. Zwar gelinge es Murakami, seine „Versatzstücke“ miteinander zu „verzahnen“, aber, leider, doch nur nach Art des „Irgendwie“. Nein, kein positives Wort über dieses Buch.

Jonas Lüscher: Kraft
Ein grandioser Roman: witzig, intelligent, ironisch, komisch, böse….ein Lesegenuss!
https://www.perlentaucher.de/buch/jonas-luescher/kraft.html

Bild NZZ Feuilleton 20.9.2017
Während die Welt schlief

Der israelisch-palestinensische Konflikt dauert seit mehr als siebzig Jahren. Verdrängt werden die Nachrichten aus diesem Raum jeweils nur, wenn sich in anderen Weltgegenden noch schrecklichere Flüchtlingsdramen abspielen.
Susan Abulhawa hat als betroffene Palästinenserin einen Roman über diese unendliche Tragödie geschrieben. Über vier Generationen erzählt sie eine tief berührende Geschichte über den Verlust der Heimat, über zerrissene Familien, darüber, was im nahen Osten geschehen ist, währen die Welt schlief!
Ein grossartiges Buch!

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