Gewölle einer Eule
Wissen sie was ein Gewölle ist? Wie (fast) immer hilft Wikipedia weiter. Ein Gewölle ist ein Speiballen und für uns ein sicheres Zeichen dafür, dass seit einigen Wochen wieder eine Schleiereule in unserer Scheune haust. Vielleicht erinnern sie sich an den Beitrag Tod einer Schleiereule über den ich vor mehr als zwei Jahren berichtet habe. Seither ist glücklicherweise keine Eule mehr in unserem Tränkebecken ertrunken (Dank den wertvollen Tips von Kennern).
Zurück zu den Gewöllen: zahlreich liegen sie unter dem Sitzbalken der Eule. Wenn man sie aufbricht kommen ganze Mäuseskelette zum Vorschein!
Mäuse haben es bei uns nicht einfach…
LGV Bordeaux – Toulouse
Die Schweiz ist wesentlich näher bei Paris als der Südwesten Frankreichs. Das hat Vor- und Nachteile (on n’est pas à Paris ici…). Die Zugreise Toulouse-Paris dauert zur Zeit 5 h 17.
Das soll sich nun ändern. Die Pläne für den Bau einer neuen LGV-Strecke (line grande vitesse) Bordeaux – Toulouse nehmen langsam Formen an. Die Strecke misst rund 200 km und wird die Städte Agen und Montauban anschliessen. Offen ist noch, ob der neue TGV auf neuen Stationen „auf freiem Feld“ halt machen soll, oder ob er durch die bestehenden Bahnhöfe geschleust wird.
Die Linienführung umfasst zur Zeit noch mehrere Varianten in einem etwa 500 m breiten Korridor. Zurzeit sind umfangreiche Konsultationsverfahren bei der örtlichen Bevölkerung im Gange wie gestern die Regionalzeitung „La Dépèche du Midi“ berichtet hat.
Im Jahre 2020 soll die neue Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke (360km/h) eröffnet werden. Paris wird dannzumal innert drei Stunden erreicht werden können. Im Tal der Garonne werden im Laufe des nächsten Jahrzehnts umfangreiche Bauarbeiten notwendig werden.
Pferde stehlen
Mein Lesetip für Leute „die die tatsächlichen Verrichtungen arbeitender Menschen im ländlichen Raum“ schätzen: Der Roman „Pferde stehlen“ von Per Petterson hat mich begeistert.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.04.2006:
Christoph Bartmann ist ergriffen: „Eindringlicher als Per Petterson kann man von Leuten in ihrer Landschaft nicht erzählen“, so lautet das kritische Fazit seiner mit Heideggerschen Untertönen versehenen Rezension. In der Sprache Pettersons sei die „Weite“, „Härte“, „Schönheit“ und „Gleichgültigkeit“ der norwegischen Natur eingefangen, so der Rezensent, und in der Umsetzung bedeutet das, dass Pettersons Sprache eine „rhythmische, frei atmende, manchmal wehmütige und fast schmerzhaft konkrete Sprache“ ist. Erzählt wird in dieser Sprache vom alten Trond, 67, der sich, an den Ort seiner Kindheit zurückgekehrt, an die Ereignisse der Kriegszeit erinnert: Wie sein Vater ein Verhältnis hatte mit der Nachbarsfrau, wie die beiden gemeinsam im Untergrund gegen die nationalsozialistischen Besatzer operierten, wie der eine Sohn der Nachbarn aus Versehen den anderen erschoss. Von solcher Zeit von „Idyll und Drama“ erzählt Petterson „zutiefst und willentlich unwitzig, ja sogar ideenarm“, wie Bartmann feststellt. Denn anstatt sich, wie die modernen Medien, in der Darstellung von Ideen zu verstricken, erzählt der norwegische Autor lieber „von den tatsächlichen Verrichtungen arbeitender Menschen im ländlichen Raum“. Das sei selten, und also, folgert Bartmann, sei es poetisch. Den geschilderten Ereignissen eigne eine ganz eigene Evidenz, „so ruhig und so leuchtend“ komme das alles daher.
Spatenstich
Der Spatenstich für unsere Solaranlage ist erfolgt. Durch diesen Graben soll künftig der selbst erzeugte Photovoltaik-Strom fliessen. Aber noch gibt es viel zu tun…
Eigentlich ein Roman…
„Jakob schläft“ heisst der kleine, komprimierte Roman von Klaus Merz den ich gestern Sonntag mit grosser Begeisterung gelesen habe. Klaus Merz erzählt vom Schicksal (s)einer Familie in den fünfziger und frühen sechziger Jahren aus einem Dorf im schweizerischen Mittellland. „Ein grosses kleines Buch, dicht, warm, behutsam – und voller leiser Glücks- und Schmerzmomente, kurz: ein poetisches Juwel.“ schreibt dazu Markus Werner.
Ich kann dem nur beipflichten.
Nostalgischer Rückblick
Die Berg- und Talwanderungen kann man beim Sortieren der zahlreichen Föteli grad noch einmal geniessen. Weil es so schön war hier noch einmal den Ausblick vom Gemmenalphorn auf Eiger, Mönch und Jungfrau…
Niederhornwanderung (jetzt liegt dort wahrscheinlich schon viel Schnee…)
Emozioniere
Simon und Andreas haben für die Dokumentarfilm-Satire EMOZIONIERE den Nachwuchsförderpreis der Berner Filmförderung erhalten.
Die Preisverleihung, zu der alle herzlich eingeladen sind, findet am Dienstag, 10. November um 19.30 in der Dampfzentrale Bern statt. Flyer Preisverleihung
Wer den Kurzfilm gerne sehen möchte, hat nächste Woche Gelegenheit:
EMOZIONIERE wird im Schweizer Wettbewerb des Kurzfilmfestivals shnit in Bern zu sehen sein. Und zwar im Wettbewerbsblock Swissmade 2 am Freitag 9. Oktober um 21.00 Uhr in der Aula PROGR und am Samstag 10. Oktober um 20.00 Uhr im Theater National.
Zudem läuft der Film im Block Bärner Platte 1 am Freitag 9. Oktober um 17.00 in der Aula PROGR und Sonntag 11. Oktober um 14.00 im Kornhausforum.
In der neuesten Ausgabe der Berner Kulturagenda ist ein Artikel über EMOZIONIERE am shnit Kurzfilmfestival erschienen.
Last but not least freuen wir uns, dass EMOZIONIERE für den internationalen Wettbewerb des Curtocircuito Short Film Festival in Santiago de Compostela ausgewählt wurde. Von 2600 Einsendungen wurden 125 Filme für den Wettbewerb des spanischen Festivals programmiert.
Fliegende Objekte
Bergwanderungen sind schön. Nur fliegen ist noch schöner. Am besten können es die Bergdohlen…
Start und Landung problemlos…
… allerdings etwas erstaunt über die tollkühnen…
… Nachahmer!
Blogende
Wie andere Blueblogger habe ich von der Swisscom folgende Mitteilung erhalten:
Sehr geehrter Herr Baumann
Seit Herbst 2005 gibt es die „Blueblogs“ von Swisscom als Gratisangebot für engagierte Blogger. Auf Ende 2009 muss nun leider dieser Service aus betrieblichen Gründen eingestellt werden. Wir danken Ihnen sehr für Ihr Interesse und das Engagement, das Sie gezeigt haben.
Sie können in der gewohnten Umgebung noch bis im Dezember weiterbloggen. Danach wird die Plattform abgestellt und alle Blogs werden gelöscht. Ob und wie es dann weitergeht, ist im Moment leider noch offen. Wir evaluieren mögliche Alternativen. Ende Oktober werden wir Sie darüber informieren, ob wir Ihnen ein Alternativangebot machen können, und wie dieses aussehen wird. Eines steht allerdings im Moment bereits fest: Ein vergleichbares Gratisangebot können wir nicht machen.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne bis Ende dieser Woche und ab dem 20. Oktober persönlich zur Verfügung. Dazwischen kann ich leider keine Mails beantworten. Ich bitte um Verständnis.
Mit freundlichen Grüssen,
Michael Glünz
Henusode, dann werde ich mir einen anderen Bloganbieter suchen müssen. Wer kann was empfehlen? Ich habe rund 1000 Besucher pro Tag aus der ganzen Welt auf meinem Auswandererblog. Im September 2009 waren es total 28’830 Visiteurs.
Insgesamt habe ich seit Juni 2006 nicht weniger als 1156 bebilderte Beiträge von „ennet der Grenze“ geschrieben… Die Frage ist, ob man dieses „Archiv“ ohne zu viel Aufwand auf einen neuen Blog übertragen kann?
Für sachdienliche Hinweise von Technikfreaks bin ich sehr dankbar!













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