Printemps Bio 2007
Vom 1. bis 15. Juni findet in Frankreich die achte Auflage der Biowochen statt: Printemps Bio 2007.
Die zahlreichen Veranstaltungen stehen dieses Jahr unter dem Motto: „Consommer bio, c’est voir plus loin“.
Cette campagne nationale va permettre de multiplier les occasions de rencontres et d’échanges entre les milliers de professionnels de l’agriculture biologique mobilisés et les consommateurs en demande d’informations.
Zur Feier des Tages ein Blick auf unseren im April angepflanzten Rebberg und auf unsere Getreidefelder….
Hier wächst ihr Biowein….
….. und hier ihr Biobrot!
Sonnenweg
Wir nennen ihn Sonnenweg. Er führt westlich von unserer Ferme durch ein lichtes Eichenwäldchen, südexponiert, windgeschützt, sonnig eben. Auch in den Wintermonaten ist es auf dem Sonnenweg milder als an allen übrigen Standorten. Im heissen Hochsommer spenden die jahrhunderte alten Eichen etwas willkommenen Schatten.
Hier blühen jeweils im frühen Frühjahr die ersten Orchideen und auch diverses Getier scheint sich wohlzufühlen. Der Sonnenweg gehört fast immer zu unseren Flurbegehungen. Selbst heute wenn es regnet.
Wir wünschen bei dieser Gelegenheit allen BewohnerInnen und MitarbeiterInnen des Domicil Mon Bijou in Bern eine sonnige Biowoche!
Wenn er oder sie nur unseren Salat in Ruhe lassen würde….
Eierschwämme, Girolles
Die ausserordentlich häufigen Niederschläge im Mai haben auch etwas Gutes. Die Wasserresevoire der Region sind endlich wieder einmal gefüllt (das erste Mal seit sechs Jahren), der Mais musste noch nicht bewässert werden und es spriessen Eierschwämme in unserem Wald! Voilà le résultat de nôtre promenade d’hier (dans la pluie)…..
…und bereits sterilisiert in unserer Vorratskammer!
….. und hier noch auf vielseitigen Wunsch:
Wie man Pilze sterilisiert….
haben wir letztes Jahr mit den Steinpilzen ausprobiert. Nachdem uns alle greifbaren Rezepte zu kompliziert schienen, fand Stephanie eine eigene Methode. Es kam gut raus, und niemand litt an Magenbeschwerden. Aber trotzdem hier das Rezept nur „ohne Gewähr“:
Pilze putzen, zuschneiden und kurz im Salzwasser kochen. Dann abtropfen lassen und in ausgekochte Gläser schichten. Einen Sud aus Salzwasser, wenig Essig und ein paar frischen Rosmarinzweiglein (bzw. zu den Steinpilzen ein paar frische Lorbeerblätter) aufkochen und die Gläser damit bis 1cm unter den Rand auffüllen. Mit Schraubdeckel verschliessen, in Backofen stellen und 1 Std. Sterilisierprogramm laufen lassen oder auf dem Herd im Wasserbad 1 Std. ziehen lassen. (In den Gläsern müssen kleine Blasen aufsteigen.)
Diese Pilze werden dann bei uns direkt aus dem Glas als Antipasto serviert, oder in Olivenöl gebraten auf Salat. Oder abgespült kurz in einer Sauce mitgekocht…..etc.
Flughafer, Avena fatuas
Der Flughafer ist bei uns ein Problemungras. Es handelt sich um ein einjähriges, im Frühjahr keimendes Rispengras das im Biolandbau schwierig zu bekämpfen ist, weil die mechanischen Bekämpfungsverfahren (Hackstriegel) nicht wirken. Bei dichtem Auftreten wirkt es sich stark ertragsmindernd aus.
Wir werden versuchen, dem Flughafer mit kulturtechnischen Massnahmen beizukommen: z. Bsp. mit mehrjährigem Luzerneanbau mit häufigen Schnitten und/oder abwechselnden Herbst- und Frühjahrs-Feldbestellungen.
Tröstlich zu wissen: Flughafer ist ein beliebtes Futter für die gefiederten Freunde…
Übrigens: Im konventionellen Landbau wird Flughafer im gentechnisch veränderten, herbizidresistenten Mais mit einer Roundup-Douche total eliminiert….
Im schönsten Wiesengrunde…
So schön präsentieren sich unsere ungedüngten Wiesen zur Zeit. Eine Augenweide für Naturschwärmer….
Die Buntbrache auf unserem Schwesterbetrieb im Berner Seeland kann sich aber auch sehen lassen! Es ist einfach eine andere Pflanzengesellschaft mit viel Margritli….
Nochmal eine ganz andere Gesellschaft ist in diesen Minuten dem Vernehmen nach am petit déjeuner in Paris. Um elf Uhr will Sarkozy seinen Premieminister François Fillon vorstellen und morgen soll uns die neue Regierung präsentiert werden: 15 Minister, davon 7 Frauen, als Aussenminister der Sozialist Bernhard Kouchner, eine Landwirtschaftsministerin, eine Innenministerin usw. usf.. Alles neu macht der Mai…..
Heuet
Es wird geheuet in der Gascogne. Zunehmend wird das Gras nur angewelkt und bevor es ganz dürr ist in Plastikplanen verpackt. Die Rundballen werden einzeln oder in lange „Plastikwürste“ eingewickelt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine Blattverluste weil das Futter noch nicht ganz trocken ist, Lagerung im Freien und rationelles Handling. Die Nachteile: Beeinträchtigung der Landschaft durch die „Dinosauriereier“ oder „Kunststoffwürste“ und Resourceverschleiss (Plastikplane).
Kuckucksspeichel
Wenn man zur Zeit durch die Wiesen läuft, bekommt man selbst an sonnigen Nachmittagen nasse Füsse. An zahlreichen Pflanzen haftet Zikadenschaum. Die Wiesenschaumzikade schützt sich so vor Angreifern. Die Larve frisst sich im Schutz dieses Schaummantels am Grünzeug satt.
Der Zikadenschaum wird auch als Kuckucksspeichel bezeichnet, weil er häufig an Wiesenschaumkraut (= Kuckucksblume) haftet.
Zickadenschaum an Bocksbart. Die Blume öffnet sich am Morgen und ist um 12 Uhr schon wieder geschlossen…. 28 Stundenwoche in Frankreich? Im Hintergrund Klappertopfwiese.
Le muguet, das Maiglöckchen (Meieriisli)
Les origines du muguet du 1 er mai
Le muguet est originaire d’Asie, du Japon plus précisément. Cette plante est connue et acclimatée en France depuis le Moyen- âge. Le muguet a longtemps été le symbole du renouveau et du printemps, il était donc logique qu’il devienne symbole du bonheur et porte-bonheur. Le 1er mai 1561 Charles IX instaura la tradition d’offrir du muguet le 1er mai en guise de porte bonheur.
Ce n’est que vers 1907, puis en 1936 que le muguet est associé à la fête du travail.
La date du 1er mai comme jour de la fête du travail et des travailleurs fut adoptée en 1889, au congrès de la fondation de la IIe Internationale à Paris. Cette date fut choisie en mémoire des morts de la manifestation du 1er mai 1886 à Chicago qui demandait l’instauration de la journée de 8 heures.
A Paris lors d’une manifestation en 1890, les manifestants défilèrent en portant à la boutonnière un triangle rouge symbolisant leurs revendications, à savoir la division idéale de la journée en 3 huit : travail – sommeil – loisirs. Ce triangle fut remplacé par la fleur d’églantine puis par le muguet cravaté de rouge. C’est depuis ce jour que fête du travail et muguet furent associés.
Ce n’est qu’en 1936 que l’on retrouve les premières ventes de muguet à l’occasion du premier mai.
Belle journée à tous !
Pachtland zum Zweiten
Ich habe im Februar darüber berichtet . Angrenzend an unsere Felder werden von einer Erbengemeinschaft 52 Hektaren Land verpachtet. Wir haben uns darum bemüht und ein entsprechendes Gesuch an das zuständige Landwirtschaftsdepartement eingereicht.
Am 24. April hat nun offenbar die Strukturkommission entschieden, wie wir vorerst inoffiziell erfahren haben.
Das Land geht an einen jeune Agriculteur aus der Gegend. Unser Gesuch konnte leider nicht berücksischtigt werden, weil wir zu alt sind für Betriebsvergrösserungen und unser Sohn (noch) nicht als Junglandwirt in Frankreich istalliert ist.
Natürlich sind wir enttäuscht, aber der Entscheid ist zu respektieren. Wir trösten uns damit, dass wir auch in Zukunft viel Zeit für ausserlandwirtschaftliche Aktivitäten haben…..
Vielleicht gibt es früher oder später wieder eine Möglichkeit unseren Betrieb zu vergrössern.
Wir fragen uns ja gelegentlich selber, welches das richtige Mass ist.
Cuvé de garage
Wir haben in den letzten Tagen nicht nur gewählt in Frankreich, sondern auch sonst kräftig in die Zukunft investiert: Grubbern, Kreiselegge, Reben setzen (Merlot Trauben), Düngen (Buchon de plume), Wässern…. Wenn alles klappt, und uns die Rehe und Wildschweine nicht den ganzen Rebberg zerstören, möchten wir spätestens 2012 den ersten Cuvé de garage kredenzen und die Bordeaux-Weine konkurrenzieren…
















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