Luzerne
Die Luzerne, auch Saat-Luzerne, Alfalfa, Schneckenklee oder Ewiger Klee, engl. lucerne oder alfalfa genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Schneckenklee in Unterfamilie Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Sie ist auch eine Nutzpflanze.
Kurz: Luzerne ist eine erstaunliche Pflanze. Ihre Wurzeln können mehrere Meter ins Erdreich eindringen, was sie sehr resistent macht gegen Trockenheit. Ich setze sie auch ein, um Distelnester zu bekämpfen. Durch häufigen Schnitt werden die Disteln „ausgehungert“.
Vorher…

Nachher…


Meine Luzerne dient als Futterpflanze für die Winterfütterung von 600 Schafen.
Grad Oechsle
Die Trauben sind süss. Mit dem Refraktometer gemessen zeigen sich folgende Oechslegrade:
Merlot 95°
Tannat 85°
Zum vergleich Feigen 75°
Leider gibt es mengenmässig aber eine sehr, sehr bescheidene Traubenernte: Zuerst haben die Spätfröste im April massiv geschadet und dann kam noch ein starker Mehltaubefall dazu.


Über die Freude nach getaner Arbeit
Als Ackerbauer freue ich mich über eine gute Ernte, über eine gelungene Saat, über ein schönes Saatbeet. Hier will ich in etwa vier Wochen Dinkel (épautre) säen, sofern ich das Biosaatgut rechtzeitig erhalte und das Wetter mitspielt. Nächstes Frühjahr ist dann noch eine Luzerne-Untersaat auf den gleichen Parzellen geplant.

Das Ende des Plenterwaldes
Ein Plenterwald ist ein im Plenterbetrieb bewirtschafteter Hochwald. Er ist ein sich stetig verjüngender Dauerwald, in dem Bäume aller Dimensionen kleinstflächig bis einzelstammweise vermischt sind. Im Plenterbetrieb werden einzelne Bäume gefällt und so ein permanenter Hochwald geschaffen. Trotz des vermeintlich urwaldähnlichen Charakters ist der Plenterwald ein bewirtschafteter Forst (Wikipedia).
Wir haben diese schonende Bewirtschaftungsweise des Waldes in den 70er-Jahren an der ETH gelernt. Der schweizerische Plenterwald war damals so berühmt, dass Studenten aus aller Welt diese forstliche Bewirtschaftungsmethode in der Schweiz studierten (u.a. ein guter Freund aus dem damaligen Persien).
Heute scheint sich leider auch in der Schweiz vermehrt die Kahlschlag-Methode durchzusetzen. So hat beispielsweise der Kanton Bern im Hardwald in der Gemeinde Schüpfen ein grosse Waldfläche rigoros abgeholzt.
Der Kahlschlag im Staatsforst mag aus oekonomischen Gründen angezeigt sein. Die Fläche verliert aber während mindestens einer ganzen Generation ihren Erholungswert, auch wenn hier wieder aufgeforstet wird. Auch aus Gründen der Biodiversität würde ich ein grosses Fragezeichen setzen. Muss der Staat in Sachen Kahlschlag wirklich vorangehen?


Pressen
Die Luzerne-Quaderballen dienen als Winterfutter für 600 Schafe.

95 Quaderballen, fast 50 Tonnen…


Endlich: Luzerne heuen
Endlich richtig Sommer und höchste Zeit die Luzerne zu heuen (inklusive Disteln!), 1. Schnitt










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