Telepac
Auch EU-Bauern erhalten Direktzahlungen (pac: politique agraire commune). Allerdings sind diese etwa 10 mal geringer als in der Schweiz. Dafür werden die Plangrundlagen immer genauer. In diesem Jahr haben die zuständigen Beamten sich noch etwas neues einfallen lassen. Sämtliche Flugaufnahmen wurden akribisch gesichtet und jeder Strauch, jeder Baum, jede Hecke, jeder Teich, jeder Steinhaufen… ja jede Heu- oder Strohballe wurde auf den Plangrundlagen festgehalten.
Es wird gemunkelt, Frankreich habe diese Monsterarbeit nach Indien ausgelagert!?
Jeder einzelne Bauer ist nun aufgefordert, auf seiner Telepac-Deklaration diese Landschaftsobjekte zu verifizieren und zu klassieren. Anders als in der Schweiz gibt es für Einzelbäume usw. kein Geld, vielmehr werden die betroffenen Flächen je nach dem nicht mehr als landwirtschaftliche Nutzfläche (SAU: surface agricole utile) anerkannt… Das (Bauern-)Leben ist kompliziert geworden!
Übrigens: für unseren 70 Hektaren grossen Ackerbau-Biobetrieb erhielten wir letztes Jahr insgesamt 9’805 € Direktzahlungen.

Betriebsjubiläum
Seit genau dreissig Jahren steht unser Nissan Prairie 4 x 4 immer noch fast täglich im Einsatz. Mädchen für alles sozusagen und nicht totzukriegen….

Languedoc Roussillon Midi Pyrénées
Durch den Zusammenschluss von den bisherigen Regionen Midi-Pyréenées und Languedoc-Roussion sind wir nun Einwohner einer europäischen Grossregion (zum Beispiel grösser als Irland!) mit 13 Departementen…

5.7 Millionen Einwohner, zweitgrösste Agrarregion Frankreichs mit am meisten Biolandwirtschaft (20%!), grösster Vignoble mondial (273 000 ha), Leader européen im Sektor Aéronautique (Airbus!) und führende Region Frankreichs in der Forschung…
Präsidentin des Regionalparlamentes und der Region ist Carole Delga (socialiste).
http://www.regionlrmp.fr/Un-nouveau-territoire-33814
Das einzige was uns jetzt noch fehlt ist der Name der neuen Region. Darüber soll in einer Volksabstimmung in diesem Sommer entschieden werden. Es stehen 8 Varianten zur Diskussion:

Ich stimme für „Midi“ weil der Name kurz und einfach wäre. Es scheint aber, dass sich die Mehrheit für Okzitanien (Occitanie) aussprechen wird.
Was blüht denn da…
Gestern, 3. April 2016, auf den Wiesen von La Oueyte, Bio-Landwirtschaft…







Scherben bringen Glück…

Hoffentlich…

Die Tomatensetzlinge haben jedenfalls die Schweiz-Reise gut überstanden

Und die ersten Orchideen blühen…

Zum Beispiel Suberg
Unsere Familiengeschichte ist noch 6 Tage online verfügbar…. auf
http://www.srf.ch/sendungen/ch-filmszene/zum-beispiel-suberg
oder noch besser auf einer DVD mit Booklet und Bonusmaterial (alte Kurzfilme usw.)
unter www.zumbeispielsuberg.ch
In nur drei Jahrzehnten hat sich Suberg vom verschlafenen Bauern- zum anonymen Schlafdorf entwickelt. Mit feinsinnigem Humor zeigt der Filmemacher Simon Baumann am Beispiel seines Heimatdorfes die Veränderungen: Vereinsamung, Zersiedelung und der Druck der Rentabilität in einer globalisierten Welt.

Simon Baumann lebt seit seiner Geburt in Suberg. Doch 32 Jahre lang hat der Filmemacher („Image Problem“, 2012) das Dorf und seine Bewohner erfolgreich ignoriert. Anders als sein Grossvater, der als Bauer ein starker Ring in der Kette der Dorfgemeinschaft war, kennt Simon hier kaum jemanden. Aber viele kennen ihn: Seine Eltern waren das erste Nationalratsehepaar der Schweiz und haben sich als linke Politiker im Dorf viele Feinde geschaffen. Auf der Suche nach Anschluss trifft Simon deshalb nicht nur auf offene Türen, man droht ihm sogar mit Handgreiflichkeiten.
Zu Zeiten von Grossvater Baumann war Suberg noch von einer kleinbäuerlichen Struktur geprägt. Vierzehn Landwirtschaftsbetriebe belebten das Dorf. Die Bauern waren aufeinander angewiesen und halfen sich gegenseitig aus. 40 Jahre später ist die Einwohnerzahl von Suberg zwar nur leicht gestiegen, aber die Anzahl der Haushalte hat sich verdoppelt. Die wenigsten Suberger arbeiten im Dorf. Bauernbetriebe gibt es gerade mal noch zwei.
Wer wie Simon Baumann im Dorf nicht nur schlafen, sondern auch am Leben teilnehmen möchte, hat ein Problem: Es fehlt an Orten der Begegnung. Wohl gibt es noch einen Bahnhof und ein Schulhaus, aber schon lange keine Post und keinen Dorfladen mehr. Die ehemalige Dorfbeiz ist einem Restaurant für gehobene Ansprüche gewichen. Also versucht der Filmemacher den ehemaligen Dorfplatz zu reanimieren, spricht mit Menschen, die das Dorf geprägt haben und findet auf der Suche nach dem Lebensgefühl seiner Vorfahren schliesslich im Männerchor eine letzte kleine, ebenfalls vom Aussterben bedrohte Oase des Gemeinschaftssinns.
Mit feinsinnigem Humor zeigt der Filmemacher die Veränderungen in unserem Zusammenleben: Vereinsamung, Zersiedelung und der Druck der Rentabilität in einer globalisierten Welt. «Man sagt, die Welt sei ein Dorf geworden. Nehmen wir an, dieses Dorf heisse zum Beispiel Suberg, dann kann man hier die ganze Welt sehen.»
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