AUSWANDERERBLOG

Jeudi noir

Posted in Comédie française by ruedibaumann on Januar 28, 2009

Er gehört zu Frankreich wie die Baguettes und der Eiffelturm: der Arbeitskampf, der Streik, la grève. Morgen Donnerstag wollen sie alle streiken: die Bähnler, die Beamten, die Lehreinnen und Lehrer, das Spitalpersonal, die Post, die Polizei und die Elektrizitätswerke… Mehr als 60% der französischen Bevölkerung finden das angebracht, gut und notwendig. Man müsse dem abgehobenen Präsidenten und seiner unfähigen Regierung wieder mal zeigen, wie wichtig das arbeitende Volk sei…

Also werden morgen die Schulen geschlossen sein, TGV und Vorortszüge werden kaum verkehren, Flüge werden gestrichen und in allen grossen und kleinen Städten werden die Gewerkschaften ihre Protestmärsche, ihre cortèges abhalten. Aber die Mehrheit der Französinnen und Franzosen nimmt das alles sehr gelassen….

In der Schweiz würde man wohl von Generalstreik reden und die Armee aufbieten, aber hier ist das eher eine Mischung zwischen Politdemo und Volksfest! Sarkozy hat schon mal kleinlaut eingestanden: „la France n’est pas le pays le plus simple à gouverner du monde“.
Wahrscheinlich wird der „jeudi noir“ die Weltwirtschaftskrise auch nicht beheben. Aber „la grève“ schafft Solidarität und Zusammengehörigkeitsgefühl! Vive la France!

Grève générale

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  1. ugugu said, on Januar 28, 2009 at 3:49 pm

    hier reichen fünf tibeter auf dem bundesplatz um den notstand auszurufendie wegweisungsgesetze mit voller härte umzusetzen, traurig aber wahr…

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  2. Ugugu said, on Januar 28, 2009 at 3:52 pm

    huch! wörter durchstreichen funktioniert in den comments hier dann wohl eher nicht…(„um den notstand auszurufen“ )

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  3. Catherine Beuret said, on Januar 29, 2009 at 12:18 pm

    Im Charolais wurde heute meine Post wie üblich ausgetragen, der Schulbus für die Unterstufe ist ebenfalls gefahren. Laut neusten Nachrichten fahren auch die TGVs. Offensichtlich konzentrieren sich die Aktionen auf die grösseren Städte. Die steigende Arbeitslosigkeit hinterlässt jedoch auch im Dorf ihre Spuren. Das Café (Bar) in unserem Dorf schliesst, wegen fehlender Kunden, jeweils schon um 20 Uhr. Die Gemüsepreise sind beängstigend gestiegen und ich frage mich wie der französische Normalverdiener überlebt. Sicher, auf dem Lande hat Jeder seinen Gemüsegarten, aber in der Stadt geht das bekanntlich selten.

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