Tournesol
Statt uns über das schlechte Wetter zu ärgern, freuen wir uns besser an den prächtigen Sonnenblumenfeldern (c’est bon pour la santé!). Les paysages du Gers sind bekannt für ein abwechslungsreiches Mosaik von Sonnenblumen-, Getreide-, Raps-, Bohnen- und Maisfeldern. Endlich blühen die Sonnenblumen überall!
„Le premier et le plus respectable de tous les arts est l’agriculture.“
Jean-Jacques Rousseau, Émile ou De l’éducation, livre III.
Verzögerte Ernte
Die für hiesige Verhältnisse häufigen Regenschauer zwingen uns zu häufigen Unterbrüchen der Erntearbeiten. Zwar hat es in den letzten Wochen mengenmässig nicht mehr viel geregnet, aber immer gerade so, dass das Stroh nass wurde….. „Das isch haut buuret!“
Vide grenier
Im Laufe des Sommers veranstaltet praktisch jedes Dorf hier im Südwesten seinen Vide grenier („Estrich leeren“). Gestern fanden die grossen Flohmärkte am Seeufer in Isle de Jourdain und in der Markthalle von Fleurance statt. Wir haben ein 58mm- Objektiv für eine Canon-Kamera gesucht…..
Familienfest
Séverine hat zum vierzigsten Geburtstag von Olivier ein echt französisches Familienfest organisiert. 60 Gäste, gut essen und trinken währen fast drei Tagen, Tanz, übernachten im Zelt mit Kind und Kegel, Petanque spielen…. c’est la fête!
07.07.2007
Gopferdami 41 Sekunden zu spät aufgestanden….. ich wollte eine Bildschirmfoto vom Zeitpunkt 07.07. 2007 um 07:07:07 Uhr…
Karte zum Geburtstag
Auf unseren Feldern lassen sich auch ganz schöne Texte schreiben. Zu bestellen per Mail, ruba@bluewin.ch. Für 200 € schreiben wir was du willst! Landart vom Feinsten!
Hysterie
Die Schweizer neigen zu Überreaktionen. Jetzt wieder zu beobachten an den Obstbaumfällaktionen im Zusammenhang mit dem stärker auftretenden Feuerbrand.
Da werden die Bauern angehalten, hundertjährige Hochstämmer zu fällen, mit der unsicheren Aussicht, so die Pflanzenkrankheit auszurotten.
Ich erinnere mich, Feuerbrand gab’s schon in den sechziger Jahren und auch die Agronomen, die schon damals behaupteten, dass bald einmal der ganze Kernobstbestand der Schweiz zerstört sei.
Hand aufs Herz, ich habe nichts dagegen, wenn Intensivobstanlagen bei Befall gerodet werden. Aber schöne hochstämmige Apfelbäume zu fällen, wenn einzelne Äste befallen sind, grenzt an Hysterie. Und auch die regelmässigen Antibiotika-Spritzungen wie sie offenbar in Deutschland gemacht werden, sind keine Lösung. Wer will schon Antibiotika-Äpfel?
Vernünftiges entfernen und vernichten von befallenen Ästen ist angezeigt. Darüber hinaus habe ich aber Vertrauen in die vielfältigen Regelmechanismen der Natur.
Wir haben in der Schweiz in der Vergangenheit wiederholt mit millionenteuren Ausrottungs- und Bekämpfungsmassnahmen versucht, stärker auftretende Pflanzenkrankheiten und -schädlinge zu beseitigen. Ohne beweisbaren Erfolg.
Zur Erinnerung: Borkenkäferfallen, Giftpillen gegen Krähen und Feldmäuse, Massentötung der von der IBR-Grippe befallenen Kühen, usw…. haben im Vergleich mit Regionen oder Ländern, die auf rigorose Bekämpfungsmassnahmen verzichtet haben, noch n i e einen langfristig sicht- und messbaren Erfolg gebracht! Es ist besser die Natur wirken zu lassen, sie ist ohnehin stärker!
Missbrauch
In der Schweiz steht offenbar die sogennannte Missbrauchsbekämpfung zu oberst auf der politischen Traktandenliste. Wo man hinschaut, von der SVP geschürte Empörung über unrechtmässige Sozialhilfebezüger, Scheininvalide, Asylmissbrauch…
Man fragt sich, was das für ein Land ist, dem es doch so gut geht, aber wo sich die grossen Gewinner von den kleinen Verlierern so schrecklich betrogen fühlen.
Der polternde Milliardär in der Landesregierung wittert hinter jedem Ausländer, der nicht zufällig Millionen in die Schweiz bringt, einen potentiellen Linkswähler und will ganze Familien ausschaffen, wenn deren Jüngling nicht gut tut. Sein Kampfblatt, die früher renommierte Weltwoche, hat er zum Sparchrohr seiner AUNS gemacht um gegen alles anzutreten was irgendwie mit Links-Grün oder der europäischen Zusammenarbeit in Verbindung gebracht werden kann. Eine konservative Revolution will er dem Land verordnen, wo nur die Reichen und Erfolgreichen das Sagen haben und die europäische Solidarität zum Schipfwort verkommt.
Ich frage mich manchmal, wie Dr. B. seine dreitausendmillionen Fränkli (3’000’000’000.- Fr.) und Hodler- und Ankersammlungen unter dem ach so strengen Steuerregime der verhassten alt68er ans Trockene gebracht hat. Hat da jemand etwas von Missbrauch gesagt?
Die gute Nachricht: Das Magazin ist jetzt oneline! Guter Kommentar von Ursula von Arx.
Armagnac
Die Gegend hier wird auch als Armagnac bezeichnet.
Das Armagnac ist eine alte Provinz im Herzen der Gascogne. Sie liegt vor allem im Département Gers und im Osten des Départements Landes. Hauptort des Armagnac ist Auch.
Die Landschaft ist aber weltweit insbesondere wegen des Branntweins Armagnac bekannt.
Armagnac ist daher auch eine geschützte Herkunftsbezeichnung für in der Gascogne in Frankreich hergestellten Brandy (Weinbrand). Nach einer Verordnung von 1909 sind rund 15.000 ha Rebfläche in den Départements Gers, Landes und Lot-et-Garonne liegende Bereiche zur Armagnac-Herstellung zugelassen.
Armagnac ist die älteste bekannte französische Spirituose und kontrollierte Ursprungsbezeichnung gemäß den Europäischen Begriffsbestimmungen für Spirituosen. Name, Herkunft und Herstellungsverfahren sind durch die Appellation Contrôlée gesetzlich geregelt.
Im Unterschied zu Cognac wird Armagnac in einem kontinuierlichen Brennverfahren nur einmal destilliert, also nicht rektifiziert. Anschließend erfolgt für 3-20 Jahre die Lagerung in Eichenholzfässern. Je länger die Lagerung, desto höher die Qualitätsstufe. Der Mindestalkoholgehalt beträgt 40 vol.% .
Die Einheimischen geniessen den Armagnac nach dem Kaffee in der noch warmen Kaffeetasse. Wir auch. Allerdings ist bei uns und bei unseren Besuchern der gute alte Bätzi aus dem Bernbiet nach wie vor sehr beliebt.









leave a comment