AUSWANDERERBLOG

Bienensterben

Posted in Agrikultur by ruedibaumann on März 22, 2007

Seit etwa 5 bis 6 Jahren sterben die Bienen. Weltweit. Jetzt nimmt dieser lautlose Tod dramatische Zustände an! Man hört, dass in den USA in gewissen Regionen bereits 70% der Bienenvölker ausgestorben sind. Die Bienen kommen nicht mehr zurück!
2002/03 habe ich mich, noch in der Schweiz und noch im Nationalrat, mit der zuständigen schweizerischen Forschungsanstalt im Liebefeld in Verbindung gesetzt. Ich wollte wissen, ob die bereits damals in der Kritik stehenden Pestizide, Gaucho und Regent, etwas mit dem Bienensterben zu tun haben könnten. Mir wurde damals versichert, dass kein wissenschaftlich begründeter Zusammenhang mit diesen Pestiziden nachgewiesen werden könne.
Nur ein Jahr später kam allerdings eine wissenschaftliche Studie hier in Frankreich zu einem anderen Schluss: die Pflanzenschutzmittel Gaucho und Regent würden im Verdacht stehen, am Bienentod mitverantwortlich zu sein! Die Regierung hat in der Folge diese Pestizide verboten, allerdings mit der Zusage an die Bauern, dass Restbestände noch aufgebraucht werden könnten! Man muss wissen, dass die besagten Mittel sehr verbreitet eingesetzt werden zur Beizung des Saatguts von Sonnenblumen, Raps, Mais, Zuckerrüben usw..

Das unheimliche Bienensterben geht weiter. Zahlreiche Imker geben frustriert ihre Tätigkeit auf, weil ihnen niemand hilft. Die Agrochemiemultis haben zuerst natürlich irgend eine Milbenart verantwortlich machen wollen (Varroamilbe). Inzwischen ist es klar, dass es nicht die Milben sind….

Und wenn es doch die in der Landwirtschaft eingesetzten Pestizide sind? Vielleicht nicht nur die genannten, sondern der Mix aus allen in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzten Chemikalien, inklusive der gentechnisch veränderten Pflanzen?

Warum unternimmt niemand etwas dagegen?

Ah, immerhin, da tut sich was! (cliquez ici!)

Bienenvolk, 2006, an kleiner Eiche

Bienenvolk

Bienenvolk

Bienenwabe

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  1. Reto said, on März 22, 2007 at 2:30 pm

    Traurig. Meiner Frau sind vor zwei oder drei Wintern auch alle Völker eingegangen.Leider haben Bienen keine Lobby …

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  2. Manfred Etter said, on März 23, 2007 at 2:06 pm

    @RBTraurig dieses Bienensterben. Ich opfere mich und spende mein leeres Konfiglas. Ich gehe zum nächsten Bienenhäuschen und fange mindestens fünf Bienen ein, die ich dann nicht mehr rauslasse, damit sie nicht flüchten können.

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  3. Fässler Franz said, on April 1, 2007 at 11:51 am

    Einstein sagte:Wenn die Bienen verschwunden sind, hat die Menschheit noch vier Jahre zu leben.Kann das möglicherweise einen Zusammenhang mit dem Mayakalender haben, wo die Mayas prophezeien, dass im Jahr 2012 uns das Ende einer Epoche bevorsteht?Freundliche GrüsseFranz Fässler

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  4. HW said, on April 3, 2007 at 9:17 am

    hren Beitrag zum Honigbienensterben habe ich interessiert gelesen. Leider fehlt mir hier wie sooft, wenn es um Bienen geht eine Bemerkung zu unseren Wildbienen um nur eine der großen Hautflüglerfamilien zu nennen. Immerhin haben wir hier in Nordrhein-Westfalen um die 750 Arten Stechimmen (Hymenoterea Aculeata). Davon gehören 350 Arten zu den Wildbienen. Wie groß hier die Verluste durch Chemische Mittel sind entzieht sich leider unser Kenntnis. Bei den Hummel sind es von 14 Arten vor 40 Jahren nur noch 7 Arten die regelmäßig zu finden sind.Ihrer Foto „Bienenwabe“ zeigt keine von Honigbienen gebaute, sonder eine von einer Feldwespe (Polistes spec.).Mit freundlichen Grüßen

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