Lug und Trug
Das Geschäftsmodell der schweizer Banken basiert auf Lug und Trug. Erinnern Sie sich: Geschäfte mit Nazigold, mit Raubgold, nachrichtenlose Vermögen von ermordeten Juden die man still und heimlich eingesackt hat, Geschäfte mit Diktatoren und Schlächtern der Dritten Welt die ihr eigenes Land ausbeuten, Geschäfte mit dem Apartheid Regime in Südafrika und so weiter und so fort.
Nachdem das eine oder andere Verbrechen aufgedeckt wurde, versprach man treu und heilig, sich künftig zu bessern. Der Beschiss ging weiter.
Das Bankgeheimnis wurde jahrzehntelang dazu missbraucht, im In- und Ausland superreichen Steuerbetrügern zu helfen, ihre Einkünfte und Vermögen vor dem Fiskus zu verstecken.
Und immer gelang es den Banken, der bürgerlichen Mehrheit der Schweiz weis zu machen, ihr Tun und Lassen liege im Landesinteresse. Blochers willfährige SVP wollte das Bankgehimnis sogar in der Bundesverfassung verankern!
Nachdem die UBS vor zwei Jahren wegen ihrer kriminellen Praktiken in den USA nur noch mit Hilfe der Steuerzahler vor dem drohenden Konkurs (to big to fail) gerettet werden konnte, glaubte man landauf landab, jetzt sei nun wirklich dem letzten Bankster klar geworden, dass man sich in der internationalen Geschäftswelt an geltende Gesetze halten muss.
Weit gefehlt, der Beschiss ging weiter. 12 Privatbanken und sogar Kantonalbanken übernahmen schwupp die wupp die sogenannten Abschleicher, Steuersünder die bei einem aufgeflogenen Bankinstitut für ihre Millionen ein neues Versteck suchten.
Wenn man zur Zeit die Diskussionen in den eidgenössischen Räten verfolgt, bekommt man den Eindruck, die Bösen sind die Amis, die unsere harmlosen, rechtschaffenen, lieben Banken bedrohen. Oder die Böse ist Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf, die zuwenig hart mit den Amerikanern verhandelt hat um die „Schweizer Interessen“ zu verteidigen.
Einmal mehr geht vergessen, dass die wahren Schuldigen in den Verwaltungsräten und Teppichetagen der Banken sitzen. Es sind die hemmungslosen Abzocker mit ihren Millionensalären und ihren gradlinigen Verbindungen zu den rechten Parteien die das Debakel verursacht haben. Wetten, dass die reichlichen Schmiergelder der Bankiers an SVP und FDP auch diesmal dazu führen, dass keiner dieser Strategieexperten auch nur einen halben Tag hinter Gittern kommt.
Der Beschiss geht weiter!
Der Ausländer, le métèque
Georges Moustaki 1934 – 2013
Le métèque
Avec ma gueule de métèque
De Juif errant, de pâtre grec
Et mes cheveux aux quatre vents
Avec mes yeux tout délavés
Qui me donnent l’air de rêver
Moi qui ne rêve plus souvent
Avec mes mains de maraudeur
De musicien et de rôdeur
Qui ont pillé tant de jardins
Avec ma bouche qui a bu
Qui a embrassé et mordu
Sans jamais assouvir sa faim
Avec ma gueule de métèque
De Juif errant, de pâtre grec
De voleur et de vagabond
Avec ma peau qui s’est frottée
Au soleil de tous les étés
Et tout ce qui portait jupon
Avec mon coeur qui a su faire
Souffrir autant qu’il a souffert
Sans pour cela faire d’histoires
Avec mon âme qui n’a plus
La moindre chance de salut
Pour éviter le purgatoire
Avec ma gueule de métèque
De Juif errant, de pâtre grec
Et mes cheveux aux quatre vents
Je viendrai, ma douce captive
Mon âme soeur, ma source vive
Je viendrai boire tes vingt ans
Et je serai prince de sang
Rêveur ou bien adolescent
Comme il te plaira de choisir
Et nous ferons de chaque jour
Toute une éternité d’amour
Que nous vivrons à en mourir
Et nous ferons de chaque jour
Toute une éternité d’amour
Que nous vivrons à en mourir
Abzockerei mit Direktzahlungen
Schon erstaunlich, wie in der Schweiz grosse Landwirtschaftsbetriebe mit Riesensummen Direktzahlungen überschüttet werden. Gelder vom Steuerzahler notabene.
Im Durchschnitt erhielt ein Hof Les Verrières im Jura 2011 beispielsweise 143 631 Franken – das ist fast dreimal so viel wie der Schweizer Durchschnitt von 52 000 Franken.
Die Infos über diese staatliche Geldverschleuderei gelangen zwar nach wie vor nur tropfenweise an die ziemlich ahnungslose Öffentlichkeit. Man schiebt Datenschutzprobleme vor und hält im Gegensatz zur EU die einzelbetrieblichen Zahlungen an die (Gross)Bauern weiterhin geheim!
Ich sage es deutsch und deutlich: es gibt keinen Anlass und keine Notwendigkeit an einzelne Bauern mehr als 50 000 sfr. pro Jahr auszurichten. Wer mit dieser (grosszügigen) staatlichen Unterstützung nicht kostendeckend wirtschaften kann, der soll besser mit der Landwirtschaft aufhören!
PS: In Frankreich erhalten wir für die Bewirtschaftung unseres 70 ha grossen Ackerbau-Bio-Betriebs rund 15 000 € Direktzahlungen. In der Schweiz würden uns dafür mindestens 150’000 sfr. pro Jahr überwiesen…
Transparenz oder Voyeurismus?
Seit gestern abend sind die Daten über die Vermögensverhältnisse (patrimoine) jedes einzelnen der 37 Minister von Frankreichs Regierung offengelegt und auf dem Netz frei zugänglich. Seien es die drei Velos von Ministerin Duflot, der Stand des Postkreditkontos des Wirtschaftsministers oder die Pariser Wohnung des Aussenministers, alles ist transparent offengelegt. Das gleiche soll bald auch für die Parlamentarier gelten.
Schon taucht die Frage auf, dürfen sozialistische Regierungsmitglieder mehrere Millionen auf der hohen Kante und/oder mehrere Häuser haben?
Ich meine: ja, warum nicht?
Frankreichs Zuppiger
Wer ein Bankkonto in der Schweiz hat oder hatte lebt gefährlich (ich habe auch eins…). Dumm ist es nur, wenn darauf Schwarzgeld liegt und noch dümmer, wenn der Inhaber behauptet, dass er kein Konto in der Schweiz habe… Genau das hat der französische Budgetminister Cahuzac wiederholt öffentlich und sogar vor der Nationalversammlung behauptet.
Jetzt musste er in einem Gerichtsverfahren zerknirscht zugeben, dass er seit 20 Jahren doch ein Bankkonto mit 600’000 €uro Schwarzgeld hat und es inzwischen von der Schweiz nach Singapur verlegt hat!
Jetzt ist die Glaubwürdigkeit am Boden, der Job weg, die Regierung destabilisiert, Präsident Holland angeschlagen.
Unglaublich, aber leider wahr!
Über die Langzeitwirkung von Pestiziden
Ich erinnere mich, es war in den 80er Jahren, das Wunderherbizid Atrazin hat den Maisanbau revolutioniert und die Unkrautbekämpfung zu einem Kinderspiel gemacht. Weil es so grossflächig versprüht wurde, zeigten sich schon bald Spuren in Bergseen, im Grundwasser und selbst im Regenwasser!
Mit einer Motion wollte ich damals im Bernischen Grossen Rat den Agrarkanton Bern verpflichten, die Atrazin Anwendung (u.a. auf den Bahngeleisen) wegen den möglichen Langzeitschäden einzuschränken oder zu verbieten.
Das sei nun völlig übertrieben, der Vergleich mit dem krebsauslösenden DDT rufschädigend und überhaupt enthalte Atrazin einen so harmlosen Wirkstoff, dass man den bedenkenlos trinken könne…. wurde mir damals von Chemievertretern beschieden. Der Grosse Rat wies die Motion mit grosser Mehrheit ab.
Heute, ein Vierteljahrhundert später, ist Atrazin (zumindest in Europa) verboten, weil inzwischen bewiesen werden konnte, dass die nun überall in der Nahrungskette vorkommenden Rückstände krank machen!
Die Geschchte hat sich inzwischen x-mal wiederholt: Die Chemiemultis Syngenta, Monsanto, Bayer oder wie sie alle heissen, werfen mit dem Segen der überforderten staatlichen Kontrollbehörden ein neues Allheil-Pestizid auf den Agrarmarkt, behaupten es würden keine Rückstände geben, sei für die Umwelt völlig ungefährlich und für die Welternährung unabdingbar. Bis dann nach etwa zwanzig Jahren uneingeschränkter Anwendung das Gegenteil bewiesen wird.
Das Bienensterben habe nichts aber auch gar nichts mit Pestiziden zu tun, wurde mir vor zwanzig Jahren von den landwirtschaftlichen Forschungsanstalten versichert. Jetzt ist man offenbar nicht mehr ganz so sicher…
Lesen Sie dazu den Blogbeitrag von Adrian Krebs: Bienen und Pestizide: To Bee or not to Bee
Der Dokufilm More than Honey trägt hoffentlich dazu bei, dass die Pestizidcocktails auf unsern Feldern endlich etwas näher unter die Lupe genommen werden. Es ist unglaublich aber wahr: Pestizide werden immer nur als Einzelprodukte auf ihre Gefährlichkeit getestet und nie im Zusammenwirken aller ausgebrachter Wirkstoffe!






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