Winter der Welt
Den Titel „Winter der Welt“ könnte man zur Zeit über das Wetter in Europa, die Wahlen in Italien oder den Bürgerkrieg in Syrien setzen.
Ich aber meine damit den historischen Roman von Ken Follett über die Jahre 1933 bis 1949.
„Winter der Welt“ ist der zweite Band einer Romantrilogie über das letzte Jahrhundert. Nach dem ersten Titel „Sturz der Titanen“ (Erster Weltkrieg) werden im zweiten Band die Familiengeschichten vor, während und nach dem Zeiten Weltkrieg geschildert. Es ist gefühlte Geschichte, bildgewaltig, dramatisch und atemberaubend spannend!
Damit ich nicht immer den über tausendseitigen Wälzer mitschleppen muss, lese ich das Buch im eReader (Bookeen HD Frontlight) den ich bei Thalia in Bern gekauft habe (159 sfr.).
Ideal und ohne Probleme vor dem Cheminée im Halbdunkeln oder an der prallen Sonne auf dem Liegestuhl im Gewächshaus. Die Schriftgrösse kann beliebig gewählt werden, das integrierte Wörterbuch ist sehr dienlich und in einer W-Lan Umgebung kann auch auf Google, Wikipedia usw. zugegriffen werden.
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Wenn Sie einen der besten Schweizer Dokufilme noch nicht gesehen haben, dann können Sie jetzt hier die DVD bestellen!
„Provokativ, witzig, bauernschlau, super Unterhaltung mit Tiefgang!“
„Wer hätte gedacht, dass man bei einem Schweizer Dokumentarfilm so viel lachen kann!“
Oliver Père, Direktor Filmfestival Locarno
Stéphane Le Foll, französischer Agrarminister
Der französische Agrarminister Stéphane Le Foll vertritt eine Landwirtschaftspolitik wie ich sie mir wünsche: Frankreich soll in der Oekologisierung der Landwirtschaft in Europa die Führungsrolle übernehmen!
Milch verschüttet…
Die zwei obersten Milchbosse der Schweiz haben das Handtuch geworfen und sind frustriert über ihre unloyalen Verbandskollegen zurückgetreten. Ein weiterer Akt im unendlichen Trauerspiel schweizerischer Agrarpolitik. Das Milch- und Grasland Schweiz mit seinen alten, weltberühmten Käsespezialitäten hat es auch nach generationenlangen Irrungen und Wirrungen nicht geschafft, den Produzenten ein einigermassen befriedigendes Einkommen zu ermöglichen.
Immer wieder hat man die Milchbauern zur Solidarität und Selbstbeschränkung aufgerufen… aber damit immer wieder die anderen gemeint… um selber expandieren zu können.
Inzwischen haben bald alle der kleineren Produzenten aufgehört den weissen Saft zu produzieren und die Stalltüre geschlossen. Die Mengen- und Preisprobleme bekam man aber damit nicht in den Griff – ganz im Gegenteil.
Bei der früheren, jahrelangen einzelbetrieblichen staatlichen Milchkontingentierung konnte man wenigstens immer den bösen Staat für die Ungerechtigkeiten verantwortlich machen. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Es sind ausschliesslich bürgerliche Bauernvertreter die das Debakel zu verantworten haben. Schliesslich haben sie während Jahrzehnten von den üppigen Verwaltungsratsdantiemen der Milchverarbeiter profitiert (und wetten dass das so weitergeht…).
Bauern sind nicht solidarisch und verhalten sich wie andere KMUs in einer Marktwirtschaft so, dass sie vor allem selber Nutzniesser sind. Selbst wenn es auf Kosten ihrer Berufskollegen geht.
Mein Rezept: Keine Marktinterventionen mehr, Direktzahlungen pro Betrieb plafonieren und an strenge Umwelt- und Tierschutzauflagen binden. Nicht neu, aber aktueller den je!
Abzocker
„Seit Jahrzehnten funktioniert Economiesuisse als Lobby der Abzocker, sei es der aktuelle Vasella, sei es der abgetakelte Ospel. Ob Gerold Bührer oder Pascal Gentinetta, stets wieselten die Knechte für ihre Geldherren übers politische Parkett und propagierten den Portemonnaie-Patriotismus. Auch jetzt wieder: Wer die Abzocker-Initiative unterstütze, der schade der Schweiz als Standort fürs grosse, ganz grosse, grösste Geld, so klagen und warnen sie.“
Frank A. Meyer im Sonntagsblick
Klartext
Viviane Reding: EU à la carte gibt es nicht!
Ohne automatische Übernahme von EU-Recht gebe es keine weiteren bilaterale Verträge mehr.
Gut, dass hin und wieder jemand Klartext spricht!
Mali
Ich hatte Gelegenheit, im Rahmen einer Parlamentarierdelegation 1999 Mali zu bereisen. Ausgehend von Bamako hatten wir damals die Möglichkeit, verschiedene Entwicklungsprojekte zu besuchen. Zudem standen Gespräche mit dem Regierungschef, zahlreichen Parlamentariern und anderen afrikanischen Persönlichkeiten auf dem Programm.
Es liegt auf der Hand, dass ich seither die Entwicklung von Mali mit grossem Interesse verfolge. Die „Le Monde“ hat die wichtigsten Grundlagen und Entwicklungen betreffend Mali in einem fünfminütigen, gut gemachten Video zusammengetragen.
Ich kann nur hoffen, dass das militärische Eingreifen Frankreichs rasch dazu führt, dem schönen Land Mali und dessen liebenswerten Bewohnern eine friedliche, selbstbestimmte Entwicklung zu ermöglichen!
(Bilder aus meinem alten Fotoarchiv, Mali 1999)
Demokratie? Demokratie!
Ende Januar wählen die französischen Bauern ihre Berufsorganisationen neu. Ganz anders als in der Schweiz wird hier die Basisdemokratie grossgeschrieben. Es stehen KandidatInnen aus nicht weniger als fünf verschiedenen Bauernverbänden zur Wahl. Gewählt wird in einer landesweit organisierten brieflichen Urnenwahl. Es stehen beliebig viele rechte, liberale, linke und grüne Standesvertreter zur Wahl.
In der Schweiz gibt es nur den Schweizerischen Bauernverband (SBV), der sich sozusagen selbst konstituiert und aus unzähligen regionalen Bauernverbänden und Fachorganisationen zusammensetzt. Das Präsidium wird unter den bürgerlichen Parteien ausgehandelt und dann an einer Delegiertenversammlung gewählt. Linke oder grüne KandidatInnen stehen nie zur Wahl.
Übrigens: ich wähle die Vertreter der links grünen Conféderation Paysanne.
Kleine Gemeinden
Unsere Wohngemeinde Traversères zählt nur 80 Einwohner. Das ist aber nicht etwa die Ausnahme hier in der Gegend sondern viel eher Durchschnitt! Frankreich zählt nicht weniger als 36’000 communes, und darunter sind sehr viele Kleinstgemeinden.
Soweit ich das überblicke, sind Gemeindefusionen wie sie zur Zeit in der Schweiz stattfinden hier überhaupt kein Thema! Es mangelt hier auch nicht an KandidatInnen für die Gemeinde-Exekutive: bei der kürzlichen Ersatzwahl für einen Gemeinderat von Traversères kandidierten nicht weniger als 4 KandidatInnen und folglich waren zwei Majorz-Urnenwahlen erforderlich.
Wahlbeteiligung um die 90%!
Was machen die Franzosen besser, dass die Lokalpolitik so viel interessanter scheint als in der Schweiz? Ist es die Hochachtung die man dem örtlichen Gewählten (élus) und insbesondere dem Bürgermeister (Maire) nach wie vor entgegenbringt? Im Zentralstaat Frankreich sind ja die Kompetenzen der Lokal- oder Regionalbehörden bescheidener als beispielsweise in der Eidgenossenschaft.
Was macht Frankreich besser? Weiss es jemand?
Die 13 Mairies (Gemeindehäuser) in den Gemeinden unserer unmittelbaren Umgebung.









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