Entscheidend ist das Kleingedruckte…
AGRARREFORM: EU will Landwirtschaft grüner machen
Die EU-Landwirtschaftsminister haben sich auf eine Agrarreform geeinigt. Direktzahlungen an die europäischen Bauern sollen künftig an Umweltauflagen geknüpft werden.
Gleichzeitig hat auch das Schweizer Parlament die Agrarreform 2014 – 2017 verabschiedet, unter anderem die sog. Tierbeiträge gestrichen und allgemein höhere Ökobeiträge verankert. Auch die schweizerische Landwirtschaft soll demnach umweltfreundlicher und effizienter werden.
Soweit so gut, allein mir fehlt der Glaube. Seit nunmehr dreissig Jahren wird in der westlichen Welt darüber debatiert, dass die Landwirtschaft umwelt- und tiergerechter werden müsse. Die Parlamente beschliessen mit dem Volksauftrag im Rücken viele neue Massnahmen, Förderungsbeiträge und neue Tierhaltungsvorschriften.
Und trotzdem, das Bauernsterben geht munter weiter. Die verbleibenden Betriebe werden grösser, industrieller, die Chemie- und Saatgutmultis schreiben Riesengewinne, die Tierbestände nehmen zu bis hin zu Tierfabriken und der bäuerliche Familienbetrieb bleibt auf der Strecke!
Ich kann mir diese Entwicklung nur so erklären: Die staatlichen Beiträge sind nicht oder kaum plafoniert. Je grösser der Betrieb, desto mehr Geld gibt es vom Staat. Und noch schlimmer, für Klein- und Nebenerwerbsbetriebe werden zunehmend diskriminierende Förderungsschwellen eingebaut. Steht alles im Kleingedruckten….
Abzockerei in der Landwirtschaft
Kleinbauern warnen vor Abzockerei in der Landwirtschaft
27.02.2013 – (lid) – Der Nationalrat muss in der Frühlingssession im Rahmen der Agrarpolitik 2014/17 entscheiden, ob die Obergrenzen für den Bezug von Direktzahlungen beibehalten werden sollen. Die Kleinbauern-Vereinigung warnt: Fallen die Grenzen weg, würden in Zukunft auch Millionäre staatliche Unterstützung erhalten.
Die Direktzahlungen in der Landwirtschaft sind heute unter anderem nach Einkommen, Vermögen und Fläche limitiert oder abgestuft. Der Bundesrat will diese Grenzen im Rahmen der Agrarpolitik 2014/17 aufheben. Der Ständerat hat sich zwar in der letzten Wintersession dagegen ausgesprochen. Doch die vorberatende Kommission des Nationalrats will dem Bundesrat grösstenteils folgen. In der kommenden Frühlingsession wird nun der Nationalrat den Vorschlag beraten.
Der Kleinbauern-Vereinigung sind die Pläne des Bundesrats ein Dorn im Auge: Ein Wegfall der Obergrenzen wäre ein schlechtes Signal an die Bevölkerung. Auch würde die Solidarität innerhalb der Landwirtschaft auf die Probe gestellt. Denn die gesamte Direktzahlungssumme an die Landwirtschaft sei begrenzt. Wenn mehr Direktzahlungen an grosse Betriebe fliessen, muss bei den kleinen und mittleren Bauernhöfen gespart werden, kritisiert die Kleinbauern-Vereinigung. Der Konkurrenzkampf um die Bewirtschaftungsfläche werde dadurch weiter angeheizt.
Heute werden die Direktzahlungen ab einem steuerbaren Vermögen von 800‘000 bis einer Million Franken gekürzt. Liegt das Vermögen bei über einer Million Franken, werden keine Direktzahlungen mehr ausbezahlt. Bei einem steuerbaren Einkommen von 80‘000 Franken bei Alleinstehenden und 130‘000 Franken bei Ehepaaren werden die Direktzahlungen ebenfalls gekürzt.
Winter der Welt
Den Titel „Winter der Welt“ könnte man zur Zeit über das Wetter in Europa, die Wahlen in Italien oder den Bürgerkrieg in Syrien setzen.
Ich aber meine damit den historischen Roman von Ken Follett über die Jahre 1933 bis 1949.
„Winter der Welt“ ist der zweite Band einer Romantrilogie über das letzte Jahrhundert. Nach dem ersten Titel „Sturz der Titanen“ (Erster Weltkrieg) werden im zweiten Band die Familiengeschichten vor, während und nach dem Zeiten Weltkrieg geschildert. Es ist gefühlte Geschichte, bildgewaltig, dramatisch und atemberaubend spannend!
Damit ich nicht immer den über tausendseitigen Wälzer mitschleppen muss, lese ich das Buch im eReader (Bookeen HD Frontlight) den ich bei Thalia in Bern gekauft habe (159 sfr.).
Ideal und ohne Probleme vor dem Cheminée im Halbdunkeln oder an der prallen Sonne auf dem Liegestuhl im Gewächshaus. Die Schriftgrösse kann beliebig gewählt werden, das integrierte Wörterbuch ist sehr dienlich und in einer W-Lan Umgebung kann auch auf Google, Wikipedia usw. zugegriffen werden.
DVD kaufen!
Wenn Sie einen der besten Schweizer Dokufilme noch nicht gesehen haben, dann können Sie jetzt hier die DVD bestellen!
„Provokativ, witzig, bauernschlau, super Unterhaltung mit Tiefgang!“
„Wer hätte gedacht, dass man bei einem Schweizer Dokumentarfilm so viel lachen kann!“
Oliver Père, Direktor Filmfestival Locarno
Stéphane Le Foll, französischer Agrarminister
Der französische Agrarminister Stéphane Le Foll vertritt eine Landwirtschaftspolitik wie ich sie mir wünsche: Frankreich soll in der Oekologisierung der Landwirtschaft in Europa die Führungsrolle übernehmen!
Milch verschüttet…
Die zwei obersten Milchbosse der Schweiz haben das Handtuch geworfen und sind frustriert über ihre unloyalen Verbandskollegen zurückgetreten. Ein weiterer Akt im unendlichen Trauerspiel schweizerischer Agrarpolitik. Das Milch- und Grasland Schweiz mit seinen alten, weltberühmten Käsespezialitäten hat es auch nach generationenlangen Irrungen und Wirrungen nicht geschafft, den Produzenten ein einigermassen befriedigendes Einkommen zu ermöglichen.
Immer wieder hat man die Milchbauern zur Solidarität und Selbstbeschränkung aufgerufen… aber damit immer wieder die anderen gemeint… um selber expandieren zu können.
Inzwischen haben bald alle der kleineren Produzenten aufgehört den weissen Saft zu produzieren und die Stalltüre geschlossen. Die Mengen- und Preisprobleme bekam man aber damit nicht in den Griff – ganz im Gegenteil.
Bei der früheren, jahrelangen einzelbetrieblichen staatlichen Milchkontingentierung konnte man wenigstens immer den bösen Staat für die Ungerechtigkeiten verantwortlich machen. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Es sind ausschliesslich bürgerliche Bauernvertreter die das Debakel zu verantworten haben. Schliesslich haben sie während Jahrzehnten von den üppigen Verwaltungsratsdantiemen der Milchverarbeiter profitiert (und wetten dass das so weitergeht…).
Bauern sind nicht solidarisch und verhalten sich wie andere KMUs in einer Marktwirtschaft so, dass sie vor allem selber Nutzniesser sind. Selbst wenn es auf Kosten ihrer Berufskollegen geht.
Mein Rezept: Keine Marktinterventionen mehr, Direktzahlungen pro Betrieb plafonieren und an strenge Umwelt- und Tierschutzauflagen binden. Nicht neu, aber aktueller den je!
Abzocker
„Seit Jahrzehnten funktioniert Economiesuisse als Lobby der Abzocker, sei es der aktuelle Vasella, sei es der abgetakelte Ospel. Ob Gerold Bührer oder Pascal Gentinetta, stets wieselten die Knechte für ihre Geldherren übers politische Parkett und propagierten den Portemonnaie-Patriotismus. Auch jetzt wieder: Wer die Abzocker-Initiative unterstütze, der schade der Schweiz als Standort fürs grosse, ganz grosse, grösste Geld, so klagen und warnen sie.“
Frank A. Meyer im Sonntagsblick
Klartext
Viviane Reding: EU à la carte gibt es nicht!
Ohne automatische Übernahme von EU-Recht gebe es keine weiteren bilaterale Verträge mehr.
Gut, dass hin und wieder jemand Klartext spricht!
Mali
Ich hatte Gelegenheit, im Rahmen einer Parlamentarierdelegation 1999 Mali zu bereisen. Ausgehend von Bamako hatten wir damals die Möglichkeit, verschiedene Entwicklungsprojekte zu besuchen. Zudem standen Gespräche mit dem Regierungschef, zahlreichen Parlamentariern und anderen afrikanischen Persönlichkeiten auf dem Programm.
Es liegt auf der Hand, dass ich seither die Entwicklung von Mali mit grossem Interesse verfolge. Die „Le Monde“ hat die wichtigsten Grundlagen und Entwicklungen betreffend Mali in einem fünfminütigen, gut gemachten Video zusammengetragen.
Ich kann nur hoffen, dass das militärische Eingreifen Frankreichs rasch dazu führt, dem schönen Land Mali und dessen liebenswerten Bewohnern eine friedliche, selbstbestimmte Entwicklung zu ermöglichen!
(Bilder aus meinem alten Fotoarchiv, Mali 1999)







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